Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Streifenfundamente direkt in den Graben betonieren

Streifenfundamente sind das Erste, was beim Bau eines Einfamilienhauses, einer Garage oder einer massiven Gartenmauer tatsächlich betoniert wird. Beim Betonieren direkt in den Graben fließt der Beton in den ausgehobenen Fundamentgraben, und die Erdwände ersetzen die Schalung.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
76,80 €/ m³
Richtwert-Spanne
61,44 € - 99,84 €
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Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³76,80 €-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²15,35 €-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²34,55 €-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²11,15 €-
Bewehrung bindent672,00 €-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100m²5,20 €-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150m²5,75 €-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm23,05 €-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²17,30 €-
Maschinenestrich - Zementm²20,15 €-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²22,65 €-
Montage Ziegeldeckem²38,40 €-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm9,60 €-
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²8,65 €-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
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Wann man Streifenfundamente direkt in die Erde betoniert

Das Betonieren gegen das Erdreich lohnt sich dort, wo die Grabenwände von selbst ihre Form halten. Das sind vor allem lehmige und tonige Böden, bindige Kiessande mit Lehmanteil oder verwitterter Fels. In solchem Boden hebt der Bagger den Graben mit einem Löffel in der Breite des späteren Fundaments aus, und der Beton kommt ohne Schalung hinein.

Warum schalt man nicht immer? Eine Schalung im Graben bedeutet: breiter ausheben, Bretter stellen und wieder abbauen, danach den Arbeitsraum verfüllen und verdichten. Bei standfestem Boden bringt das keinen Vorteil, es dauert nur länger. Beton, der direkt gegen das Erdreich gegossen wird, liegt außerdem satt am umgebenden Boden an.

Eine Schalung braucht man, wenn die Grabenwände nachrutschen, etwa in trockenem Sand, oder wenn die Oberkante des Fundaments über dem Gelände liegt. Häufig sieht man eine Kombination: Der untere Teil wird in die Erde betoniert, die oberen Zentimeter werden eingeschalt, damit die Oberkante gerade und auf der richtigen Höhe liegt.

Breite, Tiefe und eine eventuelle Bewehrung legt der Tragwerksplaner (Statiker) fest, abhängig von der Last und der Tragfähigkeit des Bodens. Die Gründungssohle muss frostfrei liegen. In weiten Teilen Deutschlands rechnet man mit etwa 0,8 m unter Gelände, in höheren und kälteren Lagen auch mit 1,0 bis 1,2 m oder mehr. Ob Ihr Vorhaben eine Baugenehmigung braucht oder ein vereinfachtes Verfahren reicht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das mit dem zuständigen Bauamt, bevor der Bagger anrückt. Bei einer Garage oder Gartenmauer an der Grundstücksgrenze spielen auch Abstandsflächen und das Nachbarrecht eine Rolle.

Was fertig sein muss, bevor der Beton kommt

Das eigentliche Betonieren dauert beim Einfamilienhaus meist einen Tag. Ob es gelingt, entscheidet sich aber in den Tagen davor. Wenn der Fahrmischer auf der Baustelle steht, bleibt keine Zeit mehr, etwas nachzuholen.

Graben und Gründungssohle

Die Gräben müssen die Maße laut Plan haben, die Sohle muss auf der Höhe liegen, die Planung oder Vermesser vorgeben. Die Sohle soll eben sein, ohne aufgelockerte Erde, Schlamm oder stehendes Wasser. Auf diesem Boden ruht später das ganze Haus. Findet sich dort etwas anderes als im Bodengutachten angenommen, etwa Auffüllung, weicher Ton oder Schichtwasser, sollten Statiker oder Bodengutachter die Stelle ansehen. In der Praxis kommt es oft vor, dass man auf einem Teil des Grundstücks tiefer gehen muss, bis tragfähiger Boden erreicht ist.

Fundamenterder

In die Fundamente kommt ein Fundamenterder, meist ein verzinktes Stahlband oder Rundstahl mit Anschlussfahnen nach oben. Daran werden später Potentialausgleich und gegebenenfalls Blitzschutz angeschlossen. Für Neubauten ist das in Deutschland üblich und in der DIN 18014 beschrieben. Planung, Verlegung und Dokumentation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Der Erder muss rundum von Beton umschlossen sein, je nach Ausführung liegt er auf Abstandhaltern. Fotografieren Sie ihn vor dem Betonieren.

Durchführungen für Leitungen

Abwasser, Wasser- und Stromanschluss und unter Umständen Leitungen für eine Wärmepumpe müssen irgendwo durch das Fundament oder darunter hindurch. An diesen Stellen setzt man vor dem Betonieren Leerrohre oder Futterrohre ein, durch die später Rohr oder Kabel gezogen werden. Für Hausanschlüsse gibt es oft spezielle Hauseinführungen, über die Sie früh mit dem Netzbetreiber sprechen sollten. Die Lage stimmen Sie mit Sanitär- und Elektroplanung ab. Nachträgliches Bohren oder Stemmen durch ein fertiges Fundament ist aufwendig und schwächt es.

Bewehrung, wenn die Statik sie fordert

Bei einfachen Bauten auf gutem Baugrund bleibt der Streifen oft unbewehrt. Auf schlechterem Boden, bei höheren Lasten oder am Hang schreibt der Statiker Bewehrungskörbe vor. Diese stehen auf Abstandhaltern, nie direkt auf der Erde, damit der Beton sie von allen Seiten umhüllt.

Zufahrt und Bestellung

Ein Fahrmischer ist schwer. Er braucht eine befestigte Zufahrt möglichst nah am Graben und Platz zum Rangieren. Kommt er nicht nah genug heran, bestellt man eine Betonpumpe. Die Betonmenge berechnet man aus den Grabenmaßen und rechnet eine Reserve hinzu, weil der tatsächliche Graben fast immer etwas breiter ist als auf der Zeichnung.

Beton, Bewehrung und Varianten

Festigkeitsklasse und Konsistenz

Die Betonklasse steht in der Statik. Für Streifenfundamente von Einfamilienhäusern sind C20/25 oder C25/30 üblich, unter schwierigen Bedingungen auch mehr. Bei unbewehrten Fundamenten in einfachen Fällen kommt manchmal C16/20 vor. Enthält das Grundwasser angreifende Stoffe, legt der Statiker zusätzlich passende Expositionsklassen fest, die die Zusammensetzung beeinflussen. Bei der Bestellung im Transportbetonwerk nennen Sie Festigkeitsklasse, Expositionsklassen, Größtkorn und Konsistenz.

Die Konsistenz beschreibt, wie leicht der Beton fließt. Für Fundamentgräben bestellt man meist eine weiche Konsistenz, etwa F3, beim Pumpen oder bei dichter Bewehrung eher F4. Wichtig: Der Beton muss diese Konsistenz schon ab Werk haben. Wasser auf der Baustelle zuzugeben, damit er besser läuft, senkt die Festigkeit.

Unbewehrter oder bewehrter Streifen

Unbewehrter Beton trägt Druck sehr gut, Zug dagegen schlecht. Ist der Baugrund nicht überall gleich tragfähig, kann sich der Streifen leicht durchbiegen, und unbewehrter Beton reißt. Die Bewehrung nimmt diese Zugkräfte auf. Die Entscheidung gehört deshalb zum Statiker, nicht zur ausführenden Firma und nicht zum Nachbarn, der es „immer so gemacht hat“.

Wie der Beton in den Graben kommt

  • Direkt aus der Schütte des Fahrmischers: am einfachsten und schnellsten, wenn das Fahrzeug mit der Rinne alle Gräben erreicht.
  • Mit der Betonpumpe: wenn der Graben weit von der Zufahrt entfernt liegt, hinter dem Haus oder am Hang. Der Mast reicht auch an entfernte Stellen, und der Beton lässt sich gleichmäßig verteilen.
  • Mit Schubkarre oder Dumper: bei kleinen Mengen, etwa für eine Zaun- oder Gartenmauer. Das ist langsamer und braucht mehr Leute.

Gerade und abgetreppte Fundamente

Auf ebenem Grundstück liegt die Sohle durchgehend auf einer Höhe. Am Hang wird sie abgetreppt. Höhe und Länge der Stufen legt die Planung fest. Betoniert wird von der tiefsten Stelle nach oben, und man achtet darauf, dass sich der Beton an den Stufen nicht mit Erde vermischt.

So läuft das Betonieren auf der Baustelle ab

Der Ablauf ist bei den meisten Baustellen ähnlich. Eine erfahrene Kolonne hat ihn im Griff, doch jeder Schritt hat seinen Grund.

  1. Graben prüfen: Maße, Sohlhöhe, saubere Sohle, kein stehendes Wasser, keine nachgerutschte Erde.
  2. Gründungssohle abnehmen und im Bautagebuch festhalten, wenn Planung oder Bauleitung das verlangen.
  3. Lage von Fundamenterder, Leerrohren und Bewehrung kontrollieren und alles fotografieren.
  4. Oberkante des Fundaments markieren, etwa mit einnivellierten Pflöcken oder Latten, damit klar ist, bis wohin betoniert wird.
  5. Lieferschein des ersten Fahrmischers prüfen: Betonklasse, Konsistenz und Herstellzeit.
  6. Beton lagenweise einbauen, meist in Schichten von etwa 0,3 bis 0,5 m, und ihn nicht aus großer Höhe auf eine Stelle fallen lassen.
  7. Jede Lage mit dem Innenrüttler verdichten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  8. Zügig weiterarbeiten, damit die neue Lage mit der noch frischen unteren verbunden wird und keine ungewollte Arbeitsfuge entsteht.
  9. Oberfläche auf die Markierungen abziehen und mit Reibebrett oder Glätter nacharbeiten.
  10. Falls direkt aufgemauert oder mit Schalsteinen weitergebaut wird, Anschlusseisen nach Plan in den frischen Beton stecken.
  11. Beton je nach Wetter abdecken und nachbehandeln.

Entscheidend ist der zügige Ablauf. Wird das Betonieren für einige Stunden unterbrochen, beginnt die untere Lage zu erstarren, und die neue verbindet sich nicht mehr vollständig. Lässt sich eine Pause nicht vermeiden, etwa bei sehr langen Streifen, legt man die Arbeitsfuge dorthin, wo der Statiker sie zulässt, und nicht zufällig dorthin, wo gerade der Beton ausging.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Der Aufwand je Kubikmeter hängt stark von den Bedingungen auf der Baustelle ab. Wenn Sie diese kennen, verstehen Sie Angebote besser und können die Baustelle passend vorbereiten.

Erleichtert die Arbeit

  • Gute Zufahrt für den Fahrmischer bis an den Graben, keine Pumpe nötig
  • Standfester Boden, der die Grabenwände gerade hält
  • Trockener Graben ohne Grundwasser
  • Größere zusammenhängende Menge in einem Zug
  • Unbewehrte Streifen oder einfache Bewehrung
  • Mildes Wetter, weder Frost noch große Hitze

Erschwert die Arbeit

  • Enge oder unbefestigte Zufahrt, die Pumpe oder Handtransport erfordert
  • Rolliger Boden, bei dem man den oberen Teil schalen oder die Wände laufend säubern muss
  • Wasser im Graben, das vor und während des Betonierens abgepumpt werden muss
  • Hanglage und abgetreppte Sohle
  • Dichte Bewehrung, die Einbau und Verdichten verlangsamt
  • Kleine Mengen an mehreren Stellen, etwa Zaun und Anbau getrennt
  • Winterbetonage mit Zusatzmitteln, Abdeckung und längerer Nachbehandlung

Bedenken Sie auch: Abgerechnet wird in der Regel der tatsächlich eingebaute Beton. Hebt der Bagger breiter aus oder brechen Wände nach, steigt der Verbrauch gegenüber der Berechnung aus der Zeichnung.

Abstimmung mit den anderen Gewerken

Die Streifenfundamente liegen mitten in einer Kette von Arbeiten, die aufeinander aufbauen. Wer diese Kette koordiniert, spart sich Nacharbeit und Wartezeiten.

  • Vermesser stecken das Gebäude vor dem Aushub ab und können Sohlhöhe und Oberkante kontrollieren.
  • Erdarbeiten sollten kurz vor dem Betonieren fertig sein. Ein Graben, der mehrere Tage im Regen oder Frost offen liegt, verliert an Qualität der Sohle.
  • Statiker oder Bodengutachter beurteilen die Sohle, wenn sie von den Annahmen abweicht.
  • Elektrofachkraft verlegt und dokumentiert den Fundamenterder samt Anschlussfahnen.
  • Installateur legt Lage und Durchmesser der Leerrohre für Abwasser und Wasser fest.
  • Maurer setzen danach meist die Fundament- oder Kellerwand aus Schalsteinen, später folgt die Bodenplatte.
  • Abdichter bringen später die Abdichtung auf, deren Qualität auch von ebenen und sauberen Fundamentoberflächen abhängt.

Gibt es eine Bauleitung, gehören die Abnahme der Sohle und der Bewehrung ins Bautagebuch. Beim Bau in Eigenleistung lohnt sich zumindest eine Fotodokumentation mit gut erkennbaren Maßen, zum Beispiel mit Zollstock im Bild.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Fehler im Fundament lassen sich schwer beheben. Die meisten zeigen sich erst nach Jahren, wenn Wände verputzt und Böden fertig sind.

  • Betonieren in Wasser und Schlamm. Der Beton vermischt sich mit Erde, verliert Festigkeit, und unten im Streifen entsteht eine schwache Schicht. Später drohen ungleichmäßige Setzungen und Risse im Mauerwerk.
  • Nachgerutschte Erde auf der Sohle. Lockerer Boden wird unter Last zusammengedrückt. Das Haus setzt sich an einer Stelle stärker als an einer anderen.
  • Zu geringe Gründungstiefe. Liegt der Streifen nicht frostfrei, kann Frost im Boden ihn anheben. Typisch sind schräge Risse an Wandecken und an Fenster- und Türöffnungen.
  • Bewehrung auf der Erde. Ohne Betondeckung rostet der Stahl und verliert seine Wirkung.
  • Wasser im Beton nachgemischt. Er läuft besser, ist aber schwächer und schwindet stärker.
  • Nicht verdichteter Beton. Im Streifen bleiben Hohlräume und Kiesnester, vor allem an der Bewehrung und an den Grabenwänden.
  • Vergessene Durchführungen und Erder. Kernbohrungen schwächen das Fundament, die Erdung muss mit Ersatzlösungen nachgerüstet werden.
  • Unebene Oberfläche. Die erste Steinlage muss mit dicken Mörtelschichten ausgeglichen werden, und die ganze Wand darüber wird schief.
  • Fehlende Nachbehandlung. Die Oberfläche trocknet bei Hitze zu schnell, reißt und bleibt staubig und weich.

Zeitbedarf, Erhärten und Nachbehandlung

Die Streifen für ein übliches Einfamilienhaus betoniert eine Kolonne meist an einem Arbeitstag, kleinere Bauten in wenigen Stunden. Bewehrung, Durchführungen und Erder vorzubereiten dauert je nach Umfang einen bis mehrere Tage.

Beton beginnt einige Stunden nach dem Mischen zu erstarren, abhängig von Temperatur und Rezeptur. Nach der Anlieferung sollte er möglichst rasch eingebaut werden. Maßgeblich sind die Angaben auf dem Lieferschein und die Empfehlung des Betonwerks.

Vorsichtig betreten kann man die Fundamente meist am nächsten Tag. Mit der ersten Steinlage beginnt man im Sommer üblicherweise nach einigen Tagen, bei kühlem Wetter später. Die planmäßige Festigkeit erreicht Beton nach ungefähr 28 Tagen. Für den Baufortschritt ist das meist kein Hindernis, wenn Bauleitung oder Statiker zustimmen.

Wie man Beton nachbehandelt

Warum Beton gießen, wenn er schon eingebaut ist? Zement braucht Wasser, um zu erhärten. Trocknet die Oberfläche zu schnell, bleibt sie schwach und reißt. Im Sommer deckt man sie daher mit Folie oder Vlies ab und hält sie einige Tage feucht, meist etwa eine Woche. Bei Beton in der Erde ist das einfacher, weil die Seiten im feuchten Boden stecken.

Ab Temperaturen um +5 °C und darunter muss der Beton vor Frost geschützt werden. Das Werk liefert Beton mit Zusätzen für kühles Wetter, die frische Oberfläche wird mit Dämmmatten oder Folie mit Wärmedämmung abgedeckt. In einen gefrorenen Graben oder auf eine verschneite Sohle wird nicht betoniert.

Sicherheit am Graben

Steigen Sie nicht in tiefere Gräben mit instabilen Wänden. Die Wände können auch dann abrutschen, wenn sie fest aussehen, besonders nach Regen oder neben einem schweren Fahrzeug. Beim Pumpen ist auf Freileitungen über dem Grundstück zu achten, und niemand darf unter dem Pumpenmast stehen.

Anleitung für Heimwerker: kleines Streifenfundament für Gartenmauer oder Zaun

Das Fundament für ein Wohnhaus gehört in die Hände einer Fachfirma. Bei einer niedrigen Gartenmauer, einem Zaun oder einem kleinen Gerätehaus können Sie den Streifen aber selbst betonieren, wenn der Boden standfest ist und niemand in den Graben steigen muss. Arbeiten Sie zu zweit, und klären Sie vorher, ob Leitungen im Boden liegen.

  1. Verlauf mit Schnur und Pflöcken abstecken, Leitungsauskunft bei Gemeinde und Versorgern einholen.
  2. Graben frostfrei ausheben, in der Regel etwa 0,8 m tief, Wände möglichst senkrecht halten.
  3. Lose Erde von der Sohle entfernen, Wasser abschöpfen.
  4. Oberkante mit Pflöcken und Wasserwaage oder Schlauchwaage festlegen, oberen Rand bei Bedarf mit Brettern einschalen.
  5. Beton als Transportbeton bestellen oder bei kleiner Menge Fertigmischung nach Herstellerangabe anmischen, kein zusätzliches Wasser zugeben.
  6. Beton lagenweise vom Rand aus einfüllen, nicht in den Graben steigen.
  7. Jede Lage mit Stocherstange oder geliehenem Innenrüttler verdichten.
  8. Oberfläche mit Latte auf die Pflöcke abziehen und glätten.
  9. Beton abdecken und etwa eine Woche feucht halten, bei Frostgefahr nicht betonieren.

So prüfen und nehmen Sie die fertigen Fundamente ab

Kontrolle lohnt sich schon während des Betonierens, nicht erst danach. Die meisten Fehler sieht man an dem Tag, an dem sie sich noch beheben lassen. Lassen Sie sich bei der Abnahme die Unterlagen zeigen und gehen Sie die Streifen einmal vollständig ab.

  • Lieferscheine zu jedem Fahrmischer mit richtiger Betonklasse, Konsistenz und Menge
  • Gelieferte Gesamtmenge im Vergleich zur Berechnung und zur abgerechneten Menge
  • Eintrag zur Abnahme von Sohle und Bewehrung im Bautagebuch, sofern geführt
  • Fotos von Graben, Bewehrung, Fundamenterder und Leerrohren vor dem Betonieren
  • Dokumentation der Elektrofachkraft zum Fundamenterder, Anschlussfahnen an den geplanten Stellen
  • Leerrohre an den richtigen Stellen, frei durchgängig und nicht mit Beton verstopft
  • Oberkante auf geplanter Höhe, eben und ohne größere Unebenheiten
  • Breite und Verlauf laut Plan, Ecken und Kreuzungen ohne Einschnürungen
  • Oberfläche ohne Kiesnester, Löcher und freiliegende Bewehrung
  • Keine Risse und keine sandende, staubige Oberfläche nach den ersten Tagen
  • Nachweis der Nachbehandlung, besonders bei Hitze oder Kälte
  • Klare Auskunft, ab wann aufgemauert werden darf

Häufige Fragen

Beim Betonieren in den Graben kommt der Beton meist direkt auf die vorbereitete Sohle, sofern die Planung nichts anderes vorsieht. Bei bewehrten Streifen oder weicher Sohle schreibt der Statiker manchmal eine dünne Sauberkeitsschicht aus Magerbeton vor, damit die Bewehrung auf einem sauberen, ebenen Untergrund steht. Maßgeblich ist die Statik.

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