Der Abbruch einer Betonwand oder Zwischenwand kostet laut aktueller Preisliste 223,80 € pro m³ Arbeitsleistung. Fliesen werden pro m² abgerechnet, ausgebaute Sanitärgegenstände pro Stück. Abtransport und Entsorgung des Schutts werden immer gesondert pro Tonne verrechnet, denn wie schwer der Schutt ist, lässt sich aus der Abbruchfläche allein nicht ablesen.
Leistungsarten und ihre Preise
Der schwerste und langsamste Teil der Abbrucharbeiten. Nötig sind ein Stemmhammer, gegebenenfalls Kernbohrungen bei Bewehrungsanschlüssen, und die Klärung, dass die Konstruktion nicht tragend ist.
Üblicher Teil einer Bad- oder Küchensanierung. Unter den Fliesen liegen meist Kleber und eine alte Ausgleichsschicht, die bis auf den ursprünglichen Untergrund entfernt werden müssen.
Das Durchbrechen von Decken und Platten erfolgt nach Rücksprache mit dem Statiker, da Bewehrung und angrenzende Felder tragend sein können. Abstützung und Absicherung der Umgebung sind erforderlich.
Badewanne, Waschtisch und WC werden vor dem Abbruch der Böden von den Leitungen getrennt und im Ganzen ausgebaut, damit weniger Abfall entsteht und die umliegenden Fliesen nicht beschädigt werden.
Gipskartonkonstruktionen werden samt Unterkonstruktion demontiert. Im Hohlraum über der abgehängten Decke verlaufen oft Leitungen, die zuerst getrennt werden müssen.
Versalzter, hohl liegender oder durch Feuchtigkeit geschädigter Putz wird bis auf das Mauerwerk abgeschlagen. Die Arbeit ist staubig und erfordert laufendes Lüften des Raums.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Abbruch- und Demontagearbeiten | ||||
| Abbruch Betonwand / Trennwand | m³ | 223,80 € | - | |
| Wandfliesen abschlagen | m² | - | ||
| Bodenfliesen abschlagen | m² | 13,43 € | - | |
| Demontage der Badewanne | Stk. | 55,20 € | - | |
| Demontage des WCs | Stk. | 29,84 € | - | |
| Demontage des Waschbeckens | Stk. | 25,36 € | - | |
| Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mm | m² | - | ||
| Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerk | m² | - | ||
| Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cm | m² | 80,57 € | - | |
| Entfernen von PVC- oder Teppichböden | m² | 5,97 € | - | |
| Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum) | m² | 1,94 € | - | |
| Demontage Türblatt mit Holzzarge | Stk. | 37,30 € | - | |
| Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauen | Stk. | - | ||
| Stahlzarge aus Beton ausbrechen | Stk. | 38,80 € | - | |
| Demontage Plattenheizkörper | Stk. | 29,84 € | - | |
| Demontage Gussheizkörper | Stk. | 52,22 € | - | |
| Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktion | m² | 11,94 € | - | |
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau) | Stk. | - | ||
| Abschlagen alter Innenputze | m² | 9,70 € | - | |
| Demontage der Küchenzeile | Stk. | - | ||
| Ausbau eines Einbauschrankes | Stk. | 61,17 € | - | |
| Ausbau einer WC-Vorwand mit Steigleitung | Stk. | 71,62 € | - | |
| Ausbau der Fensterbänke | Stk. | 14,92 € | - | |
| Bauschutt abtransportieren und entsorgen | t | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Bodenabbruch Entfernen der Fliesen auf 10 m² Fläche | 134,30 € |
| Bodenabbruch und Demontage der Sanitärgegenstände Entfernen der Fliesen auf 10 m², Demontage von WC, Waschtisch und Badewanne | 244,70 € |
| Kompletter Abbruch inklusive Putz und Zwischenwand Entfernen der Fliesen, Demontage der Sanitärgegenstände, Abschlagen von Putz auf 10 m² und Abbruch von 1 m³ Betonzwischenwand | 565,50 € |
Vorbereitung vor dem Abbruch
Türen und Durchgänge werden mit Folie staubdicht abgeklebt. Möbel und Gegenstände, die im Weg stehen oder Schaden nehmen könnten, werden vorher hinausgeräumt.
Vor Arbeitsbeginn werden Wasser, Strom und Heizung im Abbruchbereich sicher getrennt und abgesperrt. Sonst können Leitungen beschädigt werden und Wasser austreten.
Badewanne, Waschtisch, WC und Heizkörper werden im Ganzen ausgebaut, bevor Böden und Zwischenwände an der Reihe sind. So lassen sie sich hinaustragen, ohne die Türöffnungen zu beschädigen.
Fliesen und die alte Ausgleichsschicht werden bis auf den tragenden Untergrund entfernt, damit der neue Bodenaufbau gut hält.
Zwischenwände und Betonteile werden erst abgebrochen, wenn feststeht, dass sie nicht tragend sind. Im Zweifel entscheidet ein statisches Gutachten, nicht eine Einschätzung nach Augenmaß.
Arbeitsablauf
- 01Raum besichtigen, Abbruchumfang festlegen und tragende Bauteile prüfen.
- 02Baustelle absichern, angrenzende Flächen abdecken und Leitungen trennen.
- 03Sanitärgegenstände, Türen und Zargen ausbauen, die für den Abbruch weichen müssen.
- 04Böden, Fliesen und Putz im vereinbarten Umfang abbrechen.
- 05Zwischenwände, Wände und Betonteile mit dem Stemmhammer abbrechen oder heraussägen.
- 06Schutt laufend trennen und Metall getrennt vom Bauschutt sammeln.
- 07Schutt aufladen und zu einer befugten Deponie bringen, mit Entsorgungsnachweis.
- 08Den Raum gereinigt und bereit für die nächsten Arbeiten übergeben.
5 häufige Fehler
Auch eine dünne Zwischenwand kann das Gebäude aussteifen. In einem Plattenbau oder bei größeren Öffnungen sollte vor dem Abbruch die Stellungnahme eines Statikers eingeholt werden.
Wird beim Abbruch ein Kabel oder Rohr unter dem Putz getroffen, entsteht ein Schaden und die Arbeiten verzögern sich. Deshalb werden Leitungen vor dem Abbruch immer geprüft und getrennt.
Schutt ist viel schwerer, als er auf den ersten Blick wirkt. Wer das Gewicht nicht vorab schätzt, kommt mit dem Budget für den Abtransport oft nicht aus.
Staub und Bruchstücke beschädigen angrenzende Flächen und Einrichtung. Deshalb wird der Raum vor dem Abbruch mit Folie abgedeckt und von den übrigen Räumen abgetrennt.
Unter Fliesen oder Putz kann eine dickere Schicht liegen als erwartet. Der genaue Umfang wird daher erst nach dem Freilegen der ersten Schicht festgelegt, nicht nur nach der Fläche.
Tragend oder nicht tragend: warum die Wanddicke nichts verrät
Bevor Sie zum ersten Mal mit dem Hammer gegen eine Wand schlagen, sollten Sie wissen, ob sie tragend oder aussteifend ist. Eine aussteifende Wand muss nicht unbedingt die Decke tragen. Sie hält aber das Haus zusammen und verhindert, dass sich das Gebäude verformt. Oft hört man die Faustregel: dünne Wand gleich Zwischenwand, dicke Wand gleich tragend. Darauf können Sie sich nicht verlassen. Im Altbau, etwa im Gründerzeithaus, trägt manchmal auch eine dünne gemauerte Wand die Decke, oder jemand hat später Tram auf eine Wand gelegt, die ursprünglich nur Räume trennen sollte. In Fertigteil-Wohnbauten der 1960er- und 1970er-Jahre wirken auch Wände aussteifend, die wie eine gewöhnliche Zwischenwand aussehen. Und nicht jede leichte Wand ist Trockenbau: Hinter dem Putz steckt oft doch Mauerwerk.
Sicherheit geben Ihnen die Bauunterlagen des Hauses und die Einschätzung eines Statikers, also eines Tragwerksplaners oder Ziviltechnikers für Bauingenieurwesen. Haben Sie selbst keine Pläne, fragen Sie bei der Hausverwaltung nach. Der Statiker schaut sich auch an, was die Nachbarn über und unter Ihnen schon umgebaut haben. Jeder Eingriff ins Tragwerk summiert sich. Was allein harmlos wäre, kann zusammen mit anderen Umbauten zum Problem werden.
In einer Eigentumswohnung gehören tragende Wände zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG 2002) brauchen Sie für solche Eingriffe die Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer. Die Hausverwaltung sagt Ihnen, wie das in Ihrem Haus abläuft. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung Ihres Vermieters, bei Altbauwohnungen spielt dabei auch das Mietrechtsgesetz (MRG) eine Rolle. Im Einfamilienhaus entfällt zwar die Abstimmung mit den Miteigentümern, die Frage nach der Statik bleibt aber dieselbe.
Soll eine tragende Wand ganz weg oder planen Sie einen größeren Durchbruch, legt der Statiker fest, was die Last künftig übernimmt. Oft sind das Stahlträger oder Fertigteilstürze. Er bestimmt auch, wie die Decke während der Arbeiten mit Baustützen abgefangen wird. So bewegt sich nichts, bevor die neue Abstützung fertig ist.
Leitungen in der Wand und Sicherheit
In Wänden und Böden verlaufen Stromkabel, Wasser- und Abwasserleitungen und manchmal auch Gas. Schalten Sie vor dem Abbruch die Sicherungen der betroffenen Stromkreise aus und drehen Sie das Wasser ab. Eine Gasleitung trennen Sie nie selbst. Das darf nur ein befugter Gas-Installateur. Auch wenn Stromleitungen stillgelegt oder neu verlegt werden müssen, gehört das in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, hören Sie sofort auf. Betätigen Sie keine Lichtschalter und keine Elektrogeräte, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder den Euronotruf 112 an.
Suchen Sie die Leitungen mit einem Ortungsgerät und markieren Sie den Verlauf mit Bleistift oder Filzstift an der Wand. In neueren Gebäuden verlaufen Leitungen meist in festgelegten Installationszonen, also waagrecht und senkrecht in bestimmten Abständen zu Decke, Boden und Ecken. In älteren Wohnungen können Sie sich darauf nicht verlassen. In der Praxis taucht ein Kabel oft schräg mitten in der Wand auf, wo es niemand erwartet hätte.
Abgebrochen wird von oben nach unten und in kleinen Stücken. Warum nicht die ganze Wand auf einmal? Ein großes Stück Mauerwerk beschädigt beim Aufprall den Boden und die Leitungen darin. Im Mehrparteienhaus können dabei sogar die Fliesen beim Nachbarn darunter reißen. Klären Sie vor Arbeitsbeginn, wo die Steigleitungen verlaufen und wo die Absperrventile sitzen. Die Hausbetreuung oder die Hausverwaltung weiß das meist. So können Sie im Notfall schnell das Wasser abdrehen.
Staub, Lärm und Nachbarn
Beim Abbrechen und Stemmen von Beton, Ziegeln und Putz entsteht feiner Staub, der Quarz enthält. Wer ihn über längere Zeit einatmet, schädigt seine Lunge. Arbeiten Sie deshalb mit einer Atemschutzmaske hoher Schutzklasse, bei viel Staub mit FFP3. Trennen Sie den Arbeitsbereich mit Folie oder einer Staubschutzwand ab und kleben Sie die Türen zu den übrigen Räumen ab. Beim Schneiden helfen Wasser oder Werkzeuge mit angeschlossenem Bausauger, der den Staub direkt an der Entstehungsstelle absaugt.
Wann Sie Lärm machen dürfen, regeln im Mehrparteienhaus die Hausordnung und die örtlichen Vorschriften zu Ruhezeiten. Dort steht, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten laute Arbeiten erlaubt sind. Sonn- und Feiertage sind in der Regel tabu, viele Hausordnungen kennen außerdem eine Mittagsruhe. Sagen Sie den Nachbarn und der Hausverwaltung vorher Bescheid, wann Sie anfangen und wie lange es dauert, zum Beispiel mit einem Aushang im Stiegenhaus. Die meisten Menschen ertragen Lärm leichter, wenn sie wissen, was auf sie zukommt. Schützen Sie Stiegenhaus, Gang und Lift vor Staub und Beschädigung. Geht in den allgemeinen Teilen des Hauses etwas kaputt, haftet dafür, wer die Arbeiten in Auftrag gegeben hat.
Sanitärzelle, Böden und Fliesen
In manchen Fertigteilbauten steckt noch eine alte vorgefertigte Sanitärzelle. Sie wird Schritt für Schritt zurückgebaut. Zuerst kommen die Sanitärgegenstände heraus, also Wanne, Waschbecken und WC, danach Fliesen und Wandelemente der Zelle, und der Boden ist zuletzt dran. Ähnlich gehen Sie bei einem Altbaubad vor, das über die Jahrzehnte mehrfach umgebaut wurde. Steigleitungen und Absperrventile müssen funktionieren, bis der Installateur sie ersetzt oder neu anschließt. Viele überrascht, wie viel Material aus einem einzigen Bad kommt. Meist füllt es eine ganze Mulde.
Unter dem Fliesenbelag verbirgt sich oft ein zweiter, älterer Belag, ein dicker Zementestrich oder ein Bodenaufbau mit Schlacke. Wie viel Sie tatsächlich abbrechen müssen, zeigt sich deshalb erst nach einer Sondieröffnung, also einem kleinen Probeloch im Boden. Bei Wandfliesen entscheiden Sie, ob nur die Keramik herunterkommt oder auch der Putz darunter. Löst sich der Putz zusammen mit den Fliesen, muss die Wand neu verputzt werden. In Häusern, die vor den 1990er-Jahren gebaut oder saniert wurden, sollten Sie außerdem an Asbest im Fliesenkleber oder in der Spachtelmasse denken, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Schlackefüllungen im Altbau
In älteren Ziegelbauten hat man Decken und Böden gern mit Schlacke beschüttet, typisch ist das bei Holztramdecken. Das Material ist schwer, staubig, oft feucht und kann Schadstoffe aus der Kohleverbrennung enthalten. Tragen Sie beim Ausräumen Atemschutz und halten Sie die Schlacke feucht, damit sie nicht staubt. Wie sie entsorgt werden muss, hängt vom Ergebnis einer Untersuchung ab. Ihr Entsorger sagt Ihnen, welche Analyse er braucht. Räumen Sie Schlacke aus einer Tramdecke, achten Sie darauf, den Sturzboden, also die Bretter zwischen den Tramen, und die Trame selbst nicht zu beschädigen.
Asbest: wann der Abbruch nichts für einen gewöhnlichen Betrieb ist
In Österreich ist Asbest seit Anfang der 1990er-Jahre verboten. In Gebäuden, die bis dahin gebaut oder saniert wurden, kann er aber noch stecken. Typisch sind Asbestzementplatten und Wellplatten auf Dächern, Fassadenplatten, Fensterbänke, alte Vinyl-Asbest-Bodenplatten (Floor-Flex) und ihr schwarzer Kleber, Nachtspeicheröfen, Rohrisolierungen und Abwasserrohre aus Asbestzement. Weniger bekannt ist, dass auch manche Fliesenkleber, Spachtelmassen und Putze Asbest enthalten können. Solange asbesthaltiges Material unbeschädigt ist, ist es vergleichsweise sicher. Gefährlich sind die Fasern, die beim Brechen, Schneiden oder Schleifen frei werden und in die Lunge gelangen.
Asbest darf nur ein spezialisierter Fachbetrieb mit entsprechend geschultem Personal entfernen, der die Vorgaben des Arbeitnehmerschutzes einhält. Er schottet den Arbeitsbereich ab, feuchtet das Material an, baut es möglichst unzerstört aus, verpackt es in gekennzeichnete Behälter und bringt es zu einer befugten Übernahmestelle für gefährliche Abfälle. Wer bei einer Sanierung ein Asbestdach oder ein Asbestrohr einfach zerschlägt und in die Mulde wirft, verstößt gegen geltendes Recht und gefährdet die Arbeiter und alle Hausbewohner. Sind Sie unsicher, lassen Sie vor dem Abbruch eine Materialprobe in einem Labor untersuchen. Das geht meist schnell und schafft Klarheit.
Bauschutt: Volumen, Gewicht und Trennung
Abgebrochenes Material lockert sich auf und braucht mehr Platz als die ursprüngliche Wand. Und es ist schwer: Ein Kubikmeter Beton wiegt deutlich mehr als zwei Tonnen. Mulden haben deshalb nicht nur ein Volumen, sondern auch eine Gewichtsgrenze. Bei Beton ist eine Mulde oft schon nach Gewicht voll, obwohl sie nur zum Teil gefüllt aussieht. Planen Sie die Abfuhr deshalb nach Gewicht, nicht nach der Anzahl der Säcke. Wo die Mulde stehen kann und was dafür nötig ist, klären Sie am besten direkt mit dem Muldendienst.
Trennen zahlt sich aus. Sauberer Beton und Ziegel lassen sich günstiger verwerten als gemischte Bauabfälle mit Holz, Kunststoff, Gipskarton und Dämmstoffen. Gipskarton aus dem Trockenbau gehört nicht in den Bauschutt, viele Entsorger nehmen ihn nur getrennt an. Die Recycling-Baustoffverordnung verlangt ohnehin, Bauabfälle möglichst getrennt zu halten. Metalle können Sie beim Schrotthändler oder im Altstoffsammelzentrum abgeben. Heben Sie die Entsorgungsnachweise auf, damit Sie später belegen können, wohin das Material gegangen ist.
Abbrechen oder Schneiden
Klassisches Abbrechen mit dem Abbruchhammer geht schnell, hat aber seinen Preis für das Bauwerk. Die Vibrationen übertragen sich auf die ganze Konstruktion, angrenzender Putz und Fliesen reißen, und bei tragenden Bauteilen kann das Gefüge leiden. Öffnungen in Beton, tragenden Wänden und Fertigteilplatten stellt man deshalb mit einer Diamant-Wandsäge oder per Kernbohrung her. Der Schnitt ist genau, erschütterungsfrei und erzeugt weniger Staub. Die Ränder der Öffnung bleiben gerade, sodass Sie sie nicht nachträglich ausbessern müssen.
Einen Rauchfang trägt man von Hand von oben nach unten ab, damit keine Bruchstücke in die Züge oder aufs Dach fallen. Klären Sie vorher, ob der Rauchfang noch von einer anderen Wohnung oder einer anderen Feuerstätte genutzt wird. Sprechen Sie außerdem mit Ihrem Rauchfangkehrer, denn er kennt die Anlage und muss wissen, dass der Rauchfang außer Betrieb geht. Nach dem Rückbau muss die Öffnung im Dach geschlossen und sorgfältig abgedichtet werden, meist mit Hilfe von Dachdecker und Spengler, sonst regnet es ins Haus.
Anleitung für Heimwerker: alte Fliesen entfernen
Alte Keramikfliesen in Bad oder Küche können Sie selbst entfernen, solange Sie keine Wände abbrechen und nicht in Leitungen eingreifen. Sie brauchen dafür Geduld und gute Schutzausrüstung. Stammen die Fliesen aus der Zeit vor den 1990er-Jahren, lassen Sie vorher den Kleber auf Asbest prüfen.
- Sicherungen der Stromkreise im Raum ausschalten, Wasser abdrehen und Steckdosenabdeckungen, Armaturen und Zubehör abbauen.
- Boden mit festem Karton oder Platten abdecken und die Tür mit Folie gegen Staub abkleben.
- Schutzbrille, Handschuhe, Atemschutzmaske und Arbeitsschuhe mit fester Sohle anziehen.
- An der Oberkante der Fliesen oder an einer Ecke beginnen, wo sich eine Fliese leicht löst, und den Meißel flach unter die Fliese führen, nicht senkrecht in die Wand.
- Mit einem elektrischen Meißelhammer und Flachmeißel oder mit Handmeißel und Fäustel arbeiten. Bei harter Wand langsam vorgehen, damit der Putz nicht in großen Stücken ausbricht.
- Bruchstücke laufend in stabile Säcke füllen und diese nicht zu voll machen, damit sie sich noch tragen lassen.
- Nach dem Entfernen der Fliesen losen Putz und Kleberreste abklopfen, damit der Untergrund für den Fliesenleger tragfähig ist.
- Taucht ein Kabel oder Rohr außerhalb des erwarteten Verlaufs auf, Arbeit sofort unterbrechen und einen konzessionierten Elektrotechniker oder einen Installateur hinzuziehen.
Übergabe der Räume nach dem Abbruch
- Der Abbruch entspricht dem vereinbarten Umfang, tragende Bauteile sind unberührt oder nach Vorgabe des Statikers gesichert
- Leitungen, die bleiben sollten, sind unbeschädigt und offene Leitungsenden sind gesichert
- Der Bauschutt ist abgefahren und die Entsorgungsnachweise liegen Ihnen vor
- Stiegenhaus, Gang und Lift sind sauber und unbeschädigt
- Der Untergrund ist für die folgenden Professionisten vorbereitet, ohne lose Putz- und Kleberreste
Häufige Fragen
Der Abbruch einer Betonwand oder Zwischenwand kostet laut aktueller Preisliste 223,80 € pro m³ Arbeitsleistung. Ist der Beton bewehrt oder die Wand stärker, geht die Arbeit langsamer und das Werkzeug wird stärker beansprucht.
Das Entfernen von Fliesen kostet 13,43 € pro m². Enthalten ist das Abschlagen der Fliesen samt alter Kleberschicht, der Schuttabtransport jedoch nicht.
Nein, Abtransport und Entsorgung des Schutts werden gesondert pro Tonne verrechnet. Der Preis richtet sich nach dem tatsächlichen Gewicht des Abfalls und der Entfernung zur Deponie.
Mit bloßem Auge lässt sich das nicht zuverlässig beurteilen. Bei einem Plattenbau, stärkerem Mauerwerk oder Zwischenwänden nahe an tragenden Wänden entscheiden die Planunterlagen oder die Stellungnahme eines Statikers.
Ein übliches Bad mit etwa 5 bis 10 m² ist in der Regel in ein bis zwei Arbeitstagen abgebrochen, samt Böden, Fliesen, Zwischenwand und Sanitärgegenständen. Das hängt vom Umfang ab und davon, wie gut die Baustelle erreichbar ist.
Ähnliche Arbeiten
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.