Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Montage eines Kunststoff- oder Holzfensters

Die Montage ist der Teil eines Fenstertauschs, den nach ein paar Wochen niemand mehr sieht. Sie entscheidet aber, ob das Fenster jahrelang dicht bleibt oder ob sich in den Ecken der Laibung Feuchtigkeit und Schimmel zeigen.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 89,70/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 71,76 - € 116,60
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Tischler- und Schreinerarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Fenster und Fensterbänke
Montage Kunststoff- oder HolzfensterStk.€ 89,70-
Montage Außenfensterbanklfm€ 16,55-
Montage Innenfensterbanklfm€ 15,20-
Summe Arbeit
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Was die Fenstermontage genau umfasst

Unter Montage versteht man das reine Setzen des Fensters in die Öffnung. Arbeiten rundherum haben in der Preisliste meist eigene Positionen. Klären Sie mit der Firma vorab, was dazugehört, damit es später keine Missverständnisse gibt:

  • Ausbau und Abtransport des alten Fensters
  • Innenfensterbrett und Außenfensterbank aus Blech oder Stein
  • Ausgleichen und Verputzen der Laibungen
  • Montage von Raffstores, Rollläden oder Insektenschutzgittern
  • Vorwandmontage auf Konsolen bei gedämmten Häusern

Fragen Sie beim Angebot außerdem nach, ob Dichtbänder enthalten sind. Manche Firmen setzen sie standardmäßig, andere nur auf Wunsch. Ohne Bänder geht der Einbau schneller, die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk bleibt dann aber ungeschützt.

So läuft die Montage Schritt für Schritt ab

Ein erfahrener Monteur hat seinen eingespielten Ablauf, trotzdem ist jede Öffnung ein bisschen anders. Gerade im Altbau ist sie oft nicht rechtwinkelig oder oben breiter als unten.

Öffnung prüfen und Fenster vorbereiten

Zuerst misst der Monteur die Öffnung und vergleicht sie mit den Fenstermaßen. Rund um den Rahmen soll eine Fuge von meist etwa 10 bis 20 mm bleiben, damit sie sich ordentlich ausschäumen lässt. Ist die Fuge zu schmal, kommt der Schaum nicht hinein. Ist sie zu breit, muss sie vorher ausgeglichen werden. Bei größeren Fenstern werden die Flügel ausgehängt und die Gläser herausgenommen. So lässt sich der Rahmen leichter handhaben und nichts geht beim Setzen kaputt.

Noch vor dem Einsetzen kommen die Dichtbänder auf den Rahmen: innen ein dampfdichtes, außen ein dampfdurchlässiges Band. Das geschieht vorher, weil man nach dem Einbau kaum mehr gut an den Rahmen herankommt.

Setzen, Ausrichten und Befestigen

Der Rahmen steht in der Öffnung auf Unterlegklötzen, meist aus Kunststoff oder Hartholz. Diese Klötze leiten das Gewicht des Fensters ins Mauerwerk und bleiben deshalb nach der Montage drin. Mit der Wasserwaage wird der Rahmen waagrecht und lotrecht ausgerichtet, dann werden die Diagonalen gemessen. Weichen sie stärker ab, als der Hersteller zulässt, schließen die Flügel später nicht sauber.

Die Befestigung sorgt dafür, dass das Fenster fest in der Öffnung sitzt. Üblich sind vor allem:

  • Rahmendübel oder Fensterbauschrauben durch den Rahmen ins Mauerwerk, gängig bei Vollziegel und Beton
  • Montagelaschen aus Stahlblech, die am Rahmen und am Mauerwerk befestigt werden, geeignet für Hochlochziegel, Porenbeton und überall dort, wo man nicht durch den Rahmen bohren will
  • Montagekonsolen bei der Vorwandmontage in der Dämmebene

Die Befestigungspunkte sitzen meist etwa 15 cm von den Ecken entfernt und dann in Abständen von rund 70 cm. Die genauen Werte gibt der Profilhersteller vor. Schrauben durch den Rahmen darf man nicht zu fest anziehen, sonst biegt sich der Rahmen und der Flügel streift.

Fuge füllen und abdichten

Die Fuge wird mit PU-Montageschaum gefüllt, und zwar etwa zu zwei Dritteln, weil der Schaum noch aufgeht. Zu viel Schaum kann den Rahmen nach innen drücken und das Fenster verformen. Das merkt man besonders bei breiten Balkontüren. Nach dem Aushärten wird der überstehende Schaum abgeschnitten und die Bänder werden auf die Laibung geklebt. Das innere Band hält die feuchte Raumluft vom Schaum fern. Das äußere schützt den Schaum vor Schlagregen und UV-Licht, lässt Feuchtigkeit aus der Fuge aber nach außen entweichen. Fachleute sprechen vom Prinzip „innen dichter als außen“.

Flügel einhängen und einstellen

Zum Schluss werden die Flügel eingehängt, die Gläser eingesetzt und die Beschläge eingestellt. Der Flügel soll leicht und ohne Streifen schließen, die Dichtung muss rundum anliegen. Der Monteur prüft auch die Spaltlüftung und die Fehlbedienungssperre.

Kunststoff oder Holz: Unterschiede beim Einbau

Der Ablauf ist bei beiden Materialien ähnlich. Die Unterschiede liegen in Details, die den Zeitaufwand und die nötige Vorsicht beeinflussen.

Kunststofffenster

Der Kunststoffrahmen ist leichter und während der Montage unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Er hat Stahlverstärkungen, in denen die Befestigung greift. Bei dunklen Farben oder Holzdekorfolien dehnt sich Kunststoff in der Sonne stärker aus. Hersteller empfehlen deshalb, bei langen Rahmen die Befestigungsabstände genau einzuhalten und den Rahmen nicht starr zu verspannen. Die Schutzfolie auf den Profilen sollte möglichst bald nach dem Einbau herunter, meist innerhalb weniger Wochen. In der Sonne brennt sich der Kleber sonst ein und lässt sich später nur noch mühsam entfernen.

Holzfenster

Ein Holzfenster ist schwerer, und die Oberfläche reagiert empfindlicher auf Kratzer, Nässe und Kontakt mit Kalk oder Mörtel. Monteure decken Holzfenster daher sorgfältiger ab, mit Folie und einem Klebeband, das den Lack nicht beschädigt. Holz arbeitet mit der Feuchtigkeit. Es sollte deshalb nicht in einen nassen Neubau kommen, in dem kurz vorher verputzt oder Estrich verlegt wurde. Lässt sich das nicht vermeiden, muss der Raum kräftig gelüftet werden. Bohrlöcher bei Befestigung durch den Rahmen werden mit Abdeckkappen oder Holzstoppeln in passender Farbe verschlossen.

Wo in der Wand das Fenster sitzt

Bei beiden Materialien ist die Lage in der Wanddicke wichtig. In einer ungedämmten Wand sitzt das Fenster meist ungefähr im mittleren Drittel. Bei einem gedämmten Haus ist es günstig, das Fenster näher an die Außenkante des Mauerwerks oder ganz in die Dämmebene zu rücken, damit die Dämmung den Rahmen überdecken kann. Sonst entsteht eine Wärmebrücke und die innere Laibung bleibt im Winter kalt. Wer Förderungen von Bund und Land für eine thermische Sanierung in Anspruch nehmen will, sollte die Einbauart früh mit der Fensterfirma abstimmen, weil die Fördergeber häufig auf eine fachgerechte Ausführung achten.

Was vorbereitet sein muss, bevor die Monteure kommen

Gute Vorbereitung verkürzt die Montage und das Zusammenräumen danach. Vor dem vereinbarten Termin sollten Sie Folgendes erledigt haben:

  • Etwa 1,5 bis 2 Meter freier Platz vor jedem Fenster, Pflanzen, Vorhänge, Vorhangstangen und Möbel weggeräumt
  • Boden und Möbel, die nicht hinausgetragen werden können, abgedeckt
  • Steckdose für das Werkzeug erreichbar
  • Ein Platz zum Abstellen der neuen Fenster und Klarheit über den Abtransport der alten
  • Im Mehrparteienhaus Hausverwaltung und Nachbarn über Lärm und Schmutz im Stiegenhaus informiert
  • Ein Parkplatz für den Lieferwagen in der Nähe

Soll eine Öffnung vergrößert werden, etwa weil aus einem Fenster eine Balkontür wird, ist das ein Eingriff in die tragende Wand. Das gehört vor der Fenstermontage zu einem Baumeister, der die Statik beurteilt.

Was die Arbeit leichter macht und was sie in die Länge zieht

Die Einheit „Stück“ heißt nicht, dass jedes Fenster gleich viel Arbeit macht. Den Aufwand bestimmen vor allem:

  • Größe und Gewicht: Ein großes Fenster mit Dreifachglas ist schwer und braucht mehr Leute
  • Stockwerk und Zugang: Im Erdgeschoß geht es leichter als im vierten Stock ohne Lift
  • Zustand der Laibung: Bröckelnder Putz oder eine schiefe Öffnung müssen ausgeglichen werden
  • Art des Mauerwerks: In Hochlochziegel und Porenbeton wird anders befestigt als in Beton
  • Sonderformen wie Rundbögen und Schrägfenster, die sich schwerer ausrichten lassen
  • Balkon- und Terrassentüren mit niedriger Schwelle, bei denen der Anschluss an Boden und Abdichtung gelöst werden muss
  • Gerüst oder Hebebühne, wenn außen in der Höhe gearbeitet wird

In Wohnbauten aus Beton oder Fertigteilen aus den Sechziger- bis Achtzigerjahren ist die Montage meist gut planbar: gerade Öffnungen, wiederkehrende Maße. Im Gründerzeithaus sieht es anders aus. Dort werden oft alte Kastenfenster getauscht, und nach dem Ausbau zeigt sich häufig, dass Laibung und Stock stärker beschädigt sind als vorher erkennbar.

Abstimmung mit den anderen Professionisten

Das Fenster ist eine Schnittstelle zwischen mehreren Gewerken. Stimmt die Reihenfolge nicht, muss etwas doppelt gemacht werden.

  • Das Aufmaß nimmt am besten die Firma, die liefert und montiert, damit sie für die Maße verantwortlich ist
  • Ist eine Fassadendämmung geplant, legen Sie die Lage des Fensters vor der Bestellung fest, eine Vorwandmontage lässt sich nachträglich kaum umsetzen
  • Bei elektrischen Rollläden, Raffstores oder Öffnungssensoren muss vor der Montage ein konzessionierter Elektrotechniker die Leitungen vorbereiten, diese Arbeit ist nichts für Laien
  • Die Außenfensterbank setzt der Spengler oder Fensterbauer nach dem Fenster und vor dem Fertigstellen der Fassade, das Innenfensterbrett kommt nach dem Aushärten des Schaums
  • Maurer oder Verputzer machen die Laibungen erst, wenn die Bänder verklebt sind und der Schaum ausgehärtet ist
  • Der Maler kommt zuletzt, wenn die Laibungen trocken sind

In der Praxis passiert es oft, dass die Fenster getauscht werden und die Laibungen erst ein halbes Jahr später drankommen. Dazwischen liegt der Schaum offen. Wenn es nicht anders geht, sollte zumindest die Außenseite mit dem Band geschützt oder provisorisch abgedeckt sein.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Die meisten Probleme mit Fenstern zeigen sich nicht am ersten Tag, sondern im ersten oder zweiten Winter.

Fehlende oder schlecht geklebte Dichtbänder

Warme, feuchte Raumluft dringt in den Schaum ein, kondensiert im kälteren Teil der Fuge, und der Schaum wird nach und nach nass. Die Folge sind dunkle Flecken und Schimmel in den Ecken der Laibung, oft nur auf einer Seite des Fensters. Außen ungeschützter Schaum vergilbt in der Sonne, bröselt und dichtet nicht mehr.

Fenster nur mit Schaum befestigt

Schaum trägt nicht. Ein Fenster, das nur im Schaum hängt, bewegt sich mit der Zeit, die Flügel beginnen zu streifen und die Beschläge nutzen sich schneller ab. Mechanische Befestigung gehört immer dazu, auch wenn das Fenster auf den ersten Blick fest sitzt.

Zu viel Schaum und verspannter Rahmen

Einen durchgebogenen Rahmen sieht man mit freiem Auge nicht. Er zeigt sich dadurch, dass der Flügel in der Mitte nicht anliegt, es hereinzieht oder das Fenster schwer schließt. Bei Balkontüren verzieht sich oft die Schwelle.

Falsche Lage in der Wand

Sitzt das Fenster in einer ungedämmten Wand zu weit außen oder in einer gedämmten zu weit innen, bleibt die Laibung im Winter kalt und beschlägt. Warum gerade rund ums Fenster und nicht an der ganzen Wand? Weil die Wand dort am dünnsten ist und die Wärme am schnellsten verloren geht.

Verstopfte Entwässerung

Unten im Rahmen gibt es Entwässerungsöffnungen. Sind sie mit Schaum oder Putz verstopft oder von der Außenfensterbank verdeckt, bleibt Wasser im Profil stehen und kann bei Frost Schäden machen.

Wie lange die Montage dauert und wann es weitergehen kann

Ein gewöhnliches Wohnungsfenster setzen zwei Monteure meist in ein bis drei Stunden, den Ausbau des alten Fensters eingerechnet. Eine ganze Wohnung ist in der Regel an einem Tag erledigt, ein Einfamilienhaus je nach Fensteranzahl und Zugang in einem bis mehreren Tagen.

PU-Schaum ist meist nach einigen Stunden schneidbar und laut Hersteller in der Regel innerhalb eines Tages durchgehärtet. Bei Kälte dauert das länger, dann braucht es einen Winterschaum für niedrige Temperaturen. Die Laibungen kommen erst nach dem Aushärten und dem Verkleben der Bänder dran. Der Putz braucht danach je nach Dicke und Material Zeit zum Trocknen, bevor gemalt werden kann.

Auch im Winter ist ein Tausch möglich. Die Fenster werden dann nacheinander gewechselt, damit der Raum nicht auskühlt, und die Temperaturvorgaben der Hersteller für Schaum und Bandkleber müssen eingehalten werden.

Anleitung für Heimwerker: Raum vorbereiten und Fenster nachjustieren

Den Einbau selbst überlassen Sie besser Fachleuten, vor allem bei großen Fenstern, in der Höhe und im Mehrparteienhaus. Fenster sind schwer und zerbrechlich, und bei einem fehlerhaften Einbau verfällt die Gewährleistung. Was Sie aber selbst erledigen können: den Raum vorbereiten und das Fenster nach einiger Zeit prüfen und leicht nachstellen.

  1. Möbel und Gegenstände im Umkreis von etwa zwei Metern vom Fenster wegräumen.
  2. Vorhänge, Vorhangstangen, Innenjalousien und Pflanzen vom Fensterbrett abnehmen.
  3. Den Boden mit fester Folie oder Karton abdecken und mit Klebeband fixieren, damit nichts verrutscht.
  4. Möbel und Elektrogeräte, die im Raum bleiben, gegen Staub abdecken.
  5. Nach der Montage die Schutzfolie von den Rahmen abziehen, bevor sie sich in der Sonne festbrennt.
  6. Alle Griffstellungen ausprobieren: geschlossen, offen, gekippt und Spaltlüftung.
  7. Bei geschlossenem Fenster einen Papierstreifen zwischen Flügel und Rahmen klemmen und an mehreren Stellen rundum herausziehen.
  8. Rutscht das Papier an einer Stelle leicht heraus, das der Montagefirma melden oder laut Herstelleranleitung die Schließzapfen mit dem Inbusschlüssel nachstellen.
  9. Einmal im Jahr Dichtungen und Entwässerungsöffnungen reinigen und die Beschläge mit einem Öl für Fensterbeschläge schmieren.

Streift der Flügel am Rahmen, stellen Sie ihn nicht mit Gewalt nach. Oft ist ein verspannter Rahmen oder eine fehlende Unterlage die Ursache, und das ist ein Fall für die Gewährleistung.

Abnahme der fertigen Arbeit

Kontrollieren Sie das Fenster gleich bei der Übergabe, solange die Monteure noch vor Ort sind. Gehen Sie dabei diese Punkte durch:

  • Rahmen waagrecht und lotrecht, mit der Wasserwaage geprüft
  • Flügel öffnen und schließen in allen Stellungen leicht
  • Dichtung liegt rundum an, der Papierstreifen lässt sich nicht leicht herausziehen
  • Gläser und Rahmen ohne Kratzer und Sprünge
  • Befestigungsschrauben oder Montagelaschen gesetzt und vor dem Verputzen sichtbar
  • Inneres und äußeres Dichtband durchgehend verklebt, ohne Falten und Löcher
  • Schaum sauber abgeschnitten, nichts quillt auf den Rahmen
  • Entwässerungsöffnungen frei
  • Spaltlüftung und Fehlbedienungssperre funktionieren
  • Gewährleistungsunterlagen, Pflegeanleitung und Hinweise zum Einstellen der Beschläge übergeben
  • Arbeitsplatz zusammengeräumt und alte Fenster wie vereinbart abtransportiert

Häufige Fragen

Ja, montiert wird das ganze Jahr. Die Fenster werden nacheinander gewechselt, damit der Raum nicht auskühlt, und es kommen Schaum und Bänder für niedrige Temperaturen zum Einsatz. Bei strengem Frost ist es vernünftig, den Termin zu verschieben, weil Kleber und Schaum laut Hersteller eine Mindesttemperatur brauchen.

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