Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mauerarbeiten | ||||
| Außenputz | m² | 17,25 € | - | |
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 31,05 € | - | |
| Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong) | m² | 41,40 € | - | |
| Grundierung der Wände und des Bodens | m² | 1,72 € | - | |
| Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwänden | m² | 11,20 € | - | |
| Wandausbesserungen (Rimano, Rotband) | m² | - | ||
| Wände verputzen (Grobputz) | m² | - | ||
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 14,66 € | - | |
| Feinputz (Glattputz) | m² | 13,80 € | - | |
| Maschinenputz (Kalkzement) | m² | - | ||
| Gips- / Glättputz | m² | 10,35 € | - | |
| Sturzeinbau | Stk. | 27,60 € | - | |
| Zumauern von Öffnungen | m² | 43,12 € | - | |
| Schornstein mauern (Schamotte + Keramikeinsatz) | lfm | - | ||
| Schornstein vom Typ Schiedel mauern | lfm | - | ||
So wird eine Fassade verputzt
Eine Fassade wird in Schichten verputzt, und jede Schicht braucht ihre Zeit. Der übliche Ablauf sieht so aus:
- Untergrund prüfen: Festigkeit, Risse, lose Altputzstellen, Ebenheit und Feuchte des Mauerwerks.
- Gerüst stellen und Fenster, Fensterbänke, Pflaster und alles abdecken, was nicht verschmutzen soll.
- Fläche von Staub, alten Anstrichen, Salzen, Algen und losen Teilen reinigen, Schadstellen ausbessern oder nicht tragfähigen Putz abschlagen.
- Bei einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) die Armierungsschicht herstellen: Armierungsmörtel auftragen, Glasfasergewebe einbetten und glätten.
- Grundierung auftragen. Sie gleicht die Saugfähigkeit des Untergrunds aus und verbessert die Haftung. Sie muss zum jeweiligen Putz passen.
- Oberputz gleichmäßig von Hand mit der Glättkelle oder maschinell auftragen und die Struktur herstellen.
- Frischen Putz bis zum Trocknen vor Regen, direkter Sonne und Wind schützen, zum Beispiel mit Gerüstplanen.
Warum so viele Schritte? Ein Putz ist nur so gut wie der Untergrund darunter. Wird die Grundierung weggelassen oder auf eine feuchte Wand geputzt, zeigt sich der Fehler oft erst nach ein bis zwei Jahren. Dann ist eine Reklamation meist schwierig.
Putzarten und wann welche passt
Silikonharzputz
Er ist elastisch, nimmt wenig Wasser auf, und Schmutz haftet schlechter, weil der Regen ihn abwäscht. Temperaturschwankungen verträgt er gut. Deshalb kommt er häufig auf Neubauten und auf ein WDVS. Auch für Häuser an einer stark befahrenen Straße oder in windiger Lage ist er eine gängige Wahl.
Silikatputz
Sein Bindemittel ist Kaliwasserglas, und er lässt Wasserdampf gut durch. Die Wand kann Feuchtigkeit also nach außen abgeben. Man verwendet ihn gern auf älteren Häusern, auf Ziegel- und Natursteinmauerwerk und auf mineralischen Untergründen. Bei der Verarbeitung ist er empfindlicher: Die Vorgaben des Herstellers müssen genau eingehalten werden, sonst entstehen schnell Flecken.
Acrylatputz
Er bietet eine große Farbauswahl und lässt sich einfach verarbeiten. Wasserdampf lässt er weniger durch. Auf feuchtes Mauerwerk und auf diffusionsoffene, mineralische Wandaufbauten gehört er deshalb nicht, dort würde er die Feuchtigkeit in der Wand halten. Gut eignet er sich für trockene, ebene Flächen, etwa bei der Sanierung von Mehrfamilienhäusern mit glatten Betonfassaden.
Mineralputz und Kalkputz
Er besteht aus Kalk oder Kalk und Zement, ist nicht brennbar und dampfdurchlässig. Typisch ist er im Altbau, an denkmalgeschützten Gebäuden und auf Natursteinmauerwerk. Dazu gehören auch Kalk- und Kalkzementputze mit feiner, traditionell wirkender Oberfläche. Mineralputze verlangen einen erfahrenen Verputzer und genug Zeit, damit die Schichten aushärten können. Oft bekommen sie zusätzlich einen Anstrich mit Fassadenfarbe.
Dünnlagig oder dicklagig?
Dünnlagige Putze sind leicht und elastisch, deshalb sitzen sie fast immer auf einem WDVS. Dicklagige, klassische Putze passen zu alten und historischen Gebäuden, wo unebenes Mauerwerk ausgeglichen werden muss und das massive, handwerkliche Bild erhalten bleiben soll.
Struktur und Farbe der Fassade
Kratzputz oder Rillenputz verdecken kleine Unebenheiten und Schmutz besser, deshalb sieht man sie oft an Einfamilienhäusern. Eine glatte Oberfläche wirkt modern, zeigt aber jeden Fleck und braucht mehr Pflege.
Die Farbe ist nicht nur Geschmackssache. Dunkle Töne heizen sich in der Sonne stärker auf. Die Fassade dehnt sich dann mehr aus und zieht sich wieder zusammen, der Putz altert schneller. Auf einem WDVS schränken Hersteller dunkle Farben häufig ein. Entscheidend ist dabei der sogenannte Hellbezugswert, also wie hell ein Farbton ist. Fragen Sie vor der Farbwahl nach, ob das System Ihren Wunschton zulässt.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am wenigsten Arbeit macht eine ebene, feste und trockene Wand im Neubau oder ein frisch gedämmtes WDVS. Der Aufwand steigt dagegen, wenn:
- Das Haus viele Fenster, Erker, Gesimse und Zierelemente hat
- Der alte Putz abplatzt, abgeschlagen und das Mauerwerk ausgebessert werden muss
- Das Mauerwerk feucht oder versalzen ist und zuerst die Ursache behoben werden muss
- Das Gebäude hoch ist und ein großes Gerüst braucht
- Die gewünschte Struktur fein und schwierig herzustellen ist
- Das Wetter wechselhaft ist und die Arbeit immer wieder unterbrochen wird
In einer Eigentumswohnung entscheidet nicht der einzelne Eigentümer über die Fassade, sondern die Eigentümergemeinschaft (WEG), in der Regel über die Hausverwaltung. Ob eine geänderte Fassade oder eine Dämmung genehmigt oder angezeigt werden muss, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das vorab beim Bauamt, bei denkmalgeschützten Häusern zusätzlich bei der Denkmalschutzbehörde. Wird der Außenputz großflächig erneuert, kann das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Anforderungen an die Wärmedämmung auslösen. Ein Energieberater kann Ihnen sagen, was das für Ihr Haus bedeutet und ob Förderprogramme von KfW oder BAFA in Frage kommen. Steht das Gerüst auf dem Gehweg, brauchen Sie meist eine Genehmigung der Gemeinde für die Nutzung der öffentlichen Fläche.
Typische Fehler
- Verputzen auf feuchtem, staubigem oder nicht tragfähigem Untergrund
- Fehlende oder unpassende Grundierung
- Arbeiten in praller Sonne, bei Wind oder bei zu niedrigen Temperaturen
- Zu dünne oder ungleichmäßige Putzschicht
- Eine Wandfläche in Etappen mit Pausen verputzen, sodass sichtbare Ansätze bleiben
- Materialien verschiedener Systeme mischen, etwa Acrylatputz auf feuchtem Mineralmauerwerk
- Schlecht gelöste Details an Fensterbänken, Laibungen und am Anschluss zum Dach
In der Praxis liegt es oft nicht am Material, wenn Schäden auftreten, sondern daran, dass der Ablauf nicht eingehalten wurde. Deshalb ist es sinnvoll, Grundierung, Armierungsmörtel und Oberputz vom selben Hersteller und aus einem System zu verwenden.
So prüfen Sie die fertige Fassade
Sehen Sie sich die Fassade bei Tageslicht an, auch von der Seite, wenn das Licht schräg auf die Fläche fällt. Dann erkennen Sie die meisten Unregelmäßigkeiten.
- Farbe und Struktur sind gleichmäßig, ohne Flecken und sichtbare Ansätze
- Die Oberfläche zeigt keine Risse, Blasen oder abplatzenden Stellen
- Beim Abklopfen klingt es nirgends hohl
- Ecken, Laibungen und Kanten sind gerade und sauber
- Anschlüsse an Fensterbänke, Fenster und Blechverwahrungen sind dicht
- Fenster, Pflaster und Umgebung sind frei von Putzresten
- Sie haben Nachweise über die verwendeten Materialien und idealerweise Fotos der einzelnen Schichten
- Die vereinbarte Gewährleistung ist schriftlich festgehalten
Häufige Fragen
Für altes Mauerwerk wählt man meist Mineral- oder Silikatputz, weil beide gut dampfdurchlässig sind und die Wand austrocknen kann. Vor dem Verputzen sollte geklärt werden, warum das Mauerwerk feucht ist, und die Ursache behoben werden.
Das ist nicht ratsam. Hersteller nennen meist Temperaturen von etwa +5 °C bis +25 °C, ohne direkte Sonne, Wind und Regen. Bei Frost härtet der Putz nicht richtig aus, bei großer Hitze trocknet er zu schnell und es entstehen Flecken.
Bei einem üblichen Einfamilienhaus und gutem Wetter grob ein bis zwei Wochen. Viel Zeit fällt auf die Standzeiten zwischen den Schichten, die nicht verkürzt werden dürfen. Regen oder Kälte verlängern die Arbeit.
Nein. Ist er fest und haftet gut am Mauerwerk, reicht es oft, ihn zu reinigen, Risse auszubessern und eine neue Schicht aufzubringen. Klingt er beim Abklopfen hohl oder platzt er ab, müssen die losen Teile entfernt werden.
Kontrollieren Sie die Fassade einmal im Jahr, zum Beispiel im Frühjahr, vor allem rund um Fensterbänke und Fallrohre. Reinigen Sie sie mit einer weichen Bürste oder mit wenig Wasserdruck und verwenden Sie gegen Algen nur Mittel, die der Putzhersteller freigibt.
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