Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe holt sich Wärme aus der Außenluft und gibt sie an das Heizungswasser und an den Warmwasserspeicher weiter. In Österreich ist sie im Neubau von Einfamilienhäusern längst Standard und ersetzt beim Heizungstausch immer öfter alte Öl- und Gaskessel oder Gasthermen.

Aktualisiert 09/2026·9 Min. Lesezeit·1 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 1311,00/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 1048,80 - € 1704,30
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

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Heizung und Klimatechnik1 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Kúrenárske práce
Montage Luft-Wasser-WärmepumpeStk.€ 1 311,00 / Stk.Stk.Menge eingeben-
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Was die Montage einer Wärmepumpe umfasst

Mit Montage ist in der Preisliste die Arbeit des Heizungsinstallateurs beim Aufstellen und Anschließen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gemeint. Dazu gehören typischerweise:

  • Aufstellen des Außengeräts auf dem vorbereiteten Fundament, Sockel oder einer Wandkonsole, samt Ausrichten und Schwingungsdämpfern,
  • Montage des Innengeräts, des Hydraulikmoduls oder einer Kompakteinheit mit Speicher,
  • hydraulische Verbindung von Außen- und Innenteil und Anschluss an Heizkreis und Warmwasserbereitung,
  • Montage der dazugehörigen Armaturen, etwa Schmutzfänger, Absperrhähne, Sicherheitsventil und Entlüftung,
  • Ableitung des Kondensats vom Außengerät,
  • Befüllen, Entlüften und Druckprobe des Kreislaufs,
  • Erstinbetriebnahme, Grundeinstellung der Regelung und Einschulung der Eigentümer.

Üblicherweise nicht enthalten sind: die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher, das Betonfundament, Grabarbeiten für Leitungen, die Elektrozuleitung und die Überprüfung der Elektroanlage. Den Starkstromanschluss macht ein konzessionierter Elektrotechniker. Bei einer Split-Anlage, bei der auf der Baustelle Kältemittelleitungen verbunden werden, darf den Kältekreis nur eine Person mit Zertifikat für fluorierte Gase öffnen und befüllen. Beim Monoblock ist das Kältemittel ab Werk im Außengerät dicht eingeschlossen, zwischen den Geräten fließt nur Wasser.

Die Inbetriebnahme übernimmt bei vielen Marken, etwa Ochsner, iDM, Vaillant, Viessmann oder Daikin, der Werkskundendienst oder ein geschulter Partnerbetrieb. Davon hängt häufig eine verlängerte Garantie ab. Klären Sie vor der Auftragsvergabe, wer die Inbetriebnahme macht und ob sie im Preis enthalten ist.

Wann montiert wird und was vorher erledigt sein muss

Im Neubau wird die Wärmepumpe meist nach Innenputz und Estrich montiert, wenn das Haus dicht ist und die Heizungsleitungen fertig sind. Bei einer Sanierung wird sie oft an bestehende Heizkörper angeschlossen. Dann sollte zuerst geklärt werden, ob die Heizkörper das Haus auch mit niedriger Vorlauftemperatur warm bekommen. Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen, am besten mit Fußbodenheizung. Alte Heizkörper, die auf 70 bis 80 °C ausgelegt sind, reichen an kalten Tagen im Gebirge oder im Waldviertel unter Umständen nicht aus.

Bevor der Installateur kommt, sollten diese Dinge fertig sein:

  • Heizlastberechnung des Hauses. Ohne sie wird die Leistung nur geschätzt. Eine zu große Wärmepumpe taktet ständig, eine zu kleine läuft im Winter lange mit dem Elektroheizstab.
  • Fundament oder Konsole für das Außengerät. Betonstreifen, Block oder Sockel, in einer Höhe über der üblichen Schneehöhe am Standort.
  • Wanddurchführung. Kernbohrung oder Schutzrohr für Leitungen und Kabel, ideal schon im Rohbau eingeplant, damit der Vollwärmeschutz nicht nachträglich aufgestemmt werden muss.
  • Kondensatableitung. Sickerschacht, Kiesbett oder Anschluss an den Regenwasser- oder Hauskanal. Ein Außengerät produziert im Winter laut Herstellern bis zu mehrere Dutzend Liter Kondensat am Tag.
  • Elektrische Zuleitung. Eine eigene, abgesicherte Zuleitung nach Herstellervorgaben und die Abstimmung mit dem Netzbetreiber, falls der Anschlusswert erhöht oder ein eigener Wärmepumpenzähler gewünscht wird.
  • Platz für das Innengerät. Ein Technikraum mit Zugang zu den Leitungen, einem Abfluss für das Sicherheitsventil und Platz für Wartungsarbeiten.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Standort des Außengeräts

Die wichtigste Entscheidung der ganzen Montage. Das Gerät braucht ungehinderte Luftzufuhr, und die ausgeblasene kalte Luft darf nicht zurück in die Ansaugung strömen. Hersteller raten von Ecken und Nischen zwischen zwei Wänden ab, weil Reflexionen den Schall verstärken. Ungünstig ist auch ein Platz unter dem Schlafzimmerfenster, neben der Terrasse oder knapp an der Grundgrenze. Wo Schnee oder Eis vom Dach abrutschen kann, braucht das Gerät ein Schutzdach. Beim Kältemittel R290, das viele neuere Monoblöcke verwenden, legt der Hersteller einen Schutzbereich fest, in dem zum Beispiel keine Schächte, Lichtschächte, Lüftungsöffnungen oder Kellerabgänge liegen dürfen.

Aufstellen auf Fundament oder Konsole

Das Gerät wird auf ein Betonfundament, einen Sockel oder eine tragfähige Wandkonsole gesetzt. Es muss im Wasser stehen, und unter die Füße kommen Schwingungsdämpfer. Eine Wandkonsole ist ein Kompromiss. Sie spart Platz, kann aber an leichten Wänden oder an der Schlafzimmerwand Vibrationen ins Haus übertragen. Die meisten Installateure bevorzugen deshalb ein eigenes Fundament am Boden.

Hydraulischer Anschluss

Zwischen Außen- und Innengerät werden gedämmte Leitungen verlegt. Im Freien braucht die Dämmung Schutz gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung. An den Anschlüssen werden flexible Schläuche gegen Vibrationen und ein Schmutzfänger montiert, der den Wärmetauscher vor Verunreinigungen aus dem System schützt. Beim Anschluss an eine alte Heizung zahlt es sich aus, die Anlage vorher zu spülen und einen Schlammabscheider mit Magnet einzubauen. Schlamm aus alten Heizkörpern ist eine häufige Ursache für Störungen.

Anschluss an Heizung und Warmwasser

Laut Planung wird die Wärmepumpe direkt an den Heizkreis angeschlossen oder über einen Pufferspeicher beziehungsweise eine hydraulische Weiche. Für das Warmwasser kommen ein Umschaltventil und ein Speicher mit ausreichend großem Wärmetauscher zum Einsatz. Ein gewöhnlicher Boiler für einen Kessel hat oft einen zu kleinen Wärmetauscher, und das Wasser wird dann mit dem Heizstab nachgeheizt. Hersteller schreiben außerdem ein Mindestwasservolumen im System und einen Mindestdurchfluss vor, der immer gegeben sein muss, auch wenn die Thermostatköpfe zu sind.

Kondensat und Frostschutz

Das Kondensat wird in ein Kiesbett unter der Frostgrenze, in den Regenwasserkanal oder über einen Siphon in den Hauskanal geleitet. Der Teil der Leitung im Freien braucht Frostschutz, oft ein Heizband. Ist die Hydraulik draußen nicht gegen Frost geschützt und steht die Wärmepumpe bei einem Stromausfall still, kann das Wasser im Wärmetauscher einfrieren. Abhilfe bieten Frostschutzmittel, Frostschutzventile oder eine Systemtrennung nach Herstellerangaben.

Befüllen, Druckprobe und Inbetriebnahme

Der Kreislauf wird mit aufbereitetem Heizungswasser befüllt, entlüftet und abgedrückt. Der Elektrotechniker stellt den Starkstromanschluss fertig, danach nimmt der Techniker die Wärmepumpe in Betrieb. Eingestellt werden die Heizkurve, also die Vorlauftemperatur abhängig von der Außentemperatur, die Warmwasserbereitung, die Legionellenschaltung und die Zeitprogramme. Zum Schluss wird das Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt, das Sie auch für die Förderung brauchen.

Monoblock oder Split und weitere Varianten

Monoblock

Der ganze Kältekreis sitzt im Außengerät. Ins Haus führen nur Wasserleitungen. Die Montage ist einfacher, ein Kältemittelzertifikat ist nicht nötig. Der Nachteil: Die Wasserleitungen im Freien müssen gegen Frost geschützt werden, und der Abstand zwischen den Geräten ist begrenzt.

Split

Der Verdichter ist draußen, der Wärmetauscher zwischen Wasser und Kältemittel drinnen. Dazwischen verlaufen Kältemittelleitungen, die nicht einfrieren können. Der Kreis wird aber auf der Baustelle verbunden, evakuiert und befüllt, und das darf nur zertifiziertes Personal. Split-Geräte werden oft gewählt, wenn das Außengerät weiter vom Haus entfernt steht.

Hybridlösung

Die Wärmepumpe arbeitet mit dem bestehenden Gaskessel zusammen, der nur bei strengem Frost oder hohem Warmwasserbedarf zuschaltet. Bei Sanierungen kann das ein vernünftiger Zwischenschritt sein, solange das Haus noch keinen Vollwärmeschutz hat. Für die Bundesförderung ist eine solche Lösung allerdings meist nicht geeignet, weil dort der fossile Kessel ganz ersetzt werden muss.

Die Gerätepreise schwanken stark nach Leistung und Marke. Bei üblichen Leistungen für ein Einfamilienhaus geht es um mehrere tausend Euro für das Gerät, dazu kommen Speicher, Pufferspeicher und Zubehör. Die genaue Summe liefert erst ein Angebot für Ihr konkretes Haus.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Leistung nach Gefühl. Häufig wird die Wärmepumpe nach Wohnfläche oder nach der Leistung des alten Kessels ausgewählt. Alte Kessel sind meist stark überdimensioniert, und ein gedämmtes Haus braucht viel weniger Wärme.
  • Außengerät am falschen Platz. Unter dem Schlafzimmerfenster, im Eck zwischen zwei Wänden oder gegenüber der Terrasse der Nachbarn. Der Schall wird dann nachträglich und teurer gelöst.
  • Kondensat auf den Boden. Das Wasser friert im Winter, unter dem Gerät wächst Eis, das den Verdampfer oder den Gehweg beschädigen kann.
  • Außengerät zu knapp über dem Boden. Schnee blockiert die Ansaugung oder den Kondensatablauf, die Wärmepumpe tut sich beim Abtauen schwer.
  • Alte Anlage nicht gespült. Schlamm und Magnetit setzen Schmutzfänger und Wärmetauscher schon in der ersten Heizsaison zu.
  • Zu kleiner Wärmetauscher im Boiler. Das Warmwasser wird langsam warm, der Heizstab heizt nach, der Stromverbrauch steigt.
  • Thermostatköpfe in jedem Raum ohne Überströmventil. Die Wärmepumpe hat keinen gesicherten Mindestdurchfluss und meldet Störungen.
  • Werkseinstellungen. Die Heizkurve bleibt unnötig hoch, und die Wärmepumpe arbeitet mit schlechterer Effizienz, als möglich wäre.

Bewilligung, Regeln und Förderung in Österreich

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde als Baubehörde, ob Ihr Vorhaben eine Bewilligung oder eine Anzeige braucht. In einem Mehrparteienhaus mit Wohnungseigentum ist die Zustimmung der anderen Eigentümer nötig, weil Fassade, Dach und Außenflächen allgemeine Teile des Hauses sind.

Der Schall des Außengeräts muss gegenüber den Nachbarn die zulässigen Werte einhalten, besonders in der Nacht. Beschwerden landen sonst bei der Gemeinde, und nachträgliche Maßnahmen sind teuer. Hersteller geben daher den Schallleistungspegel und empfohlene Abstände an, die schon bei der Planung berücksichtigt werden sollten.

Den elektrischen Anschluss darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker herstellen, der die Anlage auch prüft und dokumentiert. Wenn die Anschlussleistung erhöht oder ein eigener Wärmepumpentarif gewünscht wird, sollte das rechtzeitig mit Ihrem Netzbetreiber geklärt werden.

Auf Bundesebene läuft 2026 die Sanierungsoffensive, abgewickelt von der Kommunalkredit Public Consulting. Gefördert wird der Tausch einer fossilen Heizung gegen eine Wärmepumpe, wobei die Registrierung vor der Bestellung erfolgen muss, die Arbeit ein konzessionierter Betrieb ausführen muss und ein Inbetriebnahmeprotokoll verlangt wird. Die Mittel sind begrenzt, zusätzlich gibt es Förderungen der Bundesländer. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf dem offiziellen Portal der Sanierungsoffensive und bei Ihrer Landesförderstelle, bevor Sie den Auftrag erteilen.

So prüfen Sie die fertige Montage

Lassen Sie sich bei der Übergabe das Inbetriebnahmeprotokoll, die Garantiebedingungen und den Prüfbefund der Elektroanlage aushändigen. Gehen Sie dann diese Punkte durch:

  • das Außengerät steht im Wasser, auf Schwingungsdämpfern und mit genug Abstand zum Boden,
  • rund um das Gerät ist der Freiraum laut Herstelleranleitung eingehalten, die Ausblasluft zielt nicht gegen eine Wand oder zum Nachbarn,
  • das Kondensat läuft in das Kiesbett oder in den Kanal und nicht auf den Gehweg,
  • die Leitungen im Freien sind durchgehend gedämmt, die Dämmung ist unbeschädigt und vor Sonne geschützt,
  • die Wanddurchführung ist dicht, und es dringt kein Wasser ein,
  • am Zulauf zur Wärmepumpe sitzen Schmutzfänger und Absperrhähne, die für die Wartung gut zugänglich sind,
  • der Druck im System fällt nach der Druckprobe nicht ab, und an den Armaturen tropft nichts,
  • die Regelung ist eingestellt, Sie können Temperatur und Betriebsart ändern und haben die Zugangsdaten zur App,
  • die Wärmepumpe macht im Betrieb keine ungewöhnlichen Geräusche oder Vibrationen, die ins Haus übertragen werden.

Beobachten Sie im ersten Winter den Stromverbrauch und die Betriebsstunden des Elektroheizstabs. Schaltet er sich schon bei leichtem Frost oft zu, passt etwas mit der Einstellung oder der Auslegung nicht.

Preis der Montage und was ihn beeinflusst

Der Arbeitspreis in der NUMIQ-Preisliste beträgt 1.311 € pro Stück für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Gemeint ist die Arbeit des Heizungsinstallateurs inklusive Kleinmaterial, ohne die Wärmepumpe selbst, Speicher, Pufferspeicher und weiteres Hauptmaterial. Je nach Bundesland, Region und Stadt kann der Preis spürbar abweichen.

Die Endsumme für die Montage hängt vor allem davon ab:

  • wie weit Außen- und Innengerät auseinander liegen und wie die Leitungen geführt werden,
  • ob es ein Neubau mit fertigen Leitungen ist oder ein Heizungstausch in einer alten Anlage, die gespült und umgebaut werden muss,
  • wie viele Heizkreise es gibt und ob Pufferspeicher, Boiler oder eine Hybridschaltung mit dem alten Kessel dazukommen,
  • ob der alte Kessel oder die Therme demontiert und entsorgt werden muss,
  • wie gut die Montagestelle erreichbar ist und ob für eine Wandkonsole ein Gerüst oder eine Hebebühne nötig ist,
  • welche Bauarbeiten anfallen, etwa Fundament, Wanddurchbrüche und Künetten für Leitungen.

Zugehörige Arbeiten können Sie einzeln kalkulieren, zum Beispiel die Demontage einer Gas- oder Elektrotherme, die Montage eines Ausdehnungsgefäßes oder das Verlegen von Rohren für die Fußbodenheizung. Einen Überblick über alle Positionen finden Sie unter Heizungsarbeiten.

Häufige Fragen

In einem vorbereiteten Neubau erledigt ein eingespieltes Team die hydraulische Montage meist in ein bis zwei Tagen. Beim Heizungstausch im Altbau, mit Spülen der Anlage und Demontage des Kessels, kann es länger dauern. Die Inbetriebnahme durch den Werkskundendienst wird manchmal als eigener Termin vereinbart.

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