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Das Mauern eines Schornsteins vom Typ Schiedel mit keramischem Einsatz

Beim Mauern eines Schornsteins vom Typ Schiedel entsteht ein System-Schornstein aus vorgefertigten Teilen: Mantelsteine außen, Dämmung in der Mitte und innen ein Keramikrohr, durch das die Abgase abziehen.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·18 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
86,40 €/ lfm
Richtwert-Spanne
69,12 € - 112,32 €
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Das Mauern eines Schornsteins vom Typ Schiedel mit keramischem Einsatz

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Maurer- und Putzarbeiten18 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Schornstein vom Typ Schiedel mauernlfm86,40 € / lfmlfmMenge eingeben-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²36,50 € / m²m²Menge eingeben-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²48,00 € / m²m²Menge eingeben-
Grundierung der Wände und des Bodensm²3,65 € / m²m²Menge eingeben-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²22,10 € / m²m²Menge eingeben-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²18,25 € / m²m²Menge eingeben-
Feinputz (Glattputz)m²18,25 € / m²m²Menge eingeben-
Maschinenputz (Kalkzement)m²m²-
Gips- / Glättputzm²23,05 € / m²m²Menge eingeben-
Außenputzm²29,75 € / m²m²Menge eingeben-
SturzeinbauStk.48,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Zumauern von Öffnungenm²48,00 € / m²m²Menge eingeben-
Schornstein mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfmlfm-
Außenwände bis 30 cm Stärke mauernm²48,00 € / m²m²Menge eingeben-
Tragendes Außenmauerwerk mauernm³124,80 € / m³m³Menge eingeben-
Nichttragende Außenwände mauernm²48,00 € / m²m²Menge eingeben-
Summe Arbeit
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Woraus ein System-Schornstein besteht

Ein Schornstein dieser Bauart hat drei Schichten, die genau ineinanderpassen:

  • Mantelsteine, meist aus Leichtbeton. Sie tragen den Schornstein und schützen die Umgebung vor Hitze
  • Dämmung zwischen Mantel und Rohr. Sie hält die Abgase warm, damit sich im Schornstein nicht mehr Kondensat bildet als nötig
  • Keramisches Innenrohr, das hohe Temperaturen, Feuchtigkeit und die Säuren aus den Abgasen aushält

Dazu kommen Sonderteile: das Sockelelement mit Kondensatschale und Ablauf, das Reinigungselement mit Tür, das Anschlussstück für das Rauchrohr von Kessel oder Ofen und oben der Schornsteinkopf mit Abdeckplatte. Häufig wird neben dem Abgaszug auch ein Lüftungsschacht mitgeführt.

So wird der Schornstein Schritt für Schritt gemauert

  1. Untergrund prüfen. Ein Schornstein ist schwer. Er braucht ein tragfähiges Fundament oder eine Decke, die für diese Last ausgelegt ist. Der Untergrund muss eben und waagerecht sein.
  2. Sockel setzen. Der erste Stein kommt exakt in der Waage ins Mörtelbett. Jede kleine Abweichung wird mit der Höhe größer, und der Schornstein würde schief.
  3. Kondensatschale und Reinigungselement einbauen. Ganz unten sitzt die Schale mit Kondensatablauf, darüber das Element mit Reinigungsöffnung. Beides wird nicht nachträglich eingebaut, sondern der Reihe nach mit den übrigen Teilen.
  4. Mantel mauern und Rohre einsetzen. Die Mantelsteine werden mit dem Mörtel gemauert, den der Hersteller vorgibt. Die Keramikrohre verbindet man mit einem speziellen säurefesten Kitt. Überschüssigen Kitt sofort abstreichen, damit innen keine Wülste stehen bleiben. Die Dämmung wird so eingelegt, dass das Rohr mittig sitzt.
  5. Anschlussstück setzen. Das Anschlussstück kommt auf die Höhe, die zu Kessel oder Kaminofen passt. Messen Sie diese Höhe vorher aus. Nachträglich in einen fertigen Schornstein zu bohren, ist ein unnötiges Risiko.
  6. Durch Decken und Dach führen. Zu Holzbalken und anderen brennbaren Bauteilen bleibt der vorgeschriebene Abstand frei. Dieser Raum wird mit nichts Brennbarem gefüllt.
  7. Kopf ausbilden und abschließen. Über dem Dach endet der Schornstein mit der Abdeckplatte. Der Kopf wird mit wetterfestem Putz verputzt, verkleidet oder mit einer fertigen Kopfummantelung versehen. Der Dachdurchgang wird eingeblecht und abgedichtet.

Warum darf das Rohr nicht fest im Mantel eingemauert werden? Keramik dehnt sich beim Heizen aus. Hat sie keinen Platz, reißt der Mantel. Deshalb ist das Rohr im System beweglich gelagert, und vor allem an der Abdeckplatte gibt es eine Dehnfuge.

Welche Ausführung zu welcher Heizung passt

Die Ausführung richtet sich danach, was Sie anschließen wollen:

  • Kamin, Kaminofen, Kessel für Holz, Pellets oder Kohle brauchen einen Schornstein für hohe Abgastemperaturen, der auch einem Rußbrand standhält
  • Moderne Gas-Brennwertkessel haben kühle, feuchte Abgase, oft mit Überdruck. Sie brauchen ein Rohr für feuchten Betrieb oder eine andere Lösung nach Vorgabe des Kesselherstellers
  • Zwei Feuerstätten, etwa Kaminofen und Kessel, brauchen in der Regel zwei getrennte Züge. Eine gemeinsame Nutzung ist nur nach Berechnung möglich

Den Querschnitt und die Höhe des Schornsteins sollten Planer oder Schornsteinfeger nach der Leistung der Feuerstätte festlegen. Ein zu großer Querschnitt zieht genauso schlecht wie ein zu kleiner. Wenn Sie gleichzeitig eine neue Heizung einbauen, denken Sie auch an die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für neue Heizungsanlagen und lassen Sie sich vom Heizungsbauer beraten. Für Kaminöfen gelten außerdem eigene Vorgaben zu den Emissionen, die der Schornsteinfeger kennt.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Den Aufwand und damit auch die Kosten bestimmen vor allem:

  • Die Höhe des Schornsteins und die Zahl der Geschosse, durch die er läuft
  • Die Zahl der Züge und ob ein Lüftungsschacht dazukommt
  • Ob es ein Neubau ist, bei dem der Schornstein von Anfang an eingeplant ist, oder ein bestehendes Haus, in dem Decken und Dach geöffnet werden müssen
  • Der Zustand des Untergrunds, falls ein neues Fundament oder eine verstärkte Decke nötig ist
  • Der Zugang zum Dach und ob für den Kopf ein Gerüst gebraucht wird
  • Die Ausführung des Kopfes: Putz, Verkleidung oder Fertigummantelung
  • Der Transport der schweren Steine ins Dachgeschoss oder über ein enges Treppenhaus

In der Praxis kostet oft nicht das Mauern selbst die meiste Zeit, sondern der Weg durch Dachstuhl und Dach. Dort müssen Sparren oder Balken angepasst und die Dacheindeckung rund um den Schornstein neu gemacht werden.

Genehmigung, Sicherheit und Schornsteinfeger

Ob für einen neuen Schornstein eine Baugenehmigung nötig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie beim Bauamt nach, bevor die Arbeiten beginnen. In einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus brauchen Sie zusätzlich die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG), denn Dach, Decken und Außenwände gehören zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie zuerst mit der Hausverwaltung.

Binden Sie den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger schon in der Planung ein. Vor der ersten Nutzung muss er den fertigen Schornstein abnehmen und die sichere Benutzbarkeit bescheinigen. Ohne diese Bescheinigung dürfen Sie die Feuerstätte nicht betreiben, und nach einem Brand kann es Ärger mit der Versicherung geben. Gasleitungen und Gasgeräte darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Fachbetrieb anschließen, elektrische Anschlüsse nur eine Elektrofachkraft. Wenn Sie Gas riechen, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie draußen die 112 an.

Typische Fehler beim Mauern

  • Der Sockel steht nicht waagerecht, und der Schornstein neigt sich nach oben hin immer mehr
  • Die Rohre sind mit normalem Mörtel statt mit säurefestem Kitt verbunden
  • Kitt ist ins Rohrinnere gequollen und fängt dort Ruß
  • Die Dehnfuge fehlt, das Rohr drückt gegen den Mantel und die Abdeckplatte reißt
  • Holzbalken oder Dachdämmung liegen ohne vorgeschriebenen Abstand direkt am Schornstein
  • Der Kopf ragt zu wenig über das Dach, der Schornstein zieht schlecht und drückt bei Wind Rauch zurück
  • Der Dachdurchgang ist schlecht abgedichtet, und es regnet ins Dachgeschoss
  • Der Kondensatablauf fehlt oder ist nicht angeschlossen

So prüfen Sie den fertigen Schornstein

  • Der Schornstein steht lotrecht, geprüft mit Wasserwaage oder Lot an mehreren Stellen
  • Die Reinigungsöffnung ist gut erreichbar und die Tür schließt dicht
  • Die Kondensatschale sitzt und der Ablauf ist angeschlossen
  • Das Anschlussstück liegt auf der Höhe, die zur Feuerstätte passt
  • In Decken und Dachstuhl liegen keine brennbaren Materialien näher, als der Hersteller erlaubt
  • Der Kopf ragt ausreichend über das Dach und die Abdeckplatte ist ganz, ohne Risse
  • Der Dachdurchgang ist eingeblecht und dicht
  • Putz oder Verkleidung am Kopf sind geschlossen und ohne Risse
  • Sie haben die Unterlagen zum verwendeten System und die Bescheinigung des Bezirksschornsteinfegers

Häufige Fragen

Ja, aber vorher muss geklärt sein, ob der Untergrund die Last trägt. Außerdem müssen Decken und Dach geöffnet werden. Das ist aufwendiger als im Neubau, deshalb lohnt es sich, schon vor Beginn einen Statiker oder Planer hinzuzuziehen.

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