Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einbau der Badewanne und Anschluss an den Abfluss

Beim Einbau einer Badewanne wird die Wanne an ihren Platz gestellt und ausgerichtet. Danach wird sie über den Ab- und Überlauf an den Abfluss angeschlossen, eingemauert oder verkleidet und an den Rändern zur Fliese abgedichtet. Diese Arbeit fällt an, wenn Sie das Bad sanieren, eine alte Wanne gegen eine neue tauschen oder aus einem Duschb

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
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Fliesenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Badewanne einmauern und an Ablauf anschließenStk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.53,10 €-
Waschbecken setzenStk.42,50 €-
Waschtischarmatur setzenStk.30,10 €-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.65,50 €-
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Warum der richtige Einbau so wichtig ist

Eine schlecht eingebaute Wanne macht selten sofort Ärger. Das Wasser kann jedoch über Jahre langsam unter dem Wannenrand oder durch einen undichten Ablauf in Boden und Wand sickern. Im Mehrfamilienhaus läuft es manchmal bis in die Wohnung darunter. Häufig fällt der Schaden erst auf, wenn unten an der Decke ein Wasserfleck auftaucht. Das ist ärgerlich und meist ein Fall für die Versicherung.

Genauso wichtig ist die Stabilität. Eine volle Wanne mit einem Menschen darin wiegt einige hundert Kilogramm. Gibt die Wanne unter dieser Last auch nur ein wenig nach, reißt die Silikonfuge an der Wand und Wasser dringt in die Fuge ein. Bei Acrylwannen kann eine schlecht unterstützte Bodenfläche sogar Risse im Material verursachen.

Dazu kommt der Abfluss. Hat die Leitung kein ausreichendes Gefälle oder sitzt der Ablauf nicht sauber, läuft das Wasser langsam ab. In der Leitung setzt sich Schmutz fest, und aus dem Abfluss kann es riechen.

So läuft der Einbau Schritt für Schritt ab

Untergrund und Abfluss vorbereiten

Der Boden unter der Wanne muss tragfähig, eben und sauber sein. Unebenheiten gleicht man mit Ausgleichsmasse oder Estrich aus. Bei einer Sanierung lohnt sich ein Blick auf die alte Abwasserleitung. Gerade im Altbau findet man oft noch Gussrohre oder brüchige Leitungen. Die tauscht man am besten jetzt, solange alles offen liegt. Die Abdichtung von Boden und Wand hinter der Wanne kommt vor dem Einbau, weil man später nicht mehr an diese Stellen herankommt. Für Abdichtungen in Innenräumen ist in Deutschland die DIN 18534 maßgeblich. Ein Fliesenleger kennt die Anforderungen.

Ausrichten und Höhe einstellen

Die Wanne steht auf verstellbaren Wannenfüßen, einem Gestell oder einem Wannenträger aus Hartschaum. Mit der Wasserwaage wird sie in Längs- und Querrichtung ausgerichtet. Das Gefälle zum Ablauf ist bei den meisten Wannen schon in den Boden eingeformt. Deshalb kommt der Wannenrand selbst ins Wasser. Die Höhe stellt man so ein, dass der Ablauf darunter Platz hat und der Rand zur geplanten Fliesenhöhe passt.

An den Abfluss anschließen

Die Ab- und Überlaufgarnitur muss zur Wanne und zum Durchmesser der Abwasserleitung passen. Die Verbindung zum Abwasserrohr muss fest und dicht sein. Die waagerechte Leitung braucht ein leichtes Gefälle, üblicherweise etwa ein bis zwei Prozent. Direkt nach dem Anschließen wird die Wanne gefüllt. Beim Ablassen prüft man, ob irgendeine Verbindung tropft.

Einmauern und fliesen

Meist wird die Wanne mit Porenbetonsteinen eingemauert oder in einen passenden Wannenträger gesetzt und anschließend gefliest. Die Einmauerung hält die Wanne seitlich fest. Sie darf die Wanne aber nicht anheben und nicht gegen den Rand drücken. Zwischen Wannenrand und Wand gehört ein Wannendichtband, das in die Abdichtung eingebunden wird. Die Fliesen überdecken später den Wannenrand. So läuft das Wasser an der Fliese hinunter in die Wanne und nicht dahinter.

Revisionsöffnung und Silikonfuge

In die Verkleidung kommt auf der Seite des Ablaufs eine Revisionsöffnung. Ohne sie müssten bei einer Verstopfung oder einem Leck Fliesen herausgeschlagen werden. Zum Schluss wird die Fuge zwischen Wanne und Fliese mit Sanitärsilikon geschlossen, und zwar am besten bei gefüllter Wanne. Die Wanne senkt sich dann so weit ab wie beim Baden, und die Fuge reißt später nicht.

Wannentypen und was sie jeweils brauchen

  • Acrylwanne: Sie ist leicht und fühlt sich warm an, braucht aber eine gute Unterstützung am Boden. Je nach Hersteller sitzt sie auf einem Gestell, auf Füßen mit Mittelstütze oder in einem Wannenträger.
  • Stahl-Emaille-Wanne: Sie ist steifer und kratzfester. Planen Sie Schallschutz-Unterlagen für die Füße ein, denn ohne sie dröhnt die Wanne beim Einlassen. Im Mehrfamilienhaus hören das auch die Nachbarn.
  • Gusswanne: Sie ist sehr schwer. Klären Sie die Tragfähigkeit des Bodens vorher, besonders bei Holzbalkendecken im Altbau. Zum Tragen brauchen Sie mehrere Personen.
  • Freistehende Wanne: Sie wird nicht eingemauert. Dafür muss der Abfluss im Boden umso genauer sitzen, denn er ist sichtbar und lässt sich später nur schwer versetzen.

Bei Metallwannen kann ein Potentialausgleich nötig sein. Ob das zutrifft und wie er ausgeführt wird, beurteilt eine Elektrofachkraft. Diese Arbeit darf nur sie übernehmen.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist der Einbau in einem neuen Bad mit ebenem Boden und einem Abfluss genau an der richtigen Stelle. Mehr Aufwand entsteht durch:

  • Einen unebenen oder beschädigten Boden, der erst ausgeglichen werden muss
  • Einen Abfluss an ungünstiger Stelle oder in schlechtem Zustand, der versetzt oder erneuert werden muss
  • Eine ungewöhnliche Wannenform, etwa eine Eck- oder asymmetrische Wanne
  • Eine aufwendige Verkleidung mit Ablagen, Nischen oder Rundungen
  • Eine schwere Wanne, die ohne Aufzug in ein oberes Stockwerk getragen werden muss

Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung und betrifft die Arbeit die gemeinsame Fallleitung, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung. Die Fallleitung gehört in der Regel zum Gemeinschaftseigentum der WEG. Mieter brauchen für einen Wannentausch die Zustimmung des Vermieters. Der Austausch einer Wanne ist normalerweise nicht genehmigungspflichtig. Greift die Sanierung aber in tragende Bauteile ein, fragen Sie beim Bauamt nach. Dort erfahren Sie, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt.

Typische Fehler beim Wanneneinbau

  • Die Wanne steht nur auf Füßen ohne Bodenstütze, obwohl der Hersteller eine verlangt
  • Hinter der Wanne fehlt die Abdichtung oder unter dem Rand das Dichtband
  • Die Fliesen enden über dem Wannenrand, statt ihn zu überdecken
  • Die Silikonfuge ist der einzige Schutz gegen Wasser
  • Die Verkleidung hat keine Revisionsöffnung
  • Die Abwasserleitung hat kein Gefälle oder sogar Gegengefälle
  • Die Dichtheit wird vor dem Einmauern nicht geprüft

Anleitung für Heimwerker: Acrylwanne einbauen

Ist die Abdichtung fertig, der Abfluss vorbereitet und haben Sie etwas handwerkliches Geschick, können Sie eine gewöhnliche Acrylwanne selbst einbauen. Muss im Mehrfamilienhaus die Abwasserleitung verlegt werden oder braucht eine Metallwanne einen Potentialausgleich, holen Sie einen Fachbetrieb.

  1. Ebenheit und Tragfähigkeit des Bodens prüfen, Unebenheiten ausgleichen.
  2. Wannenfüße oder Gestell nach Herstelleranleitung an der Wanne montieren.
  3. Ab- und Überlaufgarnitur montieren, Dichtungen ohne Silikon einsetzen, sofern der Hersteller nichts anderes vorschreibt.
  4. Wanne an ihren Platz stellen und den Rand mit der Wasserwaage in beide Richtungen ausrichten.
  5. Ablauf an die Abwasserleitung anschließen und das Gefälle prüfen.
  6. Wanne füllen, ablassen und alle Verbindungen kontrollieren.
  7. Wannendichtband zwischen Wannenrand und Wand kleben und in die Abdichtung einbinden.
  8. Wanne mit Steinen einmauern und eine Öffnung für die Revisionsklappe lassen.
  9. Verkleidung und Wände so fliesen, dass die Fliesen den Wannenrand überdecken.
  10. Wanne mit Wasser füllen und die Silikonfuge ziehen, das Wasser erst nach der vom Silikonhersteller angegebenen Aushärtezeit ablassen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Die Wanne bewegt sich unter Last nicht und knarrt nicht
  • Der Rand ist im Wasser und das Wasser läuft am Boden zum Ablauf
  • Nach dem Füllen und Ablassen der vollen Wanne tropft keine Verbindung
  • Das Wasser läuft gleichmäßig und ohne Gluckern ab
  • Die Revisionsklappe lässt sich öffnen und der Ablauf ist dahinter erreichbar
  • Die Fliesen überdecken den Wannenrand und alle Fugen sind geschlossen
  • Die Silikonfuge ist durchgehend, ohne Risse und haftet an beiden Flächen

Häufige Fragen

In der Regel vor dem Fliesen der Wände rund um die Wanne. Die Fliesen überdecken dann den Wannenrand, und das Wasser findet keinen Weg nach hinten. Wird die Wanne in fertige Fliesen gesetzt, hält die Verbindung nur über das Silikon. Diese Lösung ist deutlich schwächer.

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