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Doppelt stehfalzgedecktes Dach / Falzdeckung, geneigtes (Sattel-)Dach

Eine Stehfalzdeckung ist ein Metalldach aus langen Bahnen, die in einem Stück von der Traufe bis zum First laufen. Der Spengler verbindet benachbarte Bahnen, indem er ihre Ränder ineinander umbiegt. So entsteht eine aufrecht stehende Naht, der Stehfalz. Das Blech wird dabei nicht durchbohrt, verdeckte Hafte halten es. Gefragt ist diese Ar

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
14,08 €/ m²
Richtwert-Spanne
11,20 € - 18,40 €
Wohnung 60 m²
2112,00 €
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Spenglerarbeiten9 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²14,08 €-
Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz)m²-
Montage Lattung unter Dachziegelm²-
Montage Konterlattungm²3,38 €-
Setzen und Montage Dampfsperrem²2,82 €-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²19,70 €-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²28,16 €-
Summe Arbeit
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So deckt der Spengler das Dach

Von unten sieht ein Stehfalzdach schlicht aus. Ob es über Jahrzehnte dicht bleibt, hängt aber von der Genauigkeit bei jedem einzelnen Schritt ab. Auf einem Satteldach läuft die Arbeit meist so ab:

  1. Untergrund prüfen. Die Vollschalung muss eben, trocken und fest sein. Der Spengler kontrolliert außerdem die Unterdeckbahn und die Belüftungsebene unter der Schalung.
  2. Trennlage verlegen. Auf die Schalung kommt eine strukturierte Trennlage oder eine andere vom Hersteller empfohlene Schicht. Sie trennt das Blech vom Holz und führt Feuchtigkeit ab, die sich unter dem Blech niederschlägt.
  3. Traufe ausbilden. Zuerst setzt der Spengler Traufblech und Rinnenhaken, damit das Wasser von der Fläche sauber in die Dachrinne läuft.
  4. Bahnen vorbereiten. Die Bahnen werden auf die Länge der Dachfläche zugeschnitten. Lange Bahnen profiliert man oft direkt auf der Baustelle, damit auf der Fläche keine Querstöße entstehen.
  5. Mit Haften befestigen. Jede Bahn wird mit Fest- und Schiebehaften an der Schalung befestigt, die später im Falz verschwinden. Festhafte halten die Bahn an einer Stelle, Schiebehafte lassen sie bei Wärme und Kälte arbeiten.
  6. Falzen. Der Rand der nächsten Bahn greift über die vorige, dann wird die Naht mit Handwerkzeug oder einer Falzmaschine umgebogen. Beim Doppelstehfalz wird zweimal gebogen, so bleibt die Naht auch bei Schnee und stehendem Wasser dicht.
  7. Details anschließen. Danach folgen First mit Entlüftung, Ortgang, Kehlen, Rauchfangeinfassung, Wandanschlüsse und Durchdringungen.
  8. Schneefang montieren. Auf glattem Blech rutscht Schnee schnell ab. Gerade in schneereichen Lagen schützen Schneefanggitter deshalb die Rinne und alle, die unter dem Dach unterwegs sind.

Der Dachaufbau, ohne den es nicht funktioniert

Das Blech ist nur die oberste Schicht. Die meisten Schäden, die nach Jahren auftauchen, entstehen nicht im Metall, sondern darunter. Ein üblicher Aufbau bei einem gedämmten Steildach sieht von innen nach außen ungefähr so aus:

  • Dampfbremse auf der Raumseite, die feuchte Raumluft aus der Dämmung fernhält
  • Wärmedämmung zwischen den Sparren, je nach Haus auch darunter oder darüber
  • Unterdeckbahn (diffusionsoffene Bahn) über den Sparren
  • Konterlatten, die eine belüftete Ebene schaffen
  • Vollschalung aus Brettern oder Platten nach den Vorgaben des Herstellers
  • Trennlage und zuletzt die Falzdeckung

Warum ist die Belüftung so wichtig? Blech kühlt nachts schnell ab, auf seiner Unterseite bildet sich Kondenswasser. Strömt unter der Schalung keine Luft, wird das Holz feucht und verliert an Festigkeit. Die Belüftung braucht einen Lufteinlass an der Traufe und einen Auslass am First, sonst funktioniert sie nicht.

Die Mindestdachneigung hängt vom jeweiligen System ab. Sie steht in den technischen Unterlagen des Herstellers sowie in den einschlägigen ÖNORMen und Fachregeln der Spengler. Ein Doppelstehfalz kommt auch mit flachen Neigungen zurecht, oft schon mit wenigen Grad. Je flacher das Dach, desto genauer muss aber gefalzt werden und desto wichtiger werden die Details, manchmal auch ein Dichtband im Falz.

Material und System: was wann passt

In der Praxis kommen vor allem drei Materialien zum Einsatz:

  • Verzinkter und beschichteter Stahl, die gängige Wahl beim Einfamilienhaus, mit großer Farbauswahl
  • Aluminium, leicht und korrosionsbeständig, gut geeignet für feuchte Lagen, etwa in Seenähe, oder für Gewerbegebiete
  • Titanzink, mit natürlicher Patina und langer Lebensdauer, beliebt im Altbau und bei anspruchsvoller Architektur. Die Verarbeitung verlangt einen erfahrenen Spengler.

Achten Sie auf die Kombination der Metalle. Wasser, das von Kupfer auf Zink oder verzinkten Stahl läuft, führt zu Korrosion. Rinnen, Einfassungen und Zubehör sollten deshalb aus einem Material sein, das sich mit der Deckung verträgt.

Neben dem klassischen Falz, der auf dem Dach geschlossen wird, gibt es Klickfalz-Systeme. Die Bahnen rasten ineinander ein, ohne gefalzt zu werden, die Montage geht schneller. Sie passen aber eher zu einfachen, steileren Dächern. Bei flacher Neigung, Rundungen und verwinkelten Formen wählt man in der Regel den klassischen Doppelstehfalz. Dieselbe Technik lässt sich übrigens auch an der Fassade einsetzen, wenn Dach und Wand wie aus einem Guss wirken sollen.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Bei gleicher Dachfläche kann der Aufwand sehr unterschiedlich ausfallen. Mehr Arbeit bedeuten vor allem:

  • Verwinkelte Dächer: Jede Kehle, jede Gaupe, jeder Rauchfang und jedes Dachfenster ist ein von Hand gefertigtes Detail
  • Flache Neigung, die sorgfältiger abgedichtete Nähte verlangt
  • Höhe und Zugang: Gerüst, Absturzsicherung und der Transport langer Bahnen aufs Dach
  • Zustand des Untergrunds: Bei der Sanierung müssen oft die Schalung erneuert, die Belüftung ergänzt oder der Dachstuhl ausgebessert werden
  • Material: Titanzink und Aluminium werden anders verarbeitet als Stahl

Leichter wird es mit einem einfachen Satteldach, einem ebenen, trockenen Untergrund und genug Platz für die Profiliermaschine. Es handelt sich um Arbeit in großer Höhe, die ein Fachbetrieb mit Absturzsicherung erledigen sollte. Als Laie sollten Sie sich daran nicht versuchen.

Wird bei der Neudeckung auch die Dämmung erneuert, kommen unter Umständen Förderungen von Bund und Land in Frage, etwa der Sanierungsbonus. Die Bedingungen klären Sie vor der Auftragsvergabe. In einer Eigentumswohnung entscheidet über das Dach die Eigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002, Ansprechpartner ist die Hausverwaltung.

Fehler, die sich erst nach Jahren zeigen

  • Starr befestigtes Blech: Ohne Schiebehafte kann sich die Bahn nicht frei ausdehnen, die Fläche wellt sich und die Nähte werden belastet
  • Fehlende Belüftung: Unter dem Blech bleibt Feuchtigkeit stehen und die Schalung beginnt zu faulen
  • Falsches System für die Neigung: Ein Klickfalz oder einfacher Falz auf einem zu flachen Dach lässt bei Schnee und Wind Wasser durch
  • Nachlässige Details: Undichte Stellen liegen fast immer an Kehle, Rauchfang oder Wandanschluss, kaum auf der glatten Fläche
  • Fehlende Trennlage, wo der Hersteller sie vorschreibt, besonders bei Titanzink
  • Vergessener Schneefang, der sich nachträglich nur mühsam montieren lässt

So prüfen Sie das fertige Dach

Sehen Sie sich das Dach bei der Übernahme vom Boden aus an und, solange es noch steht, auch vom Gerüst. Prüfen Sie:

  • Die Falze sind gerade, parallel und auf ganzer Länge gleichmäßig geschlossen
  • Auf der Fläche sind keine Schrauben, Dellen oder Kratzer zu sehen
  • Die Fläche wellt sich auch bei Sonne nicht auffällig
  • Die Traufe leitet das Wasser in die Rinne, und die Rinne hat Gefälle zum Fallrohr
  • Der First ist wirksam entlüftet, der Lufteinlass an der Traufe ist mit einem Gitter geschützt
  • Kehlen, Rauchfang und Wandanschlüsse sind fugenlos eingeblecht und nicht dort verkittet, wo Blech hingehört
  • Der Schneefang sitzt wie geplant
  • Sie haben Angaben zum Material, die Garantiebedingungen des Herstellers und Hinweise zur Pflege erhalten

Häufige Fragen

Beim einfachen Falz, oft Winkelstehfalz genannt, werden die Ränder einmal umgebogen, beim Doppelstehfalz zweimal. Die doppelte Naht ist dichter und eignet sich auch für flache Dächer und Stellen, an denen Schnee liegen bleibt. Der einfache Falz reicht eher bei steilen Dächern und an Fassaden.

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