Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Heizungsarbeiten: Montagepreis pro m² und Stück 2026, Ablauf und Kosten

Der Heizungsinstallateur montiert Heizkörper, verlegt die Bodenheizung, schliesst Heizkessel und Umwälzpumpe an, macht die Druckprobe und füllt die Anlage. Was Sie am Ende bezahlen, hängt von der Art der Arbeit ab (wie viel Fläche Bodenheizung, wie viele Heizkörper, wie aufwendig der Anschluss ist) und vom Zustand der bestehenden Leitungen.

Aktualisiert 09/2026·14 Min. Lesezeit·47 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12.38 CHF/ m
Richtwert-Spanne
9.86 CHF - 16.18 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Für das Verlegen der Bodenheizungsrohre bezahlen Sie gemäss aktueller Preisliste 12.38 CHF pro m² Arbeitsleistung. Systemplatte, Verteiler, Heizkörper, Kesselanschluss und Druckprobe werden je nach Umfang separat verrechnet. Muss bei einer Sanierung die alte Anlage entleert und gespült werden, kommt diese Arbeit zusätzlich dazu.

Leistungsarten und ihre Preise

6.67 CHF
pro m²
Systemplatte

Unterlage mit festen Noppen, in die die Rohre eingelegt werden. Sie kommt auf einen ebenen und sauberen Untergrund, bevor die Rohre verlegt werden.

12.38 CHF
pro m
Rohrverlegung

Die Rohre werden nach Verlegeplan in die Systemplatte gelegt, in den Randzonen wegen der Wärmeverluste enger.

323.84 CHF
pro Stk.
Heizkörperersatz

Umfasst den Ausbau des alten Heizkörpers, die Montage des neuen samt Ventilen und den Anschluss an die bestehende Leitung.

95.25 CHF
pro Stk.
Badheizkörper

Montage eines Handtuchradiators inklusive Befestigung an der Wand; oft kombiniert mit einem Elektroheizstab für den Sommerbetrieb.

17.14 CHF
pro lfm
Leitungen zu den Heizkörpern

Rohrleitungen vom Steigstrang oder Verteiler zu den einzelnen Heizkörpern, verlegt im Boden, in einem Schlitz oder auf Putz.

76.20 CHF
pro Std.
Druckprobe

Prüfung der Dichtheit der ganzen Anlage, bevor die Leitungen verdeckt werden oder die Heizung in Betrieb geht.

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Heizung und Klimatechnik47 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Fussbodenheizungsrohr verlegenm12.38 CHF-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.323.84 CHF-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.194.30 CHF-
Demontage WarmwasserspeicherStk.207.63 CHF-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.95.25 CHF-
Verlegung Systemplatte für Fussbodenheizungm²6.67 CHF-
Montage Verteiler FussbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.36.20 CHF-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.36.20 CHF-
Austausch RücklaufventilStk.36.20 CHF-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefässStk.102.87 CHF-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.19.05 CHF-
Autogenschweissen von MetallrohrenStk.38.10 CHF-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.76.20 CHF-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.76.20 CHF-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm17.14 CHF-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.85.72 CHF-
Rohr einfrierenStk.64.77 CHF-
Heizkörperanschluss blind verschliessenStk.123.82 CHF-
Heizungsanlage befüllenStk.-
Heizrohre im Boden einlassenlfm45.72 CHF-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm12.38 CHF-
Montage HeizkörperhalterStk.32.38 CHF-
Montage HeizkörperventileStk.32.38 CHF-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.26.67 CHF-
Air conditioning
Montage Split-Klimaanlage (Innen-/Aussengerät) bis 3 m LeitungswegStk.857.20 CHF-
Montage Multisplit-Klimaanlage 2 Innengeräte + 1 Aussengerät bis 3 m KältemittelleitungStk.-
Montage Multisplit-Klimaanlage 3 Innen- + 1 Aussengerät bis 3 m KältemittelleitungStk.-
Wandschlitze für Klimaleitungen stemmenm23.80 CHF-
Schlitze nach Klimaleitungsinstallation verschliessen und verputzenm20.00 CHF-
Stromkabel verlegenm25.70 CHF-
Wanddurchbruch nicht tragende Wand bis 10 cmStk.47.63 CHF-
Wanddurchbruch tragende Wand bis 25 cmStk.76.20 CHF-
Kältemittelleitung über 3 m verlängern, Gerät 2,5 bis 3,5 kWm61.90 CHF-
Kältemittelleitung über 3 m verlängern, Gerät 5 kWm69.72 CHF-
Kältemittelleitung über 3 m verlängern, Gerät 7 kWm77.53 CHF-
Leichtes Alu-Rollgerüst für Aussenmontage bis 2. OGEtage190.50 CHF-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Was kostet das je nach Umfang

Beispielhafter Umfang einer Bodenheizungsmontage in einem Raum (25 m²)
Nur Rohrverlegung
25 m² Bodenheizungsrohre ohne Systemplatte
309.46 CHF
Platte und Rohrverlegung
Systemplatte und Rohre auf 25 m² Fläche
476.16 CHF
Platte, Rohre und Druckprobe
Systemplatte und Rohre auf 25 m² sowie Druckprobe der Anlage (2 Std.)
628.55 CHF
Richtwert für die Arbeit gemäss den angegebenen Mengen. Verteiler, Unterlagsboden und Bodenbelag sind nicht enthalten.

Vorbereitung und Ablauf der Heizungsmontage

01
Untergrund prüfen

Der Heizungsinstallateur prüft, ob der Untergrund eben, sauber und staubfrei ist. Jede Unebenheit zeigt sich daran, wie gut die Systemplatte aufliegt.

02
Systemplatte verlegen

Die Platte kommt lückenlos auf die ganze Fläche. Bei den Dilatationsfugen wird sie so unterbrochen, wie es die Planung vorsieht.

6.67 CHF/m²
03
Rohre verlegen

Die Rohre werden nach Verlegeplan in gleich langen Schlaufen verlegt, damit durch jeden Heizkreis gleich viel Wasser fliesst.

12.38 CHF/m
04
Druckprobe vor dem Unterlagsboden

Bevor der Unterlagsboden eingebracht wird, setzt der Installateur die Anlage unter Druck und beobachtet eine Weile, ob er hält. So zeigt sich eine undichte Stelle, solange die Rohre noch offen liegen.

76.20 CHF/Std.
05
Füllen und abgleichen

Sind die Leitungen fertig, wird die Anlage gefüllt und entlüftet. Danach wird der Durchfluss für jeden Heizkreis oder Heizkörper passend eingestellt.

76.20 CHF/Std.

Arbeitsablauf

  1. 01Besichtigung vor Ort und Planung, abgestimmt auf den Wärmebedarf der Räume und die vorhandene Wärmequelle.
  2. 02Untergrund vorbereiten und Systemplatte oder Befestigungsschienen verlegen.
  3. 03Rohre der Bodenheizung oder Leitungen zu den Heizkörpern nach Plan verlegen.
  4. 04Heizkörper, Ventile und Zubehör an den einzelnen Kreisen montieren.
  5. 05Druckprobe durchführen, bevor die Rohre verdeckt werden oder die Anlage in Betrieb geht.
  6. 06Anlage füllen, entlüften und die einzelnen Kreise abgleichen.
  7. 07Wärmequelle einstellen und die funktionierende Anlage übergeben.

5 häufige Fehler

01
Ohne Druckprobe direkt unter den Unterlagsboden

Ist ein eingegossenes Rohr undicht, lässt es sich nur reparieren, indem der Boden aufgespitzt wird. Die Druckprobe gehört deshalb immer vor das Einbringen des Unterlagsbodens.

02
Heizkreise unterschiedlich lang

Sind die Schlaufen deutlich unterschiedlich lang, fliesst das Wasser ungleichmässig. Manche Räume werden dann wärmer, andere bleiben kühler.

03
Anlage nicht entlüftet

Luft in den Leitungen gluckert, macht Geräusche, und Heizkörper wie Bodenheizung geben weniger Wärme ab.

04
Neuer Heizkörper, alte Leitung nicht geprüft

Ein neuer Heizkörper an einer alten, verschlammten Leitung löst das Durchflussproblem nicht. Manchmal hilft erst eine Spülung der Anlage.

05
Zu dünne Schicht über den Rohren

Ist zu wenig Material über den Rohren, reisst der Unterlagsboden, und die Wärme verteilt sich ungleichmässig im Boden.

Gute Heizung beginnt mit der Wärmebedarfsberechnung, nicht mit Schätzen

Wenn jemand mit seiner Heizung unzufrieden ist, liegt es meist nicht an einem schlechten Kessel oder an günstigen Heizkörpern. Es fehlt die Berechnung. Wie viel Leistung ein Heizkörper oder eine Fussbodenheizung braucht, ergibt sich aus der Wärme, die ein bestimmter Raum verliert. Das hängt von Fläche und Raumhöhe ab, von der Qualität der Fenster, von Dicke und Dämmung der Aussenwände und davon, ob nebenan ein beheizter Raum liegt.

Ein Eckzimmer, ein Raum auf der Nordseite oder ein Zimmer über einem unbeheizten Keller braucht mehr Leistung als ein gleich grosser Innenraum. Wählen Sie die Heizkörper nur nach Quadratmetern aus, bleibt in der Praxis oft ein Zimmer kühl, während die anderen überheizt sind. Die Heizung läuft dabei unnötig lange, und die Heizkosten steigen.

Auch das Gegenteil ist ein Fehler: eine zu starke Heizung. Sie schaltet ständig ein und aus, kommt nie in den Bereich, in dem sie sparsam arbeitet, und nutzt sich schneller ab. Bei einer neuen Heizung oder beim Ersatz des Wärmeerzeugers lohnt sich deshalb ein Projekt mit Wärmebedarfsberechnung nach den gängigen SIA- und SN-EN-Normen. Dämmen Sie das Haus gerade, rechnet die Fachperson mit dem Zustand nach der Sanierung, nicht davor.

Heizkörper oder Fussbodenheizung?

Ein Heizkörper wird schnell warm und reagiert rasch, wenn Sie die Einstellung ändern. Er passt gut in ältere Häuser und Wohnungen, in denen sich der Boden nicht anheben lässt, und in Räume, die nur ab und zu geheizt werden, etwa im Ferienhaus oder im Maiensäss. Die Montage ist einfacher, und für eine Reparatur muss nichts aufgespitzt werden. Der Nachteil: Die Wärme verteilt sich weniger gleichmässig, und der Heizkörper bestimmt mit, wo Sie Möbel hinstellen können.

Eine Fussbodenheizung wärmt über die ganze Bodenfläche. Die Wärme ist gleichmässig verteilt, es gibt keine warmen und kalten Ecken, und Sie fühlen sich schon bei etwas tieferer Lufttemperatur wohl. Sie reagiert aber träge, weil zuerst der ganze Unterlagsboden warm werden muss. Darum eignet sie sich für gleichmässiges Dauerheizen, nicht dafür, einen Raum für ein paar Stunden schnell aufzuheizen.

Warum die Wassertemperatur so wichtig ist

Eine Fussbodenheizung kommt mit kühlerem Wasser aus als klassische Heizkörper. Das hilft modernen Heizungen spürbar. Ein Brennwertkessel arbeitet dann sparsam, wenn das zurückfliessende Wasser genügend abkühlt und die Abgase im Gerät kondensieren. Eine Wärmepumpe spart umso mehr, je kühler das Wasser sein darf. Bauen Sie in einem älteren Haus eine Wärmepumpe ein und behalten die alten, kleinen Heizkörper, muss die Pumpe heisses Wasser liefern, und von der Ersparnis bleibt viel weniger übrig. Abhilfe schaffen grössere Niedertemperatur-Heizkörper oder eine Fussbodenheizung.

So wird eine Fussbodenheizung eingebaut

Bei einer wassergeführten Fussbodenheizung kommt auf den tragenden Untergrund zuerst eine Wärmedämmung, entlang der Wände ein Randdämmstreifen, darauf eine Systemplatte oder eine Folie mit Halteklammern und dann die Heizrohre. Alles wird mit einem Unterlagsboden überdeckt, der die Wärme verteilt und an den Raum abgibt.

  • Stärke des Unterlagsbodens über den Rohren: Über den Rohren braucht es eine Mindestschicht, die der Systemhersteller und die Art des Unterlagsbodens vorgeben. Bei Zement nennt man in der Praxis ungefähr 4,5 cm, ein Anhydrit- oder Calciumsulfat-Unterlagsboden darf dünner sein. Zu dünn reisst er, zu dick reagiert er noch träger.
  • Fugen und Randstreifen: Der Unterlagsboden dehnt sich beim Aufheizen aus. Der Randdämmstreifen trennt ihn deshalb von den Wänden, und grosse oder verwinkelte Flächen werden mit Bewegungsfugen unterteilt. Wo ein Rohr eine Fuge kreuzt, kommt es in ein Schutzrohr.
  • Heizkreise: Jeder Raum bekommt einen eigenen Heizkreis. Lange Flächen werden in mehrere Kreise von ähnlicher Länge aufgeteilt. Entlang der Aussenwände und unter Fenstern liegen die Rohre enger.
  • Verteiler: Am Verteiler mit Durchflussanzeigen lässt sich jeder Kreis einzeln einstellen. Möchten Sie die Temperatur Raum für Raum regeln, montiert der Installateur dort Stellantriebe, die über Raumthermostate angesteuert werden.

Der Boden darf nicht zu warm werden. In Wohnräumen empfehlen die Normen, an der Oberfläche rund 29 °C nicht zu überschreiten, im Bad und in Randzonen an den Aussenwänden darf es etwas wärmer sein. Ein heisser Boden ist unangenehm an den Füssen und trocknet die Luft aus. Daraus folgt etwas Wichtiges: In einem alten, ungedämmten Haus hat eine Fussbodenheizung nur begrenzte Leistung und reicht allein unter Umständen nicht aus.

Aufheizen des Unterlagsbodens und Wahl des Bodenbelags

Trocknen Sie einen frischen Unterlagsboden nie, indem Sie die Heizung gleich voll aufdrehen. Zuerst muss er aushärten. Bei Zement dauert das meist etwa drei Wochen, bei Anhydrit weniger lang. Danach folgt das Aufheizen nach dem Protokoll des Herstellers: Die Vorlauftemperatur wird schrittweise erhöht, eine Zeit lang gehalten und dann wieder stufenweise gesenkt. Bevor der Plattenleger oder Bodenleger beginnt, misst er die Restfeuchte im Unterlagsboden, meist mit der CM-Messung.

Keramische Platten und Naturstein leiten Wärme gut. Vinyl und Parkett sind ebenfalls möglich, der Hersteller muss sie aber für Fussbodenheizung freigeben, und sie sollten vollflächig verklebt oder so verlegt werden, dass sie der Wärme möglichst wenig Widerstand bieten. Ein dicker Teppich oder ein schwimmend verlegter Boden auf einer dicken Unterlage kann die Heizleistung deutlich senken.

Heizkörper: Auswahl, Platzierung und Regelung

Am häufigsten sind Flachheizkörper, auch Plattenheizkörper genannt. Wie viel Wärme sie abgeben, hängt von Höhe, Länge und Anzahl Platten und Lamellen ab. Achten Sie auf einen Punkt: Die Leistung im Katalog gilt für eine bestimmte Wassertemperatur. Ist das Wasser kühler, etwa mit einer Wärmepumpe, gibt derselbe Heizkörper viel weniger Wärme ab, und Sie brauchen einen grösseren.

Warum hängt der Heizkörper fast immer unter dem Fenster? Die warme Luft, die von ihm aufsteigt, bremst den kalten Luftstrom vom Glas, und die Scheiben beschlagen weniger. Bei heutigen Isolierverglasungen spielt das eine kleinere Rolle, sinnvoll ist der Platz unter dem Fenster aber nach wie vor. Lassen Sie zwischen Heizkörper und Fensterbank sowie zum Boden etwas Abstand, damit die Luft zirkulieren kann. Decken Sie den Heizkörper nicht mit Vorhängen oder Möbeln zu.

Ein Thermostatventil hält die Raumtemperatur, die Sie einstellen. Scheint die Sonne ins Zimmer oder kochen Sie, drosselt es die Leistung von selbst. Der Thermostatkopf muss aber von Raumluft umströmt sein. Steckt er unter der Fensterbank hinter einem schweren Vorhang, misst er falsch. Wenn Sie Heizkörper ersetzen, lohnt es sich, auch die Ventile zu erneuern und die ganze Anlage hydraulisch abgleichen zu lassen. Das heisst: Sie wird so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau so viel Wasser bekommt, wie er braucht.

Heizkörper im Mehrfamilienhaus und im Stockwerkeigentum

Im Mehrfamilienhaus gehören die Heizkörper zur zentralen Heizung des ganzen Gebäudes, und oft sitzen Heizkostenverteiler darauf oder es gibt Wärmezähler pro Wohnung. Bevor Sie einen Heizkörper ersetzen oder versetzen, sprechen Sie mit der Liegenschaftsverwaltung oder, im Stockwerkeigentum, mit der Gemeinschaft. Verwaltung oder Hauswart sorgen dafür, dass der Strang entleert und nach der Montage wieder gefüllt und entlüftet wird. Den Heizkostenverteiler muss die zuständige Abrechnungsfirma fachgerecht auf den neuen Heizkörper umsetzen. Der neue Heizkörper sollte ähnlich viel leisten wie der alte, sonst gerät das Gleichgewicht der Heizung im ganzen Haus durcheinander.

Wärmeerzeuger: Gas, Öl, Strom oder Wärmepumpe

Gas- oder Öl-Brennwertkessel findet man in vielen Schweizer Häusern, vor allem Ölheizungen sind im älteren Bestand noch weit verbreitet. Ein Kessel ist kompakt und zuverlässig. Er braucht eine Abgasleitung, die beim Wechsel vom alten Kessel auf Brennwerttechnik oft angepasst werden muss, und einen Ablauf für das Kondensat in die Kanalisation, bei Öl meist mit Neutralisation. Viele Hausbesitzer nutzen den Ersatz einer alten Öl- oder Gasheizung heute, um auf eine Wärmepumpe, Holz oder einen Anschluss an einen Wärmeverbund umzusteigen.

Ein Elektroheizkessel ist einfach zu montieren. Er braucht weder Kamin noch Gasanschluss noch Tankraum. Er wandelt aber jede Kilowattstunde Strom in ungefähr gleich viel Wärme um, und der Betrieb wird entsprechend teuer. Elektrische Direktheizungen gelten deshalb als ineffizient und werden vielerorts ersetzt. Vor jeder Montage prüft ein konzessionierter Elektroinstallateur, ob Hausanschluss und Absicherung genügen. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) in die Hände von Fachleuten.

Eine Wärmepumpe holt Wärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und macht aus einer Kilowattstunde Strom je nach Bedingungen mehrere Kilowattstunden Wärme. Sie fühlt sich in einem gedämmten Haus mit Niedertemperaturheizung wohl. Die Anschaffung kostet deutlich mehr als ein Kessel. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe überlegen Sie sich gut, wo das Aussengerät steht, wie die Nachbarn das Betriebsgeräusch wahrnehmen und wohin im Winter das Kondenswasser abläuft. Für den Umstieg auf erneuerbare Heizungen gibt es Fördergelder, etwa über das Gebäudeprogramm sowie kantonale und kommunale Programme. Die Bedingungen ändern sich immer wieder, erkundigen Sie sich deshalb, bevor Sie die Anlage bestellen.

Montage des Kessels: Fachleute, Kontrollen und Kamin

Einen Gaskessel darf nur eine Fachperson mit entsprechender Berechtigung an die Gasleitung anschliessen. Vor der Inbetriebnahme werden die Gasinstallation auf Dichtheit und die Abgasanlage geprüft. Bei einem Kamin kontrolliert zusätzlich der Kaminfeger, ob er für den neuen Kessel geeignet ist. Die erste Inbetriebnahme und Einstellung übernimmt der Servicetechniker des Herstellers oder ein autorisierter Servicepartner. Macht das jemand anders, kann die Garantie verfallen. Riechen Sie einmal Gas, betätigen Sie keine Schalter und kein Feuer, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draussen die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Feuer gilt die 118.

Der Kessel sollte so stehen, dass der Servicetechniker gut herankommt. Nimmt er die Verbrennungsluft nicht von aussen, muss der Aufstellraum genügend Frischluft bekommen. Bei Ölheizungen gehören auch der Tank und seine regelmässige Kontrolle dazu. Kessel und Kamin werden in der Folge regelmässig vom Kaminfeger gereinigt und kontrolliert.

Zum neuen Kessel gehört eine sauber angeschlossene Hydraulik: Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäss, Sicherheitsventil und bei mehreren Heizkreisen eine hydraulische Weiche oder ein Speicher. Kombinieren Sie Heizkörper mit Fussbodenheizung, braucht es eine Mischgruppe, damit kein zu heisses Wasser in den Boden fliesst.

Alte Heizung sanieren

In älteren Leitungen setzen sich über Jahrzehnte Schlamm und Rost ab. Sie verstopfen Heizkörper, Ventile und den Wärmetauscher des Kessels. Ein neuer Kessel an einem ungereinigten System kann schon nach wenigen Jahren einen beschädigten Wärmetauscher haben. Deshalb wird vor dem Anschluss des neuen Wärmeerzeugers die ganze Anlage gespült. In den Rücklauf, also die Leitung, durch die das Wasser zum Kessel zurückfliesst, setzt der Installateur einen Schlammabscheider mit Magnet. Er fängt Metallpartikel ab, bevor sie in den Kessel gelangen.

Hersteller von Kesseln und Wärmepumpen stellen Anforderungen an das Heizungswasser, in der Schweiz orientiert man sich dabei an den Richtlinien der Branche. Nach dem Spülen wird die Anlage mit aufbereitetem Wasser gefüllt, bei Bedarf kommt ein Korrosionsschutzmittel dazu. Bei alten Stahlleitungen prüft der Heizungsinstallateur ausserdem, ob es sich lohnt, sie zu behalten, oder ob Kunststoff- oder Mehrschichtverbundrohre die bessere Lösung sind.

Anleitung für Heimwerker: Heizkörper entlüften und Druck nachfüllen

Ist Ihr Heizkörper unten warm und oben kalt, oder gluckert es darin? Dann ist Luft drin. Im Einfamilienhaus können Sie das Entlüften und die Druckkontrolle selbst erledigen. Im Mehrfamilienhaus wenden Sie sich an den Hauswart oder die Verwaltung, wenn das Problem mit dem Strang zusammenhängt.

  1. Umwälzpumpe oder Heizung ausschalten und die Anlage einige Minuten ruhen lassen, damit die Luft nach oben in die Heizkörper steigt.
  2. Einen Lappen und ein Gefäss unter das Entlüftungsventil legen.
  3. Das Ventil mit dem Entlüftungsschlüssel langsam gegen den Uhrzeigersinn öffnen, bis Luft zischt.
  4. Das Ventil schliessen, sobald Wasser ohne Blasen austritt.
  5. Vom Heizkörper nächst dem Kessel zum entferntesten vorgehen, Heizkörper in oberen Stockwerken zuletzt entlüften.
  6. Den Druck am Manometer der Heizung prüfen. Liegt er unter dem Wert aus der Anleitung, im Einfamilienhaus meist etwa 1 bis 1,5 bar, Wasser über den Füllhahn langsam und bei kalter Anlage nachfüllen.
  7. Die Heizung einschalten und nach dem Aufwärmen prüfen, ob die Heizkörper über die ganze Fläche warm werden.
  8. Muss der Druck oft nachgefüllt werden, den Heizungsinstallateur rufen, denn dann ist die Anlage irgendwo undicht oder das Ausdehnungsgefäss defekt.

So nehmen Sie die Heizung ab

Wenn Ihnen die Firma die neue oder sanierte Heizung übergibt, prüfen Sie, ob alles funktioniert und ob Sie alle Unterlagen haben:

  • Sie haben das Protokoll der Druckprüfung erhalten, bei Fussbodenheizung auch das Aufheizprotokoll des Unterlagsbodens
  • Beim Gaskessel liegen das Prüfprotokoll der Gasinstallation und der Nachweis der Abgaskontrolle vor
  • Der Kessel oder die Wärmepumpe wurde vom autorisierten Service in Betrieb genommen, und der Garantieschein ist ausgefüllt
  • Alle Heizkörper werden über die ganze Fläche warm, und in der Anlage gluckert nichts
  • Die Kreise am Verteiler der Fussbodenheizung sind nach Räumen beschriftet, und die Durchflüsse sind eingestellt
  • Thermostatköpfe und Regelung reagieren, wenn Sie die Einstellung ändern
  • Sie haben einen Leitungsplan oder Fotos der Rohre vor dem Einbau des Unterlagsbodens, damit Sie später nicht blind in den Boden bohren

Beobachten Sie in der ersten Heizsaison den Druck in der Anlage und die Temperaturen in den Räumen. Nach den ersten kalten Tagen ist es normal, dass Durchflüsse und Regelung noch etwas nachjustiert werden müssen. Eine seriöse Firma rechnet damit.

Häufige Fragen

Gemäss aktueller Preisliste kostet das Verlegen der Bodenheizungsrohre 12.38 CHF pro m² Arbeitsleistung. Systemplatte, Verteiler und Anschluss werden separat verrechnet.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.