Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Maschinelles Glätten von Betonböden

Beim maschinellen Glätten wird frisch eingebauter Beton mit einer Flügelglättmaschine bearbeitet, auf der Baustelle oft einfach „Helikopter“ genannt. Die Maschine reibt die Oberfläche zuerst mit einem rotierenden Teller ab und verdichtet sie dann mit den Glättflügeln. Am Ende steht eine glatte, feste und wenig staubende Fläche.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·23 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
8,65 €/ m²
Richtwert-Spanne
6,92 € - 11,25 €
Wohnung 60 m²
1298,00 €
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Betonarbeiten23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonarbeiten
Maschinelles Glätten der Betonoberflächem²8,65 €-
Betonieren der Streifenfundamente in den Aushubm³76,80 €-
Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschichtm²15,35 €-
Betonieren Bodenplatte 100 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 150 mmm²-
Betonieren Bodenplatte 200 mmm²-
Schalung für Fundamente und Wände herstellenm²34,55 €-
Deckenschalung (System Doka/Peri)m²-
Ausschalen der Deckem²11,15 €-
Bewehrung bindent672,00 €-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100m²5,20 €-
Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150m²5,75 €-
Treppe betonieren inkl. Schalungm³-
Treppenschalung montierenlfm-
Treppenschalung ausbauenlfm23,05 €-
Handverlegter Bodenestrich bis 7 cmm²17,30 €-
Maschinenestrich - Zementm²20,15 €-
Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend)m²22,65 €-
Montage Ziegeldeckem²38,40 €-
Bitumen-Voranstrichm²-
Verlegung Bitumenbahnm²-
Dehnfugen schneidenlfm9,60 €-
Pumpen des Betonsm³-
Summe Arbeit
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Was das maschinelle Glätten bewirkt und wann es sinnvoll ist

Abgezogener Beton ist zwar eben, seine Oberfläche ist aber porös und enthält viel Wasser. Die Glättmaschine holt feinen Zementleim nach oben, schließt die Poren und verdichtet die oberste Schicht auf einige Millimeter. So entsteht eine Oberfläche, die sich weniger abnutzt, leichter zu reinigen ist und weniger staubt als nur abgezogener oder von Hand geglätteter Beton.

Warum reicht Handglätten nicht? Auf ein paar Quadratmetern schon. Auf größeren Flächen schafft es aber niemand mit der Glättkelle rechtzeitig, denn der Beton zieht überall gleichzeitig an und das Zeitfenster zum Glätten ist begrenzt. Eine Maschine bearbeitet in einer Schicht Dutzende bis Hunderte Quadratmeter und liefert ein gleichmäßigeres Bild.

Typische Einsatzbereiche

  • Garagen und Carports, in denen der Beton die fertige Oberfläche bleibt
  • Werkstätten, Lager, landwirtschaftliche Hallen und Nebengebäude
  • Keller und Technikräume
  • Bodenplatten im Einfamilienhaus, bei denen eine genaue Ebene für die folgenden Schichten gebraucht wird
  • Betonflächen, die später mit Epoxidharz beschichtet oder imprägniert werden

In Wohnräumen ist geglätteter Beton als fertiger Boden eher die Ausnahme. Dort geht es meist um geschliffene Designböden, und das ist eine andere Technik mit anderen Anforderungen.

So läuft das Glätten auf der Baustelle ab

Das Glätten lässt sich nicht auf einen beliebigen Tag legen. Es schließt direkt an das Betonieren an, und die Kolonne muss am selben Tag vor Ort sein, oft bis in den späten Abend oder in die Nacht.

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Beton einbauen, mit Innenrüttler oder Rüttelbohle verdichten und anhand der Höhenpunkte auf die gewünschte Höhe abziehen.
  2. Oberfläche mit einem breiten Stielglätter vorglätten, damit die Riefen der Abziehlatte verschwinden.
  3. Warten, bis der Beton angezogen hat. Die Arbeiter prüfen das mit dem Schuh: Hinterlässt er nur einen Abdruck von meist 2 bis 3 mm und sammelt sich darin kein Wasser, kann die Maschine auf die Fläche.
  4. Ersten Durchgang mit aufgesetztem Glättteller fahren. Er öffnet die Oberfläche, gleicht kleine Unebenheiten aus und holt Zementleim nach oben.
  5. Bei der Variante mit Einstreuung den Hartstoff auf die feuchte Oberfläche streuen, meist in zwei Gängen, und mit dem Teller einarbeiten.
  6. Durchgänge mit den Flügeln fahren und deren Anstellwinkel schrittweise erhöhen. Mit jedem Durchgang wird die Oberfläche dichter und beginnt zu glänzen.
  7. Ränder, Ecken und Bereiche um Durchführungen mit einer kleineren Maschine oder von Hand nachglätten.
  8. Direkt nach dem Glätten ein Nachbehandlungsmittel aufsprühen oder die Fläche mit Folie abdecken.
  9. Fugen schneiden, meist innerhalb der folgenden 24 Stunden, je nach Temperatur und Erhärtung.

Warum der Zeitpunkt so entscheidend ist

Fährt die Maschine zu früh auf die Fläche, sinkt sie ein, drückt zu viel Wasser nach oben und erzeugt Wellen. Kommt sie zu spät, ist die Oberfläche schon zu hart, und die Flügel polieren nur noch, ohne zu verdichten. Wann der richtige Moment da ist, hängt von Temperatur, Wind, Sonne, Zementart und Zusatzmitteln ab. Im Sommer sind es etwa 2 bis 4 Stunden nach dem Einbau, bei kühlem Wetter auch 8 Stunden und mehr. Deshalb beginnt das Betonieren in der Praxis oft morgens, und das Glätten endet nach Einbruch der Dunkelheit.

Was vor dem Eintreffen der Kolonne bereit sein muss

Das Glätten ist nur so gut wie alles darunter. Viele Mängel, die später den Glättern angelastet werden, entstehen tatsächlich bei der Vorbereitung des Untergrunds.

  • Tragfähiger, verdichteter Untergrund, etwa ein mit der Rüttelplatte verdichtetes Schotterbett ohne weiche Stellen
  • Je nach Planung Trennfolie, Abdichtung oder Wärmedämmung mit Folie
  • Bewehrung auf Abstandhaltern, nicht auf dem Boden liegend, und fest verrödelt
  • Bodenabläufe, Rinnen, Rohrdurchführungen und Leerrohre in der richtigen Höhe eingebaut
  • Randdämmstreifen ringsum, damit sich die Platte nicht gegen die Wände stemmt
  • Höhe des Bodens und eventuelles Gefälle markiert, zum Beispiel zum Ablauf in der Garage
  • Zufahrt für Fahrmischer und Betonpumpe sowie Platz zum Aufstellen
  • Strom oder Kraftstoff für die Maschinen und Licht für die Arbeit nach Einbruch der Dunkelheit
  • Bei überdachten Bauten Öffnungen gegen Zugluft geschlossen, im Sommer Schatten, im Winter Frostschutz

Auch die Betonbestellung zählt. Für geglättete Böden wird meist Beton mindestens der Festigkeitsklasse C25/30 verwendet, mit gleichmäßiger Konsistenz und ohne Zusatzmittel, die das Glätten erschweren. Soll eingestreut werden, darf der Beton in der Regel kein Luftporenbeton sein, weil sich die Einstreuschicht darauf später leicht ablöst. Klären Sie die Betonsorte vorab mit dem Transportbetonwerk und mit den Glättern.

Gehört der Boden zu einer neuen Garage, einem Anbau oder einer Nutzungsänderung, fragen Sie beim Bauamt nach, ob eine Genehmigung oder Anzeige nötig ist. Das regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und die Vorgaben unterscheiden sich von Land zu Land. Im Mehrfamilienhaus gehören Kellerböden oft zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie dann vorher mit der Hausverwaltung oder lassen Sie die Maßnahme in der Eigentümergemeinschaft (WEG) beschließen.

Varianten: mit oder ohne Einstreuung, kleine oder große Maschine

Glätten ohne Einstreuung

Die Maschine arbeitet nur mit dem Zementleim, der aus dem Beton aufsteigt. Die Oberfläche wird glatt und fester als bei nur abgezogenem Beton. Das reicht für Keller, Lager mit leichter Nutzung, Bodenplatten und Böden, die später abgedeckt werden.

Glätten mit Hartstoffeinstreuung

Die Einstreuung ist eine trockene Mischung aus Zement und hartem Zuschlag, etwa Quarzsand oder Korund. Sie wird auf den frischen Beton gestreut und eingearbeitet. Dadurch entsteht eine härtere, widerstandsfähigere Oberschicht, die Autoreifen, Hubwagen und das Verschieben schwerer Gegenstände besser verträgt. Es gibt auch farbige Einstreuungen, meist grau, anthrazit oder rötlich. Rechnen Sie bei Farbe damit, dass der Ton nicht völlig gleichmäßig wird. Eine leichte Wolkigkeit gehört zum Charakter dieses Bodens.

Wann welche Variante passt

  • Garage, Werkstatt, Lager mit Hubwagen: meist mit Einstreuung
  • Keller, Technikraum: oft genügt es ohne
  • Untergrund für Fliesen, Klebeböden oder Spachtelmasse: ohne Einstreuung, oft sollte die Oberfläche auch nicht zu dicht geschlossen werden
  • Untergrund für eine Epoxidbeschichtung: ohne Einstreuung oder nach den Vorgaben des Beschichters, der die Fläche ohnehin schleift oder strahlt

Handgeführte Maschine oder Aufsitzglätter

Für kleinere Flächen und im Einfamilienhaus kommen handgeführte Maschinen mit einem Rotor zum Einsatz, mit einem Durchmesser von etwa 60 bis 120 cm. In großen Hallen arbeiten Aufsitzglätter mit zwei Rotoren, auf denen der Bediener sitzt. In einer Garage oder Werkstatt am Haus passt so eine Maschine meist weder durchs Tor noch um Wände und Stützen herum.

Faserbeton

Wird statt Mattenbewehrung Beton mit Stahl- oder Kunststofffasern verwendet, müssen die Glätter das vorher wissen. Fasern können aus der Oberfläche ragen, und darauf muss anders gearbeitet werden. Bei Faserbeton wird oft gerade deshalb eingestreut, damit die Fasern unter die Oberfläche gedrückt werden.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand pro Quadratmeter hängt vor allem davon ab, wie zügig und ohne Unterbrechung die Maschine laufen kann. Eine freie, einfache Fläche ist für die Kolonne deutlich leichter als ein verwinkelter Raum.

Das erleichtert die Arbeit

  • Große rechteckige Fläche ohne Stützen und Durchführungen
  • Waagerechter Boden ohne Gefälle
  • Gute Zufahrt für Fahrmischer und Pumpe
  • Überdachter Raum, geschützt vor Sonne, Wind und Regen
  • Mildes Wetter, bei dem der Beton berechenbar anzieht
  • Beton aus einem bewährten Werk mit gleichmäßiger Konsistenz in jedem Fahrmischer

Das erschwert die Arbeit

  • Kleine Räume mit vielen Ecken, in denen von Hand geglättet werden muss
  • Stützen, Abläufe, Rinnen und Rohrdurchführungen in der Fläche
  • Gefälle zum Ablauf, das sich mit der Maschine schwerer glätten lässt als eine Ebene
  • Arbeiten im Freien ohne Dach bei drohendem Regen oder praller Sonne
  • Kälte, bei der der Beton langsam anzieht und sich das Glätten bis in die Nacht zieht
  • Hitze und Wind, bei denen die Oberfläche schnell und ungleichmäßig austrocknet
  • Dünne Platte auf Wärmedämmung, die nachgiebiger ist und empfindlicher auf die Maschine reagiert
  • Fußbodenheizung in der Platte, bei der beim Fugenschneiden Vorsicht nötig ist

Abstimmung mit den anderen Gewerken

Ein geglätteter Boden liegt zwischen mehreren Gewerken. Was einmal einbetoniert ist, lässt sich kaum noch versetzen. Deshalb lohnt es sich, alles vorher abzustimmen.

  • Installateur und Elektrofachkraft müssen ihre Leitungen im Boden, Abläufe und Leerrohre vor dem Betonieren fertig haben
  • Eine Fußbodenheizung muss mit Druck geprüft sein, und ihre Rohrführung muss dokumentiert werden, damit der Fugenschnitt keine Rohre trifft
  • Bauleiter oder Planer legen die Bodenhöhe passend zu Türschwellen, Garagentor und Gelände fest
  • Wer die Fugen schneidet, muss rechtzeitig kommen und nicht erst nach einigen Tagen
  • Fliesenleger oder Beschichter sollten vorher sagen, welche Oberfläche sie brauchen

Bei Fliesen und Klebeböden wird eines oft vergessen: Eine sehr glatte, geschlossene Oberfläche bietet dem Kleber wenig Haftung. Der Untergrund muss dann angeschliffen oder nach Vorgabe des Kleberherstellers grundiert werden. Wenn Sie schon wissen, dass Fliesen auf den Beton kommen, sagen Sie es den Glättern. Dann müssen sie die Fläche nicht bis zum Glanz schließen.

Bei Epoxid- und Polyurethanbeschichtungen entscheidet dagegen die Feuchte im Beton. Eine neue Platte trocknet je nach Dicke und Bedingungen Wochen bis Monate. Eine Beschichtung auf zu feuchtem Untergrund kann sich später ablösen oder Blasen werfen. Wann beschichtet werden kann, legt der Beschichter anhand einer Feuchtemessung fest.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Wasser im Fahrmischer

Auf Baustellen kommt es immer noch vor, dass jemand Wasser in den Fahrmischer gibt, damit sich der Beton leichter verteilen lässt. Die Oberfläche wird dadurch schwach und staubig und schwindet stärker. So ein Boden staubt nach einiger Zeit und bekommt Risse.

Zu früh oder zu spät geglättet

Fährt die Maschine zu früh, entstehen Wellen und Mulden, in denen später Wasser stehen bleibt. Fährt sie zu spät, wird die Oberfläche nur glänzend, aber nicht verdichtet. Sie kann dann absanden und abplatzen.

Ablösen der Einstreuschicht

Wird der Hartstoff auf eine bereits zu trockene Fläche gestreut oder wird die Oberfläche geschlossen, bevor Wasser und Luft entweichen konnten, entsteht unter der Oberschicht eine Schwachstelle. Nach Monaten lösen sich dann dünne Schalen, meist dort, wo Autos fahren.

Verbrannte Oberfläche

Zu langes Glätten mit steil gestellten Flügeln auf schon hartem Beton erzeugt dunkle, glänzende Flecken. Das ist nicht nur ein optischer Mangel: Solche Stellen sind oft spröde und bekommen manchmal feine netzartige Risse.

Fehlende Nachbehandlung

Der häufigste Fehler überhaupt. Eine frisch geglättete Fläche, die in der Sonne oder im Durchzug liegt, trocknet zu schnell aus. Es entstehen Haarrisse, die Oberfläche staubt und verliert Festigkeit. Beton muss in der Regel mindestens einige Tage feucht gehalten, mit Folie abgedeckt oder nach Herstellerangabe mit Nachbehandlungsmittel behandelt werden.

Zu spät oder zu flach geschnittene Fugen

Beton schwindet beim Erhärten und reißt irgendwo. Die geschnittene Fuge gibt ihm die Stelle dafür vor. Werden die Fugen zu spät oder zu flach geschnitten, reißt die Platte woanders, oft schräg über die ganze Fläche. Die Schnitttiefe liegt meist bei etwa einem Drittel der Plattendicke, die Feldgröße richtet sich nach Plattendicke und Raumform.

Beschädigte Ränder und Abdrücke

An Wänden, Schwellen und Durchführungen wird von Hand nachgeglättet, und bei Müdigkeit oder schlechtem Licht leidet hier die Qualität. Typisch sind ein unsauberer Rand am Garagentor oder Knieabdrücke in einer Ecke.

Wie lange es dauert und wann der Boden belastbar ist

Das Glätten einer üblichen Garage oder Werkstatt dauert einschließlich Betonieren einen Tag, oft bis in den Abend. Größere Flächen werden abschnittsweise betoniert, und jeder Abschnitt wird am Tag des Einbaus geglättet.

  • Fugenschnitt meist innerhalb von 24 Stunden, je nach Temperatur manchmal schon wenige Stunden nach dem Glätten
  • Vorsichtiges Begehen meist nach 1 bis 2 Tagen
  • Nachbehandlung und Schutz vor Austrocknung etwa in der ersten Woche
  • Normale Belastung, etwa Befahren mit dem Pkw, meist nach 1 bis 4 Wochen, je nach Beton und Empfehlung des Herstellers
  • Volle Festigkeit wird üblicherweise nach 28 Tagen angegeben
  • Beschichten oder Kleben erst, wenn die vom Hersteller genannte Restfeuchte erreicht ist

Im Winter muss der Beton vor Frost geschützt werden, bis er ausreichend fest ist. Ohne Schutzmaßnahmen bei Frost zu betonieren, ist nicht zu empfehlen. Im Sommer braucht die Fläche dagegen Schutz vor direkter Sonne und muss länger feucht gehalten werden.

Anleitung für Heimwerker: kleinen Garagenboden selbst glätten

Manche Eigentümer glätten den Boden einer Garage oder Werkstatt mit einigen Dutzend Quadratmetern selbst. Eine Glättmaschine gibt es im Baumaschinenverleih. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass der richtige Zeitpunkt Erfahrung verlangt und der Beton nicht auf Sie wartet. Arbeiten Sie nie ohne Helfer, und überlegen Sie, ob es sinnvoller ist, zumindest das Glätten an Profis zu vergeben. Tragen Sie an der Maschine feste Schuhe, und achten Sie darauf, dass niemand den rotierenden Flügeln zu nahe kommt.

  1. Untergrund vorbereiten und verdichten, Folie, Bewehrung auf Abstandhaltern und Randdämmstreifen einbauen.
  2. Bodenhöhe an den Wänden markieren, Abziehlatte und Lehren vorbereiten.
  3. Glättmaschine mit Teller und Flügeln mieten, die Bedienung vorher trocken üben und die Rückgabe erst für den Folgetag vereinbaren.
  4. Zum Glätten geeigneten Beton bestellen und kein Wasser zugeben.
  5. Beton einbauen, verdichten, abziehen und mit dem Stielglätter vorglätten.
  6. Warten, bis der Schuhabdruck nur noch etwa 2 bis 3 mm tief ist und sich kein Wasser darin sammelt.
  7. Fläche mit dem Glättteller in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen abfahren.
  8. Flügel aufsetzen und in mehreren Durchgängen den Anstellwinkel schrittweise erhöhen.
  9. Ränder und Ecken mit der Stahlglättkelle von Hand nacharbeiten.
  10. Oberfläche sofort mit Nachbehandlungsmittel behandeln oder mit Folie abdecken und einige Tage feucht halten.
  11. Bis zum nächsten Tag die Fugen mit einem Fugenschneider mit Diamantscheibe in der vorher festgelegten Tiefe schneiden.

Liegen Fußbodenheizung oder Leitungen in der Platte, überlassen Sie den Fugenschnitt jemandem, der genau weiß, wo sie verlaufen.

Den fertigen Boden prüfen und abnehmen

Nehmen Sie den Boden bei Tageslicht ab, am besten mit Streiflicht vom Fenster oder einer Taschenlampe. So sehen Sie Wellen und Flecken, die bei direktem Licht verborgen bleiben. Die Ebenheit prüfen Sie mit einer zwei Meter langen Latte in verschiedenen Richtungen und messen den Spalt darunter. Welche Abweichung zulässig ist, hängt von der Vereinbarung und vom späteren Belag ab. Als Anhalt dienen oft die Toleranzen nach DIN 18202. Legen Sie die Anforderung deshalb vorher fest.

  • Ebenheit oder Gefälle entsprechen der Vereinbarung, Wasser läuft zum Ablauf
  • Bodenhöhe passt zu Schwellen und Garagentor
  • Oberfläche gleichmäßig, ohne Wellen, Mulden und Maschinenspuren
  • Oberfläche staubt und sandet nicht, wenn Sie mit der Hand darüberstreichen
  • Abklopfen mit dem Hammer zeigt keine hohl klingenden Stellen und keine sich lösende Einstreuung
  • Keine Risse außerhalb der geschnittenen Fugen
  • Fugen gerade, im vereinbarten Raster und ausreichend tief
  • Ränder an Wänden, Schwellen und Durchführungen sauber geglättet und nicht beschädigt
  • Farbunterschiede bei Einstreuung im vereinbarten Rahmen
  • Nachbehandlung, Termin für die Belastung und nötige Trocknungszeit wurden Ihnen mitgeteilt

Häufige Fragen

Nein. Maschinelles Glätten funktioniert nur auf frischem Beton am Tag des Einbaus. Alter Beton lässt sich schleifen, mit Ausgleichsmasse egalisieren oder beschichten, aber das ist eine andere Arbeit mit einem anderen Ergebnis.

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