Für eine Trennwand bis 12,5 cm Dicke aus Ziegel oder Ytong zahlen Sie laut aktueller Preisliste 31,05 € pro m² Arbeitsleistung. Eine tragende Wand bis 30 cm kostet 41,40 € pro m², feiner Kalkzementputz (Feinputz) 14,66 € pro m² und Glattputz 13,80 € pro m². Was am Ende auf der Rechnung steht, hängt vor allem davon ab, wie dick die Wand ist, welches Mauerwerk Sie wählen, wie viele Öffnungen und Ecken es gibt und wie viel verputzt wird. Das Material für Mauerwerk und Putz kommt extra dazu.
Leistungsarten und ihre Preise
Übliche nichttragende Trennkonstruktion aus Ziegel- oder Porenbetonsteinen. Erfordert einen ebenen Untergrund und präzises Ausmessen.
Mauern dickerer Wände mit Verband und Kontrolle der Lotrechtheit. Bei tragenden Konstruktionen wird nach Projektunterlagen vorgegangen.
Das Armierungsgewebe auf der Mauerwerksoberfläche verringert das Rissrisiko an den Fugen zwischen den Steinen vor dem Verputzen.
Glatte Oberflächenschicht, vorbereitet zum Streichen oder Fliesen. Wird in dünner Schicht auf einen abgebundenen Untergrund aufgetragen.
Fein geglättete Finishschicht mit glatter, seidenmatter Oberfläche. Erfordert geübte Hände beim Glätten und die richtigen Feuchtigkeitsbedingungen.
Tragendes Element über einer Tür- oder Fensteröffnung. Typ und Einbau des Sturzes richten sich nach der statischen Berechnung und der Öffnungsbreite.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mauerarbeiten | ||||
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 31,05 € | - | |
| Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong) | m² | 41,40 € | - | |
| Grundierung der Wände und des Bodens | m² | 1,72 € | - | |
| Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwänden | m² | 11,20 € | - | |
| Wandausbesserungen (Rimano, Rotband) | m² | - | ||
| Wände verputzen (Grobputz) | m² | - | ||
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 14,66 € | - | |
| Feinputz (Glattputz) | m² | 13,80 € | - | |
| Maschinenputz (Kalkzement) | m² | - | ||
| Gips- / Glättputz | m² | 10,35 € | - | |
| Außenputz | m² | 17,25 € | - | |
| Sturzeinbau | Stk. | 27,60 € | - | |
| Zumauern von Öffnungen | m² | 43,12 € | - | |
| Schornstein mauern (Schamotte + Keramikeinsatz) | lfm | - | ||
| Schornstein vom Typ Schiedel mauern | lfm | - | ||
| Außenwände bis 30 cm Stärke mauern | m² | 41,40 € | - | |
| Tragendes Außenmauerwerk mauern | m³ | 112,10 € | - | |
| Nichttragende Außenwände mauern | m² | 31,05 € | - | |
| Putz und Fassade | ||||
| Außen-Unterputz (Kernputz) auftragen | m² | 20,70 € | - | |
| Silikon-Fassadenputz auftragen | m² | 25,87 € | - | |
| Fassadendämmung mit EPS | m² | 43,12 € | - | |
| Verkleidungen | ||||
| Sockelverkleidung mit Kunststein | m² | - | ||
| Außenverkleidung mit Naturstein | m² | - | ||
| Bruchsteinverkleidung (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Gemauerte Trennwand ohne Putz Mauern von 20 m² Trennwand und Armierung der Oberfläche vor dem Verputzen | 845,20 € |
| Trennwand mit Grundierung und Feinputz Mauern, Armierung, Grundierung und feiner Kalkzementputz auf 20 m² Fläche | 1172,80 € |
| Trennwand mit Türöffnung und Glattputz Mauern, Armierung, Grundierung, Glattputz auf 20 m² und Einbau eines Sturzes über der Türöffnung | 1183,20 € |
Vorbereitung vor dem Mauern
Der Maurer zeichnet Lage und Dicke der Wand nach Plan auf Boden und Decke an. Dabei prüft er, wie die Wand an Türöffnungen und angrenzende Bauteile anschließt.
Unter der ersten Steinreihe muss der Boden eben, sauber und tragfähig sein. Unebenheiten gleicht der Maurer vorher mit Ausgleichsmörtel aus.
Steine, Mörtel und Stürze liegen in ausreichender Menge vor Ort. So kann zügig durchgemauert werden, ohne dass der Mauerverband unterbrochen wird.
Sobald das Mauerwerk abgebunden hat, bekommt die Wand eine Grundierung. Welche, hängt vom Untergrund und vom gewählten Putz ab.
Arbeitsablauf
- 01Der Maurer legt Lage und Verlauf der Wand fest und setzt die erste Steinreihe auf ein Mörtelbett zum Ausgleichen.
- 02Die nächsten Reihen mauert er im Verband und prüft dabei laufend, ob die Wand lotrecht und waagerecht steht und die Fugen gleich dick sind.
- 03Über Türen und Fenstern baut er einen Sturz ein, passend zur Statik und zur Breite der Öffnung.
- 04Ist die Wand fertig gemauert, braucht sie Zeit zum Abbinden. Wie lange, hängt vom Material und vom Wetter ab.
- 05Vor dem Putzen kommt ein Armierungsgewebe auf die Wand, vor allem an Fugen und dort, wo sie an andere Bauteile stößt.
- 06Der Untergrund wird grundiert und muss trocknen. Danach trägt der Maurer den Unterputz in der vorgeschriebenen Dicke auf.
- 07Hat die grobe Schicht angezogen, folgt der Fein- oder Glattputz. Die Fläche wird mit der Latte abgezogen und glatt gearbeitet.
- 08Bevor Maler oder Fliesenleger loslegen, prüft der Maurer die fertige Fläche auf Ebenheit, Feuchtigkeit und saubere Oberfläche.
5 häufige Fehler
Fehlt die Ausgleichsschicht unter der ersten Reihe, zieht sich jede Unebenheit durch die ganze Wand. Am Ende brauchen Sie mehr Putz.
Liegen die senkrechten Fugen nicht richtig versetzt übereinander, wird die Wand schwächer und bekommt eher Risse.
Wer frisch gemauerte Wände verputzt, ohne sie trocknen zu lassen, riskiert Risse und Putz, der sich ablöst.
Ohne Gewebe an Fugen, Ecken und Übergängen zu anderem Material reißt der Putz früher, und die Risse kommen immer wieder.
Ist der Sturz falsch gewählt oder liegt er nicht weit genug auf, kann er sich durchbiegen. Dann reißt das Mauerwerk über der Öffnung.
Woraus Wände und Trennwände heute gemauert werden
Bevor Sie sich für einen Stein entscheiden, stellen Sie sich eine einfache Frage: Was soll die Wand eigentlich können? Manche Wand trägt eine Decke, eine andere soll die Wärme im Haus halten, die nächste schützt vor dem Lärm der Nachbarn, und eine Trennwand teilt oft nur ein Zimmer. Jeder Baustoff erfüllt diese Aufgaben anders, und jeder wird auch anders vermauert.
- Ziegel: keramische Steine mit Hohlkammern, sogenannte Hochlochziegel. Heute sind die Ober- und Unterseiten meist plan geschliffen, deshalb vermauert man sie in einer dünnen Mörtelschicht. Ziegel sind fest, speichern Wärme gut und lassen Wasserdampf durch. Fachleute sagen dazu „diffusionsoffen“.
- Porenbeton: leichte, weiße Steine. Sie lassen sich mit einer einfachen Säge zuschneiden und sehr genau vermauern. Gegen Kälte dämmen sie hervorragend, weil sie aber so leicht sind, halten sie Schall schlechter ab. Wenn Sie an einer solchen Wand Hängeschränke oder ein schweres Regal befestigen möchten, kaufen Sie spezielle Porenbetondübel.
- Kalksandstein: schwer, fest und sehr tragfähig. Gerade das Gewicht macht ihn zu einem guten Schallschutz. Deshalb mauert man daraus gern Wohnungstrennwände in Mehrfamilienhäusern und Wände überall dort, wo es ruhig sein soll. Wärme dämmt er allein allerdings kaum, an der Außenwand braucht er zusätzlich eine Dämmung, zum Beispiel ein WDVS.
- Betonsteine und Schalungssteine: Sie gehören in Fundamente, Keller, Stützmauern und Gartenmauern. Schalungssteine sind hohl. In die Hohlräume kommt eine Bewehrung aus Stahl, danach gießt man sie mit Beton aus.
Mischen Sie verschiedene Baustoffe in einer Wand nicht einfach nach Belieben. Jedes Material dehnt sich anders aus und setzt sich anders, und genau dort, wo zwei Materialien aufeinandertreffen, zeigt sich früher oder später ein Riss. Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, betten Sie im Putz über dem Übergang ein Armierungsgewebe ein.
Die erste Steinlage entscheidet über die ganze Wand
Plansteine vermauert man mit Dünnbettmörtel oder Kleber. Diese Fuge ist nur wenige Millimeter dick, Unebenheiten lassen sich darin also nicht ausgleichen. Deshalb setzt man die erste Lage in normalen Mörtel und richtet sie über die ganze Wandlänge sorgfältig waagerecht aus. Warum so genau? Jeder Fehler in der ersten Reihe wandert in alle weiteren Reihen, und oben unter der Decke ist aus wenigen Millimetern ein deutlicher Versatz geworden.
Bei Außenwänden auf dem Fundament und bei Wänden, die direkt auf dem Boden stehen, gehört unter die erste Lage eine Horizontalsperre, meist eine Bitumen- oder Kunststoffbahn. Sie verhindert, dass Wasser aus dem Fundament in das Mauerwerk aufsteigt. In der Praxis wird diese Schicht bei Anbauten oder Garagen oft vergessen. Ein paar Jahre später zeigen sich dann unten an der Wand feuchte Flecken, und der Putz beginnt abzuplatzen.
Gemauert wird im Verband, das heißt: Die senkrechten Fugen, die Stoßfugen, dürfen nicht übereinander liegen. Wie weit die Steine sich überlappen müssen, gibt der Hersteller des Mauersystems vor. Bei üblichen Steinen sind es mindestens einige Zentimeter. Haben die Steine Nut und Feder, füllen Sie die Stoßfugen nicht mit Mörtel, die Steine greifen einfach ineinander.
Trennwand in der Wohnung: So schließen Sie sie an Wände und Decke an
Bei der Sanierung einer Wohnung mauert man Trennwände meist aus Porenbeton oder aus dünnen Ziegel-Planelementen. Mit der vorhandenen Wand lässt sich die neue Wand in der Regel nicht verzahnen. Deshalb verbindet man sie über Maueranschlussanker oder flache Stahlanker, die in die Lagerfugen eingelegt werden.
Lassen Sie zwischen der Oberkante der Wand und der Decke eine Fuge frei und füllen Sie sie mit etwas Elastischem, etwa Montageschaum oder einem elastischen Dämmstreifen. Die Decke biegt sich unter Last nämlich ein wenig durch. Wäre die Wand stramm darunter verkeilt, würde die Decke auf sie drücken, und die Wand bekäme Risse. Später schließen Sie die Fuge mit Putz und Gewebe oder mit Acryldichtstoff.
Eine gemauerte Wand bringt einiges an Gewicht mit. Gerade im Altbau mit Holzbalkendecken, aber auch im Plattenbau prüfen Sie deshalb zuerst, ob die Decke diese Last tragen kann. Auf einer Holzbalkendecke ist eine leichte Trockenbauwand oft die sinnvollere Lösung, zumal sie sich schneller aufstellen lässt und keine Feuchtigkeit in die Wohnung bringt.
Öffnungen und Stürze
Über Türen und Fenstern sitzt ein Sturz. Er fängt das Mauerwerk über der Öffnung ab und leitet die Last in die Wand links und rechts davon. Er muss so lang sein, dass er auf beiden Seiten sicher auf dem Mauerwerk aufliegt. In einer nichttragenden Trennwand genügt ein leichter Sturz. Über einer Öffnung in einer tragenden Wand kommt ein tragender Sturz zum Einsatz, den ein Tragwerksplaner berechnet.
Wenn Sie in eine tragende Wand eingreifen wollen
Wer eine neue Öffnung in eine tragende Wand bricht oder eine vorhandene Tür verbreitert, greift in die Statik des Hauses ein. Eine tragende Wand hält die Decken und die Geschosse darüber. Ohne Abstützung während der Arbeit und ohne passenden Sturz können Risse entstehen, im schlimmsten Fall auch ernstere Schäden. Holen Sie deshalb vorher einen Tragwerksplaner, also einen Statiker, ins Boot. Er beurteilt die Wand, legt den Sturz fest, plant die Abstützung und gibt vor, in welcher Reihenfolge gearbeitet wird.
Ob Sie für den Eingriff eine Genehmigung brauchen, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Fragen Sie deshalb vor Beginn beim zuständigen Bauamt nach, auch wenn Ihnen jemand versichert, das sei „verfahrensfrei“. Selbst wenn keine Genehmigung nötig ist, brauchen Sie in aller Regel einen statischen Nachweis. In einer Eigentumswohnung kommt eine weitere Hürde dazu: Tragende Wände gehören meist zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie also früh mit der Hausverwaltung, denn ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG) geht nichts. In Plattenbauten greift man in tragende Wandplatten nur in Ausnahmefällen ein und immer mit Freigabe durch den Statiker. Steht das Haus unter Denkmalschutz, ist zusätzlich die Denkmalschutzbehörde zuständig. Eine Lösung im Nachhinein kostet erfahrungsgemäß deutlich mehr Zeit und Nerven als eine saubere Klärung vorab.
Putze: Unterputz, Oberputz, Kalkputz, Gipsputz
Klassischer Putz besteht aus zwei Lagen. Der Unterputz gleicht das Mauerwerk aus, der Oberputz sorgt für eine feine Oberfläche. Heute arbeiten viele Betriebe mit einlagigem Maschinenputz, der in einem Arbeitsgang aufgetragen und geglättet wird. Vor dem Verputzen setzt man Putzprofile an die Wand, an denen der Putz eben abgezogen wird, und an die Außenecken Eckschutzprofile, damit die Kanten gerade und stoßfest werden.
- Kalkputz und Kalkzementputz: lässt Wasserdampf durch und ist robust. Er passt in Wohnräume, ins Bad und an die Fassade. Kalk hemmt von Natur aus Schimmel und hilft, die Luftfeuchtigkeit im Raum auszugleichen.
- Gipsputz: ergibt auch ohne Oberputz eine sehr glatte Fläche und trocknet schnell. Er gehört in trockene Wohnräume. In die Dusche und an andere Stellen, die regelmäßig nass werden, gehört er nicht.
- Sanierputz: für feuchtes und salzbelastetes Mauerwerk. Er hat große Poren, in denen sich die Salze ablagern, ohne den Putz zu zerstören.
Putz braucht Zeit zum Aushärten. Bei Unterputzen rechnet man in der Praxis grob mit einem Tag je Millimeter Putzdicke, die genaue Standzeit steht auf dem Sack. Wer zu früh streicht oder den Fliesenleger zu früh bestellt, bekommt Flecken, abblätternde Farbe und Risse.
Alter Putz: ausbessern, spachteln oder abschlagen
Bei jeder Wohnungssanierung kommt irgendwann die Frage: Was passiert mit dem alten Putz? Ist er fest und haftet gut am Mauerwerk, reicht es, die beschädigten Stellen auszubessern und die Wand zu spachteln. Die Spachtelmasse gleicht kleine Unebenheiten aus und schafft eine glatte Fläche zum Streichen. Sie müssen nichts abreißen und nicht wochenlang warten, bis die Wand trocken ist.
Wie finden Sie heraus, ob der Putz hält? Klopfen Sie ihn ab, mit dem Fingerknöchel oder dem Griff eines Schraubendrehers. Stellen, die hohl klingen, also anders als die Umgebung, schlagen Sie ab und ergänzen sie. Ist ein größerer Teil der Wand hohl, bröselt der Putz oder ist er durchfeuchtet, schlagen Sie ihn besser vollständig ab und verputzen neu. Eine Spachtelung auf losem Untergrund löst sich mit der Zeit samt dem alten Putz.
In alten Häusern verstecken sich unter vielen Farbschichten oft Kalkanstriche und Lehmputze. Darauf hält nicht jede moderne Spachtelmasse. Legen Sie deshalb zuerst eine kleine Probefläche an, und lassen Sie sich bei historischen Gebäuden von einem Fachmann für Denkmalpflege beraten. Noch ein Punkt zur Sicherheit: In Gebäuden, die vor Anfang der 1990er Jahre gebaut oder renoviert wurden, können Spachtelmassen, Putze und Fliesenkleber Asbest enthalten. Lassen Sie vor dem Abschlagen oder Abschleifen eine Materialprobe untersuchen. Bestätigt sich der Verdacht, dürfen nur Fachbetriebe mit entsprechender Sachkunde die Arbeiten ausführen.
Feuchtes Mauerwerk im Altbau
Viele ältere Häuser haben keine funktionierende Horizontalsperre, und die Feuchtigkeit aus dem Boden steigt in die Wände. Sie erkennen das an feuchten Flecken knapp über dem Fußboden, an weißen Salzausblühungen und an abplatzendem Putz, oft im Keller oder im Erdgeschoss. Neuer Putz allein löst das Problem nicht. Zuerst muss das Wasser gestoppt werden, etwa durch eine nachträgliche Horizontalsperre, bei der das Mauerwerk aufgesägt wird, durch eine Injektage mit einer Spezialflüssigkeit oder durch eine Drainage rund ums Haus. Welches Verfahren passt, beurteilt am sinnvollsten ein Sachverständiger oder ein Fachbetrieb für Bauwerksabdichtung. Steht ohnehin eine größere energetische Sanierung an, lohnt sich ein Blick auf die Förderprogramme von KfW und BAFA. Was davon gerade für Ihr Vorhaben gilt, klären Sie mit einem Energieberater.
Ein typischer Fehler: Die feuchte Wand bekommt Zementputz oder eine dichte Dispersionsfarbe. Darunter kann die Feuchtigkeit nicht verdunsten und steigt in der Wand noch höher. Auf feuchtes altes Mauerwerk gehören Kalk- oder Sanierputze, die Dampf durchlassen und der Feuchtigkeit einen Weg nach draußen lassen.
Mauern bei kaltem Wetter
Mörtel und Kleber brauchen Wasser, um fest zu werden. Gefriert dieses Wasser, zerstört es das Gefüge, und die Fuge verliert ihre Festigkeit. Mauern Sie deshalb nicht unterhalb der Temperatur, die der Hersteller angibt, meist um +5 °C, und verwenden Sie keine gefrorenen Steine. Decken Sie frisches Mauerwerk über Nacht ab und immer dann, wenn Regen kommt. Regen würde den Mörtel auswaschen, und die Oberkante der Wand würde sich mit Wasser vollsaugen. Gerade im deutschen Herbst und Frühjahr, wenn es tagsüber mild und nachts frostig ist, wird das gern unterschätzt.
Anleitung für Heimwerker: abgeplatzten Putz auf kleiner Fläche ausbessern
Ist Ihnen der Putz nur an einer kleinen Stelle abgefallen, etwa nach einem herausgezogenen Dübel oder neben der Türzarge, können Sie das selbst reparieren. Sie brauchen einen kleinen Hammer, eine Bürste, Reparaturmörtel aus dem Baumarkt, eine Glättkelle und etwas Geduld.
- Rund um die Schadstelle allen losen Putz mit dem Hammer abklopfen, bis der Rand fest ist.
- Mauerwerk mit der Bürste entstauben und anfeuchten, damit der neue Putz nicht zu schnell austrocknet.
- Bei tieferen Stellen den Reparaturmörtel in mehreren Lagen auftragen und jede Lage anziehen lassen.
- Die letzte Lage mit einer Latte oder der Glättkelle bündig zur umgebenden Wand abziehen.
- Sobald der Mörtel angezogen hat, die Oberfläche mit angefeuchteter Glättkelle oder einem Schwammbrett nachglätten, damit die Struktur zur Umgebung passt.
- Bei einem Riss am Übergang zwischen verschiedenen Baustoffen oder über einer Tür einen Streifen Glasfasergewebe in den feuchten Mörtel drücken.
- Die Ausbesserung so lange aushärten lassen, wie es auf der Verpackung steht, danach grundieren und streichen.
- Platzt der Putz unten an der Wand immer wieder ab, die Ursache in feuchtem Mauerwerk suchen und nicht nur nachputzen.
Worauf Sie bei der Abnahme von Mauerwerk und Putz achten
- Die Wände sind lotrecht und eben, geprüft mit Wasserwaage und langer Richtlatte
- Das Mauerwerk ist im Verband gemauert, die Stoßfugen liegen nicht übereinander
- Unter der ersten Lage von Außenwänden und erdberührten Wänden liegt eine Horizontalsperre
- Über den Öffnungen sitzen Stürze, die auf beiden Seiten ausreichend auf dem Mauerwerk aufliegen
- Die Fuge zwischen Trennwand und Decke ist mit elastischem Material gefüllt
- Der Putz ist eben, ohne Risse, Hohlstellen und Abdrücke von Latten, die Ecken sind gerade
- Bei einem Eingriff in eine tragende Wand liegen Ihnen der statische Nachweis, die Unterlagen vom Bauamt und gegebenenfalls der Beschluss der Eigentümergemeinschaft vor
Häufige Fragen
Für eine Trennwand bis 12,5 cm Dicke aus Ziegel oder Ytong zahlen Sie laut aktueller Preisliste <strong>31,05 € pro m² Arbeitsleistung</strong>. Steine, Mörtel und die Oberfläche werden extra berechnet.
Eine Trennwand teilt nur den Raum und trägt nichts, eine tragende Wand nimmt die Last von oben auf und leitet sie ab. Eine Wand bis 30 cm kostet 41,40 € pro m² und wird immer nach Plan gemauert.
Sinnvoll ist es vor allem an Fugen, Ecken und Übergängen zu anderem Material, denn dort reißt der Putz am ehesten. Die Armierung kostet 11,20 € pro m².
Meist sind es einige Tage bis mehrere Wochen, je nach Steinart, Wanddicke und Wetter. Wer zu früh verputzt, riskiert Risse.
Feinputz passt, wenn danach gestrichen oder gefliest wird. Glattputz wird glatter und seidenmatt und kann ohne weiteren Anstrich als fertige Oberfläche bleiben. Glattputz kostet 13,80 € pro m².
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