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Beim Mauern von Außenwänden bis 30 cm Wandstärke errichtet der Maurer auf der fertigen Bodenplatte oder Decke die tragenden Außenwände des Hauses. Dafür verwendet er Ziegel, großformatige Hochlochziegel oder Porenbetonsteine. Gebraucht wird diese Arbeit vor allem beim Neubau eines Einfamilienhauses, bei einem Anbau oder einer Aufstockung.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
41,40 €/ m²
Richtwert-Spanne
33,10 € - 53,90 €
Wohnung 60 m²
6210,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Maurer- und Putzarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Außenwände bis 30 cm Stärke mauernm²41,40 €-
Tragendes Außenmauerwerk mauernm³112,10 €-
Nichttragende Außenwände mauernm²31,05 €-
Summe Arbeit
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Was dazugehört und was Sie vorher klären sollten

Außenwände tragen Decken und Dach. Gleichzeitig schützen sie das Haus vor Kälte, Feuchtigkeit und Lärm. Deshalb mauert niemand nach Gefühl, sondern nach Plan. Der Planer legt Material, Wandstärke, Lage der Öffnungen, Stürze und Ringanker fest. Der Statiker prüft, ob die Wand die Lasten sicher aufnimmt.

Bei einer Wandstärke bis 30 cm sollten Sie eines wissen: Eine solche Wand erfüllt die heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) allein meist nicht. In der Praxis wird deshalb fast immer ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) eingeplant. Einschaliges Mauerwerk ohne zusätzliche Dämmung wird in der Regel mit deutlich dickeren Steinen gebaut.

Neubau, Anbau und Eingriffe in tragende Wände richten sich nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Ob eine Baugenehmigung nötig ist oder ein vereinfachtes Verfahren reicht, klären Sie beim zuständigen Bauamt. In einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus gehören Außenwände zum Gemeinschaftseigentum. Jeder Eingriff muss vorher mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden.

Ziegel, Planziegel oder Porenbeton: Worin liegt der Unterschied?

Hinter dieser Leistung stecken drei Varianten. Der Ablauf ist ähnlich, die Unterschiede liegen im Material, im Mörtel und im Arbeitstempo.

Klassischer Vollziegel

Der Vollziegel hat ein kleines Format und wird in Lager- und Stoßfugen mit normalem Mauermörtel vermauert. Das dauert länger, weil auf jeden Quadratmeter viele Steine kommen. Heute nimmt man ihn eher bei Sanierungen, zum Ergänzen von altem Mauerwerk, für Schornsteine und kleinere Bauteile. Ganze Außenwände eines Neubaus mauert man damit selten.

Großformatige Hochlochziegel

Diese gebrannten Steine haben Lochkammern und eine Nut-Feder-Verzahnung an den Seiten. Die senkrechten Fugen bleiben deshalb ohne Mörtel. Es gibt zwei Gruppen:

  • Ungeschliffene Ziegel werden mit Normal- oder Leichtmörtel vermauert, die Lagerfuge ist etwa einen Zentimeter dick
  • Planziegel sind in der Höhe exakt geschliffen und werden mit Dünnbettmörtel oder mit einem systemgebundenen Mauerwerkskleber nach Herstellerangabe verarbeitet

Ziegel speichert Wärme gut, ist fest und hält Dübel zuverlässig.

Porenbeton

Porenbetonsteine, bekannt etwa unter dem Namen Ytong, sind leicht und sehr maßgenau. Sie werden mit Dünnbettmörtel verklebt. Man kann sie leicht sägen und schleifen, deshalb gehen Ecken und Anschlüsse an Öffnungen schnell. Für Außenwände kommen Steine mit der Festigkeit nach Statik zum Einsatz, keine dünnen Wandbauplatten für Trennwände. Porenbeton nimmt Wasser auf. Das Mauerwerk braucht deshalb Schutz vor längerem Regen, und für schwere Lasten sind passende Spezialdübel nötig.

In Deutschland ist außerdem Kalksandstein für tragende Außenwände verbreitet, meist ebenfalls in Kombination mit einem WDVS. Welches Material passt, entscheidet vor allem die Planung: Lasten, Wärmeschutz, Schallschutz und Anschlüsse an andere Bauteile. Verschiedene Systeme in einer Wand zu mischen, sollten Sie nur mit Zustimmung des Planers.

So läuft das Mauern Schritt für Schritt ab

  1. Untergrund prüfen. Bodenplatte oder Decke müssen tragfähig, sauber und annähernd waagerecht sein. Der Maurer misst Höhenunterschiede ein und überträgt den Grundriss der Wände nach Plan.
  2. Abdichtung einlegen. Unter den Außenwänden kommt eine waagerechte Abdichtung auf die Bodenplatte. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk aufsteigt.
  3. Erste Steinreihe setzen. Die erste Reihe liegt in einem Mörtelbett, das Unebenheiten ausgleicht. Bei Plansteinsystemen nimmt man dafür einen speziellen Kimmmörtel und ein Nivelliergerät. Hier zählt jeder Millimeter, denn einen Fehler in der ersten Reihe kann später niemand mehr korrigieren.
  4. Weitere Reihen mauern. Die Steine werden im Verband gesetzt, die senkrechten Fugen also gegenüber der Reihe darunter versetzt. Ecken und Wandanschlüsse folgen dem vorgeschriebenen Verband. Senkrechte, Flucht und Reihenhöhe prüft der Maurer laufend.
  5. Öffnungen und Stürze. Fenster- und Türöffnungen werden genau nach Plan ausgespart. Darüber kommen Stürze mit ausreichender Auflagerlänge. Eine Öffnung später nachträglich in eine tragende Wand zu brechen, ist ein Eingriff in die Statik.
  6. Passsteine zuschneiden. Passstücke an Öffnungen und unter der Decke werden gesägt, nicht mit dem Hammer abgeschlagen. Kleine Ausbesserungen und offene Fugen werden direkt beim Mauern geschlossen.
  7. Ringanker oder Ringbalken. Auf die fertige Wand folgt ein umlaufender Betonbalken. Er hält die Wände zusammen und verteilt die Lasten der Decke. Außen wird er meist gedämmt, damit keine Wärmebrücke entsteht.
  8. Aushärten und schützen. Bis der Mörtel fest ist, braucht das Mauerwerk Schutz vor Regen, Frost und starker Sonne. Wie lange das dauert, hängt vom Mörtel und vom Wetter ab. Richten Sie sich nach den Angaben des Herstellers.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand und damit auch die Kosten unterscheiden sich von Baustelle zu Baustelle deutlich. Leichter wird die Arbeit durch:

  • Eine ebene, sauber betonierte Bodenplatte
  • Einen einfachen Grundriss mit langen, geraden Wänden
  • Großformatige Steine und Dünnbettmörtel
  • Gute Zufahrt für Kran oder Stapler und Platz zum Lagern der Steine

Mehr Zeit kosten dagegen:

  • Viele Ecken, Rundungen, schräge Wände und kleine Öffnungen
  • Eine unebene Bodenplatte, die in der ersten Reihe ausgeglichen werden muss
  • Höhere Wände, für die ein Gerüst nötig ist
  • Kleine Steinformate mit mehr Steinen und mehr Mörtel
  • Anschlüsse an altes Mauerwerk bei der Sanierung
  • Schlechtes Wetter, wenn die Arbeit ruhen und das Mauerwerk abgedeckt werden muss

Tragende Außenwände in Eigenleistung zu mauern, ist nicht zu empfehlen. Es handelt sich um ein statisch wichtiges Bauteil, und Fehler darin lassen sich nur schwer beheben.

Typische Fehler beim Mauern von Außenwänden

  • Ungenaue erste Reihe: Die Unebenheiten werden dann mit dickeren Fugen weiter oben ausgeglichen. Bei Planziegeln und Porenbeton geht so der Vorteil der genauen Steine verloren
  • Fehlende oder beschädigte Abdichtung: Feuchtes Mauerwerk am Wandfuß lässt sich später nur mit viel Aufwand sanieren
  • Verband nicht eingehalten: Senkrechte Fugen übereinander schwächen die Wand und führen zu Rissen
  • Falscher Mörtel: Normalmörtel auf Planziegeln oder Kleber nur in Streifen aufgetragen verschlechtern Festigkeit und Wärmeschutz
  • Zu kurz aufgelegte Stürze: Über den Fenstern zeigen sich dann Risse
  • Mit dem Hammer abgeschlagene Passstücke: Es entstehen große, mit Mörtel gefüllte Lücken und damit Wärmebrücken
  • Ungeschütztes Mauerwerk über den Winter: Durchnässte Steine und gefrorener Mörtel mindern die Qualität der Wand

Worauf Sie bei der Abnahme achten sollten

Bevor es mit Decke und Ringanker weitergeht, gehen Sie das Mauerwerk mit dem Maurer oder der Bauleitung durch:

  • Grundriss, Wandstärken und Lage der Öffnungen stimmen mit dem Plan überein
  • Unter den Außenwänden liegt eine unbeschädigte waagerechte Abdichtung
  • Die Wände sind lotrecht und eben, geprüft mit Wasserwaage und langer Richtlatte
  • Die Reihen verlaufen waagerecht, die senkrechten Fugen sind richtig versetzt
  • Ecken und Wandanschlüsse sind nach System im Verband gemauert
  • Die Stürze liegen richtig und mit ausreichender Auflagerlänge auf
  • Im Mauerwerk gibt es keine großen Lücken, keine zerbrochenen Steine und keine offenen Stellen
  • Mörtel oder Kleber entsprechen dem System des Herstellers, die Fugen sind voll
  • Das Mauerwerk ist gegen Regen und Frost geschützt
  • Die Unterlagen zu Material und Systemen liegen für das Bautagebuch vor

Häufige Fragen

Meist nicht. Bei dieser Wandstärke wird eine Außendämmung, etwa ein WDVS, schon in der Planung vorgesehen. Ohne Dämmung erfüllt eine solche Wand die Anforderungen des GEG nur in Ausnahmefällen. Maßgeblich ist der Nachweis des Planers.

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