Für das Betonieren von Streifenfundamenten in den vorbereiteten Aushub zahlen Sie laut aktueller Preisliste 69,30 € pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Bewehrung, das Pumpen des Betons und die Oberflächenbearbeitung kommen separat dazu, je nachdem, wie viel davon an Ihrem Bauteil tatsächlich anfällt.
Leistungsarten und ihre Preise
Das häufigste erste Betonieren auf der Baustelle, der Beton wird direkt in den vorbereiteten und bewehrten Aushub eingebracht.
Dünne Ausgleichsschicht unter der Fundamentplatte oder dem Boden, schützt die Abdichtung und erleichtert die weiteren Arbeiten.
Die Schalung bestimmt Form und Maß der Konstruktion, sie muss ausreichend steif sein, um dem Druck des Frischbetons standzuhalten.
Die Stahlbewehrung wird gemäß statischer Zeichnung verlegt, sie gibt der Konstruktion die nötige Zugfestigkeit.
Werden bei Platten und Estrichen anstelle gebundener Bewehrung eingesetzt, mit vorgeschriebener Überlappung verlegt.
Der Zementestrich wird maschinell gepumpt und verteilt, er gleicht den Untergrund unter Bodenbelägen aus.
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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonarbeiten | ||||
| Betonieren der Streifenfundamente in den Aushub | m³ | 69,30 € | - | |
| Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschicht | m² | 13,86 € | - | |
| Betonieren Bodenplatte 100 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 150 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 200 mm | m² | - | ||
| Schalung für Fundamente und Wände herstellen | m² | 31,20 € | - | |
| Deckenschalung (System Doka/Peri) | m² | - | ||
| Ausschalen der Decke | m² | 10,05 € | - | |
| Bewehrung binden | t | 606,38 € | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100 | m² | 4,68 € | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150 | m² | 5,20 € | - | |
| Treppe betonieren inkl. Schalung | m³ | - | ||
| Treppenschalung montieren | lfm | - | ||
| Treppenschalung ausbauen | lfm | 13,86 € | - | |
| Handverlegter Bodenestrich bis 7 cm | m² | 13,86 € | - | |
| Maschinenestrich - Zement | m² | 13,00 € | - | |
| Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend) | m² | 18,70 € | - | |
| Montage Ziegeldecke | m² | 32,92 € | - | |
| Bitumen-Voranstrich | m² | - | ||
| Verlegung Bitumenbahn | m² | - | ||
| Dehnfugen schneiden | lfm | 8,66 € | - | |
| Maschinelles Glätten der Betonoberfläche | m² | 6,93 € | - | |
| Pumpen des Betons | m³ | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Betonieren in den Aushub 15 m³ Streifenfundamente, direkt in den Erdaushub betoniert, ohne Schalung und Bewehrung | 1039,50 € |
| Betonieren mit Bewehrung 15 m³ Streifenfundamente und 0,3 t gebundene Betonstahlbewehrung | 1221,40 € |
| Betonieren mit Bewehrung, Schalung und Pumpen 15 m³ Streifenfundamente, Bewehrung, 20 m² Schalung über dem Gelände und Pumpen der Mischung an den Einbauort | ab 1845,20 € |
Vorbereitung vor dem Betonieren
Die Sohle im Aushub muss eben sein, ohne lockere Erde und ohne Schmutz. Sonst setzt sich der Beton später ungleichmäßig.
Der Betonbauer stellt die Schalung nach den Maßen aus dem Plan auf und stützt sie mit Streben ab. So hält sie dem Druck des frischen Betons stand und weicht nicht aus.
Der Stahl liegt auf Abstandhaltern. So ist er nach dem Betonieren rundum von Beton umschlossen, so wie es der Plan vorsieht.
Kommt der Fahrmischer nicht nah genug heran oder ist der Weg weit, bringt eine Pumpe den Beton bis an die Einbaustelle.
Der Beton kommt Lage für Lage hinein und wird mit dem Rüttler verdichtet. Das treibt die Luftblasen heraus, und der Beton umschließt die Bewehrung vollständig.
Arbeitsablauf
- 01Vor dem Betonieren Untergrund, Aushub oder Schalung prüfen.
- 02Schalung nach den Maßen aus dem Plan aufbauen.
- 03Bewehrung aus Betonstahl flechten oder Baustahlmatten verlegen.
- 04Beton bestellen und anliefern lassen, bei Bedarf bis an die Einbaustelle pumpen.
- 05Beton Lage für Lage einbringen und mit dem Rüttler verdichten.
- 06Oberfläche mit der Latte abziehen, begehbare Flächen maschinell glätten.
- 07Frischen Beton beim Aushärten feucht halten oder abdecken.
- 08Schalung erst entfernen, wenn der Beton fest genug ist.
5 häufige Fehler
Fehlen Abstandhalter oder ist die Betondeckung zu dünn, rostet der Stahl schneller und an der Oberfläche entstehen Risse.
Eine schwache Schalung beult beim Gießen aus. Das Bauteil verliert Maß und Ebenheit, und nach dem Aushärten ist die Korrektur aufwendig.
Ohne Verdichten bleiben Lufthohlräume im Beton. Sie machen ihn weniger fest und lassen Wasser ins Bauteil eindringen.
Wer die Schalung entfernt, bevor der Beton fest genug ist, riskiert Verformungen und Risse an den Kanten.
Trocknet Beton in Sonne oder Wind aus, ohne dass ihn jemand feucht hält, erreicht er nicht die geplante Festigkeit, und die Oberfläche staubt.
Wann Betonarbeiten eine Planung und eine Genehmigung brauchen
Beton trägt die meisten Häuser: Fundamente, Decken, Ringanker, Stürze, Treppen und Stützmauern. Bei tragenden Bauteilen zählt nicht, wie viele Jahre der Betonbauer schon arbeitet, sondern die statische Berechnung. Fundamentmaße, Betonfestigkeitsklasse, Durchmesser und Lage der Bewehrung stehen in den Planungsunterlagen. Auf der Baustelle setzt die Kolonne sie nur um. Wer dort spontan eine dickere Platte statt Bewehrung gießt oder einen Ringanker weglässt, greift in die Statik ein. Eine solche Änderung darf nur der Tragwerksplaner freigeben.
Ob Sie für eine Garagenbodenplatte, eine Stützmauer oder eine gepflasterte Hoffläche mit Betonunterbau eine Genehmigung brauchen, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land, etwa bei der zulässigen Höhe von Stützmauern oder der Größe genehmigungsfreier Nebengebäude. Fragen Sie deshalb vorher beim Bauamt nach, statt sich auf Aussagen aus Foren oder vom Nachbarn zu verlassen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus und möchten eine Decke oder tragende Wand verändern, brauchen Sie außerdem immer die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG), in der Regel über die Hausverwaltung.
Betonklasse, Konsistenz und was in die Bestellung gehört
Transportbeton bestellen Sie nach DIN EN 206 in Verbindung mit DIN 1045-2. Die Bezeichnung verrät mehr als nur die Festigkeit. Eine Angabe wie C25/30 XC2 F3 Dmax 16 besteht aus vier Teilen: Festigkeitsklasse, Umgebung des Bauteils, Fließfähigkeit des Frischbetons und Größtkorn der Gesteinskörnung.
- Druckfestigkeitsklasse: Die erste Zahl steht für die Festigkeit eines Prüfzylinders, die zweite für die eines Prüfwürfels, beide in MPa. Für Unterbeton reicht meist eine niedrigere Klasse. Bei tragenden Bauteilen legt die Planung die Klasse fest.
- Expositionsklasse: XC bedeutet Karbonatisierung, also dass Luft und Feuchtigkeit den Rostschutz der Bewehrung nach und nach aufbrauchen. XF steht für Frost, XD für Chloride aus Streusalz. Eine Hofeinfahrt, auf der Autos fahren und im Winter gestreut wird, braucht einen anderen Beton als ein Fundament in trockenem Boden.
- Konsistenz: Die Klassen beschreiben, wie flüssig die Mischung ist. In Deutschland bestellt man meist nach Ausbreitmaß (F-Klassen), die Setzmaßklassen S1 bis S5 sind ebenfalls möglich. Für das Pumpen eignet sich in der Regel eine weiche Konsistenz wie F3 oder F4, steifer Beton geht schlecht durch die Pumpe.
- Gesteinskörnung: Das Größtkorn richtet sich nach Bauteildicke und Bewehrungsdichte. Für dünne Bauteile und enge Bewehrung wählen Sie ein kleineres Korn.
In der Praxis kippt oft jemand Wasser in den Fahrmischer, damit sich der Beton leichter verteilen lässt. Jeder zusätzliche Liter verschlechtert aber den Wasserzementwert, also das Verhältnis von Wasser zu Zement. Der Beton wird schwächer und hält Frost schlechter aus. Brauchen Sie eine weichere Mischung, bestellen Sie sie gleich im Werk mit Fließmittel. Heben Sie den Lieferschein jedes Fahrmischers auf. Darauf stehen Betonsorte und Mischzeitpunkt, und er ist der einzige Beleg dafür, was tatsächlich im Bauteil steckt.
Die Betonage organisieren: Menge, Transport, Zufahrt
Ein Baumischer lohnt sich bei Punktfundamenten, kleinen Flächen und Ausbesserungen. Bei größeren Mengen stößt er an Grenzen. Eine Bodenplatte von 14 × 10 m mit 20 cm Dicke hat 28 m³. Das sind vier Fahrmischer zu je 7,5 m³, aber Hunderte Füllungen eines normalen Baumischers. Von Hand ließe sich so eine Platte weder in einem Zug noch in gleichmäßiger Qualität betonieren.
Wenn Sie Transportbeton nehmen, klären Sie vorher folgende Punkte:
- Zufahrt für den schweren Fahrmischer: Hält der Weg das Gewicht aus, gibt es Platz zum Rangieren und Wenden, muss eine Straße kurz gesperrt werden?
- Reichweite der Schütte: Sie beträgt nur wenige Meter. Für entfernte Stellen, Decken und Arbeiten hinter dem Haus brauchen Sie eine Betonpumpe.
- Lückenlose Lieferung: Die eingebaute Schicht darf nicht anziehen, bevor das nächste Fahrzeug da ist.
- Genug Leute und Werkzeug zum Verteilen, Verdichten und Abziehen.
- Verarbeitungszeit: Der Beton sollte in der Regel innerhalb von etwa 90 Minuten nach dem Mischen eingebaut sein, bei Hitze schneller.
Bestellen Sie die Menge mit einer kleinen Reserve. Die Baugrube ist selten ganz eben, und die Schalung gibt unter dem Betondruck etwas nach. Fehlt am Ende des Tages ein Kubikmeter, entsteht eine Arbeitsfuge genau dort, wo niemand sie geplant hat.
Fundamente: woran Sie vor dem ersten Kubikmeter denken sollten
Fundamente müssen bis in frostfreie Tiefe reichen, also dorthin, wo der Boden im Winter nicht gefriert. In Deutschland sind das meist mindestens 0,8 m, in Mittelgebirgen, im Alpenvorland und bei manchen Böden mehr. Die genaue Tiefe und Breite legt die Planung nach der Tragfähigkeit des Baugrunds fest, oft auf Grundlage eines Bodengutachtens. Die Sohle der Baugrube sollte im gewachsenen, ungestörten Boden liegen. Hat Regen sie aufgeweicht, tragen Sie die matschige Schicht vor dem Betonieren ab.
Einiges gehört in die Baugrube, bevor der Beton kommt, weil es sich später nur schwer oder gar nicht nachrüsten lässt:
- Fundamenterder: ein Erdungsband aus Stahl, das nach DIN 18014 und der Elektroplanung in die Fundamente oder die Bodenplatte kommt. Planen, prüfen und anschließen darf ihn eine Elektrofachkraft. Die Messung gehört in die Dokumentation der Elektroinstallation.
- Leerrohre und Durchführungen: für Abwasser, Wasser, Strom, Telekommunikation und gegebenenfalls Gas. Eine spätere Kernbohrung durch das fertige Fundament kostet mehr und schwächt das Bauteil. Bei Hauseinführungen achten Sie auf dichte Systeme, die zur Abdichtung passen.
- Radon- und Feuchteschutz: In manchen Regionen, etwa in Teilen Sachsens, Thüringens oder Bayerns, spielt Radon eine Rolle. Ob Ihr Grundstück in einem ausgewiesenen Radonvorsorgegebiet liegt, erfahren Sie bei der zuständigen Landesbehörde. Den Aufbau der Abdichtung plant man nach Radonbelastung und Grundwasserstand. Der Unterbeton (Sauberkeitsschicht) schafft dafür eine ebene, feste Unterlage.
Schalung, verlorene Schalung und Decken
Frischbeton drückt auf die Schalung wie eine schwere Flüssigkeit: Ein Kubikmeter wiegt rund 2,4 Tonnen. Je höher und schneller Sie betonieren, desto größer der Druck. Deshalb betoniert man hohe Wände lagenweise. Konventionelle Schalung aus Brettern und Kanthölzern eignet sich für ungewöhnliche Formen, Systemrahmenschalung für Wände und wiederkehrende Bauteile. Streichen Sie die Schalflächen mit Trennmittel ein. Sonst klebt der Beton an, und beim Ausschalen reißt die Oberfläche.
Verlorene Schalung
Verlorene Schalung bleibt im Bauteil. Dazu gehören Schalungssteine aus Beton oder Polystyrol, die man bewehrt und mit Beton füllt, und Filigrandecken. Eine Filigrandecke ist eine dünne Fertigteilplatte mit eingebauten Gitterträgern. Sie liegt auf Montagestützen, und auf der Baustelle kommt der Aufbeton darauf. Im deutschen Einfamilienhausbau ist sie die verbreitetste Deckenart.
Ziegeleinhängedecke
Eine Ziegeleinhängedecke besteht aus Ziegelträgern mit Gitterträgerbewehrung und dazwischen eingehängten Deckenziegeln. Sie findet sich häufig im Altbau und wird heute seltener gebaut. Die Träger liegen mit der vom Hersteller vorgegebenen Auflagerlänge auf dem Mauerwerk und werden nicht verdübelt. Montagestützen gehören unter die Träger, in den Abständen laut Hersteller, nicht mittig zwischen zwei Träger. Danach folgen Betonstahlmatte, Ringanker und Aufbeton.
Treppe
Bei einer Ortbetontreppe formen senkrechte Setzstufenbretter die Stufen und bestimmen die Steigungshöhe. Die schräge Unterschalung trägt den ganzen Lauf. Alle Stufen müssen gleich hoch sein, und Sie müssen die Dicke des späteren Fußbodenaufbaus auf dem Podest und unten mit einrechnen, also Estrich und Belag. Wer sich an der ersten oder letzten Stufe um einen Zentimeter verrechnet, bekommt das nach dem Betonieren kaum noch korrigiert.
Bewehrung und Betondeckung
Warum steckt Stahl im Beton? Beton hält Druck sehr gut aus, Zug dagegen schlecht. Den Zug übernimmt der Stahl, und der Beton schützt ihn vor Rost. Das klappt nur, wenn eine ausreichend dicke Betonschicht die Bewehrung umhüllt. Diese Betondeckung liegt je nach Umgebung und Bauteil ungefähr zwischen 20 und 50 mm, bei Beton direkt gegen Erdreich deutlich mehr. Sie sichern sie mit Abstandhaltern, die obere Lage in Platten mit Unterstützungskörben.
Betonstahlmatten verlegt man mit Überlappung, meist um ein bis zwei Maschen, je nach Planung. Oft sieht man Matten, die direkt auf dem Boden liegen und beim Betonieren mit dem Rechen hochgezogen werden sollen. Meistens landen sie trotzdem unten in der Platte, wo sie kaum etwas bewirken. Bei tragenden Bauteilen nimmt die Bauleitung oder der Tragwerksplaner die Bewehrung vor dem Betonieren ab und vermerkt das im Bautagebuch.
Verdichten und Oberfläche bearbeiten
Den Innenrüttler tauchen Sie senkrecht und in gleichmäßigen Abständen ein. Als Richtwert gilt etwa das Acht- bis Zehnfache des Flaschendurchmessers zwischen zwei Eintauchstellen. Rütteln Sie, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und sich ein dünner Zementleimfilm zeigt. Bei lagenweisem Betonieren soll die Flasche auch in die untere Lage reichen, damit beide sich verbinden. Rütteln Sie aber nicht zu lange an einer Stelle: Der Beton entmischt sich, die schweren Körner sinken ab, und oben sammelt sich Wasser mit Feinteilen.
Platten und Böden verdichten und ziehen Sie mit einer Rüttelbohle ab, die über Höhenlehren läuft. Industrieböden und befahrbare Flächen glättet man nach dem Anziehen mit Flügelglättern. Soll die Oberfläche besonders verschleißfest werden, streut man Hartstoff ein. Für diesen Schritt bleibt nur ein kurzes Zeitfenster. Glätten Sie zu früh, ziehen Sie Wasser nach oben. Zu spät schließt sich die Oberfläche nicht mehr.
Nachbehandlung, Wetter und Fugen
Beton wird nicht durch Trocknen fest, sondern durch die chemische Reaktion von Zement und Wasser. Verdunstet das Wasser an der Oberfläche zu früh, stoppt die Reaktion. Die Oberfläche bleibt weich, staubt und bekommt ein Netz feiner Risse. Halten Sie den Beton deshalb einige Tage feucht, in der Regel mindestens eine Woche: durch Besprühen, Folie, feuchtes Vlies oder ein Nachbehandlungsmittel.
- Sommer: früh am Morgen betonieren, Untergrund und Schalung vornässen und den Beton gleich nach dem Abziehen vor Sonne und Wind schützen.
- Kalte Jahreszeit: Ab etwa +5 °C und darunter erhärtet Beton deutlich langsamer. Trifft Frost den jungen Beton, bevor er eine gewisse Anfangsfestigkeit hat, nimmt er dauerhaft Schaden. Es helfen wärmerer Beton aus dem Werk, Beschleuniger und eine Abdeckung mit Dämmmatten.
- Ausschalen: Seitliche Schalung an Wänden und Fundamenten kommt meist nach einigen Tagen weg. Deckenstützen bleiben deutlich länger stehen, etwa 21 bis 28 Tage oder so lange, wie der Tragwerksplaner vorgibt. Decken schon nach 7 bis 14 Tagen ohne Nachweis auszuschalen, ist riskant.
- Schwindfugen: Große Platten und Außenflächen teilt man in Felder. Die Fugen schneidet man in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden, etwa ein Viertel bis ein Drittel der Plattendicke tief. Ohne Fugen sucht sich der Beton seine Risse selbst.
Estriche: Zementestrich und Calciumsulfatestrich
Estrich trägt nicht das Haus. Er verteilt Lasten und schafft einen ebenen Untergrund für Fliesen, Parkett oder Vinyl. Ein schwimmender Zementestrich auf Dämmung ist meist um 45 bis 50 mm dick. Bei Fußbodenheizung richtet sich die Überdeckung der Rohre nach dem Systemhersteller und den einschlägigen DIN-Normen. Calciumsulfat-Fließestrich, oft Anhydritestrich genannt, verläuft fast von selbst und kann dünner sein. Er eignet sich aber nicht für dauerhaft nasse Bereiche und nicht für draußen, und seine Oberfläche muss nach dem Erhärten angeschliffen werden.
Viele Reklamationen entstehen, weil der Belag auf zu feuchtem Estrich liegt. Eine alte Faustregel sagt: Zementestrich trocknet in den ersten vier Zentimetern etwa 1 cm pro Woche, dickere Schichten deutlich langsamer. Verlassen können Sie sich nur auf die Messung der Restfeuchte mit der CM-Methode. Die Grenzwerte gibt der Belagshersteller vor. Bei Zementestrich liegen sie ungefähr um 2 CM-%, bei Calciumsulfatestrich um 0,5 CM-%, bei beheizten Estrichen jeweils etwas niedriger. Eine Fußbodenheizung muss vorher nach Aufheizprotokoll belegreif geheizt werden. Fliesenleger und Parkettleger fragen in der Regel nach diesem Protokoll.
Anleitung für Heimwerker: Fundament für einen Zaunpfosten betonieren
Punktfundamente für Zaun, Pergola oder Gartenhaus schaffen geschickte Heimwerker meist selbst. Bei Pergola und Gartenhaus fragen Sie vorher beim Bauamt nach, ob Ihre Landesbauordnung eine Genehmigung oder Anzeige verlangt, und denken Sie an Grenzabstände zum Nachbarn. Achten Sie beim Graben auf Leitungen im Boden. Stoßen Sie auf eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, hören Sie sofort auf, entfernen Sie sich und rufen Sie die 112 sowie den Störungsdienst des Netzbetreibers an.
- Leitungsauskunft bei Netzbetreibern, Stadtwerken oder Gemeinde einholen und die Zaunachse mit einer Schnur abstecken.
- Loch bis in frostfreie Tiefe ausheben, meist mindestens 0,8 m, etwa dreimal so breit wie die Pfostenkante.
- Eine Schicht Kies einfüllen und verdichten, damit Wasser vom Pfostenfuß abläuft.
- Pfosten oder Pfostenträger einsetzen, mit der Wasserwaage in zwei Richtungen ausrichten und mit schrägen Latten sichern.
- Sackbeton genau nach Packungsangabe anmischen, ohne zusätzliches Wasser, und dabei Handschuhe und Schutzbrille tragen, weil Zement Haut und Augen reizt.
- Beton lagenweise einfüllen, jede Lage mit einem Stab durchstochern, damit die Luft entweicht, und zwischendurch prüfen, ob der Pfosten noch senkrecht steht.
- Die Oberfläche vom Pfosten weg mit Gefälle abziehen, damit kein Wasser am Fuß stehen bleibt, den Beton einige Tage feucht halten und vor Frost schützen.
- Zaunfelder erst montieren, wenn der Beton erhärtet ist, etwa nach einer Woche, schwere Tore nach Herstellerangaben noch später.
So nehmen Sie Betonarbeiten ab
- Die Lieferscheine passen zur Festigkeitsklasse und Expositionsklasse aus der Planung
- Die Bewehrung wurde vor dem Betonieren abgenommen und im Bautagebuch vermerkt
- Maße, Höhen und Lage der Durchführungen stimmen mit der Planung überein
- Die Oberfläche zeigt keine Kiesnester, Hohlstellen oder freiliegende Bewehrung, die Kanten sind gerade
- Die Ebenheit von Platten und Estrichen ist mit einer langen Richtlatte geprüft
- Schwind- und Bewegungsfugen sind nach Planung geschnitten oder ausgebildet
- Sie wissen, wie und wie lange der Beton nachbehandelt wurde, und haben eine Aufzeichnung des Wetters während der Betonage
- Für Estriche liegen vor dem Verlegen des Belags das Protokoll der CM-Messung und bei Fußbodenheizung das Aufheizprotokoll vor
Häufige Fragen
Laut aktueller Preisliste kostet das Betonieren von Streifenfundamenten in den vorbereiteten Aushub 69,30 € pro m³ Arbeitsleistung. Schalung, Bewehrung und das Pumpen des Betons kommen separat dazu, je nach tatsächlichem Umfang.
Nein. Der Arbeitspreis deckt das Einbringen, Verdichten und Bearbeiten ab. Den Beton vom Betonwerk zahlen Sie separat, je nach bestellter Menge und Betonklasse.
Direkt in den Aushub betoniert man, wenn die Erdwände von selbst stehen bleiben. Über dem Gelände oder bei unregelmäßigem Aushub brauchen Sie eine Schalung, sie kostet 31,20 € pro m².
Weil es schneller und genauer geht als mit der Schubkarre, wenn der Fahrmischer nicht nah herankommt, der Weg weit ist oder höher gelegene Stockwerke betoniert werden. Das Pumpen kostet Gesperrt pro m³.
Begehbar ist Beton als grober Richtwert nach 2-3 Tagen. Seine volle geplante Festigkeit erreicht er bei normalen Bedingungen nach etwa 28 Tagen. Wann tragende Bauteile ausgeschalt werden dürfen, entscheidet die statische Beurteilung.
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