Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Abbruch- und Demontagearbeiten | ||||
| Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mm | m² | - | ||
| Wandfliesen abschlagen | m² | - | ||
| Bodenfliesen abschlagen | m² | 13,43 € | - | |
| Demontage der Badewanne | Stk. | 55,20 € | - | |
| Demontage des WCs | Stk. | 29,84 € | - | |
| Demontage des Waschbeckens | Stk. | 25,36 € | - | |
| Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerk | m² | - | ||
| Abbruch Betonwand / Trennwand | m³ | 223,80 € | - | |
| Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cm | m² | 80,57 € | - | |
| Entfernen von PVC- oder Teppichböden | m² | 5,97 € | - | |
| Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum) | m² | 1,94 € | - | |
| Demontage Türblatt mit Holzzarge | Stk. | 37,30 € | - | |
| Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauen | Stk. | - | ||
| Stahlzarge aus Beton ausbrechen | Stk. | 38,80 € | - | |
| Demontage Plattenheizkörper | Stk. | 29,84 € | - | |
| Demontage Gussheizkörper | Stk. | 52,22 € | - | |
| Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktion | m² | 11,94 € | - | |
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau) | Stk. | - | ||
| Abschlagen alter Innenputze | m² | 9,70 € | - | |
| Demontage der Küchenzeile | Stk. | - | ||
| Ausbau eines Einbauschrankes | Stk. | 61,17 € | - | |
| Ausbau einer WC-Vorwand mit Steigleitung | Stk. | 71,62 € | - | |
| Ausbau der Fensterbänke | Stk. | 14,92 € | - | |
| Bauschutt abtransportieren und entsorgen | t | - | ||
Bevor der Hammer kommt: tragend oder nicht tragend?
Die meisten Innenwände bis 150 mm sind reine Trennwände, die nur ihr eigenes Gewicht tragen. Eine feste Regel ist das aber nicht. Im Altbau mit Holztramdecken biegen sich die Trame über die Jahrzehnte durch und liegen dann oft auf der Trennwand auf. So trägt die Wand plötzlich einen Teil der Decke mit. Auch im Einfamilienhaus sieht man häufig, dass eine Trennwand bei früheren Umbauten nachträglich als Auflager genutzt wurde. Eine dünne Wand ist also nicht automatisch eine nicht tragende Wand.
Wie finden Sie das heraus? Ein erster Blick gilt den Bauunterlagen, die beim Eigentümer oder bei der Hausverwaltung liegen können. Fehlen die Pläne oder sind Sie unsicher, lassen Sie die Wand von einem Statiker oder Ziviltechniker beurteilen. Sobald tragende Bauteile betroffen sind, ist das Pflicht und keine bloße Empfehlung.
In einer Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus informieren Sie die Hausverwaltung rechtzeitig über die Arbeiten, denn Lärm und Schuttabtransport betreffen auch die Nachbarn und das Stiegenhaus.
So läuft der Abbruch Schritt für Schritt ab
Ein erfahrener Betrieb geht ungefähr in dieser Reihenfolge vor:
- Besichtigung und Leitungssuche: Steckdosen, Schalter, Abzweigdosen, Steigleitungen und Heizkörper auf beiden Seiten der Wand werden erfasst, ein Leitungsdetektor hilft dabei
- Installationen abklemmen: Strom trennt und sichert ein konzessionierter Elektrotechniker, Wasser und Heizung der Installateur, eine Gasleitung in der Wand darf nur ein konzessionierter Gasinstallateur bearbeiten
- Räume schützen: Böden werden mit fester Abdeckung und Folie geschützt, Möbel ausgeräumt oder eingepackt, Türen zu anderen Räumen mit Folie und Klebeband abgedichtet
- Anbauteile entfernen: Zargen, Fliesen, Leisten, Regale und Schalter kommen vorher weg
- Anschlüsse trennen: An den angrenzenden Wänden und unter der Decke wird die Fuge meist eingeschnitten, damit Putz und Mauerwerk dort nicht ausreißen
- Von oben nach unten abbrechen: Das Mauerwerk wird Reihe für Reihe von der Decke zum Boden abgetragen, nie von unten untergraben
- Schutt laufend abtragen: Der Schutt wird in Säcke oder Scheibtruhen gefüllt und direkt zur Mulde gebracht
- Nacharbeiten: Mörtelreste an Boden, Decke und Seitenwänden werden abgestemmt, danach wird gekehrt und abgesaugt
Zum Einsatz kommen Stemmhammer, Abbruchhammer und für saubere Kanten eine Mauernutfräse oder ein Trennschleifer mit Absaugung. Schweres Gerät ist bei einer dünnen Wand selten nötig. Ein behutsames Vorgehen schont die verbleibenden Wände und die Nachbarn.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Zwei Wände mit gleicher Fläche können ganz unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Den Aufwand bestimmen vor allem diese Punkte:
- Material und Mörtel: Hochlochziegel in Kalkmörtel lassen sich leicht abbrechen, Vollziegel in Zementmörtel deutlich schwerer
- Wandbelag: Fliesen, dicker Putz oder alte Anstriche machen mehr Arbeit und mehr Abfall
- Leitungen in der Wand: Jedes Kabel und jedes Rohr muss vorher abgeklemmt und umverlegt werden
- Zargen und Stürze: Eine eingemauerte Stahlzarge oder ein Sturz über der Tür verlängern den Abbruch
- Zugang: Oberer Stock ohne Lift, ein enges Stiegenhaus oder eine weit entfernte Mulde bedeuten viel Tragen
- Bewohnte Wohnung: Dann braucht es gründlicheren Staubschutz und Arbeit nur außerhalb der Ruhezeiten laut Hausordnung
- Raumhöhe: In hohen Altbauwohnungen ist die Wand größer, oben wird ein Gerüst oder Podest gebraucht
- Schadstoffverdacht: In Gebäuden aus den 1960er bis 1990er Jahren können Fliesenkleber, Spachtelmassen oder Putze Asbest enthalten, dann muss vorher geprüft werden und ein Fachbetrieb ran
Abtransport und Entsorgung des Schutts werden oft getrennt abgerechnet. Eine gemauerte Wand ist schwer, und es fällt mehr Bauschutt an, als viele erwarten. Bauschutt gehört in eine Mulde oder ins Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde, je nach den dortigen Regeln, nicht in die Restmülltonne.
Typische Fehler beim Abbruch von Trennwänden
- Abbruch ohne Prüfung der Tragfähigkeit: Hat die Wand etwas gestützt, können Risse in der Decke oder in Wänden im Stock darüber entstehen
- Leitung angebohrt oder angeschlagen: Ein Kabel unter Spannung oder eine Wasserleitung gehören zu den gefährlichsten Überraschungen
- Von unten untergraben: Der obere Teil der Wand kann auf einmal einstürzen und Menschen verletzen
- Schutt auf einem Haufen: Im Altbau mit Holztramdecke kann ein großer Schutthaufen die Decke übermäßig belasten
- Nachbarwand ausgerissen: Ohne eingeschnittene Fuge platzen Putz und Mauerwerk auch dort ab, wo die Wand bleiben soll
- Staub unterschätzt: Feiner Ziegel- und Mörtelstaub zieht in Lüftung, Elektronik und zu den Nachbarn, daher sind dichte Abschottung und eine FFP-Maske wichtig
In der Praxis kommt oft erst beim Öffnen der Wand eine Leitung zum Vorschein, von der niemand wusste, oder das Mauerwerk ist schlechter als gedacht. Planen Sie deshalb etwas Zeitreserve ein und klären Sie mit dem Betrieb vorher, wie solche Fälle gehandhabt werden.
Sicherheit und Rücksicht auf die Umgebung
Abbruch ist laut und staubig. Wer dabei ist, braucht Atemschutzmaske, Schutzbrille, Handschuhe, feste Schuhe und Gehörschutz. Öffnen Sie die Fenster, blasen Sie den Staub aber nicht ins Stiegenhaus.
Wird beim Abbruch eine Gasleitung beschädigt oder riechen Sie Gas, hören Sie sofort auf. Betätigen Sie keine Lichtschalter oder Elektrogeräte, verwenden Sie kein offenes Feuer, lüften Sie und verlassen Sie das Gebäude. Rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 an.
Diese Leistung umfasst in der Regel nur das Entfernen der Wand. Das Ausbessern der Stellen, an denen die Wand stand, also Boden bzw. Estrich ausgleichen, Decke und Seitenwände verputzen, ist eine eigene Arbeit. Klären Sie das schon bei der Beauftragung.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie bei der Übernahme diese Punkte durch:
- Die Wand ist im vereinbarten Umfang entfernt, einschließlich Zarge und Fliesen
- Verbleibende Wände, Decke und Boden zeigen keine neuen Risse und keine ausgerissenen Stellen
- Die Anschlüsse an Nachbarwänden und Decke sind gerade und bereit zum Verputzen
- Freigelegte Leitungen sind sicher abgeschlossen und gekennzeichnet, die Elektrik hat ein konzessionierter Elektrotechniker geprüft
- Der Schutt ist abgeführt und Sie wissen, wo er entsorgt wurde
- Stiegenhaus, Lift und Nachbarbereiche sind sauber und unbeschädigt
- In der Wohnung liegt kein grober Staub mehr auf Böden, Fenstern und in Lüftungsöffnungen
Häufige Fragen
Verlässlich nur über die Bauunterlagen oder durch einen Statiker. Die Wanddicke allein reicht nicht, vor allem im Altbau mit Holztramdecken und in Häusern, die mehrfach umgebaut wurden.
Den reinen Abbruch einer üblichen Trennwand schafft ein eingespieltes Team oft in wenigen Stunden. Mit Abklemmen der Leitungen, Staubschutz und Schuttabtransport dauert das gesamte Vorhaben meist länger.
Im Fertigteil- oder Plattenbau sind viele Innenwände Teil des Tragwerks und meist keine Ziegelwände. Vor jedem Eingriff muss geklärt sein, um welche Wand es sich handelt, und Sie richten sich nach der Beurteilung des Statikers.
Bauschutt gehört in eine bestellte Mulde oder zu einer Annahmestelle Ihrer Gemeinde. Häufig kümmert sich der Abbruchbetrieb darum. Vereinbaren Sie vorher, ob Abtransport und Entsorgung im Auftrag enthalten sind.
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