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Das Mauern eines Schornsteins aus Schamottesteinen mit keramischem Einsatz

Beim Mauern eines Schornsteins mit Schamotte und keramischem Einsatz entsteht ein gemauerter Schornsteinmantel. In diesen Mantel wird ein Keramikrohr gesetzt, das die Abgase nach draußen führt. Gebraucht wird diese Arbeit meist beim Neubau eines Einfamilienhauses, wenn ein alter, bröckelnder Schornstein ersetzt werden muss oder wenn ein K

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
11,50 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,72 € - 43,12 €
Wohnung 60 m²
1725,00 €
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Schornstein mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²31,05 €-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²41,40 €-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1,72 €-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²11,20 €-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²14,66 €-
Feinputz (Glattputz)m²13,80 €-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²10,35 €-
Außenputzm²17,25 €-
SturzeinbauStk.27,60 €-
Zumauern von Öffnungenm²43,12 €-
Schornstein vom Typ Schiedel mauernlfm-
Summe Arbeit
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Warum Schamotte und ein keramisches Innenrohr

Schamotte ist ein bewährtes feuerfestes Material. Sie verträgt hohe Temperaturen, ständiges Aufheizen und Abkühlen und auch aggressive Stoffe aus dem Abgas. Laut Herstellern hält sie in der Regel deutlich mehr aus, als beim normalen Heizen im Haus entsteht.

Das keramische Innenrohr ist der eigentliche Abgasweg. Seine Oberfläche ist glatt, deshalb setzen sich dort weniger Ruß und Teer ab. Der Schornstein lässt sich leichter kehren, und die Gefahr eines Rußbrands sinkt. Außerdem schützt das Rohr das Mauerwerk vor Säuren und Kondensat, die beim Verbrennen entstehen.

Diese Kombination eignet sich für Kessel und Öfen mit festen Brennstoffen wie Holz oder Pellets, für Kamine und für viele Gasgeräte. Bei einem Brennwertkessel muss geklärt sein, ob das Rohr für den feuchten Betrieb zugelassen ist. Oft wird dafür ein anderes System gewählt, etwa ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr, je nachdem, was der Kesselhersteller vorgibt.

So wird der Schornstein Schritt für Schritt gemauert

Ein Schornstein ist ein Sicherheitsbauteil. Bauen sollte ihn deshalb ein Maurer, der Erfahrung mit Schornsteinen hat. Bevor Sie einen neuen Schornstein bauen oder einen bestehenden wesentlich verändern, fragen Sie beim Bauamt nach, was Ihre Landesbauordnung verlangt. Die Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Sprechen Sie außerdem früh mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger, denn er muss den Schornstein später abnehmen. In einer Eigentumswohnung entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG) mit, den ersten Schritt gehen Sie über die Hausverwaltung.

  1. Fundament vorbereiten. Ein Schornstein ist schwer. Er braucht ein tragfähiges, ebenes Fundament oder eine Decke, die sein Gewicht sicher aufnimmt. Auf eine alte Holzbalkendecke im Altbau kommt er nur nach Prüfung durch einen Statiker.
  2. Schornsteinfuß setzen. Zuerst kommt der Sockel mit Kondensatschale und Ablauf, darüber die Reinigungstür. Durch sie wird der Schornstein später gekehrt und geprüft.
  3. Keramikrohr einbauen. Die Rohre werden Stück für Stück aufeinandergesetzt. Die Fugen werden mit säurebeständigem Kitt nach Herstellerangabe verbunden. Das Rohr muss lotrecht stehen, und innen darf kein Kitt aus den Fugen quellen.
  4. Dämmung und Bewegungsfuge. Zwischen Rohr und Mantel bleibt ein Spalt, meist mit Mineralwolle gedämmt. Das Rohr dehnt sich beim Aufheizen aus und darf deshalb nicht fest eingemauert werden.
  5. Mantel mauern. Um das Rohr herum werden Schamottesteine oder Mantelsteine mit dem Mörtel gemauert, den der Hersteller vorschreibt. Normaler Zementmörtel gehört nicht an Stellen mit hoher Hitze.
  6. Anschluss für das Rauchrohr setzen. In der richtigen Höhe kommt der Anschluss für die Feuerstätte. Seine Lage muss genau zum Kessel oder Ofen passen.
  7. Durchführung durch Decke und Dach. Zu Holz und anderen brennbaren Baustoffen hält man den Abstand ein, den Norm und Hersteller vorgeben. Am Dach wird der Schornstein so eingeblecht, dass kein Wasser unter die Eindeckung läuft.
  8. Schornsteinkopf ausbilden. Über dem Dach braucht der Schornstein Schutz vor Regen und Frost, etwa durch Klinker, eine Verkleidung oder einen passenden Putz. Oben kommt eine Abdeckplatte, die das Wasser vom Mauerwerk weg leitet.

Varianten und wann welche passt

  • Klassisch gemauert aus Schamottesteinen: sinnvoll, wenn der Schornstein an eine ungewöhnliche Stelle muss oder an bestehendes Mauerwerk anschließt.
  • System-Schornstein aus Mantelsteinen mit Keramikrohr und Dämmung: geht schneller, alle Teile passen genau zusammen. Der mehrschalige Aufbau ist derselbe.
  • Ein oder mehrere Züge: Wenn Sie später vielleicht einen Kaminofen oder einen zweiten Kessel anschließen möchten, lohnt sich gleich ein Schornstein mit zwei Zügen. Nachträglich ist das deutlich schwieriger.
  • Durchmesser des Rohrs: Er wird nicht geschätzt, sondern berechnet, üblich nach DIN EN 13384. Er muss zu Feuerstätte, Brennstoff und Schornsteinhöhe passen. In der Praxis zeigt sich oft: Ein zu weiter Zug zieht schlecht, und der Schornstein versottet.

Planen Sie gleichzeitig eine neue Heizung, sollten Sie auch die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) im Blick haben. Der Heizungsbauer oder Energieberater sagt Ihnen, welche Heizung bei Ihnen zulässig ist. Für einen Kaminofen gelten zudem eigene Anforderungen an Emissionen, die der Schornsteinfeger prüft.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am meisten zählt die Höhe des Schornsteins und wie viel davon über dem Dach liegt. Arbeiten auf dem Dach brauchen Gerüst und Absturzsicherung und gehen langsamer voran. Einfacher ist ein Schornstein im Neubau, der zusammen mit dem Haus wächst, solange das Dach noch offen ist.

Aufwendiger wird es in diesen Fällen:

  • Ein alter Schornstein muss abgebrochen und der Schutt entsorgt werden
  • Enge Platzverhältnisse, das Material muss von Hand getragen werden
  • Der Dachstuhl und die Eindeckung sind fertig und müssen geöffnet und wieder angeschlossen werden
  • Mehrere Züge, zusätzliche Anschlüsse und Zubehör wie Lüftungsgitter
  • Ein anspruchsvoller Kopf über Dach, etwa mit Klinker oder Verkleidung

Typische Fehler

  • Rohr fest eingemauert: Es dehnt sich beim Heizen aus, ohne Bewegungsfuge reißt der Mantel
  • Falscher Kitt oder Mörtel: Normaler Mörtel in den Rohrfugen wird mit der Zeit von Säuren zersetzt
  • Zu wenig Abstand zu Holz: Sparren und Balken dicht am Schornstein sind ein ernstes Brandrisiko
  • Ungeschützter Schornsteinkopf: Wasser zieht ins Mauerwerk, gefriert im Winter und sprengt die Steine
  • Schlecht eingeblechte Dachdurchführung: Undichte Stellen am Schornstein gehören zu den typischen Reklamationen
  • Schornstein zu niedrig über Dach: Die Mündung muss ausreichend hoch über dem First liegen, sonst stört der Wind den Zug und Abgas drückt zurück. Die genauen Vorgaben stehen in der Feuerungsverordnung Ihres Bundeslandes

So prüfen Sie den fertigen Schornstein

Vor dem ersten Anheizen muss der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger den Schornstein abnehmen und die Bescheinigung ausstellen. Ohne diese Abnahme darf die Feuerstätte nicht in Betrieb gehen. Bei der Übergabe achten Sie auf diese Punkte:

  • Der Schornstein steht lotrecht und hat keine Risse im Mantel
  • Reinigungstür und Kondensatschale sind gut erreichbar und dicht
  • Das Kondensat hat einen Ablauf
  • Der Abstand zu brennbaren Baustoffen in Decke und Dachstuhl ist eingehalten
  • Die Dachdurchführung ist sauber eingeblecht
  • Der Schornsteinkopf hat eine Abdeckplatte und eine geschützte Oberfläche
  • Das Innenrohr passt zu der Feuerstätte, die Sie anschließen wollen
  • Sie haben die Abnahmebescheinigung und die Nachweise zu den verwendeten Materialien erhalten

Häufige Fragen

Nur wenn das Rohr für den feuchten Betrieb zugelassen ist und der Kesselhersteller das erlaubt. Häufig wird für Brennwertgeräte ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr gewählt. Klären Sie das mit dem Schornsteinfeger und dem Heizungsbauer, bevor gebaut wird.

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