Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Heizungsarbeiten | ||||
| Heizkörper befüllen und entlüften | Stk. | 20,98 € | - | |
| Demontage und Montage Heizkörper (komplett) | Stk. | 254,73 € | - | |
| Demontage Gas- / Elektrokessel | Stk. | 152,84 € | - | |
| Demontage Warmwasserspeicher | Stk. | 163,33 € | - | |
| Setzen und Montage Plattenheizkörper | Stk. | - | ||
| Montage Badezimmer-Handtuchheizkörper | Stk. | 74,92 € | - | |
| Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizung | m² | 5,24 € | - | |
| Fußbodenheizungsrohr verlegen | m | 9,74 € | - | |
| Montage Verteiler Fußbodenheizung | Stk. | - | ||
| Montage Gas-Brennwertkessel | Stk. | - | ||
| Montage Thermostatventil und Thermostatkopf | Stk. | 28,47 € | - | |
| Erdung / Potentialausgleich der Anlage | Stk. | - | ||
| Austausch Thermostatventil | Stk. | 28,47 € | - | |
| Austausch Rücklaufventil | Stk. | 28,47 € | - | |
| Montage Umwälzpumpe | Stk. | - | ||
| Vorbereitung für Smart-Thermostat-Anschluss | Stk. | - | ||
| Montage und Anschluss hydraulische Weiche | Stk. | - | ||
| Montage Ausdehnungsgefäß | Stk. | 80,90 € | - | |
| Montage der Zirkulationsleitungen | Stk. | - | ||
| Montage Brauchwasser-Zirkulationspumpe | Stk. | - | ||
| Gewindeschneiden am Rohr | Stk. | 14,98 € | - | |
| Autogenschweißen von Metallrohren | Stk. | 29,97 € | - | |
| Druckprüfung der Heizungsanlage | Std. | 59,94 € | - | |
| Heizungsanlage entleeren | Stk. | - | ||
| Befüllen, Entlüften und hydraulischer Abgleich | Std. | 59,94 € | - | |
| Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpern | lfm | 13,50 € | - | |
| Spülen und Reinigen der Altanlage | Std. | 67,43 € | - | |
| Rohr einfrieren | Stk. | 50,95 € | - | |
| Heizkörperanschlüsse abblinden | Stk. | 97,40 € | - | |
| Heizungsanlage befüllen | Stk. | - | ||
| Heizrohre im Boden einlassen | lfm | 35,96 € | - | |
| Heizrohre im Boden einbetonieren | lfm | 9,74 € | - | |
| Montage Heizkörperhalter | Stk. | 25,47 € | - | |
| Montage Heizkörperventile | Stk. | 25,47 € | - | |
Woran Sie erkennen, dass die Heizung Luft hat
Luft ist leichter als Wasser. Sie sammelt sich deshalb an den höchsten Stellen der Anlage, also oben in den Heizkörpern und im obersten Stockwerk. Typische Anzeichen sind:
- Der Heizkörper wird nur unten warm oder gar nicht, obwohl die Heizung läuft
- Gluckern und Blubbern im Heizkörper oder in den Rohren, vor allem nach dem Einschalten
- Niedriger Druck am Manometer oder eine Störungsmeldung der Heizung wegen Wassermangel
- Im Raum bleibt es kühler, als am Thermostat eingestellt ist
Warum sinkt der Druck überhaupt? Beim Entlüften entweicht neben der Luft auch Wasser. Kleine Verluste entstehen außerdem an Dichtungen und Ventilen. Müssen Sie aber oft nachfüllen, etwa alle paar Wochen, dann gibt es irgendwo eine undichte Stelle, oder das Ausdehnungsgefäß arbeitet nicht mehr richtig. Nachfüllen hilft dann nicht weiter. In diesem Fall gehört die Anlage in die Hände eines Installateurs.
So läuft die Arbeit ab
Ob Installateur oder geübter Heimwerker: Erst kommt die Luft raus, dann wird Wasser nachgefüllt. Umgekehrt ergibt es keinen Sinn, weil der Druck nach dem Entlüften sonst gleich wieder fällt.
Zum Entlüften wird die Heizung samt Umwälzpumpe ausgeschaltet. Danach lässt man die Anlage eine Weile stehen. So steigt die Luft nach oben, und das Wasser kühlt etwas ab. Dann wird an jedem Heizkörper das Entlüftungsventil geöffnet. Es sitzt meist oben seitlich an der Ecke. Man öffnet es mit einem Entlüftungsschlüssel, bei manchen Modellen mit einem flachen Schraubenzieher. Das Ventil bleibt offen, solange Luft zischt. Erst wenn ein gleichmäßiger Wasserstrahl ohne Bläschen kommt, wird es geschlossen. In einem Haus mit mehreren Geschoßen fängt man unten an und arbeitet sich nach oben vor. Die obersten Heizkörper sammeln die meiste Luft.
Beim Befüllen kommt Wasser über den Füll- und Entleerhahn (KFE-Hahn) oder eine fest eingebaute Nachfülleinrichtung ins System. Diese sitzt meist unten an der Therme oder am Kessel oder an der Leitung daneben. Häufig wird dafür ein Füllschlauch an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Damit kein Heizungswasser ins Trinkwasser zurückfließen kann, gehört zwischen beide Leitungen ein Systemtrenner. Nach dem Befüllen wird die Verbindung wieder getrennt. Das Wasser läuft langsam nach, und dabei behält man das Manometer im Blick. Bei einer üblichen Heizung im Einfamilienhaus liegt der Druck im kalten Zustand meist ungefähr zwischen 1 und 2 bar. Den genauen Wert nennt der Hersteller in der Anleitung. In einem höheren Gebäude kann etwas mehr Druck nötig sein, damit das Wasser auch die obersten Heizkörper erreicht. Viele Hersteller schreiben außerdem eine bestimmte Wasserqualität vor, in Österreich häufig mit Verweis auf die ÖNORM H 5195-1. Werfen Sie vor größeren Nachfüllmengen einen Blick in die Unterlagen.
Anleitung für Heimwerker: Heizkörper entlüften und Druck auffüllen
Im Einfamilienhaus oder in einer Wohnung mit eigener Gastherme können Sie das selbst machen. Sie bauen dabei nichts an der Heizung auseinander. Sie bedienen nur Ventile, die für den Nutzer gedacht sind. Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus mit Zentralheizung im Keller oder mit Fernwärme, füllen Sie selbst kein Wasser nach. Fragen Sie vorher bei der Hausverwaltung oder beim Vermieter, ob Sie den Heizkörper selbst entlüften dürfen und wie das im Haus geregelt ist.
- Heizung und Umwälzpumpe ausschalten und warten, bis die Heizkörper höchstens noch lauwarm sind.
- Den Druck am Manometer ablesen und merken.
- Ein Tuch unter das Entlüftungsventil legen oder ein kleines Gefäß darunter halten.
- Das Ventil mit dem Schlüssel langsam etwa eine viertel bis halbe Umdrehung öffnen, nicht weiter.
- Die Luft zischend entweichen lassen und warten, bis Wasser ohne Bläschen kommt.
- Das Ventil schließen, nur handfest, ohne Gewalt.
- Bei den übrigen Heizkörpern genauso vorgehen, von unten nach oben.
- Den Druck am Manometer erneut prüfen.
- Liegt der Druck unter dem Herstellerwert, den Füllhahn langsam öffnen und die Nadel beobachten.
- Den Füllhahn fest schließen, sobald der empfohlene Druck erreicht ist. Einen Füllschlauch nach Anleitung der Heizung abnehmen.
- Die Heizung wieder einschalten und nach einer halben bis ganzen Stunde prüfen, ob alle Heizkörper vollflächig warm werden.
- Bei warmer Anlage noch einmal den Druck kontrollieren und bei Bedarf erneut entlüften.
Riechen Sie Gas, dann betätigen Sie keine Schalter, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 an. Arbeiten an der Gastherme selbst, am Brenner oder an der Abgasleitung sind ausschließlich Sache eines befugten Installateurs mit Gaskonzession. Die Abgasanlage überprüft zusätzlich der Rauchfangkehrer.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Einfach ist es bei einer neueren Anlage mit gut erreichbaren Heizkörpern, gängigen Ventilen und einer Heizung mit Füllhahn und gut lesbarem Manometer. Das schafft auch ein Laie in kurzer Zeit. Mehr Zeit und Erfahrung braucht es in diesen Fällen:
- Viele Heizkörper auf mehreren Stockwerken, bei denen man durchs ganze Haus und über die Stiege muss und manchmal mehrmals entlüftet
- Festsitzende oder verrostete Entlüftungsventile, die sich nicht öffnen lassen oder danach tropfen und getauscht werden müssen
- Heizkörper hinter Möbeln oder unter Verkleidungen, an die man schlecht herankommt
- Ältere Anlagen im Altbau mit Ablagerungen, bei denen dunkles Wasser kommt und der Heizkörper auch nach dem Entlüften kalt bleibt
- Immer wieder sinkender Druck, hinter dem ein Leck oder ein defektes Ausdehnungsgefäß steckt
- Kombination mit Fußbodenheizung, deren Kreise über den Heizkreisverteiler entlüftet werden, was aufwendiger ist
In solchen Fällen geht es nicht mehr nur ums Entlüften, sondern um die Ursache. Der Installateur prüft dann Ausdehnungsgefäß, Pumpe und Thermostatventile. Er beurteilt auch, ob die Anlage gespült werden sollte oder ob ein hydraulischer Abgleich sinnvoll ist, damit alle Räume gleichmäßig warm werden.
Typische Fehler
- Entlüften bei laufender Heizung: Das Wasser ist heiß, und die Pumpe verteilt die Luft im System, sodass sie nicht vollständig herauskommt
- Ventil zu weit aufgedreht: Das kleine Ventil lässt sich ganz herausdrehen, dann spritzt Wasser an Wand und Boden
- Zu früh geschlossen: Schließen Sie erst, wenn Wasser ohne Bläschen kommt, nicht beim ersten Spritzer
- Druck vergessen: Nach dem Entlüften bleibt der Druck niedrig, und die Heizung schaltet nach kurzer Zeit auf Störung
- Zu viel Druck: Das Sicherheitsventil öffnet, bei üblichen Heizungen meist bei etwa 3 bar, und es tropft Wasser heraus
- Füllhahn nicht ganz zu: Dann läuft langsam Wasser nach, und der Druck steigt von allein
- Ständig nachfüllen, ohne die Ursache zu suchen: Jedes frische Wasser bringt Sauerstoff und Kalk ins System, was Rost und Ablagerungen fördert
So prüfen Sie das Ergebnis
Lassen Sie die Anlage nach dem Entlüften und Befüllen warm werden und gehen Sie diese Punkte durch:
- Alle Heizkörper werden gleichmäßig warm, auch oben
- Weder in den Heizkörpern noch in den Rohren gluckert es
- Der Druck im kalten Zustand liegt im Bereich, den der Hersteller angibt
- Bei warmer Anlage steigt der Druck leicht, bleibt aber deutlich unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils
- Die Entlüftungsventile sind trocken und tropfen nicht
- Der Füllhahn ist geschlossen und der Füllschlauch abgenommen
- Die Heizung zeigt keine Störung an
- Nach einigen Tagen Betrieb ist der Druck nicht spürbar gesunken
Häufige Fragen
In der Regel reicht einmal im Jahr vor der Heizsaison. Dazu kommt das Entlüften nach dem Nachfüllen, nach Reparaturen oder dem Tausch eines Heizkörpers und immer dann, wenn ein Heizkörper gluckert oder nur unten warm wird.
Mit der Luft entweicht immer auch etwas Wasser, ein leichter Druckabfall ist also normal. Sinkt der Druck aber auch ohne Entlüften, deutet das auf ein Leck oder ein Problem mit dem Ausdehnungsgefäß hin. Dann sollte sich ein Installateur die Anlage ansehen.
Prüfen Sie, ob der Thermostatkopf aufgedreht ist und ob der Ventilstift darunter festsitzt. Bleibt der Heizkörper trotzdem kalt, können Ablagerungen, eine schlecht eingestellte Anlage oder die Pumpe die Ursache sein. Die Fehlersuche überlassen Sie dann besser einem Installateur.
Das hängt von den Regeln im Haus ab. Bei einer Zentralheizung im Mehrparteienhaus ist das Entlüften des eigenen Heizkörpers oft erlaubt, um den Druck der Anlage kümmert sich aber die Hausbetreuung oder die Hausverwaltung. Fragen Sie vorher kurz nach.
Bei üblichen Heizungen im Einfamilienhaus liegt der empfohlene Druck im kalten Zustand meist ungefähr zwischen 1 und 2 bar. Den genauen Wert für Ihre Heizung und Ihre Gebäudehöhe finden Sie in der Bedienungsanleitung, oder Sie fragen Ihren Installateur bei der nächsten Thermenwartung.
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