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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonarbeiten | ||||
| Maschinenestrich - Calciumsulfat (selbstnivellierend) | m² | 22,65 € | - | |
| Betonieren der Streifenfundamente in den Aushub | m³ | 76,80 € | - | |
| Verlegen und Abziehen Sauberkeitsschicht | m² | 15,35 € | - | |
| Betonieren Bodenplatte 100 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 150 mm | m² | - | ||
| Betonieren Bodenplatte 200 mm | m² | - | ||
| Schalung für Fundamente und Wände herstellen | m² | 34,55 € | - | |
| Deckenschalung (System Doka/Peri) | m² | - | ||
| Ausschalen der Decke | m² | 11,15 € | - | |
| Bewehrung binden | t | 672,00 € | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 100×100 | m² | 5,20 € | - | |
| Verlegen und Binden Baustahlmatten 150×150 | m² | 5,75 € | - | |
| Treppe betonieren inkl. Schalung | m³ | - | ||
| Treppenschalung montieren | lfm | - | ||
| Treppenschalung ausbauen | lfm | 23,05 € | - | |
| Handverlegter Bodenestrich bis 7 cm | m² | 17,30 € | - | |
| Maschinenestrich - Zement | m² | 20,15 € | - | |
| Montage Ziegeldecke | m² | 38,40 € | - | |
| Bitumen-Voranstrich | m² | - | ||
| Verlegung Bitumenbahn | m² | - | ||
| Dehnfugen schneiden | lfm | 9,60 € | - | |
| Maschinelles Glätten der Betonoberfläche | m² | 8,65 € | - | |
| Pumpen des Betons | m³ | - | ||
Was Anhydrit-Fließestrich ist und wo er sinnvoll ist
Anhydritestrich heißt auch Calciumsulfatestrich oder, als Fließestrich, kurz CAF. Er hat Calciumsulfat als Bindemittel statt Zement. In der Bezeichnung nach DIN EN 13813 erkennen Sie ihn am Kürzel CA. Dahinter folgen die Druckfestigkeit und die Biegezugfestigkeit, zum Beispiel CA-C20-F4 oder CA-C25-F5. Im Wohnbau werden in der Regel genau diese Klassen verwendet.
Sein großer Vorteil ist die Fließfähigkeit. Die Masse umschließt die Rohre der Fußbodenheizung ohne Lufteinschlüsse. Die Wärme gelangt dadurch schnell und gleichmäßig in den Raum. Das passt gut zu niedrigen Vorlauftemperaturen, wie sie etwa eine Wärmepumpe liefert. Beim Erhärten schwindet der Estrich nur wenig. Deshalb verträgt er größere Felder ohne Fugen als Zementestrich. Die Oberfläche ist nach dem Einbau sehr eben, was vor allem der Bodenleger bei Vinyl und großformatigen Fliesen zu schätzen weiß.
Eine Schwäche hat er allerdings: Dauerfeuchte verträgt er nicht. Im Außenbereich ist er fehl am Platz. Das gilt auch für eine Garage, in die Schmelzwasser vom Auto tropft, für einen unbelüfteten Keller mit aufsteigender Feuchte und für Räume, in denen der Boden regelmäßig mit dem Schlauch abgespritzt wird. Im normalen Bad lässt er sich verwenden, wenn später eine passende Grundierung und eine Verbundabdichtung nach Herstellerangaben aufgetragen werden.
Typische Aufbauten und Dicken
- Estrich auf Dämmschicht (schwimmend): Der Estrich liegt auf Wärme- oder Trittschalldämmung und ist durch Folie getrennt. Üblich sind Dicken ab etwa 35 mm. Die genaue Mindestdicke legt der Hersteller fest, abhängig von der Estrichklasse und der Zusammendrückbarkeit der Dämmung.
- Heizestrich: Über der Rohroberkante wird in der Regel eine Schicht von etwa 30 bis 35 mm verlangt. Die Gesamtdicke liegt dann meist bei etwa 45 bis 50 mm.
- Estrich auf Trennlage: Er liegt auf der Betondecke und ist nur durch Folie getrennt. Hier sind geringere Dicken möglich, etwa ab 30 mm.
Schichten über etwa 60 bis 80 mm in einem Arbeitsgang empfehlen die meisten Hersteller nicht, weil sie extrem lange trocknen. Bei großen Unebenheiten im Untergrund ist es sinnvoller, diese vorher mit Dämmung oder einer gebundenen Ausgleichsschüttung auszugleichen.
Was fertig sein muss, bevor die Kolonne kommt
Das Gießen selbst dauert nur einige Stunden. Über den Erfolg entscheidet aber die Vorbereitung. Häufig sieht man auf Baustellen, dass die Kolonne anrückt und noch Fenster fehlen oder Durchführungen offen sind. Dann wird entweder gewartet, oder man gießt in einen unvorbereiteten Raum. Das rächt sich später.
- Geschlossenes Gebäude: Fenster und Haustür sind eingebaut, damit auf den frischen Estrich weder Zugluft noch direkte Sonne trifft.
- Nassarbeiten an den Wänden erledigt: Der Innenputz ist in der Regel vorher fertig. So landet kein Mörtel auf dem neuen Estrich und es kommt keine zusätzliche Feuchte in den Raum.
- Leitungen im Boden: Elektro, Wasser, Abwasser und Lüftung liegen fest, sind fixiert und mit Dämmung überdeckt. Nichts darf über die geplante Estrichoberkante ragen.
- Dämmung: Die Platten liegen dicht gestoßen, ohne Fugen und ohne zu kippeln.
- Randdämmstreifen: Ein Schaumstreifen mit Folienlasche läuft rundum an allen Wänden, um Stützen, Treppen und Durchführungen. Er ist meist etwa 8 bis 10 mm dick.
- Folie: Die PE-Folie liegt mit etwa 10 cm Überlappung, die Stöße sind verklebt, die Ränder an der Wand hochgezogen. Flüssiger Estrich findet jedes Loch.
- Fußbodenheizung: Die Rohre sind fest verankert und die Dichtheitsprüfung ist gemacht. Während des Gießens bleibt das System unter Druck, damit eine Beschädigung sofort auffällt.
- Zufahrt und Anschlüsse: Es gibt Platz für den Fahrmischer oder für Silo und Pumpe. Wasser und Strom stehen nach Absprache mit der Kolonne bereit, und der Weg für den Schlauch ist frei.
Im Mehrfamilienhaus sprechen Sie das vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab. Der Schlauch läuft durchs Treppenhaus oder durchs Fenster, das Fahrzeug steht vor dem Haus und die Pumpe ist laut. Einen Estrich im Inneren zu erneuern ist meist nicht genehmigungspflichtig. Gehört er aber zu einem größeren Umbau, etwa mit Eingriffen in die Tragkonstruktion oder einer Nutzungsänderung, fragen Sie beim Bauamt nach. Was gilt, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
So läuft der Einbau Schritt für Schritt
Höhenpunkte setzen
Ein Mitarbeiter misst die Höhe mit dem Laser ein und verteilt Nivellierdreibeine über die ganze Fläche. Ihre Spitze markiert die Estrichoberkante. Bei Fußbodenheizung prüft er gleichzeitig, ob über den Rohren überall genug Dicke bleibt.
Mischen und Konsistenz prüfen
Die Mischung kommt entweder fertig vom Werk im Fahrmischer oder als Trockenmörtel im Silo. Aus dem Silo dosiert eine Mischpumpe sie mit Wasser. Vor dem Gießen wird das Ausbreitmaß geprüft: Die Masse kommt in einen Ring, der Ring wird angehoben, und man misst den Durchmesser des entstehenden Kuchens. Den Sollwert nennt der Hersteller. Ist die Mischung zu dünn, entmischt sie sich, an der Oberfläche bildet sich eine schwache Schicht und der Estrich kann an Festigkeit verlieren. Ist sie zu dick, verläuft sie schlecht.
Verteilen und Entlüften
Der Schlauch wird vom hintersten Raum Richtung Ausgang geführt. Der Estrich wird in Bahnen bis zur Höhe der Dreibeine eingebracht. Gleich danach geht ein Mitarbeiter mit der Schwabbelstange in zwei Richtungen quer zueinander über die Fläche. Dadurch wird der Estrich entlüftet, eingeebnet, und die einzelnen Bahnen verbinden sich. Wird hier geschludert, bleiben Wellen an der Oberfläche und Luftblasen darunter.
Fugen und Abschluss
Bei Fußbodenheizung kommen zwischen getrennten Heizkreisen und in der Regel auch in Türdurchgängen Bewegungsfugen hinein, zum Beispiel mit einem Fugenprofil. Wie groß die Felder ohne Fuge sein dürfen, geben der Estrichhersteller und der Fugenplan der Heizungsplanung vor. Danach werden die Räume geschlossen und einige Stunden nicht betreten.
Anhydrit oder Zementestrich: wie Sie sich entscheiden
Viele fragen sich, warum sie Anhydrit wählen sollten, wenn Zementestrich doch alles aushält. Das hängt vom Raum ab und davon, was obendrauf kommt.
- Ebenheit: Anhydrit ist nach dem Einbau deutlich ebener als ein von Hand abgezogener erdfeuchter Zementestrich. Bei Vinyl entfällt deshalb oft die vollflächige Spachtelung, oder sie fällt kleiner aus.
- Fußbodenheizung: Anhydrit umschließt die Rohre vollständig und kann dünner sein. Die Heizung reagiert dadurch schneller. Mit dem Funktionsheizen kann man in der Regel früher beginnen als bei Zement.
- Schwinden und Risse: Anhydrit schwindet weniger, die Felder zwischen den Fugen dürfen größer sein.
- Feuchte: Zementestrich verträgt Wasser besser. In den Außenbereich, in die Garage, in einen Technikraum mit Überflutungsrisiko oder in einen feuchten Keller gehört Zement.
- Nacharbeit: Anhydrit muss fast immer angeschliffen und passend grundiert werden. Zementäre Kleber und Spachtelmassen dürfen nicht direkt auf ungrundiertem Anhydrit liegen. Zwischen Sulfat und Zement kann es sonst zu einer schädlichen chemischen Reaktion kommen.
- Trocknung: Eine dünne Anhydritschicht trocknet recht schnell. Eine dicke Schicht trocknet dagegen langsam und verzeiht schlechtes Lüften nicht.
Es gibt auch zementäre Fließestriche, die die Fließfähigkeit mit besserer Feuchtebeständigkeit verbinden. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich vom Estrichleger beide Varianten für Ihren konkreten Bodenaufbau erklären.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Maschinelles Gießen lohnt sich vor allem auf größeren Flächen. Auf den Aufwand pro Quadratmeter wirken vor allem diese Punkte:
- Flächengröße: Fahrzeug, Pumpe und Kolonne rücken für einen kleinen Auftrag genauso an wie für einen großen. Eine kleine Fläche ist deshalb verhältnismäßig aufwendig. Für ein einzelnes Bad lohnt sich maschinelles Gießen oft nicht.
- Dicke und Höhenunterschiede: Je dicker die Schicht und je unebener der Untergrund, desto mehr Material wird gebraucht und desto länger dauert die Trocknung.
- Zugang: Es kommt auf die Entfernung zum Fahrzeug an, auf das Stockwerk, die Schlauchlänge und ein enges Treppenhaus. Ein oberes Geschoss im Mehrfamilienhaus ohne Parkmöglichkeit vor der Tür macht die Arbeit schwerer.
- Grundriss: Viele kleine Räume, Nischen, Treppen oder Stützen bedeuten mehr Randstreifen und mehr Handarbeit.
- Fußbodenheizung: Die Dicke über den Rohren muss überwacht werden, und zwischen den Heizkreisen braucht es Fugen.
- Stand der Vorbereitung: Muss die Kolonne Folie nachkleben, Dämmung ausgleichen oder auf andere Gewerke warten, zieht sich die Arbeit.
- Wetter und Temperatur: Unter etwa +5 °C wird nicht gegossen. Im Winter muss beheizt werden, bei Sommerhitze braucht der Estrich Schutz vor Zugluft und Sonne.
Trocknung, Aufheizen und die nachfolgenden Gewerke
Begehbar und belastbar
Begehen können Sie den Estrich vorsichtig in der Regel nach etwa 24 bis 48 Stunden. Leichte Belastung verträgt er nach einigen Tagen, volle Belastung laut Hersteller meist nach zwei bis vier Wochen. Schwere Gerüste, Paletten mit Fliesen oder ein Materiallager haben auf frischem Estrich nichts zu suchen.
Lüften
In den ersten ein bis zwei Tagen bleiben die Fenster zu. Der Estrich braucht die Feuchte zum Erhärten, und Zugluft kann Risse verursachen. Danach ist es genau umgekehrt: Jetzt müssen Sie kräftig lüften, möglichst mehrmals täglich stoßweise. In einem geschlossenen, feuchten Raum trocknet Anhydrit nicht von allein. Auch ein Bautrockner hilft, wenn der Hersteller das zulässt.
Anschleifen
Beim Erhärten bildet sich an der Oberfläche eine dünne, weichere Schicht, die Sinterschicht. Etwa nach einigen Tagen bis einer Woche wird sie mit der Schleifmaschine entfernt und der Staub abgesaugt. Das Schleifen öffnet die Poren. Der Estrich trocknet dann schneller und der Belag hält besser. Ohne Schleifen droht, dass der Kleber samt Oberflächenschicht abreißt.
Wie lange die Trocknung dauert
Als grobe Faustregel gilt etwa eine Woche pro Zentimeter Dicke bis etwa 4 cm. Bei dickeren Schichten wird die Trocknung deutlich langsamer. Entscheidend sind Temperatur, Luftfeuchte und Lüftung. Der Kalender ersetzt deshalb nie die Messung.
Aufheizen der Fußbodenheizung
Mit dem Funktionsheizen kann man bei Anhydrit in der Regel nach etwa sieben Tagen beginnen. Gestartet wird mit einer niedrigen Vorlauftemperatur von etwa 20 bis 25 °C. Sie steigt schrittweise bis zum Höchstwert, den der Hersteller vorgibt, wird eine Weile gehalten und dann wieder schrittweise abgesenkt. Oft folgt anschließend das Belegreifheizen, um die Restfeuchte weiter zu senken. Den Ablauf hält der Heizungsbauer im Aufheizprotokoll fest. Der Bodenleger oder Fliesenleger wird es sehen wollen. Drehen Sie die Heizung nie direkt nach dem Gießen voll auf.
Feuchtemessung vor dem Belag
Bevor der Belag verlegt wird, misst ein Fachmann die Restfeuchte. Zuverlässig ist die CM-Methode mit Calciumcarbid. Für Anhydrit gelten als übliche Grenze etwa 0,5 CM-% ohne Heizung und etwa 0,3 CM-% mit Fußbodenheizung. Bei Parkett und empfindlichen Belägen richten Sie sich nach den Vorgaben des Belagherstellers. Gemessen wird an vorher markierten Messstellen, damit kein Heizrohr angebohrt wird.
Was danach kommt
Nach der Trocknung folgt eine für Anhydrit geeignete Grundierung, bei Bedarf eine Spachtelung, im Bad die Verbundabdichtung und dann Fliesen oder ein anderer Belag. Den überstehenden Randdämmstreifen schneidet man erst ab, wenn der Belag fertig ist, nicht vorher.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Undichte Folie: Die Masse läuft unter die Dämmung, die Platten heben sich, und der Estrich wird stellenweise dünner. Später zeigt sich das durch Risse oder hohl klingende Stellen.
- Fehlender Randdämmstreifen: Der Estrich stößt an die Wand, es entstehen Risse und der Trittschall geht in die Wände über. Im Mehrfamilienhaus beschweren sich dann die Nachbarn.
- Nicht fixierte Heizrohre: In der flüssigen Masse schwimmen sie auf. Über manchen Stellen bleibt dann nur eine dünne Schicht, die reißt.
- Zugluft oder Sonne direkt nach dem Gießen: Die Oberfläche trocknet zu schnell und bekommt netzartige Risse.
- Kein Lüften in den Wochen danach: Der Estrich bleibt nass, der Verlegetermin rückt nach hinten, und unter dem Belag kann sich Schimmel bilden.
- Belag auf feuchtem Estrich: Parkett wölbt sich, Vinyl löst sich, bei Fliesen haftet der Kleber schlechter.
- Schleifen und Grundieren ausgelassen: Der Kleber reißt mit der Oberflächenschicht ab. Bei zementären Klebern droht zusätzlich eine chemische Schädigung der Kontaktzone.
- Überbaute Fugen im Türbereich: Laufen die Fliesen ohne Unterbrechung über eine Bewegungsfuge, reißen sie genau darüber.
Anleitung für Heimwerker: Vorbereitung und Pflege nach dem Gießen
Das maschinelle Gießen selbst überlassen Sie der Kolonne mit Pumpe. Ohne Technik und Erfahrung geht das nicht. Bei der Vorbereitung und der Pflege danach können Sie aber viel selbst übernehmen und damit die Qualität verbessern. Lassen Sie sich vorher vom Estrichleger sagen, welche Anforderungen er an Untergrund, Randstreifen und Folie stellt.
- Untergrund von Mörtelresten, Steinen und Staub befreien.
- Prüfen, ob alle Leitungen fixiert und mit Dämmung überdeckt sind.
- Dämmplatten dicht gestoßen verlegen und Unebenheiten unterfüttern oder ausgleichen.
- Randdämmstreifen rundum an allen Wänden, um Zargen, Stützen und Durchführungen anbringen.
- PE-Folie mit Überlappung auslegen und die Stöße sorgfältig verkleben.
- Folie an der Wand über die spätere Estrichoberkante hochziehen und mit der Lasche des Randstreifens verkleben.
- Rohrdurchführungen und Ecken mit Klebeband abdichten, damit keine Masse durchläuft.
- In den ersten ein bis zwei Tagen nach dem Gießen Fenster geschlossen halten und die Räume nicht betreten.
- Danach mehrmals täglich stoßlüften und im Winter für eine angemessene Raumtemperatur sorgen.
- Estrich nach Vorgabe des Estrichlegers anschleifen und absaugen lassen.
- Bei Fußbodenheizung das Aufheizen nach Protokoll starten und die Temperaturen notieren.
- Vor dem Verlegen des Belags die CM-Messung beauftragen.
Prüfung und Abnahme des fertigen Estrichs
Gehen Sie bei der Abnahme die ganze Fläche ab, möglichst mit Richtlatte und gegebenenfalls mit Laser. Kleine Unebenheiten lassen sich später spachteln. Zu geringe Dicke oder Risse klären Sie dagegen sofort mit dem Estrichleger.
- Ebenheit mit einer zwei Meter langen Richtlatte geprüft, passend zu den Anforderungen des geplanten Belags
- Estrichhöhe entspricht der vereinbarten Oberkante und passt zu Schwellen und Treppe
- Dicke über den Heizrohren geprüft und dokumentiert
- Oberfläche ohne Risse, Hohlstellen und deutliche Wellen
- Randdämmstreifen rundum vorhanden und unbeschädigt
- Bewegungsfugen zwischen den Heizkreisen und in Türdurchgängen an den vereinbarten Stellen
- Druck in der Fußbodenheizung nach dem Gießen ohne Abfall
- Lieferschein mit Estrichklasse sowie Hinweise zum Lüften und Aufheizen übergeben
- Termin zum Anschleifen vereinbart und Messstellen für die Feuchtemessung markiert
Häufige Fragen
Vorsichtig in der Regel nach etwa 24 bis 48 Stunden, abhängig von der Temperatur und den Angaben des Herstellers. Voll belastbar ist er meist erst nach einigen Wochen. Lagern Sie bis dahin kein schweres Material darauf.
Bei Anhydrit beginnt das Funktionsheizen in der Regel nach etwa sieben Tagen. Gestartet wird mit niedriger Vorlauftemperatur, die nach dem Protokoll des Herstellers schrittweise steigt. Zu schnelles Aufheizen kann den Estrich schädigen.
Ja, im normalen Bad wird er verwendet. Nach dem Trocknen und Anschleifen kommen eine für Anhydrit geeignete Grundierung und eine Verbundabdichtung darauf, vor allem in der Dusche und rund um die Wanne. Für Räume mit Dauerfeuchte und für außen eignet er sich nicht.
Die meisten Hersteller verlangen es. Dabei wird die weichere Oberflächenschicht entfernt. Der Estrich trocknet besser, und Kleber oder Spachtelmasse haften fest. Ohne Schleifen kann sich der Belag später lösen.
Das hängt von Dicke, Lüftung und Jahreszeit ab. Bei üblicher Dicke sind es meist einige Wochen. Entscheidend ist aber die Messung der Restfeuchte, nicht der Kalender.
Typische Ursachen sind Zugluft oder Sonne in den ersten Tagen, ein fehlender Randdämmstreifen, eine zu dünne Schicht über den Heizrohren oder Dämmung, die sich unter undichter Folie gehoben hat. Feine Haarrisse an der Oberfläche sind etwas anderes als Risse durch die ganze Dicke. Beurteilen sollte das der Estrichleger.
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