Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Abbruch- und Demontagearbeiten | ||||
| Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum) | m² | 2,38 € | - | |
| Wandfliesen abschlagen | m² | - | ||
| Bodenfliesen abschlagen | m² | 16,50 € | - | |
| Demontage der Badewanne | Stk. | 67,88 € | - | |
| Demontage des WCs | Stk. | 36,70 € | - | |
| Demontage des Waschbeckens | Stk. | 31,20 € | - | |
| Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mm | m² | - | ||
| Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerk | m² | - | ||
| Abbruch Betonwand / Trennwand | m³ | 275,20 € | - | |
| Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cm | m² | 99,07 € | - | |
| Entfernen von PVC- oder Teppichböden | m² | 7,34 € | - | |
| Demontage Türblatt mit Holzzarge | Stk. | 45,87 € | - | |
| Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauen | Stk. | - | ||
| Stahlzarge aus Beton ausbrechen | Stk. | 47,70 € | - | |
| Demontage Plattenheizkörper | Stk. | 36,70 € | - | |
| Demontage Gussheizkörper | Stk. | 64,20 € | - | |
| Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktion | m² | 14,68 € | - | |
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau) | Stk. | - | ||
| Abschlagen alter Innenputze | m² | 11,92 € | - | |
| Demontage der Küchenzeile | Stk. | - | ||
| Ausbau eines Einbauschrankes | Stk. | 75,22 € | - | |
| Ausbau einer WC-Vorwand mit Steigleitung | Stk. | 88,06 € | - | |
| Ausbau der Fensterbänke | Stk. | 18,35 € | - | |
| Bauschutt abtransportieren und entsorgen | t | - | ||
Warum den alten Boden nicht einfach überdecken?
Die Idee liegt nahe: neues Laminat direkt auf das alte legen und sich den Staub sparen. In der Praxis geht das selten gut. Ein neuer Boden bildet alles ab, was darunter liegt, und der alte Belag versteckt Probleme, die sich erst später zeigen.
- Unebenheiten und Mulden: Alte Böden geben mit den Jahren nach. Der neue Belag federt dann, knarrt und die Fugen gehen auf.
- Feuchtigkeit und Schimmel: Unter Linoleum oder Parkett, das einmal nass geworden ist, findet man oft dunkle Flecken und muffigen Geruch. Wer das abdeckt, lässt das Problem weiterwachsen.
- Aufbauhöhe: Jede zusätzliche Schicht hebt den Boden an. Türen schleifen, und zum Nachbarraum entsteht eine Stufe.
- Unbekannter Untergrund: Wie es um Estrich, Risse und alte Kleber steht, sehen Sie erst nach dem Ausbau.
So läuft das Aufreißen Schritt für Schritt ab
Raum vorbereiten
Möbel, Teppiche und alles, was im Weg steht oder schmutzig werden könnte, kommen aus dem Raum. Bei einer Komplettsanierung wird manchmal auch ein Einbauschrank abgebaut, wenn er direkt auf dem Boden steht. Türen zu anderen Räumen sollten Sie mit Folie abkleben, denn beim Abschaben von Kleber entsteht viel feiner Staub. Prüfen Sie vorher, ob im Boden Leitungen liegen, etwa eine Fußbodenheizung oder Kabel in alten Leistenkanälen.
Leisten und Belag ausbauen
Zuerst werden die Sockelleisten abgenommen, dann die Übergangsprofile an den Türen. Danach hängt alles vom Material ab:
- Schwimmender Boden: Die Dielen sind nicht geklebt, sondern nur ineinander geklickt. Man beginnt an der Wand mit der Dehnfuge und hebt die Dielen Reihe für Reihe heraus. Darunter bleiben Trittschalldämmung und oft eine Dampfbremsfolie, die aufgerollt werden.
- Parkett: Es ist meist geklebt oder genagelt. Gelöst wird es mit Brecheisen, breitem Meißel oder einem elektrischen Stemmhammer mit Spachtelaufsatz. Das dauert länger und es fällt mehr Abfall an.
- Linoleum und PVC: Umgangssprachlich heißt oft jeder Kunststoffbelag Linoleum, echtes Linoleum besteht aber aus Leinöl und Naturstoffen. Lose verlegte Bahnen sind in wenigen Minuten aufgerollt. Vollflächig geklebte Beläge werden in Streifen geschnitten und abgezogen, die Reste mit dem Schaber entfernt.
Untergrund reinigen
Zurück bleiben Kleber, Spachtelmasse, Nägel und Reste der Dämmung. Die müssen weg. Sonst drücken sie sich unter dem neuen Boden als Buckel durch oder verhindern, dass neuer Kleber oder Ausgleichsmasse richtig haftet. Harte Kleber entfernt man mit Hand- oder Maschinenschaber, eventuell mit einer Schleifmaschine mit Absaugung. Zum Schluss wird der Untergrund gründlich abgesaugt.
Abfall entsorgen
Alte Bodenbeläge gehören nicht in die Restmülltonne. Kleinere Mengen nehmen viele Wertstoffhöfe an, bei größeren Flächen bestellt man einen Container. Welche Beläge wo angenommen werden, regelt jede Kommune selbst. Fragen Sie beim örtlichen Entsorger oder der Stadtverwaltung nach.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Wie aufwendig der Ausbau wird, hängt vor allem davon ab, wie fest der Belag sitzt und was darunter zum Vorschein kommt.
- Art des Belags: Schwimmende Böden sind schnell draußen, geklebtes Parkett und vollflächig verklebtes PVC brauchen deutlich mehr Zeit.
- Art des Klebers: Weiche Dispersionskleber lassen sich leicht abschaben, alte harte oder bitumenhaltige Kleber brauchen Maschinen.
- Mehrere Schichten: Im Altbau liegt oft PVC auf Parkett oder Laminat auf Linoleum. Jede Schicht bedeutet zusätzliche Arbeit.
- Raumzuschnitt: Viele Ecken, Nischen und Türzargen bremsen mehr als eine große, freie Fläche.
- Zugang und Abtransport: Wenn der Schutt aus dem vierten Stock ohne Aufzug getragen werden muss, dauert es länger.
- Zustand des Untergrunds: Bröckelnder Estrich oder Feuchtigkeit ziehen weitere Arbeiten nach sich, die nicht mehr zum eigentlichen Ausbau gehören.
Vorsicht bei Asbest und Schadstoffen
Alte Vinyl-Fliesen, sogenannte Floor-Flex-Platten, sowie manche schwarzen Kleber aus der Zeit vor den Neunzigerjahren können Asbest enthalten. Schwarze teerhaltige Parkettkleber im Altbau enthalten zudem häufig PAK, also gesundheitsschädliche Teerbestandteile. Wenn Sie in einem älteren Haus harte, quadratische Platten oder schwarzen Kleber finden, schleifen und stemmen Sie nicht. Solche Materialien dürfen nur Fachbetriebe mit entsprechender Sachkunde entfernen, und der Abfall wird gesondert entsorgt. Im Zweifel lohnt sich eine Materialprobe für ein Labor.
Im Mehrfamilienhaus sollten Sie die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft vorab informieren und die Hausordnung beachten, vor allem die Ruhezeiten für laute Arbeiten. Denken Sie auch an den Trittschallschutz: Der neue Boden sollte die Nachbarn darunter nicht stärker belasten als der alte. Der reine Austausch eines Bodenbelags gilt in der Regel als Instandhaltung und braucht keine Genehmigung. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Umbaupläne darüber hinausgehen, fragen Sie beim Bauamt nach, denn maßgeblich ist die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
Anleitung für Heimwerker: schwimmenden Boden ausbauen
Einen schwimmend verlegten Boden können Sie gut selbst entfernen, solange er nicht verklebt ist und kein verdächtiges Altmaterial im Spiel ist. Geklebtes Parkett und alte Kleber überlassen Sie besser einem Betrieb mit passenden Maschinen.
- Raum ausräumen und Türen mit Folie abkleben.
- Handschuhe, Schutzbrille, Brecheisen, Multitool oder Cuttermesser und Abfallsäcke bereitlegen.
- Sockelleisten und Übergangsprofile vorsichtig abnehmen, falls sie wiederverwendet werden sollen.
- Die Wand suchen, an der mit dem Verlegen begonnen wurde, und die erste Dielenreihe anheben.
- Dielen Reihe für Reihe auseinandernehmen und stapeln, nicht werfen.
- Trittschalldämmung und Folie aufrollen.
- Untergrund auf Feuchtigkeit, Risse und Schimmel prüfen.
- Untergrund absaugen und Abfall zum Wertstoffhof bringen.
Typische Fehler beim Ausbau
- Kleberreste auf dem Untergrund: Neue Ausgleichsmasse oder neuer Kleber haftet darauf nicht, der Boden löst sich später.
- Übersehene Feuchtigkeit: Ein nasser Estrich unter einem neuen Boden führt zu Schimmel und Verformungen.
- Zu grobes Werkzeug: Wildes Stemmen beschädigt Estrich, Abdichtung oder die Rohre der Fußbodenheizung.
- Schleifen ohne Absaugung: Der Staub verteilt sich in der ganzen Wohnung und kann bei alten Materialien gefährlich sein.
- Belag im Restmüll: Bauabfälle gehören zum Wertstoffhof oder in einen bestellten Container.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Bevor der Bodenleger kommt, gehen Sie die Fläche selbst ab. Eine lange Richtlatte oder Wasserwaage und eine Taschenlampe helfen dabei.
- Belag, Dämmung, Folien und Leisten sind überall entfernt, auch in Ecken und unter den Türzargen
- Auf dem Untergrund liegen keine Nägel, Klammern oder dicken Kleberreste mehr
- Der Estrich zeigt keine neuen Risse oder ausgebrochenen Stellen vom Werkzeug
- Leitungen im Boden und Putz an den Wänden sind unbeschädigt
- Der Untergrund ist abgesaugt und frei von Feuchteflecken oder Schimmel
- Der Abfall ist abgeholt und Sie wissen, wo er entsorgt wurde
Häufige Fragen
In den meisten Fällen ja. Überdecken ist nur sinnvoll, wenn der alte Belag fest, eben und trocken ist und der Hersteller des neuen Bodens diesen Untergrund ausdrücklich zulässt. Sonst drohen Knarren, Verformungen und eine kürzere Lebensdauer.
Ein schwimmender Boden in einem normalen Zimmer ist meist in wenigen Stunden draußen. Geklebtes Parkett oder PVC mit gründlicher Reinigung des Untergrunds kann einen ganzen Arbeitstag dauern.
Genageltes Parkett lässt sich bei vorsichtiger Arbeit teilweise retten. Geklebtes Parkett bricht beim Ausbau meist und hat Kleberreste an der Unterseite, deshalb eignet es sich selten zum erneuten Verlegen.
Dann muss der Untergrund vor dem neuen Boden instand gesetzt werden. Kleinere Unebenheiten gleicht man mit Ausgleichsmasse aus, bröckelnder oder feuchter Estrich muss repariert oder erneuert werden. Das ist eine eigene Arbeit, die über den Ausbau hinausgeht.
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