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Funkenprüfung für PVC-Folie (Flachdach)

Die Funkenprüfung zeigt, ob die PVC-Dachbahn auf einem Flachdach dicht ist. Ein Techniker fährt mit einer Elektrode unter Hochspannung über die Folie. Wo ein Loch ist, springt ein Funke über. So findet man auch winzige Löcher und undichte Schweißnähte, die man mit bloßem Auge nicht sieht. Gebraucht wird die Prüfung meist nach dem Verlegen

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
6,76 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,82 € - 28,16 €
Wohnung 60 m²
1014,00 €
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Spenglerarbeiten9 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz)m²-
Montage Lattung unter Dachziegelm²-
Montage Konterlattungm²3,38 €-
Setzen und Montage Dampfsperrem²2,82 €-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²19,70 €-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²14,08 €-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²28,16 €-
Summe Arbeit
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Wie die Funkenprüfung funktioniert

PVC leitet keinen Strom. Ist die Folie unbeschädigt, kommt die Spannung der Elektrode nicht durch. Hat die Folie aber ein Loch, sucht sich die Spannung dort den Weg zu einer leitfähigen Schicht unter der Bahn. Das Gerät gibt dann ein Signal, und ein sichtbarer Funke zeigt genau die Stelle des Fehlers.

Warum ist das gerade beim Flachdach so wichtig? Von einem Steildach läuft Regen schnell ab. Auf dem Flachdach bleibt Wasser stehen, vor allem dort, wo das Gefälle gering ist, und findet mit der Zeit jede Schwachstelle. Unter der Folie liegen Wärmedämmung, Dampfsperre und die tragende Decke. Dringt dort Wasser ein, dämmt die Dämmung schlechter, es kann Schimmel entstehen, und der Wasserfleck an der Zimmerdecke taucht oft ganz woanders auf als das eigentliche Loch. Die Suche dauert dann lange, und die Reparatur bedeutet, Schichten des Dachaufbaus zu öffnen.

Ohne leitfähige Schicht keine aussagekräftige Prüfung

Die ganze Methode hängt an einer Bedingung: Unter der Folie muss etwas Leitfähiges liegen. Beton leitet nur begrenzt, und trockene Dämmung aus EPS oder Mineralwolle leitet gar nicht. Bei einem üblichen gedämmten Flachdach legt man deshalb eine leitfähige Lage unter die Dachbahn, zum Beispiel ein spezielles leitfähiges Vlies oder eine leitfähige Folie. Daran sollten Sie schon bei der Planung und beim Auftrag an den Dachdecker denken. Unter eine fertig verlegte Abdichtung lässt sich diese Schicht nachträglich nicht mehr einbauen.

Ablauf der Prüfung Schritt für Schritt

Die Prüfung macht ein geschulter Techniker, oft vom Dachdeckerbetrieb oder von einem spezialisierten Prüfdienst, mit einem kalibrierten Gerät. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:

  1. Prüfen, ob unter der Folie eine leitfähige Schicht liegt und ob sie richtig geerdet oder mit dem Gerät verbunden ist.
  2. Folie reinigen und abtrocknen lassen. Wasser, Tau und Schmutz verfälschen das Ergebnis.
  3. Prüfspannung nach Dicke und Art der Bahn einstellen, in der Regel nach den Vorgaben des Folien- und des Geräteherstellers.
  4. Die gesamte Fläche Bahn für Bahn mit Bürsten- oder Besenelektrode abfahren, Nähte, Ecken und Durchdringungen besonders sorgfältig.
  5. Jede Stelle markieren, an der ein Funke überspringt, damit sie gleich repariert werden kann.
  6. Reparierte Stellen nach der Ausbesserung erneut prüfen.
  7. Ein schriftliches Protokoll mit Fotos erstellen.

Mit richtig eingestellter Spannung schadet die Prüfung der Folie nicht. Gearbeitet wird aber mit Hochspannung, deshalb sollten sich Unbeteiligte und Menschen mit Herzschrittmacher nicht in der Nähe aufhalten. Dazu kommt die Arbeit auf dem Dach mit Absturzgefahr. Das ist eine Aufgabe für Professionisten, nicht für Heimwerker.

Wann sich die Prüfung lohnt

Die Faustregel ist einfach: Je früher eine Undichtigkeit gefunden wird, desto leichter lässt sie sich beheben. Sinnvoll ist die Prüfung deshalb zu mehreren Zeitpunkten.

  • Direkt nach dem Verlegen. Die Folie liegt noch frei, die Nähte sind zugänglich, und die Reparatur geht schnell.
  • Vor der Übernahme. Das Protokoll belegt, dass Sie ein dichtes Dach übernommen haben.
  • Vor Ablauf der Gewährleistung. Findet sich dann noch ein Fehler, können Sie ihn beim ausführenden Betrieb reklamieren.
  • Nach jedem Eingriff ins Dach. Eine Photovoltaikanlage, ein Klimagerät, ein neuer Rauchfang oder eine Lüftung bringen neue Durchdringungen und damit neues Risiko.
  • Bei Verdacht auf Undichtigkeit. Die Prüfung zeigt die tatsächliche Fehlerstelle, nicht nur den Ort, an dem das Wasser heruntertropft.

Im Mehrparteienhaus beauftragt in der Regel die Hausverwaltung im Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft die Prüfung, weil das Dach zu den allgemeinen Teilen des Hauses gehört. Wenn es in Ihre Wohnung im obersten Geschoss tropft, wenden Sie sich zuerst dorthin. Als Mieter melden Sie den Schaden Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung.

Funkenprüfung, Vakuumprüfung oder Wasserprobe

Die Funkenprüfung ist nicht die einzige Möglichkeit. Jedes Verfahren hat seine Stärken.

  • Funkenprüfung geht schnell über die ganze Fläche und zeigt die Fehlerstelle genau. Sie braucht eine trockene Folie und eine leitfähige Schicht darunter.
  • Vakuumprüfung arbeitet mit einer durchsichtigen Prüfglocke, die auf die mit Seifenlösung eingestrichene Naht gesetzt wird. Ist die Stelle undicht, bilden sich Bläschen. Das dauert länger, eignet sich aber gut für gezielte Kontrollen von Nähten und Details und funktioniert ohne leitfähige Schicht.
  • Wasserprobe heißt, das Dach vorübergehend zu fluten. Sie ist langsam, belastet die Konstruktion und zeigt nur, dass irgendwo etwas undicht ist, nicht wo.

Schweißnähte prüfen Dachdecker außerdem routinemäßig mit der Prüfnadel, die man an der Nahtkante entlangzieht. Bei anspruchsvolleren Dächern kombiniert man in der Praxis oft die Funkenprüfung für die Fläche mit der Vakuumprüfung an den heikelsten Anschlüssen.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Zwei gleich große Dächer bedeuten nicht automatisch gleich viel Arbeit. Entscheidend sind vor allem:

  • Größe und Form der Fläche. Eine durchgehende, ebene Fläche ist schnell geprüft, ein verwinkeltes Dach dauert länger
  • Anzahl der Details. Dachabläufe, Rauchfänge, Lüfterhauben, Stützen, Ecken und Attikaanschlüsse müssen von Hand und aufmerksam abgefahren werden
  • Zugang zum Dach. Gebäudehöhe, fehlender Dachausstieg oder nötige Absturzsicherung verlängern die Arbeit
  • Zustand der Folie. Nasse, verstaubte oder bewachsene Bahnen müssen erst gereinigt und getrocknet werden
  • Umfang des Auftrags. Nur Prüfung oder auch Reparatur der gefundenen Fehler und erneute Kontrolle

Die meisten Undichtigkeiten findet man in Ecken, an der Attika, rund um Durchdringungen und dort, wo Bahnen zusammengeschweißt werden oder die Richtung wechseln. Die Attika ist besonders empfindlich, weil die Folie hier umgebogen und abgeschlossen wird und auf die Blechabdeckung des Spenglers trifft.

Typische Fehler

Das Gerät ist zuverlässig, die Fehler machen Menschen. Häufig sieht man Folgendes:

  • Prüfung auf nasser oder schmutziger Folie. Feuchtigkeit kann Funken an Stellen ohne Fehler auslösen oder ein echtes Loch verdecken
  • Falsch eingestellte Spannung. Zu niedrig, und feine Risse bleiben unentdeckt, zu hoch, und eine dünne Bahn kann Schaden nehmen
  • Fehlende leitfähige Schicht. Dann misst die Prüfung nichts, auch wenn das Gerät „nichts gefunden“ hat
  • Nur die Fläche geprüft. Ecken, Attika und Durchdringungen werden ausgelassen, also genau die Stellen mit den meisten Fehlern
  • Kein Protokoll. Ohne schriftlichen Nachweis und Fotos lässt sich bei einer Reklamation nichts belegen
  • Keine Nachprüfung nach der Reparatur. Ausgebesserte Stellen müssen noch einmal geprüft werden

Ergebnis und Protokoll prüfen

Gehen Sie bei der Übergabe diese Punkte durch:

  • Das Protokoll enthält Datum, Adresse, geprüfte Fläche und den Namen des Prüfers
  • Art und Dicke der Dachbahn sowie die verwendete Prüfspannung sind angegeben
  • Das Prüfgerät ist genannt, mit Angabe zur Kalibrierung
  • Das Protokoll bestätigt, dass unter der Folie eine leitfähige Schicht vorhanden war
  • Gefundene Fehlstellen sind in einem Plan eingezeichnet oder beschrieben und fotografiert
  • Es ist vermerkt, welche Fehler repariert wurden und dass die reparierten Stellen nachgeprüft wurden
  • Die Prüfung umfasst Ecken, Attika und alle Durchdringungen, nicht nur die Fläche
  • Sie legen das Protokoll zu den Bauunterlagen, denn Sie brauchen es bei Reklamationen und bei späteren Arbeiten am Dach

Häufige Fragen

Nein, wenn die Spannung zur Dicke der Bahn passt und das Gerät kalibriert ist. Ein Risiko entsteht bei zu hoher Spannung oder unerfahrener Bedienung, deshalb gehört die Prüfung in die Hände eines geschulten Technikers.

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