Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einbau des Waschbeckenunterschranks

Ein Waschbeckenunterschrank versteckt Siphon, Eckventile und Anschlussschläuche der Armatur und schafft gleichzeitig Platz für Kosmetik und Putzmittel. Meist steht der Einbau an, wenn Sie das Bad renovieren, ein altes Waschbecken gegen ein Möbelwaschbecken tauschen oder der alte Schrank vom Wasser aufgequollen ist. Eigentlich sind es zwei

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
41,90 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
30,10 € - 65,50 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Fliesenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Badewanne einmauern und an Ablauf anschließenStk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.53,10 €-
Waschbecken setzenStk.42,50 €-
Waschtischarmatur setzenStk.30,10 €-
Spiegel anklebenStk.65,50 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

So läuft der Einbau ab

Den Platz vorbereiten

Zuerst wird das Wasser an den Eckventilen abgedreht. Halten die Ventile nicht mehr dicht, schließen Sie den Hauptabsperrhahn der Wohnung oder des Hauses. Danach kommen alter Schrank und altes Waschbecken weg, alte Dübel werden aus der Wand gezogen und die Löcher verspachtelt. Jetzt lohnt ein genauer Blick darauf, wo Wasserleitungen und Abfluss aus der Wand kommen. Liegen sie zu hoch oder zu tief für den Siphon des neuen Schranks, sollten sie jetzt angepasst werden. Hängt der Schrank erst einmal, wird jede Änderung deutlich mühsamer.

Den Schrank befestigen

Beim hängenden Unterschrank werden Höhe und Bohrpunkte angezeichnet, mit der Wasserwaage geprüft und gebohrt. Fliesen bohrt man mit einem Fliesenbohrer ohne Schlag, den Schlag schaltet man erst im Mauerwerk dahinter zu. Der Schrank kommt auf die Wandhalter oder Aufhängebeschläge und wird über die Stellschrauben ausgerichtet. Ein stehender Schrank wird an seinen Platz gestellt, über die verstellbaren Füße ausgerichtet und bei Bedarf leicht an der Wand gesichert, damit er bei offener Schublade nicht kippt.

Waschbecken, Abfluss und Armatur

Das Waschbecken wird zuerst probeweise aufgelegt. So sieht man, ob es passt und ob der Ausschnitt für den Siphon an der richtigen Stelle liegt. Viele Möbelwaschbecken werden nicht nur aufgelegt, sondern zusätzlich mit eigenen Schrauben an der Wand befestigt. Halten Sie sich hier an die Montageanleitung des Herstellers. Die Armatur montiert man oft schon vor dem Einsetzen des Beckens, weil man später von unten schlecht herankommt. Dann werden der Siphon an Ablaufventil und Wandanschluss und die Flexschläuche an die Eckventile angeschlossen. Zum Schluss zieht man eine Silikonfuge zwischen Waschbecken und Wand.

Stehend oder hängend, und aus welchem Material

Ein stehender Schrank auf Füßen ist einfacher zu montieren und braucht keine tragfähige Wand. Er passt gut in ältere Bäder, etwa im Altbau, wo der Boden selten ganz eben ist und die Füße das ausgleichen. Ein hängender Schrank wirkt luftiger, und Sie können den Boden darunter leichter wischen. Dafür muss die Wand Schrank, Waschbecken und Inhalt sicher tragen. Die Oberkante des Waschbeckens liegt üblicherweise bei etwa 85 bis 90 cm über dem Boden, großen Menschen ist oft etwas mehr angenehmer.

Beim Material zählt vor allem, wie gut es Feuchtigkeit verträgt:

  • Beschichtete Spanplatte ist weit verbreitet, quillt aber an Schnittkanten und Ausschnitten schnell auf, wenn Wasser herankommt
  • Lackiertes MDF kommt mit Feuchtigkeit besser zurecht und lässt sich sauber bearbeiten
  • Massivholz wirkt warm, braucht aber eine gute Oberflächenbehandlung und Pflege
  • Kunststoff und Aluminium stört Feuchtigkeit kaum, sie eignen sich vor allem für kleine Bäder ohne Fenster

Egal welches Material: Schauen Sie sich die Kanten an. Sie sollten mit einer durchgehenden ABS-Kante ohne Lücken versiegelt sein. Hochglanzfronten sehen schick aus, zeigen aber Fingerabdrücke und Wassertropfen deutlich.

Was den Einbau leichter oder aufwendiger macht

Am wenigsten Arbeit macht ein stehender Schrank in einem Bad, in dem Wasser und Abfluss an der passenden Stelle liegen und die Wand gerade ist. Mehr Zeit und Aufwand kosten vor allem:

  • Eine Trockenbauwand ohne Verstärkung, bei der man die Ständer suchen oder spezielle Hohlraumdübel verwenden muss
  • Porenbeton oder Lochziegel, in denen normale Dübel nicht halten und passende Spezialdübel nötig sind
  • Wasser- und Abflussanschlüsse außerhalb des Siphonbereichs, die umgebaut werden müssen
  • Ausschnitte in der Rückwand oder im Einlegeboden, die angepasst werden müssen
  • Ein altes Waschbecken mit festgebackenen Verbindungen oder verrosteten Ventilen
  • Große Keramikbecken, die zwei Personen halten müssen

Bei Trockenbauwänden im Neubau oder bei einer Komplettsanierung lohnt es sich, vorauszudenken. Wird vor dem Beplanken und Fliesen eine Traverse oder Montageplatte eingebaut, hält ein hängender Schrank später zuverlässig.

Anleitung für Heimwerker: Waschbeckenunterschrank einbauen

Mit Bohrmaschine, Wasserwaage und etwas Geduld schaffen Sie einen stehenden oder hängenden Unterschrank auch selbst. Bei einem schweren Waschbecken holen Sie sich besser eine zweite Person dazu.

  1. Eckventile schließen und prüfen, dass aus der Armatur kein Wasser mehr kommt.
  2. Lappen und Eimer unter den Siphon stellen, dann alten Siphon, Schläuche und Schrank abbauen.
  3. Neuen Schrank nach Anleitung zusammenbauen, Türen und Schubladen vorerst beiseitelegen.
  4. Höhe und Bohrlöcher anzeichnen, mit der Wasserwaage prüfen und mit einem Leitungssucher kontrollieren, dass dort keine Leitungen verlaufen.
  5. Fliesen ohne Schlag bohren, Mauerwerk mit Schlag, Dübel passend zur Wand einsetzen.
  6. Schrank aufhängen oder aufstellen und mit der Wasserwaage in beide Richtungen ausrichten.
  7. Armatur am Waschbecken montieren und die Anschlussschläuche anschrauben.
  8. Waschbecken einsetzen, ausrichten und verschrauben, wenn der Hersteller das vorsieht.
  9. Siphon anschließen, Schläuche an die Eckventile schrauben und alle Verbindungen mit Gefühl anziehen, nicht mit Gewalt.
  10. Ventile langsam öffnen, Wasser laufen lassen und alle Verbindungen mit einem trockenen Papiertuch abtasten.
  11. Silikonfuge zwischen Waschbecken und Wand ziehen, glätten und nach Herstellerangabe aushärten lassen, meist etwa einen Tag.
  12. Türen und Schubladen einsetzen und die Scharniere einstellen.

Müssen Wasserleitungen oder der Abfluss in der Wand verlegt werden, überlassen Sie das einem Installateur. Eine undichte Verbindung in der Wand fällt oft erst nach Wochen auf, und dann ist der Schaden größer.

Fehler, die immer wieder passieren

Schief montierter Schrank. Schon eine leichte Schräglage reicht, damit die Türen nicht gerade schließen und das Wasser im Becken in einer Ecke stehen bleibt. Die Wasserwaage gehört bei jedem Schritt dazu.

Zu schwache Befestigung. Häufig sieht man normale Dübel in Porenbeton oder Gipskarton. Der Schrank hält anfangs, kippt aber mit der Zeit langsam von der Wand weg. Dübel wählt man nach Wandart und nach dem Gewicht, das sie tragen sollen.

Dichtband an der falschen Stelle. Flexschläuche mit flacher Gummidichtung dichtet der Gummi, Teflonband auf dem Gewinde schadet hier eher. Band oder Hanf gehören auf Gewinde ohne eigene Dichtung, zum Beispiel beim Eindrehen eines Eckventils.

Unversiegelte Ausschnitte. Sägt man in einen Spanplattenschrank eine Öffnung für Siphon oder Leitungen, saugt die rohe Kante Wasser auf wie ein Schwamm. Streichen Sie solche Ausschnitte mit Silikon oder Lack ein.

Geknickte oder zu kurze Schläuche. Ein Schlauch, der stramm gespannt oder abgeknickt ist, reißt eher. Er sollte locker in einem leichten Bogen verlaufen.

Geruch aus dem Abfluss. Meist sitzt der Siphon nicht richtig, eine Dichtung fehlt oder im Siphon steht kein Wasser. Oft reicht es, die Verbindungen nachzuziehen oder die Dichtung zu tauschen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Der Schrank steht waagerecht und wackelt nicht, wenn Sie dagegen drücken
  • Ein hängender Schrank sitzt fest und neigt sich nicht von der Wand weg
  • Das Waschbecken liegt gerade und das Wasser läuft zum Abfluss
  • Nach längerem Laufenlassen von warmem und kaltem Wasser sind alle Verbindungen trocken
  • Die Eckventile lassen sich schließen und öffnen und sind gut erreichbar
  • Die Schläuche sind weder geknickt noch gespannt
  • Der Siphon bleibt dicht, auch wenn Sie das Becken volllaufen lassen und dann ablassen
  • Die Silikonfuge ist durchgehend, glatt und ohne Löcher
  • Türen und Schubladen laufen leicht und sind sauber ausgerichtet
  • Die Ausschnitte im Schrank sind versiegelt und der Arbeitsbereich ist sauber

Häufige Fragen

Ja, wenn in der Wand eine Traverse oder Montageplatte sitzt oder der Schrank mit geeigneten Dübeln in den Ständern befestigt wird. Die Gipskartonplatte allein reicht für ein schweres Keramikbecken in der Regel nicht.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.