Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Externer NS-Anschluss der Wohnung an den Stromzähler

Der externe NS-Anschluss (NS steht für Niederspannung) ist die Leitung, die den Strom vom Anschlusspunkt des Netzbetreibers bis zu Ihrem Zählerplatz bringt. Ohne diese Verbindung lässt sich eine Wohnung oder ein Gebäude nicht einmal vorübergehend versorgen. Sie brauchen diese Arbeit beim Neubau, wenn eine neue Wohnung oder Geschäftseinhei

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
16,86 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
12,10 € - 37,84 €
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Elektroinstallation24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Elektroinstallation
Montage Außen-Niederspannungs-HausanschlussStk.-
Netzwerkverkabelung / Datenleitung verlegen (FTP)Stk.-
Abgang für 230 V-Steckdose - RohinstallationStk.18,16 €-
Abgang für Schalter - RohinstallationStk.18,16 €-
Lichtauslass - RohinstallationStk.21,20 €-
Feininstallation 230-V-Steckdose / SchalterStk.7,57 €-
Verlegung Starkstromkabel NYM (bis 3×2,5)lfm2,27 €-
Verlegung Schwachstromkabel (FTP, Koax)lfm1,82 €-
Schlitzen für Kabel - Ziegel / Porenbetonlfm8,78 €-
Schlitzen für Kabel - Beton / Plattenbaulfm12,10 €-
Wandschlitze nach Elektroinstallation verschließenlfm8,17 €-
Montage und Anschluss WohnungsverteilerStk.227,06 €-
Anschluss 1-poliger LS-SchalterStk.12,10 €-
Anschluss Fehlerstromschutzschalter (FI)Stk.18,16 €-
Montage und Anschluss HaustürklingelStk.37,84 €-
Anschluss und Setzen RaumthermostatStk.30,27 €-
Montage LED-Band inkl. Aluminiumprofillfm18,16 €-
Einbaustrahler in Gipskartondecke montierenStk.27,25 €-
Montage Luster / HängeleuchteStk.-
Montage WandleuchteStk.21,20 €-
Montage und Anschluss Lüfter (Bad/WC)Stk.-
Abgang für TV-/Datendose - RohinstallationStk.18,16 €-
Feininstallation TV-/DatendoseStk.12,10 €-
Fachgerechter Anschluss Kochfeld 400 VStk.-
Summe Arbeit
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Was genau zu dieser Arbeit gehört

Diese Leistung endet am Zählerschrank. Alles, was danach kommt, also Unterverteiler, Steckdosen und Licht, gehört zur Elektroinstallation im Gebäude. Das sind zwei getrennte Teile, und für beide gibt es eigene Unterlagen und Prüfungen.

In Österreich ist die Zuständigkeit klar aufgeteilt: Das eigentliche Hausanschlusskabel bis zum Hausanschlusskasten baut in der Regel der Netzbetreiber selbst, also meist der Netzbetreiber Ihres Bundeslandes oder Ihrer Stadt. Die Leitung von dort oder von einer Anschlusssäule bis zum Zählerschrank verlegt ein konzessionierter Elektrotechniker. Wie diese Grenze bei Ihnen genau verläuft, steht in den Technischen Anschlussbedingungen (TAEV) und den ergänzenden Vorgaben Ihres Netzbetreibers. Prüfen Sie beim Vergleich von Angeboten, ob die ganze Strecke bis zum Zählerschrank enthalten ist oder nur ein Teil.

In der Praxis unterscheidet sich vor allem, wo die Leitung verläuft:

  • Einfamilienhaus, Gartenhaus oder Wochenendhaus: Das Kabel führt oft von einer Anschlusssäule an der Grundstücksgrenze durch das Erdreich zum Gebäude oder umgekehrt
  • Wohnung im Mehrparteienhaus: Die Zähler sitzen meist gemeinsam im Keller oder im Stiegenhaus, die Leitung läuft durch allgemeine Teile des Hauses, deshalb müssen Hausverwaltung und Wohnungseigentümergemeinschaft Bescheid wissen
  • Geschäftslokal: Der Ablauf ist ähnlich, die benötigte Leistung ist aber meist höher

Ablauf Schritt für Schritt

Graben und Kabelverlegen sind nur der mittlere Teil. Die meiste Zeit kosten Anmeldung, Abstimmung und das Warten auf den Netzbetreiber.

  1. Antrag auf Netzzugang beim örtlichen Netzbetreiber, meist über ein Online-Portal und über Ihren Elektrotechniker. Dazu gehören Lageplan, gewünschte Leistung und der Nachweis, dass Sie Eigentümer sind oder dessen Zustimmung haben.
  2. Rückmeldung des Netzbetreibers: Er legt den Anschlusspunkt, die Absicherung und die technischen Vorgaben fest.
  3. Planung durch den Elektrotechniker nach ÖVE/ÖNORM E 8101 und den TAEV.
  4. Künette ausheben, üblicherweise etwa 60 bis 80 cm tief, unter Zufahrten und befestigten Flächen nach Vorgabe tiefer. Die Sohle wird geebnet und mit Sand ausgelegt.
  5. Kabel verlegen im Sandbett oder im Schutzrohr, verfüllen, verdichten und ein Warnband über dem Kabel einlegen.
  6. Zählerschrank setzen: waagrecht, fest montiert und für den Netzbetreiber gut zugänglich.
  7. Prüfung der Anlage durch den Elektrotechniker, mit Prüfbefund.
  8. Inbetriebnahme: Der Elektrotechniker schickt die Fertigstellungsmeldung, der Netzbetreiber setzt den Zähler, heute meist einen Smart Meter, und verplombt ihn.

Warum nicht einfach schon losgraben? Weil erst die Vorgaben des Netzbetreibers festlegen, wo die Leitung beginnt und welche Absicherung Sie bekommen. Wer vorher gräbt, riskiert, dass Arbeit doppelt gemacht wird.

Kabel, Absicherung und Zählerschrank

Kabeltyp und Querschnitt ergeben sich aus der Leistung und der Länge der Strecke. Für die Erdverlegung nimmt man erdverlegbare Kabel wie E-YY (in Deutschland als NYY bekannt), bei längeren Strecken auch Aluminiumkabel. Bei kurzen Wegen zum Haus sind Kupferquerschnitte von 10 oder 16 mm² verbreitet, bei längeren Wegen oder höherer Leistung entsprechend mehr. Ein langes, zu dünnes Kabel verliert Spannung, deshalb wird der Querschnitt berechnet und nicht geschätzt.

Ein paar Punkte zur Absicherung:

  • Dreiphasiger Anschluss ist in Österreich für Wohnungen und Häuser der Normalfall, auch wegen E-Herd und Durchlauferhitzer
  • Vor dem Zähler sitzt eine Vorzählersicherung, in neueren Anlagen oft als selektiver Schalter, die genaue Ausführung schreibt der Netzbetreiber vor
  • Mehr Leistung lohnt sich nur, wenn Sie sie auch brauchen. Für eine höhere Anschlussleistung verrechnet der Netzbetreiber zusätzlich ein Netzbereitstellungsentgelt
  • Wallbox und Wärmepumpe sprechen Sie vorab mit dem Netzbetreiber ab, bei größeren Geräten entscheidet er, ob der Anschluss reicht

Der Zählerschrank muss den Vorgaben Ihres Netzbetreibers entsprechen. Für die Aufstellung im Freien gilt: wetterfest, versperrbar und mit Möglichkeit zur Plombierung.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Der Aufwand hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Länge der Strecke vom Anschlusspunkt bis zum Zählerschrank
  • Boden: Steine, Lehm, Wurzeln und enge Platzverhältnisse bremsen, lockerer Boden und freie Zufahrt für einen Minibagger beschleunigen
  • Hindernisse: Gehsteig, Einfahrt, Zaun oder Kreuzungen mit Wasser, Gas oder Kanal
  • Händisch graben oder Bagger
  • Querschnitt und Kabelart
  • Im Mehrparteienhaus: Leitungswege durch Keller und Stiegenhaus, Durchbrüche durch Decken und Abstimmung mit der Hausverwaltung

Holen Sie vor dem Graben eine Leitungsauskunft bei den Versorgern ein. Eine beschädigte Gas- oder Wasserleitung richtet mehr Schaden an, als der ganze Anschluss wert ist. Wird beim Graben eine Gasleitung getroffen oder riecht es nach Gas, verlassen Sie sofort die Stelle und rufen den Gasnotruf 128 oder die 112.

Was der Netzbetreiber vorgibt und wer arbeiten darf

Der Netzbetreiber gibt das technische Konzept vor: Anschlusspunkt, Absicherung, Art und Ort des Zählerschranks. Weicht die Ausführung davon ab, kann er die Inbetriebnahme verweigern. In einer Eigentumswohnung stimmen Sie die Arbeiten mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft ab, weil allgemeine Teile des Hauses betroffen sind. Mieter sprechen vorher mit dem Vermieter.

Arbeiten an der Anlage bis zum Zähler darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker ausführen, den der Netzbetreiber als Installationsunternehmen akzeptiert. Selbst erledigen können Sie höchstens das Ausheben der Künette nach Anweisung des Fachbetriebs. Verlegen, Anschließen und Prüfen gehören in die Hand des Elektrotechnikers.

Typische Fehler

  • Graben vor der Freigabe: Der Netzbetreiber legt einen anderen Anschlusspunkt fest, und ein Teil wird neu gemacht
  • Zählerschrank passt nicht zu den Vorgaben des Netzbetreibers oder ist so platziert, dass der Netzbetreiber nicht herankommt
  • Zu seichte Künette, fehlendes Sandbett oder kein Warnband
  • Falsch gewählte Leistung: zu knapp führt zu Auslösungen im Alltag, zu großzügig kostet unnötig
  • Keine Reserve eingeplant, obwohl in ein paar Jahren eine Wärmepumpe oder Wallbox kommen soll, etwa weil die alte Öl- oder Gasheizung ersetzt werden soll. Ein Kabel nachträglich im Erdreich zu tauschen ist vermeidbare Mehrarbeit
  • Fehlender Prüfbefund: ohne Nachweis keine Inbetriebnahme

Abnahme der fertigen Arbeit

Bevor Sie das Abnahmeprotokoll unterschreiben, gehen Sie diese Punkte durch:

  • Verlauf und Tiefe der Leitung entsprechen der Planung
  • Das Kabel liegt in Sand oder Schutzrohr, darüber das Warnband
  • Die Künette ist verfüllt, verdichtet und die Oberfläche wiederhergestellt
  • Der Zählerschrank entspricht den Vorgaben des Netzbetreibers, sitzt waagrecht, fest und ist zugänglich
  • Die Absicherung stimmt mit den Vorgaben des Netzbetreibers überein
  • Planung, Prüfbefund und Materialnachweise liegen Ihnen vor
  • Im Mehrparteienhaus ist die Arbeit mit Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft abgestimmt

Häufige Fragen

Nein. Anschließen und Prüfen darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker. Beim Graben können Sie helfen, wenn der Fachbetrieb einverstanden ist und die Leitungsauskunft vorliegt.

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