Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Montage einer Außenfensterbank

Die Außenfensterbank ist das Stück Aluminium, Blech, Kunststoff oder Stein unter dem Fenster. Sie leitet das Regenwasser vom Fenster und von der Fassade weg. Wenn sie gut sitzt, bemerkt sie niemand. Wenn nicht, läuft Wasser unter den Rahmen, die Fassade unter dem Fenster wird dunkel, der Putz bekommt Risse und bei jedem Regen trommelt es.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 16,55/ lfm
Richtwert-Spanne
€ 13,24 - € 21,52
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Tischler- und Schreinerarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Fenster und Fensterbänke
Montage Außenfensterbanklfm€ 16,55-
Montage Kunststoff- oder HolzfensterStk.-
Montage Innenfensterbanklfm€ 15,20-
Summe Arbeit
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So läuft die Montage einer Außenfensterbank ab

Bei einem üblichen Kunststoff- oder Aluminiumfenster mit Fensterbankanschlussprofil folgt die Montage immer denselben Schritten. Die Reihenfolge ändert sich nur danach, ob die Fassade schon fertig ist oder gerade gedämmt wird.

Aufmaß und Vorbereitung

Der Monteur misst die Breite der Öffnung zwischen den Laibungen und die Tiefe vom Fensterrahmen bis zur Außenkante der Fassade. Zur Tiefe kommt der Überstand dazu, also das Stück, das vor der Fassade vorsteht, in der Regel ungefähr 30 bis 40 mm. Bei Vollwärmeschutz wird bis zur fertigen Putzschicht gemessen, nicht bis zum nackten Mauerwerk. Danach wird die Fensterbank so abgelängt, dass nach dem Aufsetzen der Seitenteile genug Spiel bleibt, damit sich das Material ausdehnen kann.

Der Untergrund unter der Fensterbank

Unter der Fensterbank braucht es einen ebenen, tragfähigen Untergrund mit Gefälle nach außen. Beim Ziegelmauerwerk entsteht er aus abgezogenem Mörtel oder Kleber, beim Vollwärmeschutz aus Dämmstoff, der ins Gefälle geschnitten wird. Die Fuge zwischen Fenster und Mauer wird außen mit einem diffusionsoffenen Dichtband überklebt. Dieses Band lässt Feuchtigkeit aus dem Montageschaum nach außen entweichen, Schlagregen aber nicht hinein. Gerade dieser Schritt wird bei schnellen Montagen gern ausgelassen, und das rächt sich nach einigen Jahren.

Einsetzen und Befestigen

Die Fensterbank wird mit der hinteren Aufkantung unter den Fensterrahmen oder in die Nut des Anschlussprofils geschoben. Darunter kommt niedrig expandierender Klebeschaum oder Montagekleber in Streifen, damit die Fensterbank vollflächig aufliegt und nicht hohl ist. Auf die Unterseite wird oft ein Antidröhnband geklebt, das das Trommeln des Regens dämpft. Die hintere Aufkantung wird mit Edelstahlschrauben am Anschlussprofil verschraubt. Während der Schaum aushärtet, wird die Fensterbank beschwert, damit er sie nicht anhebt.

Seitenteile und Abdichtung

An den Enden kommen die Seitenteile, auch Bordprofile oder Endkappen genannt. Bei Aluminium und Blech müssen sie zulassen, dass sich die Fensterbank im Sommer ausdehnt und im Winter wieder zusammenzieht. Die Fuge zwischen Seitenteil, Putz und Rahmen wird mit einem passenden Dichtstoff geschlossen. Zum Schluss wird die Schutzfolie abgezogen und die Fensterbank mit Wasser getestet.

Materialien und Varianten: welche Fensterbank wofür

Es gibt mehrere Arten von Außenfensterbänken. Jede passt zu einer anderen Situation und wird ein wenig anders montiert.

Aluminium

Auf österreichischen Häusern ist die Alu-Fensterbank heute sehr verbreitet. Sie ist leicht, rostet nicht und ist in vielen Farben erhältlich, auch passend zu den Fensterfarben. Gekantetes oder gepresstes Aluminium ist dünner, stranggepresstes Aluminium ist steifer, hat verstärkte Rippen auf der Unterseite und trommelt weniger. Aluminium dehnt sich in der Sonne deutlich aus. Es braucht deshalb Seitenteile mit Gleitfunktion und bei längeren Stücken eine Dehnfuge mit Stoßverbinder. Die Hersteller geben in der Regel an, ab welcher Länge geteilt werden muss.

Verzinktes Blech mit Beschichtung

Das ist eine vom Spengler gekantete Fensterbank aus lackiertem oder kunststoffbeschichtetem Stahlblech. Sie wird nach Maß gefertigt und eignet sich deshalb für ungewöhnliche Maße, Bögen und Eckfenster. Schnittkanten und Bohrungen müssen geschützt werden, sonst beginnt das Blech an den Kanten zu rosten. Oft montiert der Spengler sie gemeinsam mit den übrigen Verblechungen am Haus.

Kunststoff

Kunststoff-Außenfensterbänke sind günstig in der Herstellung und lassen sich leicht schneiden. In der Sonne dehnen sie sich aber noch stärker als Aluminium, dunkle Farben können sich verziehen. Sie passen eher zu kleinen Fenstern, Kellerfenstern und Nebengebäuden.

Naturstein, Betonwerkstein und Keramik

Steinerne Sohlbänke findet man bei der Sanierung älterer Häuser, bei Gründerzeitfassaden und bei Steinfassaden. Sie sind schwer, werden in flexiblen Kleber oder Mörtel gesetzt und brauchen auf der Unterseite eine Tropfnase, also eine Rille, an der der Wassertropfen abreißt. Die Fugen zur Wand werden elastisch abgedichtet. Die Montage ist langsamer und körperlich schwerer, dafür trommelt nichts und die Fensterbank hält Jahrzehnte.

Titanzink und Kupfer

Diese Materialien kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Dach und Verblechungen ebenfalls aus Zink oder Kupfer sind. Sie werden mit Spenglertechniken gefalzt oder gelötet und gehören in die Hände eines erfahrenen Spenglers.

Anschluss an Fenster, Dämmung und andere Gewerke

Die Außenfensterbank liegt an der Grenze zwischen drei Professionisten: Fensterbauer, Fassader und Spengler oder Tischler. Die meisten Probleme entstehen genau dort, wo einer auf den anderen wartet.

Fenster und Anschlussprofil

Kunststoff- und Aluminiumfenster haben unten ein Fensterbankanschlussprofil, eine Kunststoffleiste, die das Fenster aufdoppelt und als Auflage für die Fensterbank dient. Fehlt sie, kann die Fensterbank nirgends eingeschoben werden und Wasser läuft unter den Rahmen. Bestellen Sie das Profil beim Fensterkauf deshalb ausdrücklich mit und klären Sie die Höhe passend zur geplanten Dämmstärke.

Reihenfolge beim Vollwärmeschutz

Beim Vollwärmeschutz wird die Fensterbank in der Regel nach dem Kleben der Dämmplatten und dem Einbetten des Gewebes gesetzt, aber vor dem dünnen Oberputz. Die Seitenteile werden dann sauber eingeputzt. Eine Montage nach dem Putzen ist ebenfalls möglich, dann muss die Fuge zwischen Seitenteil und Putz besonders sorgfältig abgedichtet werden. Wichtig ist, vorher klar festzulegen, wer die Fensterbank liefert und wer sie setzt. Sonst fühlt sich am Ende keiner zuständig.

Dicke Dämmung und große Ausladung

Bei einer Dämmstärke von etwa 15 bis 20 cm wird die Fensterbank tief und ragt weit vom Fenster weg. Darunter kommt ein Dämmkeil oder ein wärmegedämmtes Unterbauprofil, bei großer Ausladung auch Metallkonsolen. Ohne Unterstützung biegt sich die Fensterbank unter Last durch, etwa wenn jemand eine Leiter daran anlehnt oder darauf abstellt.

Wohnungen und Mehrparteienhäuser

Im Mehrparteienhaus gehört die Außenfensterbank zur Fassade und damit zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Sprechen Sie vor einem Tausch mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Oft sind Farbe und Typ vorgegeben, damit die Fassade einheitlich bleibt. Läuft der Fenstertausch oder die Dämmung über Förderungen von Bund und Land, fragen Sie vorab nach, welche Unterlagen und Nachweise zur Ausführung verlangt werden.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Gerechnet wird nach Laufmeter, aber derselbe Meter kann einmal einfach und einmal mühsam sein. Es hilft zu wissen, woran das liegt.

Leichter wird die Arbeit durch:

  • Ein neues Fenster mit Anschlussprofil in der richtigen Höhe
  • Gerade, feste Laibungen im rechten Winkel
  • Zugang vom Gelände oder von einem stehenden Gerüst
  • Mehrere gleich breite Fenster an einem Ort
  • Fensterbänke, die nach genauem Aufmaß vorbereitet und abgelängt sind

Aufwendiger wird sie durch:

  • Den Ausbau der alten Fensterbank, vor allem bei eingemauertem Blech oder Stein
  • Putz- und Laibungsreparaturen nach dem Ausbau
  • Fenster in der Höhe ohne Gerüst, wenn eine Hebebühne oder Seiltechnik nötig ist
  • Große Tiefe bei dicker Dämmung und den Bedarf an Konsolen
  • Eck-, Bogen- und Sonderfenster mit Fensterbänken nach Maß
  • Ein fehlendes oder beschädigtes Anschlussprofil
  • Schiefe Laibungen, an die die Seitenteile angepasst werden müssen

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Eine schlecht gesetzte Fensterbank fällt nicht sofort auf. Das Problem zeigt sich nach dem ersten Winter oder nach einem kräftigen Regen mit Wind.

  • Zu wenig oder verkehrtes Gefälle: Wasser bleibt stehen oder läuft zum Fenster, unter dem Rahmen entstehen feuchte Flecken und innen schimmelt die Laibung. Das Gefälle sollte deutlich sichtbar sein, in der Regel mindestens etwa 3 bis 5 Grad
  • Zu kurzer Überstand: Das Wasser rinnt direkt über die Fassade, unter jedem Fenster bleiben dunkle Schlieren oder grüne Algen
  • Fest verklebte Seitenteile ohne Dehnspielraum: Das Aluminium wölbt sich im Sommer auf oder das Seitenteil drückt den Putz heraus
  • Hohle Fensterbank ohne Schaum: Sie trommelt bei Regen, verbeult leicht und biegt sich durch, wenn jemand darauf steigt
  • Zu viel expandierender Schaum: Der Schaum hebt die Fensterbank an, das Gefälle geht verloren oder sie reißt aus dem hinteren Anschluss
  • Fensterbank nicht unter den Rahmen geschoben: Das Wasser findet den Weg hinter die Aufkantung und ins Mauerwerk
  • Fehlendes Dichtband: Die Fuge zwischen Fenster und Mauer ist nur mit Dichtstoff geschützt, der nach ein paar Jahren reißt
  • Schrauben durch die waagrechte Fläche: Jedes ungedichtete Loch ist eine Stelle, an der Wasser eindringt
  • Schutzfolie zu lange drauf: Sie brennt in der Sonne ein und lässt sich später nur mühsam entfernen
  • Ungeschützte Schnittkanten bei verzinktem Blech: An den Kanten bildet sich Rost, der über die Fassade läuft

In der Praxis kommt es oft vor, dass Eigentümer die Ursache für Feuchtigkeit unter dem Fenster im Fenster selbst suchen, während das Wasser in Wahrheit unter einer schlecht gesetzten Fensterbank durchläuft. Bevor Sie das Fenster reklamieren, lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Fensterbank.

Wie lange es dauert und was aushärten muss

Das reine Setzen einer üblichen Fensterbank auf vorbereitetem Untergrund dauert für ein eingespieltes Team in der Regel weniger als eine Stunde pro Fenster. Mehr Zeit brauchen der Ausbau der alten Fensterbank, das Herrichten des Untergrunds und Sonderanfertigungen.

Niedrig expandierender Schaum oder Montagekleber braucht meist einige Stunden zum Aushärten, die volle Festigkeit erreicht er laut Hersteller später. Dichtstoffe an den Fugen brauchen üblicherweise etwa einen Tag. In dieser Zeit sollte es nicht auf die Fensterbank regnen, sie sollte nicht belastet und nicht betreten werden. Schaum und Kleber gehören nicht bei Frost verarbeitet, die meisten Produkte haben eine Mindesttemperatur aufgedruckt. Eine Steinfensterbank im Kleber bleibt länger in Ruhe, meist mindestens ein bis zwei Tage, bevor die Fugen geschlossen werden.

Anleitung für Heimwerker: Fensterbank im Erdgeschoß tauschen

Wenn Ihr Fenster im Erdgeschoß liegt, Sie die Fensterbank bequem vom Boden aus erreichen und die Fassade fertig ist, können Sie den Tausch auch selbst machen. Bei Fenstern in der Höhe, wo Sie auf einer Leiter stehen oder sich aus dem Fenster lehnen müssten, überlassen Sie die Montage einem Team mit Gerüst oder Hebebühne. Ein Sturz aus der Höhe ist ein Risiko, das keine Fensterbank wert ist. Im Mehrparteienhaus klären Sie den Tausch vorher mit der Hausverwaltung.

  1. Breite der Öffnung zwischen den Laibungen und Tiefe vom Rahmen bis zur Fassade messen, Überstand von etwa 30 bis 40 mm dazurechnen.
  2. Fensterbank in passender Tiefe und Farbe bestellen, dazu Seitenteile, Antidröhnband und Klebeschaum.
  3. Alte Fensterbank vorsichtig ausbauen, ohne den Fensterrahmen zu beschädigen.
  4. Untergrund von altem Schaum, Staub und losem Putz säubern.
  5. Anschlussprofil und die Fuge zwischen Fenster und Mauer kontrollieren.
  6. Fuge zwischen Fenster und Mauer mit diffusionsoffenem Außendichtband überkleben.
  7. Fensterbank mit einer feinen Metallsäge oder Blechschere ablängen und die Schnittkante entgraten.
  8. Antidröhnband auf die Unterseite kleben.
  9. Seitenteile aufsetzen, Fensterbank trocken probieren und das Gefälle mit der Wasserwaage prüfen.
  10. Schaum oder Kleber in mehreren Streifen auftragen, nicht vollflächig in dicker Schicht.
  11. Fensterbank unter den Rahmen schieben, andrücken und die hintere Aufkantung mit Edelstahlschrauben am Profil verschrauben.
  12. Fensterbank beschweren, etwa mit einem Sandsack, und den Schaum aushärten lassen.
  13. Fugen zwischen Seitenteilen, Putz und Rahmen mit passendem Dichtstoff schließen.
  14. Schutzfolie abziehen und nach dem Aushärten Wasser aus der Gießkanne aufgießen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Für die Kontrolle brauchen Sie kein Spezialwerkzeug, eine Wasserwaage und eine Gießkanne reichen. Sinnvoll ist es, gleich bei der Übergabe zu prüfen, solange der Monteur noch vor Ort ist.

Legen Sie die Wasserwaage quer zum Fenster auf die Fensterbank. Die Blase muss deutlich ein Gefälle nach außen zeigen. Gießen Sie dann langsam Wasser nahe am Fenster auf. Es soll rasch zur Vorderkante laufen und frei vor der Fassade abtropfen, nicht über den Putz rinnen. Weder in der Fläche noch an den Seitenteilen dürfen Lacken stehen bleiben.

Klopfen Sie mit dem Finger die ganze Länge ab. Ein leichter Unterschied im Klang ist normal, lange hohle Abschnitte zeigen aber, dass Schaum fehlt. Schauen Sie auch von unten, ob die Tropfkante weit genug von der Fassade entfernt ist und ob der Überstand über die ganze Länge gleich bleibt.

Kontrollieren Sie die Seitenteile: Sie sollen fest sitzen, die Fensterbank darf darin aber nicht klemmen. Die Fugen zum Putz müssen durchgehend geschlossen sein. Die Oberfläche soll ohne Kratzer und Dellen sein, die Folie muss entfernt sein.

Checkliste für die Abnahme

  • Die Fensterbank hat über die ganze Länge sichtbares Gefälle nach außen
  • Beim Wassertest läuft das Wasser ab und tropft vor der Fassade ab
  • Der Überstand vor der Fassade ist gleichmäßig und ausreichend
  • Die Fensterbank ist unter den Rahmen oder ins Anschlussprofil geschoben
  • Unter der Fensterbank gibt es keine langen hohlen Stellen
  • Die Seitenteile sitzen und lassen die Ausdehnung zu
  • Die Fugen zu Putz und Rahmen sind lückenlos abgedichtet
  • Auf der waagrechten Fläche sitzen keine ungedichteten Schrauben
  • Die Oberfläche ist ohne Kratzer und Dellen, die Folie ist abgezogen
  • Schnittkanten von verzinktem Blech sind geschützt
  • Fenster und Fassade sind von Schaum- und Dichtstoffresten gereinigt
  • Der Monteur hat Angaben zu Material und Pflege übergeben

Häufige Fragen

Beim Vollwärmeschutz wird sie in der Regel nach dem Gewebespachtel und vor dem Oberputz gesetzt, damit die Seitenteile sauber eingeputzt werden. Bei einer fertigen Fassade geht es auch nachträglich, dann müssen die Fugen nur sorgfältiger abgedichtet werden.

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