Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Abbruch der Metalltürzargen (Beton)

Eine Stahlzarge in einer Betonwand hält jahrzehntelang. Wenn Sie sie aber gegen eine moderne Holzumfassungszarge tauschen möchten, merken Sie schnell: Herausziehen lässt sie sich nicht. Die Zarge ist eingemörtelt oder beim Bau direkt mit Beton vergossen und oft an Maueranker geschweißt. Beim Abbruch wird sie zerschnitten, gelöst und herau

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
38,80 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
31,00 € - 50,50 €
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Abbruch- und Demontagearbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Abbruch- und Demontagearbeiten
Stahlzarge aus Beton ausbrechenStk.38,80 €-
Wandfliesen abschlagenm²-
Bodenfliesen abschlagenm²13,43 €-
Demontage der BadewanneStk.55,20 €-
Demontage des WCsStk.29,84 €-
Demontage des WaschbeckensStk.25,36 €-
Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mmm²-
Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerkm²-
Abbruch Betonwand / Trennwandm³223,80 €-
Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cmm²80,57 €-
Entfernen von PVC- oder Teppichbödenm²5,97 €-
Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum)m²1,94 €-
Demontage Türblatt mit HolzzargeStk.37,30 €-
Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauenStk.-
Demontage PlattenheizkörperStk.29,84 €-
Demontage GussheizkörperStk.52,22 €-
Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktionm²11,94 €-
Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau)Stk.-
Abschlagen alter Innenputzem²9,70 €-
Demontage der KüchenzeileStk.-
Ausbau eines EinbauschrankesStk.61,17 €-
Ausbau einer WC-Vorwand mit SteigleitungStk.71,62 €-
Ausbau der FensterbänkeStk.14,92 €-
Bauschutt abtransportieren und entsorgent-
Summe Arbeit
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So läuft der Ausbau Schritt für Schritt ab

Jede Öffnung ist etwas anders, der Ablauf ist in der Praxis aber meist ähnlich:

  1. Arbeitsplatz vorbereiten. Möbel werden weggeräumt, Boden und Umgebung abgedeckt. Beim Trennen von Metall fliegen Funken, die dünne Folie und auch Laminat oder Vinyl durchbrennen. Deshalb kommt unter die Schnittstelle eine feste Platte, eine schwere Abdeckplane oder Karton. Liegt an der Zarge ein schwimmend verlegter Boden, wird er an der Öffnung oft aufgenommen oder zumindest gut geschützt.
  2. Tür ausbauen. Das Türblatt wird ausgehängt, Sockelleisten, Schwelle und eventuell Fliesen, die an die Zarge reichen, werden entfernt.
  3. Leitungen prüfen. Neben Türen sitzt meist ein Lichtschalter, und über dem Sturz läuft häufig ein Kabel. Mit einem Leitungssucher wird geprüft, wo Kabel und Rohre liegen, damit sie beim Schneiden und Stemmen nicht beschädigt werden.
  4. Zarge zerschneiden. Mit dem Winkelschleifer wird die Zarge meist im Sturz und an beiden Seitenteilen durchtrennt, bei Bedarf auch unten am Boden, wo eine Spreize sitzen kann. Kleine Stücke lassen sich leichter lösen und belasten die Wand weniger.
  5. Aus dem Beton lösen. Die Teile werden nach und nach mit dem Brecheisen herausgehebelt. Mörtel oder Beton rund um das Profil wird vorsichtig mit Meißel oder einem kleinen Stemmhammer abgetragen. Die Anker werden bündig an der Wand abgetrennt.
  6. Öffnung säubern. Mörtelreste, scharfe Kanten und vorstehende Anker werden entfernt, der Staub wird abgesaugt.
  7. Entsorgen. Der Stahl geht zum Schrotthändler oder ins Altstoffsammelzentrum, Bauschutt gehört in eine Bauschuttmulde oder ins Altstoffsammelzentrum, nicht in die Restmülltonne.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig der Ausbau wird und wie lange er dauert, lässt sich vorab ganz gut einschätzen:

  • Wie die Zarge sitzt. Ist das Profil komplett mit Mörtel gefüllt oder beim Rohbau einbetoniert, geht es deutlich langsamer als bei einer Zarge, die nur an wenigen Punkten verankert ist.
  • Dicke und Art der Wand. Eine dicke Stahlbetonwand ist härter als eine gemauerte Zwischenwand, das Stemmen dauert länger.
  • Größe und Form der Zarge. Breite, zweiflügelige oder Sonderzargen bedeuten mehr Schnitte und mehr Stemmarbeit.
  • Angrenzende Flächen. Fliesen im Bad, ein Fliesenboden oder ein neuer Bodenbelag an der Zarge verlangen langsames, sorgfältiges Arbeiten.
  • Platz und Zugang. In einem engen Vorraum lässt sich mit Werkzeug schlechter hantieren, und auch das Abdecken dauert länger.
  • Was danach kommt. Soll die Öffnung gleichzeitig verbreitert werden, ist das kein reiner Zargenausbau mehr, sondern ein Eingriff in die Wand (siehe unten).

Mehrparteienhaus und tragende Wand: Was Sie beachten sollten

Wird die Zarge nur aus der vorhandenen Öffnung genommen, bleibt die Wand im Wesentlichen unangetastet. Anders sieht es aus, wenn Sie die Öffnung vergrößern oder versetzen wollen. Betonwände in Mehrparteienhäusern sind häufig tragend, und jede Verbreiterung greift in die Statik ein. Dann brauchen Sie einen Statiker. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass schon nichts passieren wird.

In einer Eigentumswohnung gehören tragende Wände in der Regel zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Änderungen daran müssen mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG 2002) abgestimmt werden. Als Mieter brauchen Sie ohnehin die Zustimmung des Vermieters. Halten Sie außerdem die Ruhezeiten aus der Hausordnung ein. Ein kurzer Hinweis im Stiegenhaus kommt bei den Nachbarn gut an, denn Stemmarbeiten in Beton hört man im ganzen Haus.

In Gebäuden, die vor den 1990er-Jahren gebaut oder renoviert wurden, können Spachtelmassen, Kleber oder Putze Asbest enthalten. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie verdächtiges Material vor dem Stemmen untersuchen. Asbesthaltiges Material dürfen nur dafür befugte Fachbetriebe entfernen.

Anleitung für Heimwerker: Zarge ausbauen, ohne die Öffnung zu vergrößern

Wenn Sie sicher mit dem Winkelschleifer umgehen und die Öffnung gleich groß bleibt, können Sie diese Arbeit selbst erledigen. Rechnen Sie mit Lärm, Staub und Funkenflug. Wissen Sie nicht genau, wo Leitungen verlaufen, oder soll eine tragende Wand verändert werden, überlassen Sie die Arbeit einem Fachbetrieb.

  1. Schutzbrille oder Gesichtsschild, Atemschutzmaske (mindestens FFP2), Gehörschutz und feste Handschuhe bereitlegen.
  2. Die Sicherung des Stromkreises ausschalten, an dem der Lichtschalter neben der Tür hängt.
  3. Das Türblatt aushängen, Leisten und Schwelle entfernen.
  4. Den Boden mit einer nicht brennbaren Unterlage abdecken und alles Brennbare aus der Nähe entfernen.
  5. Mit dem Leitungssucher Kabel und Rohre rund um die Zarge orten.
  6. Die Zarge im Sturz und an den Seitenteilen durchtrennen, langsam schneiden und die Scheibe nicht in das Material drücken.
  7. Den Mörtel rund um das Profil mit Meißel und Fäustel Stück für Stück abtragen.
  8. Die einzelnen Teile mit dem Brecheisen heraushebeln und dabei ein Holzstück unterlegen, nicht direkt an der Wandkante ansetzen.
  9. Ankerreste bündig zur Wand abtrennen und scharfe Kanten entfernen.
  10. Die Öffnung reinigen, den Stahl zum Schrotthändler und den Schutt ins Altstoffsammelzentrum bringen.

Typische Fehler

  • Stemmen ohne vorheriges Zerschneiden. Wer die ganze Zarge mit dem Hammer herausschlagen will, reißt große Stücke aus der Wand und riskiert Risse.
  • Zu schweres Werkzeug. Ein großer Abbruchhammer richtet in einer dünnen oder spröden Wand mehr Schaden an, als er nützt.
  • Hebeln an der Wandkante. Ohne Unterlage bricht das Brecheisen die Ecke ab, und die Öffnung wird unnötig größer.
  • Vergessene Leitungen. Ein durchtrenntes Kabel am Lichtschalter ist ein häufiges und ärgerliches Problem. Die Reparatur gehört in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers.
  • Funken und Staub unterschätzt. Ein angesengter Boden oder eine völlig verstaubte Wohnung lassen sich mit guter Vorbereitung leicht vermeiden.
  • Keine Schutzausrüstung. Wegfliegende Metallteile, Funken und Betonstaub gefährden Augen, Lunge und Gehör.

So prüfen Sie die fertige Öffnung

Sehen Sie sich die Öffnung vor dem Einbau der neuen Tür genau an und messen Sie nach. Eine Umfassungszarge braucht eine gerade, feste Öffnung mit den Maßen, die der Hersteller angibt.

  • Keine Metallreste, Anker oder vorstehenden Mörtelstücke in der Öffnung
  • Feste Kanten ohne lose Betonstücke
  • Größere Ausbrüche ausgebessert oder geklärt, wer sie repariert
  • Breite und Höhe passend zu den Maßen der neuen Zarge
  • Seiten senkrecht, Sturz waagrecht
  • Kabel und Rohre unbeschädigt, Lichtschalter funktioniert
  • Boden und angrenzende Flächen ohne Schäden
  • Schutt entsorgt und Raum aufgeräumt

Häufige Fragen

Die Stahlzarge ist eingemörtelt oder einbetoniert und mit Ankern verbunden. Schlägt man sie ohne Schnitte heraus, reißt sie große Teile der Wand mit. Das Zerschneiden in kleine Stücke dauert länger, schont die Wand aber deutlich.

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