Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Heizungssystem befüllen – beim Abschluss

Beim Befüllen der Heizung werden Rohre, Heizkörper und Kessel oder Therme so mit Wasser gefüllt, dass es ohne Luft zirkuliert und in der Anlage der richtige Druck herrscht. Das ist nötig, wenn eine neue Heizung zum ersten Mal in Betrieb geht oder nach dem Tausch eines Heizkörpers, Ventils oder einer Pumpe. Auch nach dem Spülen muss die An

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·34 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
29,78 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
20,98 € - 163,33 €
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Heizung und Klimatechnik34 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Heizungsarbeiten
Heizungsanlage befüllenStk.-
Demontage und Montage Heizkörper (komplett)Stk.254,73 €-
Demontage Gas- / ElektrokesselStk.152,84 €-
Demontage WarmwasserspeicherStk.163,33 €-
Setzen und Montage PlattenheizkörperStk.-
Montage Badezimmer-HandtuchheizkörperStk.74,92 €-
Verlegung Systemplatte für Fußbodenheizungm²5,24 €-
Fußbodenheizungsrohr verlegenm9,74 €-
Montage Verteiler FußbodenheizungStk.-
Montage Gas-BrennwertkesselStk.-
Montage Thermostatventil und ThermostatkopfStk.28,47 €-
Erdung / Potentialausgleich der AnlageStk.-
Austausch ThermostatventilStk.28,47 €-
Austausch RücklaufventilStk.28,47 €-
Montage UmwälzpumpeStk.-
Vorbereitung für Smart-Thermostat-AnschlussStk.-
Montage und Anschluss hydraulische WeicheStk.-
Montage AusdehnungsgefäßStk.80,90 €-
Montage der ZirkulationsleitungenStk.-
Montage Brauchwasser-ZirkulationspumpeStk.-
Gewindeschneiden am RohrStk.14,98 €-
Autogenschweißen von MetallrohrenStk.29,97 €-
Druckprüfung der HeizungsanlageStd.59,94 €-
Heizungsanlage entleerenStk.-
Befüllen, Entlüften und hydraulischer AbgleichStd.59,94 €-
Rohrverteilung Heizung zu den Heizkörpernlfm13,50 €-
Spülen und Reinigen der AltanlageStd.67,43 €-
Rohr einfrierenStk.50,95 €-
Heizkörperanschlüsse abblindenStk.97,40 €-
Heizrohre im Boden einlassenlfm35,96 €-
Heizrohre im Boden einbetonierenlfm9,74 €-
Montage HeizkörperhalterStk.25,47 €-
Montage HeizkörperventileStk.25,47 €-
Heizkörper befüllen und entlüftenStk.20,98 €-
Summe Arbeit
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Wann die Heizung befüllt oder nachgefüllt werden muss

Komplett befüllt wird eine Anlage, wenn sie leer war oder ein Teil davon entleert wurde. Das betrifft vor allem diese Fälle:

  • Erste Inbetriebnahme im Neubau oder nach einer Komplettsanierung
  • Tausch oder Versetzen eines Heizkörpers, Thermostatventils, einer Pumpe oder des Kessels
  • Spülen der Anlage, um Schlamm und Rost zu entfernen
  • Reparatur einer undichten Stelle, bei der Wasser abgelassen werden musste

Viel häufiger wird nur Wasser nachgefüllt. In einem geschlossenen System kann der Druck langsam sinken, etwa nach dem Entlüften, weil mit der Luft auch etwas Wasser austritt. Müssen Sie aber regelmäßig nachfüllen, zum Beispiel alle paar Wochen, dann verliert die Anlage irgendwo Wasser oder das Ausdehnungsgefäß arbeitet nicht mehr richtig. Nachfüllen allein löst das Problem dann nicht.

Im Mehrparteienhaus mit Zentralheizung befüllen Sie die Anlage in der Regel nicht aus der eigenen Wohnung. Darüber entscheidet die Hausverwaltung oder die Wohnungseigentümergemeinschaft. Sprechen Sie deshalb jeden geplanten Heizkörpertausch vorher mit ihr ab. Als Mieter klären Sie solche Arbeiten zusätzlich mit dem Vermieter. Anders ist es bei einer Etagenheizung mit eigener Gastherme in der Wohnung: Hier sind Sie selbst für den Druck verantwortlich.

So läuft das Befüllen Schritt für Schritt ab

Ein Installateur geht meist in dieser Reihenfolge vor:

  1. Alle Verbindungen auf festen Sitz prüfen und Entleerungshähne schließen. Bei einer neuen Installation eine Dichtheitsprüfung mit Druck durchführen.
  2. Ältere Leitungen oder frisch montierte Anlagen spülen, damit keine Späne, Dichtmittelreste oder Schlamm zurückbleiben.
  3. Kessel ausschalten und nur die kalte Anlage befüllen.
  4. Ventile an den Heizkörpern öffnen, damit das Wasser alle Kreise erreicht.
  5. Langsam über die Füllarmatur befüllen und dabei das Manometer im Blick behalten.
  6. Heizkörper vom untersten bis zum obersten Stockwerk entlüften, zum Schluss auch Kessel und Pumpe.
  7. Auf den Zieldruck auffüllen, Heizung starten und nach dem Aufheizen noch einmal entlüften.
  8. Bei neuen oder umgebauten Anlagen den hydraulischen Abgleich einstellen, damit alle Räume gleichmäßig warm werden.

Luft löst sich nur nach und nach aus dem Wasser. Es ist deshalb normal, dass Sie in den ersten Tagen nach dem Befüllen noch einmal entlüften und etwas Wasser nachfüllen müssen.

Wichtig: Heizungswasser darf nicht ins Trinkwassernetz zurückfließen. Deshalb gehört zwischen Trinkwasserleitung und Heizung ein Systemtrenner oder eine passende Nachfülleinrichtung, wie sie die EN 1717 beschreibt. Ein Schlauch direkt am Wasserhahn ist nur mit einer solchen Sicherung zulässig.

Welcher Druck passt und welches Wasser sinnvoll ist

Im Einfamilienhaus liegt der Druck der kalten Anlage meist bei etwa 1 bis 1,5 bar. Der genaue Wert hängt von der Gebäudehöhe und vom Vordruck des Ausdehnungsgefäßes ab. Halten Sie sich daher an die Anleitung des Kessels oder an die Angabe Ihres Installateurs. Beim Aufheizen steigt der Druck leicht, weil warmes Wasser mehr Platz braucht. Das Sicherheitsventil am Kessel öffnet üblicherweise bei 3 bar. Nähert sich der Druck im Betrieb diesem Wert, ist die Anlage überfüllt oder das Ausdehnungsgefäß arbeitet nicht richtig.

Warum ist dieses Gefäß so wichtig? Es nimmt das Wasser auf, das sich beim Erwärmen ausdehnt. Verliert das Gaspolster darin an Druck, schießt der Anlagendruck beim Heizen nach oben und fällt im kalten Zustand stark ab. Der Vordruck wird bei drucklosem Heizkreis geprüft, sinnvollerweise bei der jährlichen Wartung.

Meist wird mit Leitungswasser befüllt. In Regionen mit hartem Wasser und bei größeren Anlagen lohnt sich enthärtetes oder vollentsalztes Wasser, damit sich im Kessel kein Kalk ablagert. Als Orientierung dient in Österreich die ÖNORM H 5195-1, und viele Kesselhersteller schreiben die Wasserqualität für ihre Garantie vor. Frostschutzmittel kommt nur hinein, wenn Planung, Kessel- und Pumpenhersteller das ausdrücklich vorsehen.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Schnell geht es bei einer kleinen, übersichtlichen Anlage in der Wohnung oder im ebenerdigen Haus, mit Füllarmatur am Kessel und gängigen Entlüftungsventilen. Mehr Zeit brauchen:

  • Zweigeschoßige Häuser mit mehreren Heizkreisen oder Heizkörper kombiniert mit Fußbodenheizung
  • Alte Leitungen im Altbau, die zuerst gespült werden müssen
  • Festsitzende oder undichte Ventile, die getauscht werden müssen
  • Schwer zugängliche Heizkörper und Entlüftungsstellen
  • Wasseraufbereitung oder ein neuer hydraulischer Abgleich

Wird die Anlage im Rahmen einer geförderten Sanierung erneuert, etwa über Förderungen von Bund und Land wie den Sanierungsbonus, wird häufig ein nachgewiesener hydraulischer Abgleich verlangt. Fragen Sie Ihren Installateur, ob das bei Ihnen zutrifft.

Anleitung für Heimwerker: Heizungswasser nachfüllen

Im Einfamilienhaus oder bei einer Etagenheizung können Sie Wasser selbst nachfüllen, wenn Füllarmatur und Manometer gut erreichbar sind. Finger weg vom Gasteil des Kessels, vom Sicherheitsventil und vom Ausdehnungsgefäß. Das ist Sache des Installateurs. Riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort die Wohnung und rufen Sie den Gasnotruf 128.

  1. Kessel ausschalten und die Anlage abkühlen lassen.
  2. In der Anleitung nachsehen, welchen Druck der Hersteller empfiehlt.
  3. Hat der Kessel keinen eingebauten Füllhahn, den Schlauch vorher mit Wasser füllen, damit keine Luft darin ist, und am Füllventil anschließen. Auf den Systemtrenner achten.
  4. Ventil langsam öffnen und das Manometer beobachten.
  5. Bei Erreichen des Zieldrucks das Ventil schließen und den Schlauch abnehmen.
  6. Heizkörper mit dem Entlüftungsschlüssel entlüften, bis Wasser ohne Bläschen austritt.
  7. Druck erneut prüfen und bei Bedarf nachfüllen.
  8. Kessel einschalten und nach dem Aufheizen prüfen, ob alle Heizkörper warm werden.

Typische Fehler beim Befüllen

  • Zu schnelles Befüllen, wodurch Luft ins System gelangt
  • Befüllen bei laufendem Kessel oder in die heiße Anlage
  • Überfüllen über den empfohlenen Druck, danach tropft beim Heizen das Sicherheitsventil
  • Vergessenes Entlüften, die Heizkörper werden nur unten warm und es gluckert
  • Übersehene kleine Undichtigkeit, die sich erst im Winter bemerkbar macht
  • Immer wieder nachfüllen, ohne nach der Ursache des Druckverlusts zu suchen

In der Praxis kommt es oft vor, dass jahrelang Wasser nachgefüllt wird, ohne dass jemand merkt, dass das Ausdehnungsgefäß fast keinen Vordruck mehr hat. Frisches Wasser bringt außerdem Sauerstoff und Mineralien mit, die Korrosion und Ablagerungen fördern.

Kontrolle nach dem Befüllen

Prüfen Sie bei der Abnahme diese Punkte:

  • Der Druck der kalten Anlage entspricht der Empfehlung des Kesselherstellers
  • Nach dem Aufheizen steigt der Druck nur leicht und das Sicherheitsventil tropft nicht
  • Alle Heizkörper werden auf der ganzen Fläche warm, auch im obersten Stockwerk
  • In der Anlage ist kein Gluckern oder Rauschen zu hören
  • Verbindungen, Ventile und die Umgebung des Kessels sind trocken
  • Der Kessel meldet keine Störung und taktet nicht auffällig oft
  • Der Installateur hat Ihnen erklärt, welchen Druck Sie halten sollen und wie Sie nachfüllen
  • Auch nach einigen Tagen ist der Druck noch in Ordnung

Häufige Fragen

In einer dichten Anlage nur selten, etwa nach dem Entlüften. Fällt der Druck regelmäßig, lassen Sie die Anlage auf Undichtigkeiten und das Ausdehnungsgefäß prüfen.

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