Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Einbauschrank nach Maß montieren

Ein Einbauschrank nach Maß, in Österreich oft auch Einbaukasten genannt, nutzt Platz, mit dem ein normaler Kasten nichts anfangen kann: die Nische im Vorzimmer, den Raum unter der Dachschräge im ausgebauten Dachgeschoß, eine ganze Schlafzimmerwand vom Boden bis zur Decke oder die Ecke hinter der Tür.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·2 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 53,80/ Std.
Richtwert-Spanne
€ 43,04 - € 69,94
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Einbauschrank nach Maß montieren

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Tischler- und Schreinerarbeiten2 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Möbel und Regale
Montage Einbauschrank nach MaßStd.€ 53,80 / Std.Std.Menge eingeben-
Montage und Aufhängen von HolzregalenStk.€ 20,70 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Summe Arbeit
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Was die Montage umfasst

Die Montage eines Einbauschranks nach Maß wird in der Preisliste nach Arbeitsstunden abgerechnet. Ein einfacher Nischenschrank ist in wenigen Stunden aufgestellt, eine ganze Schrankwand mit Schräge, Beleuchtung und Schiebetüren kann zwei Monteure einen ganzen Tag beschäftigen. Üblicherweise gehören dazu:

  • das Hinauftragen, Auspacken und Kontrollieren der Teile,
  • die Kontrolle der Raummaße und der Vergleich mit dem Aufmaß,
  • der Zusammenbau von Korpussen, Seitenwänden, Fachböden und Mittelwänden,
  • das Ausrichten in Waage und Lot, das Unterlegen und Einstellen von Stellfüßen oder Sockel,
  • die Befestigung an der Wand, wenn nötig auch an der Decke, und das Schließen der Fugen mit Passleisten oder Blenden,
  • der Einbau der Innenausstattung wie Kleiderstangen, Laden, Körbe und Auszüge,
  • das Einhängen und Einstellen der Schiebe- oder Drehtüren samt Dämpfung,
  • das Abdichten von Anschlussfugen, die Montage der Griffe und das Aufräumen.

Nicht enthalten sind die Herstellung des Schranks und das Plattenmaterial, die Beschläge, das Schiebetürsystem, die LED-Beleuchtung und ihr elektrischer Anschluss. Ebenso wenig gehören Wandarbeiten dazu, etwa das Begradigen einer stark schiefen Laibung, oder der Abbau eines alten Kastens. Den Anschluss einer Beleuchtung an die fixe 230-V-Installation übernimmt ein befugter Elektrotechniker.

Wann montiert wird und was vorbereitet sein muss

Der Einbauschrank kommt zu den letzten Arbeiten in der Wohnung. Die Wände sollen verputzt, ausgemalt und trocken sein, der Boden verlegt und die Sockelleisten entweder montiert oder im Schrankbereich bewusst weggelassen. Steht der Schrank auf frischem Putz oder auf einem noch feuchten Estrich, zieht die Spanplatte Feuchtigkeit, und die Türen können sich später verziehen.

Schon vor dem Aufmaß sollten Sie klären:

  • Boden unter dem Schrank. Steht der Schrank auf dem fertigen Boden, oder wird der Belag darunter ausgespart? Schwimmend verlegtes Parkett oder Laminat unter einem schweren Kasten mit festem Sockel kann nicht mehr arbeiten und an den Stößen aufgehen.
  • Strom. Für eine Innenbeleuchtung muss vorher eine Leitung an die richtige Stelle gelegt werden. Sonst bleiben Akku- oder Batterieleuchten oder eine Steckdose außerhalb des Schranks.
  • Schalter und Steckdosen. Was hinter dem Schrank verschwinden würde, muss rechtzeitig versetzt werden.
  • Heizung und Lüftung. Der Kasten soll nicht vor einem Heizkörper stehen und keine Lüftungsöffnung verdecken. An einer Außenwand ist ein kleiner Abstand zur Hinterlüftung sinnvoll, gerade in Altbauten mit wenig gedämmten Außenmauern.
  • Ebenheit von Wänden und Decke. Beim Aufmaß sollte geprüft werden, wie stark die Raumhöhe von einer Seite zur anderen abweicht. In Gründerzeit- und Altbauwohnungen sind mehrere Zentimeter keine Seltenheit.
  • Transportweg. Die Teile und vor allem raumhohe Türen müssen über die Stiege, durch den Lift und durch die Zimmertür passen. In Altbauten mit engen Stiegenhäusern wird das oft unterschätzt.
  • Mietwohnung. In einer Mietwohnung sollten Sie das Bohren und den Einbau vorher mit dem Vermieter klären, auch die Frage, ob der Schrank beim Auszug bleiben darf.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Raum und Teile kontrollieren

Zuerst messen die Monteure den Raum nach und vergleichen ihn mit dem Aufmaß. Sie prüfen, ob alle Teile da sind, ob beim Transport etwas beschädigt wurde und ob die Maße passen. Hat sich die Wand seit dem Aufmaß verändert, etwa durch zusätzlichen Putz oder Fliesen, fällt das jetzt auf.

Basis ausrichten

Der Schrank steht auf einem Sockel oder auf verstellbaren Füßen. Bei unebenem Boden wird die Basis unterlegt oder eingestellt, bis sie genau in der Waage ist. Von diesem Schritt hängt alles andere ab. Ist die Basis schief, verzieht sich der Korpus, und die Schiebetüren laufen von selbst auf eine Seite.

Korpusse zusammenbauen

Seiten, Böden, Fachböden und Mittelwände werden nacheinander verbunden. Breite Schränke bestehen meist aus mehreren Korpussen nebeneinander, die miteinander verschraubt werden. Jeder Korpus wird im Lot und über die Diagonalen kontrolliert, damit er rechtwinkelig ist.

Befestigen und Fugen schließen

Ein hoher Schrank muss an der Wand befestigt werden, und zwar im tragfähigen Untergrund, also im Ziegel- oder Betonmauerwerk oder in den Profilen einer Gipskartonwand, mit Dübeln für das jeweilige Material. Bei alten Ziegelmauern mit Hohlstellen im Putz lohnt sich eine Probebohrung. Fugen zu einer unebenen Wand oder Decke werden mit Passleisten geschlossen, die vor Ort nach dem Wandverlauf zugeschnitten werden. Unter der Schräge wird die Seite oder die Oberseite des Schranks im passenden Winkel angepasst.

Innenausstattung einbauen

In die Korpusse kommen Kleiderstangen, Auszugskörbe, Laden, Schuhauszüge und anderes Zubehör. Die Höhe der Stange richtet sich danach, was dort hängen soll. Lange Mäntel und Kleider brauchen mehr Höhe, für Hemden und Sakkos reicht weniger.

Schiebetüren montieren

Die obere Laufschiene wird am Schrank oder an der Decke befestigt, die untere Führungsschiene unten. Beide müssen parallel und in der Waage liegen. Die Türen werden eingehängt und über die Stellschrauben an den Laufwagen justiert, bis die Fugen zu den Schrankseiten gleichmäßig sind. Die Hersteller von Schiebetürbeschlägen geben zwischen benachbarten Türen einige Millimeter Abstand vor, häufig etwa 3 bis 5 mm. Zuletzt wird der gedämpfte Einzug eingestellt, damit die Türen vor dem Ende abbremsen.

Drehtüren und Fertigstellung

Bei Drehtüren werden Topfscharniere eingesetzt, in Österreich oft vom Vorarlberger Hersteller Blum, und die Türen in drei Richtungen eingestellt, damit die Fugen gleich sind und sich die Türen nicht berühren. Dann folgen die Griffe oder bei grifflosen Fronten ein Tip-On-Beschlag. Zum Schluss wird der Schrank gereinigt, die Schutzfolie abgezogen und der Lauf aller Türen und Laden geprüft.

Anleitung für Heimwerker: Schrank aus maßgefertigten Teilen aufbauen

Manche Anbieter liefern den Einbauschrank passgenau zugeschnitten mit Anleitung, die Montage übernimmt der Kunde. Vorgehen:

  1. Teile auspacken, nach Plan sortieren und Anzahl sowie Maße kontrollieren.
  2. Raumhöhe an mehreren Stellen messen und den niedrigsten Punkt suchen.
  3. Mit einem Leitungssucher prüfen, wo in der Wand Leitungen und Rohre verlaufen.
  4. Sockel oder Füße über die ganze Schranklänge mit der Wasserwaage ausrichten.
  5. Korpusse zusammenbauen und die Diagonalen messen, die gleich lang sein müssen.
  6. Korpusse aufstellen, untereinander verschrauben und an der Wand befestigen.
  7. Obere und untere Schiene genau nach Anleitung montieren.
  8. Türen einhängen, Höhe und Fugen einstellen und die Schrauben festziehen.
  9. Innenausstattung montieren und jede Lade und jeden Korb ausprobieren.
  10. Fugen zu Wand und Decke mit Passleisten schließen.

Schwere Türen mit Spiegel oder Glas sollte man zu zweit montieren. Raumhohe Spiegeltüren sind schwerer, als sie aussehen, und können beim Umfallen gefährlich werden.

Materialien und Varianten

Korpus

Am häufigsten ist beschichtete Spanplatte in einer Stärke von 18 oder 19 mm. Sie ist günstig und in vielen Dekoren erhältlich, viele Tischler verarbeiten Platten des Tiroler Herstellers Egger. Für Fronten und Türen kommt auch lackierte oder folierte MDF zum Einsatz. Massivholz ist bei Einbauschränken seltener, weil es mit der Feuchtigkeit arbeitet und teurer ist.

Schiebetüren

Schiebetüren brauchen keinen Schwenkbereich und passen daher in schmale Vorzimmer und kleine Schlafzimmer. Der Rahmen ist aus Aluminium oder Stahl, die Füllung aus Spanplatte, Spiegel, lackiertem Glas oder einer Kombination. Es ist allerdings immer nur ein Teil des Schranks offen.

Drehtüren

Sie zeigen den ganzen Inhalt auf einmal und schließen dichter, brauchen aber freien Platz vor dem Schrank. Steht dort ein Bett oder ein Schreibtisch, sind sie oft unpraktisch.

Begehbarer Schrank ohne Türen

In einem eigenen Schrankraum wird oft ein offenes System mit Fachböden und Stangen ohne Türen eingebaut. Die Montage ist einfacher, dafür ist alles sichtbar, und es staubt mehr.

Beleuchtung

LED-Streifen in Profilen oder Leuchten mit Bewegungsmelder schalten beim Öffnen der Türen ein. Das Netzgerät muss für einen Tausch erreichbar sein und darf in einem geschlossenen Fach nicht überhitzen.

Maße und Innenaufteilung, die Sie durchdenken sollten

Der Monteur baut auf, was geplant wurde. Ob der Schrank im Alltag gut funktioniert, entscheidet sich deshalb bei der Planung. Beim Aufmaß lohnt es sich, an ein paar praktische Dinge zu denken.

  • Tiefe. Für einen Schrank mit Kleiderbügeln rechnet man meist mit einer Innentiefe von etwa 55 bis 60 cm, damit die Bügel nicht an die Türen stoßen. Schiebetüren brauchen für die Schienen noch einige Zentimeter dazu.
  • Hängehöhe. Lange Mäntel und Kleider benötigen deutlich mehr Höhe als Hemden und Sakkos. Häufig wird ein Teil mit einer Stange und ein anderer mit zwei Stangen übereinander geplant.
  • Laden hinter Schiebetüren. Eine Lade muss so sitzen, dass sie sich herausziehen lässt, ohne an die Tür oder an deren Rahmen im Überlappungsbereich zu stoßen.
  • Obere Fächer. Fächer unter der Decke eignen sich für Koffer und saisonale Dinge. Was täglich gebraucht wird, gehört auf Augen- und Griffhöhe.
  • Abteil für Staubsauger oder Bügelbrett. Im Vorzimmer ist ein Abteil ohne Fachböden praktisch, in dem hohe Dinge Platz finden.

Wenn Sie unsicher sind, messen Sie Ihre eigene Kleidung und die Sachen, die in den Schrank sollen. Das ist einfacher, als später das Innenleben umzubauen.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Aufmaß vor fertigen Wänden. Es kommt vor, dass auf dem Rohputz gemessen wird und der Schrank nach dem Spachteln oder Verfliesen nicht mehr in die Nische passt.
  • Basis nicht ausgerichtet. Die Schiebetüren öffnen oder schließen sich von selbst, und die Fugen zwischen den Türen sind oben anders als unten.
  • Schrank nicht an der Wand befestigt. Beim Öffnen schwerer Türen oder wenn Kinder hinaufklettern, kann er kippen.
  • Befestigung in nicht tragfähigem Untergrund. Ein Dübel in Gipskarton ohne Profil oder in mürbem Putz hält nicht.
  • Schrank an der Außenwand ohne Hinterlüftung. Dahinter schlägt sich Feuchtigkeit nieder, und es entsteht Schimmel, den niemand sieht, bis es muffig riecht.
  • Schrank vor Steckdose oder Schalter. Das Versetzen wurde vergessen, und der Schrank muss nachträglich ausgeschnitten werden.
  • Ungünstige Innenaufteilung. Lange Kleider haben keinen Platz, Laden stoßen an Türgriffe, oder hinter der Schiebetür lässt sich eine Lade nicht öffnen.
  • Montage auf frischem Putz. Feuchtigkeit gelangt in die Platten, und die Türen verziehen sich.

Genehmigungen und Befugnisse

Für den Einbau eines Schranks ist in der Regel keine Bewilligung nötig, im Zweifel fragen Sie bei Ihrer Gemeinde oder Baubehörde nach, ob für Ihr Vorhaben etwas zu beachten ist. Montiert wird üblicherweise von einer Tischlerei oder von Monteuren des Möbelherstellers. Arbeiten an der fixen 230-V-Elektroinstallation, etwa ein neuer Anschluss für die Schrankbeleuchtung, darf nur ein befugtes Elektrotechnikunternehmen ausführen. Eine LED-Beleuchtung mit Steckernetzgerät können Sie selbst anstecken. Müssen wegen des Schranks Steckdosen oder Schalter versetzt werden, ist das eine eigene Elektroarbeit mit eigener Position.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • der Schrank steht in der Waage, was Sie mit der Wasserwaage auf einem Fachboden und oben prüfen,
  • halb geöffnete Schiebetüren bleiben stehen und bewegen sich nicht von selbst,
  • die Türen laufen über die ganze Länge leicht, und die Dämpfung stoppt sie ohne Anschlagen,
  • die Fugen zwischen und rund um die Türen sind oben und unten gleich,
  • der Schrank wackelt nicht, wenn Sie dagegen drücken, und ist fest mit der Wand verbunden,
  • die Passleisten zu Wand und Decke liegen an, ohne sichtbare Spalten dahinter,
  • Laden und Körbe lassen sich ganz ausziehen und stoßen weder an Türen noch an Griffe,
  • die Plattenkanten sind nicht angeschlagen, und auf den Fronten sind keine Kratzer,
  • die Beleuchtung schaltet beim Öffnen ein, und das Netzgerät ist erreichbar,
  • Sie haben die Einstellanleitung der Beschläge und einen Servicekontakt beim Hersteller.

Einige Wochen nach der Montage können sich die Türen leicht verstellen, weil sich der Schrank setzt und das Material an die Raumfeuchte anpasst. Üblich ist, mit der Tischlerei eine Nachjustierung nach den ersten Wochen zu vereinbaren.

Preis und was ihn beeinflusst

Die Montage eines Einbauschranks nach Maß wird in der NUMIQ-Preisliste pro Arbeitsstunde berechnet, inklusive Kleinmaterial, ohne Schrank, Beschläge und Beleuchtung. Den aktuellen Stundensatz finden Sie in der Preisliste unter Tischlerarbeiten. Die Preise unterscheiden sich je nach Bundesland und Stadt.

Der Endbetrag für die Montage hängt vor allem von der Stundenzahl ab. Sie wird beeinflusst durch:

  • Breite und Höhe des Schranks und die Anzahl der Korpusse,
  • Anzahl und Art der Türen, wobei schwere Spiegel- oder Glastüren mehr Zeit brauchen,
  • Dachschräge, Nische oder unebene Wände, die vor Ort angepasst werden müssen,
  • den Umfang der Innenausstattung, der Auszüge und Laden,
  • den Zugang zur Wohnung, ein Stockwerk ohne Lift und den Weg vom Fahrzeug,
  • die Montage von Beleuchtung und weiterem Zubehör.

Den Schrank selbst kalkuliert die Tischlerei nach Plan. Den Unterschied machen vor allem das Türmaterial und die Innenausstattung, etwa Auszugskörbe und gedämpfte Laden.

Muss vorher ein alter Schrank weg, lesen Sie den Beitrag zum Abbruch des Einbauschranks. Für die Planung der ganzen Wohnung passt auch die Seite zur Küchenmontage, für Trockenbau der Beitrag zum Einbau von Regalen und Nischen in Gipskarton.

Häufige Fragen

Ein einfacher Nischenschrank mit zwei Schiebetüren ist meist in wenigen Stunden fertig. Eine ganze Schrankwand mit Schräge, Beleuchtung und viel Ausstattung kann zwei Monteure einen ganzen Tag oder länger beschäftigen.

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