Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Demontage des Wohnungskerns aus Kunststoffplatten

Mit dem Wohnungskern aus Kunststoffplatten ist die vorgefertigte Sanitärzelle gemeint: Bad und WC aus Kunststoff- oder Schichtstoffplatten auf einem leichten Rahmen. Viele Plattenbauten in den östlichen Bundesländern haben solche Zellen, gelegentlich findet man sie auch als Fertigbad in älteren Mehrfamilienhäusern. Bei der kompletten Demo

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
39,63 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
31,20 € - 75,22 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Abbruch- und Demontagearbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Abbruch- und Demontagearbeiten
Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau)Stk.-
Wandfliesen abschlagenm²-
Bodenfliesen abschlagenm²16,50 €-
Demontage der BadewanneStk.67,88 €-
Demontage des WCsStk.36,70 €-
Demontage des WaschbeckensStk.31,20 €-
Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mmm²-
Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerkm²-
Abbruch Betonwand / Trennwandm³275,20 €-
Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cmm²99,07 €-
Entfernen von PVC- oder Teppichbödenm²7,34 €-
Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum)m²2,38 €-
Demontage Türblatt mit HolzzargeStk.45,87 €-
Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauenStk.-
Stahlzarge aus Beton ausbrechenStk.47,70 €-
Demontage PlattenheizkörperStk.36,70 €-
Demontage GussheizkörperStk.64,20 €-
Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktionm²14,68 €-
Abschlagen alter Innenputzem²11,92 €-
Demontage der KüchenzeileStk.-
Ausbau eines EinbauschrankesStk.75,22 €-
Ausbau einer WC-Vorwand mit SteigleitungStk.88,06 €-
Ausbau der FensterbänkeStk.18,35 €-
Bauschutt abtransportieren und entsorgent-
Summe Arbeit
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Was zur kompletten Demontage gehört

Unter „komplett“ versteht nicht jeder dasselbe. Legen Sie den Umfang deshalb vorher schriftlich fest. Üblich sind diese Arbeiten:

  • Abbau der Sanitärobjekte: Badewanne oder Duschwanne, Waschbecken, WC, Armaturen und Spiegel
  • Entfernen der Wand- und Deckenplatten samt Unterkonstruktion aus Holz oder Metall
  • Rückbau des alten Bodens in der Zelle, wenn ein neuer Estrich oder Bodenaufbau kommt
  • Abbruch der Vorwand oder Verkleidung an der Steigleitung im WC, falls vereinbart
  • Aufladen, Heraustragen und Abtransport des Schutts

Das Abklemmen und Verschließen von Wasser, Strom und Gas gehört oft nicht automatisch dazu. Gemauerte Trennwände sind ebenfalls ein eigenes Thema. Wollen Sie gleichzeitig den Grundriss ändern und zum Beispiel Bad und WC zusammenlegen, handelt es sich um zusätzliche Abbrucharbeiten. Diese sollten im Angebot einzeln auftauchen.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

  1. Wohnung und Treppenhaus schützen. Die Handwerker decken Böden auf dem Transportweg ab, außerdem Türen und den Aufzug, falls der Schutt damit nach unten fährt. Eine Staubschutzwand aus Folie am Eingang zur Zelle hält den Staub in der übrigen Wohnung deutlich geringer.
  2. Leitungen abschalten. Zuerst schließen sie das Wasser an den Absperrventilen der Wohnung und schalten die Sicherung für den Badstromkreis ab. Danach klemmt eine Elektrofachkraft die Leitungen ab und isoliert die Enden. Hängt in der Zelle ein Gas-Durchlauferhitzer oder eine Gastherme, darf nur ein zugelassener Installateur ihn abklemmen.
  3. Sanitärobjekte abbauen. Armaturen, Waschbecken, WC und Wanne kommen nacheinander heraus. Die Abflüsse werden provisorisch verschlossen, damit kein Kanalgeruch in die Wohnung zieht.
  4. Platten abnehmen. Die Platten werden abgeschraubt oder vorsichtig vom Rahmen gelöst. Man arbeitet von oben nach unten, also erst die Decke, dann die Wände. Große Stücke lassen sich leichter tragen und erzeugen weniger Staub als klein geschlagene Platten.
  5. Rahmen und Boden entfernen. Danach folgen die Unterkonstruktion und, falls vereinbart, der alte Boden.
  6. Aufräumen und prüfen. Zum Schluss wird gefegt und der Schutt abgefahren. Dann sieht man sich an, in welchem Zustand Steigleitungen, Wände und Boden sind.

Der eigentliche Abbau dauert meist einen Tag. Bei einer verbauten Zelle oder einem langen Transportweg kann es etwas länger dauern.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand unterscheidet sich von Wohnung zu Wohnung deutlich. Leicht geht es, wenn die Zelle nie umgebaut wurde, die Platten nur verschraubt sind und das Haus einen Aufzug hat. Auch ein Container direkt vor dem Eingang spart viel Zeit.

Mehr Arbeit bedeuten zum Beispiel diese Situationen:

  • Fliesen, die direkt auf die Kunststoffplatten geklebt wurden und mitsamt Kleber herunter müssen
  • frühere Umbauten mit Beton, Mauerwerk oder Estrich innerhalb der Zelle
  • eine Vorwand an der Steigleitung, an der vorsichtig um alte Rohre herum gearbeitet werden muss
  • ein hohes Stockwerk ohne Aufzug oder ein weiter Weg zum Fahrzeug oder Container
  • strenge Regeln im Haus, etwa laute Arbeiten nur zu wenigen Stunden am Tag

Wenn Sie ein Angebot einholen, schicken Sie deshalb Fotos von der Zelle und vom Treppenhaus mit. Nennen Sie das Stockwerk und sagen Sie, ob es einen Aufzug gibt. Schreiben Sie außerdem dazu, ob der Boden und die Vorwand ebenfalls herauskommen sollen.

Steigleitungen, Asbest und Gas: hier braucht es Fachleute

Die Steigleitungen für Wasser und Abwasser laufen durch das ganze Haus. Sie gehören nicht Ihnen allein, sondern zum Gemeinschaftseigentum. Jeden Eingriff daran sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab. Als Mieter brauchen Sie ohnehin die Zustimmung des Vermieters für den ganzen Umbau. Häufig werden Steigleitungen ohnehin für einen kompletten Strang erneuert.

In Häusern aus den Jahrzehnten vor dem Asbestverbot sind Abwasserrohre aus Asbestzement keine Seltenheit. Solange das Rohr intakt ist und niemand daran bohrt, geht davon wenig Gefahr aus. Beim Schneiden oder Brechen entsteht jedoch gefährlicher Staub. Asbesthaltige Bauteile darf nur ein Fachbetrieb mit entsprechender Sachkunde nach TRGS 519 entfernen. Wissen Sie nicht, woraus das Rohr besteht, lassen Sie es vorerst unangetastet und fragen Sie bei der Verwaltung nach.

Elektrische Leitungen klemmt eine Elektrofachkraft ab und sichert sie. Ein Gasgerät in der Zelle darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragenes Installationsunternehmen stilllegen und verschließen. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, betätigen Sie keine Schalter und vermeiden Sie offenes Feuer. Öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draußen den Störungsdienst Ihres Gasnetzbetreibers oder die 112 an.

Genehmigung, Verwaltung und Nachbarn

Ob ein Badumbau eine Genehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Der reine Austausch einer Sanitärzelle ohne Eingriff in tragende Bauteile und gemeinsame Leitungen ist in der Regel unkritischer als eine Grundrissänderung. Verlassen Sie sich trotzdem nicht darauf. Fragen Sie im Zweifel beim örtlichen Bauamt nach, bevor die Arbeiten beginnen.

Kündigen Sie die Arbeiten immer rechtzeitig bei der Hausverwaltung an. Klären Sie, zu welchen Zeiten die Hausordnung laute Arbeiten erlaubt und wo der Container stehen darf. Steht er auf öffentlichem Grund, brauchen Sie meist eine Genehmigung der Stadt. Ein kurzer Aushang für die Nachbarn hilft ebenfalls. Lärm und Staub lassen sich nicht ganz vermeiden, aber Rücksicht erspart viel Ärger.

Typische Fehler

  • Abbruch ohne abgeschalteten Stromkreis, obwohl hinter den Platten Leitungen unter Spannung liegen
  • beschädigte Steigleitung beim Herausreißen der Vorwand oder des Rahmens
  • offene Abflüsse, durch die Geruch kommt oder Schutt hineinfällt
  • Schutt in der normalen Hausmülltonne statt fachgerechter Entsorgung als Bauabfall
  • fehlender Schutz für Aufzug und Treppenhaus, dessen Schäden dann der Wohnungseigentümer bezahlt
  • unklarer Leistungsumfang, sodass Boden oder Vorwand nach dem Abzug der Firma noch stehen

So prüfen Sie den Raum nach dem Abbau

Bevor Sie die Arbeit abnehmen und das neue Bad geplant wird, gehen Sie den Raum mit dieser Liste durch:

  • Alle Platten, der Rahmen und der vereinbarte Boden sind entfernt
  • Elektrische Leitungen sind abgeklemmt, isoliert und beschriftet
  • Wasseranschlüsse sind abgesperrt oder verschlossen und nichts tropft
  • Abflüsse sind dicht verschlossen und riechen nicht
  • Die Steigleitungen sind unbeschädigt, Risse sind der Verwaltung gemeldet
  • Wände und Decke zeigen keine neuen Ausbrüche oder Risse
  • Der Schutt ist abgefahren und Sie haben einen Entsorgungsnachweis
  • Treppenhaus, Aufzug und Wohnung sind sauber und frei von Schuttresten

Häufige Fragen

Die Platten abzuschrauben schafft auch ein geschickter Heimwerker. Strom und Gas trennen aber nur Fachleute, und Eingriffe an Steigleitungen stimmen Sie mit der Verwaltung ab. Besteht Verdacht auf Asbest, fassen Sie das Rohr gar nicht an.

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