Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Dachlattung für Ziegel- und Steindächer montieren

Die Dachlattung ist die Reihe waagrechter Latten, an denen Dachziegel, Betondachsteine, Blechpfannen oder eine andere kleinformatige Deckung eingehängt werden. Von unten sieht man sie nicht. Trotzdem entscheidet sie, ob die Ziegelreihen gerade laufen, ob die Ziegel sauber ineinandergreifen und ob das Dach Wind

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 4,85/ m²
Richtwert-Spanne
€ 3,88 - € 6,30
Wohnung 60 m²
€ 728,00
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Dachklempnerarbeiten (Spengler)8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Montage Lattung unter Dachziegelm²€ 4,85-
Montage Konterlattungm²€ 5,40-
Setzen und Montage Dampfsperrem²€ 4,00-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²€ 27,60-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²€ 26,20-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²€ 41,40-
Summe Arbeit
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Was die Dachlattung leistet und warum es auf sie ankommt

Eine kleinformatige Deckung ist keine geschlossene Fläche. Jeder Ziegel hängt mit seiner Aufhängenase an einer Latte und überlappt die Nachbarziegel. Der Abstand zwischen den Latten, die sogenannte Lattweite, ist deshalb nicht beliebig. Der Hersteller der Deckung gibt sie für den jeweiligen Ziegeltyp und die Dachneigung vor. Liegen die Latten zu eng, überdecken sich die Ziegel stärker als vorgesehen und die obere Reihe sitzt nicht richtig auf. Liegen sie zu weit auseinander, wird die Überdeckung zu klein, und bei Schlagregen oder Flugschnee kommen Wasser und Schnee unter die Deckung.

Gleichzeitig tragen die Latten Lasten: das Gewicht der Deckung, den Schnee, Personen bei Wartungsarbeiten und den Windsog, der die Ziegel abheben will. Auf zeitgemäßen Dächern liegen die Latten auf der Konterlattung, also auf senkrecht verlaufenden Latten über der Unterdeckbahn. Dadurch entsteht zwischen Bahn und Deckung ein hinterlüfteter Raum. Feuchtigkeit kann abziehen, und Wasser, das unter einen Ziegel gelangt, rinnt auf der Bahn bis zur Traufe ab.

Warum nagelt man die Latten nicht einfach direkt auf die Bahn? Weil sie die Bahn an die Sparren drücken würden und sich über jeder Latte das Wasser stauen würde. Deshalb ist die Konterlattung heute praktisch Standard, und die Dachlattung kommt erst darauf.

Was vor der Montage fertig sein muss

Diese Leistung setzt voraus, dass der Untergrund fertig ist. Der Dachdecker kommt auf ein Dach, auf dem bereits Folgendes erledigt ist:

  • Der Dachstuhl ist vom Zimmerer geprüft, ohne morsche oder gebrochene Sparren
  • Die Unterdeckbahn liegt, Stöße sind überlappt und nach Herstellerangabe verklebt
  • Die Konterlatten sind montiert, gerade und in einer Ebene
  • Das Traufblech ist versetzt oder zumindest ist geklärt, wie die Traufe ausgeführt wird
  • Die konkrete Deckung ist ausgewählt, samt First- und Ortgangsystem

Der letzte Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Ohne technisches Datenblatt der Deckung lässt sich die Lattung nicht einteilen. Der Hersteller nennt den Bereich, in dem die Lattweite liegen darf, den Abstand der ersten Latte von der Traufe und der letzten Latte vom First. Bei Blechpfannen mit festem Modul ist die Lattweite exakt vorgegeben und überhaupt nicht veränderbar. Wird die Deckung erst nach der Lattung ausgesucht, müssen die Latten womöglich neu genagelt werden.

Werden bei einer Sanierung nur Lattung und Deckung erneuert, beurteilt man Konterlatten und Bahn erst nach dem Abdecken. Ein altes Dach ohne Unterdeckbahn, bei dem die Latten direkt auf den Sparren lagen, wird fast immer mit Bahn und Konterlattung nachgerüstet. Das ist dann eine andere, kombinierte Position. In einer Wohnhausanlage ist das Dach allgemeiner Teil des Hauses, die Arbeiten laufen daher über die Hausverwaltung bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft.

Auch die Absturzsicherung muss stehen: ein Gerüst oder ein Schutzgerüst an der Traufe und die Sicherung der Arbeiter. Die Latten dienen während der Montage zwar als Tritt, eine Sicherheitseinrichtung sind sie aber nicht.

Wer vorher und nachher dran ist

Die Lattung ist ein kurzer Zwischenschritt, an dem viele Professionisten hängen. Die meisten Probleme entstehen, wenn etwas, das unter die Latten gehört, erst nachträglich gemacht wird.

  • Zimmerer: übergibt Dachstuhl, Bahn und Konterlatten, der Dachdecker prüft Ebene und Abstände
  • Spengler: Traufblech, Rinneisen und manche Verblechungen kommen vor oder mit der Lattung, die Reihenfolge ist abzusprechen
  • Dachflächenfenster: das Fenster wird mit Zusatzlatten nach Herstelleranleitung in die Lattung eingebaut
  • Photovoltaik: Dachhaken werden in den Sparren verankert, ihre Lage plant man bei der Lattung und nicht erst auf der fertigen Deckung
  • Blitzschutz: Leitungshalter und Ableitungen setzt ein konzessionierter Elektrotechniker oder Blitzschutzfachbetrieb, der Dachdecker lässt die Stellen vorbereitet
  • Dämmung im Dachgeschoß: erfolgt von innen nach dem Eindecken, Nägel der Lattung dürfen eine bereits verlegte Dampfbremse nicht beschädigen

Sind ein Lüfterziegel für einen Strangentlüfter, eine Antenne, ein Ausstieg für den Rauchfangkehrer oder ein Sicherheitstritt geplant, lohnt es sich, die Lage schon vor der Lattung zu markieren. Der Dachdecker ergänzt dann die Latten bei der Durchdringung gleich mit.

Latten: Holz, Querschnitt und Schutz

Querschnitt nach Abstand der Auflager

Eine Latte ist ein kleiner Träger, der über die Konterlatten läuft. Je größer der Abstand zwischen den Konterlatten, also zwischen den Sparren, desto stärker muss die Latte sein. Bei üblichen Sparrenabständen im Einfamilienhaus verwendet man in der Regel Latten von etwa 30 × 50 mm. Bei größeren Sparrenabständen, schwereren Deckungen oder hoher Schneelast, wie sie in vielen alpinen Lagen Österreichs vorkommt, greift man zu Querschnitten von etwa 40 × 60 mm. Maßgeblich sind Planung oder Herstellerempfehlung, nicht die Gewohnheit.

Holzqualität und Feuchte

Für Dachlatten nimmt man Fichten- oder Tannenholz, nach Festigkeit sortiert. Die Latte soll keine großen Äste über den ganzen Querschnitt, keine Risse und keine Krümmung haben. Das Holz muss ausreichend trocken sein, als Richtwert bis etwa 20 % Holzfeuchte. Nasse Latten verdrehen sich nach dem Nageln beim Austrocknen, die Ziegelreihen werden wellig und Nägel lockern sich. In der Praxis liegen Latten oft wochenlang ungeschützt auf der Baustelle. Vor der Montage sind sie daher durchzusehen und verzogene Stücke auszusortieren.

Holzschutz

Verwendet werden Latten, die gegen Insekten und Pilze imprägniert sind, idealerweise industriell im Tauch- oder Kesseldruckverfahren. Enden, die am Dach abgeschnitten werden, streicht man mit dem vom Hersteller der Imprägnierung empfohlenen Mittel nach. Unbehandelte Schnittflächen sind die Stellen, an denen Fäulnis zuerst auftritt.

Verbindungsmittel

Die Latten werden mit verzinkten oder anders geschützten Nägeln befestigt, oft mit Rillennägeln, die besser gegen Herausziehen halten. Als Faustregel soll der Nagel mindestens zweieinhalbmal so lang sein wie die Latte dick ist, damit er durch Latte und Konterlatte geht und im Sparren verankert ist. Manche Dachdecker verschrauben, vor allem in windexponierten Lagen oder wo man genauer anziehen will. Gewöhnliche, unverzinkte Nägel rosten am Dach und verkürzen die Lebensdauer der Verbindung.

So wird die Dachlattung Schritt für Schritt montiert

Einteilung der Lattweite

Zuerst misst der Dachdecker die Länge der Dachfläche an beiden Ortgängen und in der Mitte. Von der Gesamtlänge zieht er die Bereiche an Traufe und First ab, die der Hersteller vorgibt. Den Rest teilt er in gleiche Abstände, die im zulässigen Bereich liegen. Ziel ist, dass alle Ziegelreihen dieselbe Überdeckung haben und unter dem First keine Ziegel gekürzt werden müssen. Bei Blechpfannen mit festem Modul geht man umgekehrt vor: Die Lattweite ist fix, angepasst wird die Lage der letzten Latte am First.

Traufe und First

Die erste Latte an der Traufe wird erhöht, meist um eine Lattendicke oder nach System der Deckung. Die erste Ziegelreihe hat nämlich keine Reihe unter sich, auf der sie aufliegt, und würde ohne Erhöhung flacher liegen als die übrigen. Am First kommen die letzte Latte und die Firstlatte in Firstlattenhaltern, die später die Firstziegel trägt. Ihre Höhe richtet sich nach dem Firstsystem.

Das eigentliche Nageln

  1. Lage der Latten an den äußeren Konterlatten anzeichnen und eine Schnur spannen oder einen Laser verwenden.
  2. Erhöhte Traufenlatte setzen und nageln.
  3. Richtung First weiterarbeiten und bei jeder Latte die Lattweite mit Lattenmaß oder Schablone prüfen.
  4. Latte an jeder Kreuzung mit einer Konterlatte nageln.
  5. Lattenstöße immer auf einer Konterlatte ausführen und so versetzen, dass sie nicht alle über einem Sparren liegen.
  6. Laufend mit der Schnur prüfen, ob die Latten parallel zur Traufe liegen.
  7. Letzte Latte und Firstlattenhalter nach System der Deckung setzen.
  8. Latten an Details ergänzen und Schnittflächen streichen.

Jede Latte sollte auf mindestens drei Auflagern liegen. Kurze Lattenstücke, die nur über eine oder zwei Konterlatten reichen, sind in der Fläche eine Schwachstelle.

Details, die zur Lattung gehören

  • Zusatzlatten rund um Rauchfang, Dachflächenfenster und Gaupen nach Einbauanleitung von Fenster oder Verblechung
  • Latten oder Bretter für die Kehle, auf die Kehlblech oder Kehlband kommt
  • Gratlatten bei Walmdächern
  • Randlatten am Ortgang für Ortgangziegel oder Ortgangverblechung
  • Zusatzlatten für Schneefanggitter, Sicherheitstritte und PV-Dachhaken, wenn deren Hersteller das verlangt
  • Lüftungsgitter oder Vogelschutzkamm an der Traufe nach Vereinbarung

Diese Details werden in Angeboten manchmal gesondert verrechnet, manchmal sind sie im Quadratmeterpreis enthalten. Klären Sie vor Beginn, was die Position umfasst.

Nur Lattung, nur Konterlattung oder beides

In der Preisliste finden Sie drei verwandte Positionen. Sie unterscheiden sich im Umfang und im Zustand des Daches vor Arbeitsbeginn.

  • Dachlattung unter kleinformatige Deckung: nur die waagrechten Latten auf fertige Konterlatten. Passt, wenn der Zimmerer Konterlattung, Dachstuhl und Bahn gemacht hat, oder wenn beim Tausch der Deckung Konterlatten und Bahn gut erhalten bleiben. Die Arbeit lebt von der genauen Einteilung und gleichen Abständen.
  • Konterlattung: nur die senkrechten Latten über den Sparren auf der Bahn. Sie schaffen den Lüftungsraum, halten die Bahn und gleichen die Dachebene aus. Hier geht es um Unterfüttern, Ebenheit und das Abdichten der Nageldurchdringungen durch die Bahn.
  • Lattung und Konterlattung gemeinsam: eine Partie macht beide Lagen in einem Durchgang. Das ist bei Neubauten üblich und bei Sanierungen, bei denen eine Bahn nachgerüstet wird. Vorteil: Ein Auftragnehmer ist für Ebene und Lattweite verantwortlich.

Die reine Lattung bestellen Sie, wenn jemand anderer für die Konterlatten geradesteht. Der Dachdecker haftet dann nur für seine eigene Lage. Sind die Konterlatten krumm, gleicht die Lattung das nicht aus. Die Latte folgt dem Untergrund, und die Welle überträgt sich in die Deckung. Ein guter Dachdecker sieht sich deshalb die Konterlatten vorher an und meldet Mängel, bevor der erste Nagel sitzt.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Am einfachsten ist ein Satteldach mit zwei geraden Flächen, ohne Durchdringungen, gut erreichbar vom Gerüst. Die Latten laufen von Ortgang zu Ortgang, eine Einteilung gilt für die ganze Fläche, und die Arbeit geht zügig voran.

Aufwendiger und langwieriger wird es vor allem bei:

  • Walm- und Zeltdächern, wo jede Latte am Grat schräg zugeschnitten wird
  • Kehlen, Gaupen, mehreren Dachflächenfenstern und Rauchfängen
  • Unterschiedlichen Sparrenlängen in einer Fläche, etwa bei Mansarddächern, die mehrere Einteilungen verlangen
  • Deckungen mit kleiner Lattweite, zum Beispiel Biberschwanz in Doppeldeckung, wo deutlich mehr Latten pro Quadratmeter anfallen
  • Größeren Sparrenabständen, die stärkere und schwerere Latten erfordern
  • Steiler Neigung, großer Gebäudehöhe und eingeschränktem Platz für den Materialaufzug
  • Sanierungen, bei denen alte Latten entfernt und Nagelreste gezogen werden müssen
  • Wind, Regen oder Reif, bei denen am Dach nicht sicher gearbeitet werden kann

Bei einem einfachen Einfamilienhausdach schafft eine erfahrene Partie aus zwei bis drei Leuten die Lattung in der Regel in ein bis zwei Tagen. Ein stark gegliedertes Dach mit vielen Details kann ein Vielfaches dauern. Trocknungs- oder Aushärtezeiten gibt es keine. Die Bahn unter den Latten sollte aber nicht lange ohne Deckung bleiben. Die meisten Unterdeckbahnen vertragen UV-Licht nur eine begrenzte Zeit laut Hersteller, und Latten allein schützen das Dach nicht vor Regen.

Typische Fehler und wie sie sich zeigen

Fehler in der Lattung zeigen sich oft erst beim Eindecken, manche sogar erst nach Jahren.

  • Ungleiche Lattweite: Ziegelreihen lassen sich nicht richtig einhängen, es entstehen Spalten oder Spannungen, unter dem First müssen Ziegel geschnitten werden
  • Nicht erhöhte Traufenlatte: die erste Reihe liegt flacher, Wasser kann unter die Deckung zurücklaufen, die Reihe wirkt optisch abgesackt
  • Latten nicht parallel zur Traufe: Ziegelreihen laufen schief oder wellig, von der Straße aus sichtbar
  • Lattenstöße alle über einem Sparren: geschwächte Stelle, die sich unter Schnee durchbiegen kann
  • Fehlende Nägel an einzelnen Kreuzungen: die Latte federt bei Wind oder beim Begehen und lockert sich
  • Unimprägniertes oder nasses Holz: verdrehte Latten, später Fäulnis an Traufe und Rauchfang
  • Latten direkt auf der Bahn ohne Konterlattung: Wasser staut sich über den Latten, die Bahn wird eingedrückt, im Dachgeschoß tauchen nasse Flecken auf
  • Fehlende Zusatzlatten bei Rauchfang und Fenstern: die Verblechung hat keinen Halt, die Deckung liegt am Detail nicht fest
  • Verstopfter Lüftungsraum an First oder Traufe: Feuchte bleibt unter der Deckung, im Winter bildet sich Reif auf der Bahn

Die meisten davon deckt etwas sehr Einfaches auf: zwei oder drei Ziegelreihen probeweise auf einer Fläche einhängen, bevor die ganze Lieferung aufs Dach kommt.

Anleitung für Heimwerker: Latten am Boden vorbereiten und prüfen

Die Montage am Dach ist Arbeit in der Höhe und gehört in die Hände des Dachdeckers mit Gerüst und Absturzsicherung. Am Boden können Sie aber einiges beitragen, das die Qualität sichtbar verbessert und Zeit spart.

  1. Technisches Datenblatt der gewählten Deckung beim Händler besorgen und dem Dachdecker vor Beginn übergeben.
  2. Gelieferte Latten auf Querschnitt, Imprägnierung und Lieferschein prüfen.
  3. Latten trocken, eben und auf Unterleghölzern lagern, mit Plane abdecken und seitlich belüften.
  4. Jede Latte über die Länge anvisieren und verdrehte, stark gekrümmte oder rissige Stücke aussortieren.
  5. Stücke mit großen Ästen über den ganzen Querschnitt zur Seite legen.
  6. Geplante Lage von Lüfterziegeln, Ausstieg, Schneefang und PV-Haken auf einem Plan einzeichnen.
  7. Streichmittel für Schnittflächen nach Angabe des Imprägnierungsherstellers bereitstellen.
  8. Abfallholz und alte Latten bei Sanierungen am Boden sammeln und Nägel entfernen.

Abnahme der fertigen Lattung

Prüfen Sie die fertige Lattung vor dem Eindecken, solange sich alles leicht korrigieren lässt. Am besten begleiten Sie den Dachdecker dabei vom Gerüst aus und betreten das Dach nicht selbst. Die Lattweite wird an mehreren Stellen gemessen, an beiden Ortgängen und in der Mitte. Die Parallelität zeigt eine entlang der Latte gespannte Schnur. Sehen Sie sich auch Details an, die nach dem Eindecken nicht mehr beurteilt werden können.

  • Lattweite entspricht dem Datenblatt der gewählten Deckung und ist in der ganzen Fläche gleich
  • Traufenlatte ist nach System der Deckung erhöht
  • Firstlatte und Halter sitzen in der richtigen Höhe
  • Latten laufen parallel zur Traufe und liegen ohne sichtbare Wellen in einer Ebene
  • Jede Latte ist an jeder Kreuzung mit der Konterlatte genagelt
  • Lattenstöße liegen auf Konterlatten und sind versetzt
  • Jede Latte liegt auf mindestens drei Auflagern
  • Holz ist imprägniert, Schnittflächen sind behandelt
  • Zusatzlatten bei Rauchfang, Fenstern, Kehle, Grat und Ortgang sind gesetzt
  • Stellen für Schneefang, Photovoltik und Blitzschutz sind vorbereitet
  • Unterdeckbahn ist unbeschädigt, der Lüftungsraum an Traufe und First ist frei
  • Probeweise eingehängte Ziegelreihen sitzen ohne Spalten und ohne Spannung

Häufige Fragen

Bei Dächern mit Unterdeckbahn nicht. Die Latten würden die Bahn an die Sparren drücken, und das Wasser würde sich über ihnen stauen. Direkt auf Sparren lattete man bei alten Kaltdächern ohne Bahn. Bei einer Sanierung ersetzt man diese Lösung heute in der Regel durch Bahn und Konterlattung.

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