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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verfüllung und Verdichtung | ||||
| Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplatte | m² | € 4,85 | - | |
| Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtung | m³ | - | ||
| Verfüllung mit Schotter / Brechkorn | m³ | € 13,80 | - | |
| Schüttungen aus Sandkies + Verdichtung | m³ | € 13,10 | - | |
| Verdichtung mit Vibrationswalze | m² | € 3,85 | - | |
Wozu das Verdichten dient und wann Sie es brauchen
Zwischen den Körnern von Erdreich und angeliefertem Schotter steckt Luft. Legen Sie auf eine solche Schicht Pflaster oder Beton, setzen sich die Körner unter Last, Wasser und Frost nach und nach. Das Ergebnis sind Mulden, Lacken, gerissene Platten und schiefe Randsteine. Beim Verdichten wird dieses Setzen vorweggenommen. Vibration und Druck ordnen die Körner so, dass sie ineinandergreifen und die Schicht nicht weiter nachgibt.
Verdichten müssen Sie praktisch immer, wenn auf dem Gelände etwas entsteht, das Last tragen soll:
- Unterbau für Pflaster, Gehwege und Terrassen
- Einfahrten und Autoabstellplätze
- Tragschichten unter einer Bodenplatte oder einem Boden auf Erdreich
- Verfüllungen von Künetten nach Hausanschlüssen und Hinterfüllungen an Fundamenten
- Unterbau für Gartenhütte, Garage, Carport oder Pool
Zwei Dinge muss man dabei auseinanderhalten. Das Planum ist die Sohle des Aushubs, also der gewachsene Boden, auf dem aufgebaut wird. Die Tragschichten sind eingebrachte Materialien, meist Kantkorn in verschiedenen Körnungen. Beides wird verdichtet, aber jeweils anders und mit unterschiedlichem Ergebnis.
So läuft das Verdichten auf der Baustelle ab
Planum vorbereiten und verdichten
Nach dem Aushub kommen zuerst der gesamte Humus, Wurzeln und weiche Stellen weg. Humus wird nicht verdichtet. Er enthält organisches Material, das sich mit der Zeit zersetzt und zusammensackt. Danach wird das Planum im gewünschten Gefälle abgezogen und mit Platte oder Walze befahren. Bei sandigen und kiesigen Böden klappt das gut. Bei lehmigen und tonigen Böden wirkt die Vibration schwächer. Nasser Lehm beginnt unter der Platte zu „pumpen“: Er wellt sich und drückt Wasser heraus. Dann wird das Verdichten unterbrochen. Die nassen Stellen werden gegen Schotter getauscht, oder das Planum darf erst abtrocknen.
Auf bindige Böden kommt oft ein Trennvlies, also ein Geotextil. Es verhindert, dass sich der feine Lehm im Lauf der Zeit in den Schotter drückt und der Unterbau an Tragfähigkeit verliert.
Lagenweise einbringen und verdichten
Kantkorn wird nie auf einmal in voller Stärke eingebracht. Man verteilt es in einer Lage, die das jeweilige Gerät ganz durchverdichten kann, und schüttet erst danach die nächste auf. Bei leichten Platten sind das in der Regel Lagen von etwa 15 bis 20 cm. Schwerere Reversierplatten und Walzen schaffen dickere Lagen, laut Herstellerangabe. Beim Verdichten wird die Lage niedriger. Deshalb schüttet man das Material etwas höher auf, als die fertige Höhe sein soll.
Jede Lage wird in Bahnen befahren, die sich überlappen, meist vier- bis sechsmal. Begonnen wird an den Rändern Richtung Mitte, am Hang von unten nach oben. Ein erfahrener Maschinist erkennt eine verdichtete Lage daran, dass die Platte zu springen beginnt, das Geräusch sich ändert und nach dem Überfahren keine Spuren mehr bleiben. Schwerere Geräte haben eine eingebaute Verdichtungsanzeige, die das direkt anzeigt.
Ränder, Ecken und Bereiche bei Leitungen
Die Platte kommt nicht ganz an die Mauer, nicht in die Ecken und nicht dicht an Schächte heran. Diese Stellen werden mit einem Vibrationsstampfer nachverdichtet. Er hat einen kleinen Fuß und lässt sich gut führen. Über frisch verlegten Rohren wird zuerst die Leitungszone von Hand oder leicht verdichtet. Das schwerere Gerät kommt erst, wenn genug Material darüber liegt. Der Unterbau sollte über den Rand der künftigen Pflasterfläche hinausreichen, damit die Randsteine nicht auf einem unverdichteten Rand stehen.
Wie lange es dauert
Das Befahren mit der Platte selbst geht schnell. Zeit kosten vor allem das Anliefern, Verteilen und Befeuchten des Materials. Bei einer üblichen Einfahrt mit einigen Dutzend m² und zwei bis drei Lagen rechnet man meist mit ein bis zwei Arbeitstagen. Das Verdichten braucht weder Trocknungs- noch Aushärtezeit, auf dem fertigen Unterbau kann sofort weitergearbeitet werden. Hat es zwischendurch kräftig geregnet oder gefroren, wird die Oberfläche vor dem nächsten Schritt kontrolliert und bei Bedarf nachverdichtet.
Rüttelplatte, Vibrationswalze oder Stampfer
Auf dieser Seite der Preisliste stehen zwei Positionen: Verdichten mit der Rüttelplatte und Verdichten mit der Vibrationswalze. Beide werden pro m² verrechnet. Sie unterscheiden sich im Gerät, in der Tiefenwirkung und in der Art der Fläche, für die sie passen.
Leichte Vorlaufplatte
Sie fährt nur in eine Richtung und wird von Hand gewendet. Sie eignet sich für Gehwege, kleinere Terrassen, das Verdichten des Pflasterbetts und das Abrütteln des fertigen Pflasters mit einer Gummi- oder Kunststoffschürze. Für dicke Schotterlagen unter einer Einfahrt ist sie zu schwach.
Reversierplatte
Das ist ein schwereres Gerät, das ohne Wenden vor- und zurückfährt. Für Einfahrten, Stellplätze und den Unterbau von Bodenplatten bei Einfamilienhäusern ist sie das übliche Gerät. Sie schafft dickere Lagen und lässt sich auch in geschlossenen Höfen und entlang von Mauern gut einsetzen.
Vibrationswalze
Eine handgeführte Duplexwalze oder eine Walze mit Fahrersitz lohnt sich auf größeren, offenen Flächen: lange Zufahrten, größere Parkplätze, Wege auf Betriebsgeländen. Sie wirkt tiefer und schafft mehr Fläche in derselben Zeit. Allerdings braucht sie Platz zum Wenden und eine Zufahrt für den Transport. Bei kleinen Flächen geht ihr Vorteil verloren. Bei älteren Gebäuden, schwachen Nachbarfundamenten oder frischem Mauerwerk müssen die Erschütterungen vorher beurteilt werden, denn Walze und schwere Platte übertragen Schwingungen in die Umgebung.
Vibrationsstampfer
Er kommt in schmalen Künetten, in Ecken, rund um Schächte und auf bindigen Böden zum Einsatz. Die Platte rüttelt vor allem an der Oberfläche, der Stampfer drückt das Material mit Schlägen in die Tiefe. In der Praxis wird oft kombiniert: die Fläche mit Platte oder Walze, die Ränder mit dem Stampfer.
Fragen Sie beim Vergleich von Angeboten nach, welches Gerät die Firma einsetzt und wie dick eine Lage sein wird. Wichtig ist auch, ob sich die Position pro m² auf eine Lage oder auf den gesamten Aufbau bezieht. Genau daran liegt es meistens, wenn sich scheinbar gleiche Angebote nicht vergleichen lassen.
Material und die richtige Feuchte
Für Tragschichten verwendet man gebrochenes Gestein mit stetiger Kornverteilung, typisch Kantkorn 0/32 oder 0/63. Zum Ausgleichen unter dem Pflaster kommt Splitt 4/8 oder Ähnliches zum Einsatz. Gebrochene Körner haben scharfe Kanten und verzahnen sich. Runder Rollschotter oder Rundkies aus dem Fluss rollt unter der Vibration nur hin und her und ergibt keine feste Schicht. Unter befahrene Flächen gehört er deshalb nicht.
Warum spielt die Feuchte eine Rolle? Trockenes Material lässt sich schlecht verdichten. Die Körner reiben stark aneinander, und der Feinanteil staubt weg. Durchnässtes Material wiederum drückt Wasser heraus und lässt sich nicht zusammenpressen. Ideal ist leicht feuchter Schotter: Drücken Sie ihn in der Hand zusammen, hält er die Form, ohne dass Wasser herausrinnt. Im Sommer werden die Lagen deshalb vor dem Verdichten gespritzt, nach Regen wartet man, bis das Wasser abgelaufen ist.
Gefrorenes Material und ein gefrorenes Planum werden nicht verdichtet. Nach dem Auftauen würde sich die Schicht setzen, und die ganze Arbeit wäre umsonst.
Was vor dem Eintreffen der Partie fertig sein muss
Verdichten geht rasch, verzögert sich aber leicht durch Dinge, die vorher hätten geklärt sein sollen. Bevor die Partie kommt, sollte Folgendes erledigt sein:
- Der Aushub ist in der verlangten Tiefe und im richtigen Gefälle fertig, der Humus ist abgeführt
- Alle Leitungen in der Fläche sind verlegt, mit der Leitungszone überschüttet und eingemessen (Kanal, Wasser, Strom, Drainage, Leerrohre für spätere Beleuchtung)
- Das Material ist in der passenden Körnung und Menge bestellt, mit Reserve für das Verdichten
- Endhöhe und Gefälle sind festgelegt und mit Pflöcken oder Schnur markiert
- Zufahrt für Lkw und Gerät ist frei, eventuell gibt es einen Platz zum Abladen des Materials
- Wasser zum Befeuchten steht zur Verfügung
Kabel für Strom und Beleuchtung verlegt und schließt ein konzessionierter Elektrotechniker an. Gehört die Fläche zu einem Mehrparteienhaus, etwa ein gemeinsamer Hof oder Parkplatz, stimmen Sie die Arbeiten vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft ab. Liegen in der Nähe fremde Leitungen, holen Sie die Leitungspläne bei den Netzbetreibern ein, bevor gegraben und schwer verdichtet wird.
Was die Arbeit leichter macht und was sie aufwendiger macht
Einfach ist eine ebene, offene Fläche mit kiesigem Untergrund, guter Zufahrt und Material, das direkt an Ort und Stelle abgekippt wird. Aufwendiger wird es, wenn:
- das Material getragen oder mit der Scheibtruhe durch ein schmales Tor oder den Garten gefahren werden muss
- die Fläche viele Ecken, Bögen, Stufen und Durchführungen hat, an denen mit dem Stampfer gearbeitet werden muss
- der Untergrund lehmig oder wasserführend ist und weiche Stellen getauscht, Vlies oder Drainage eingebaut werden müssen
- am Hang oder in schmalen Künetten verdichtet wird
- der Unterbau dick ist und aus mehreren Lagen besteht
- der Planer einen Nachweis der Tragfähigkeit durch eine Prüfung verlangt
- direkt neben älteren Gebäuden gearbeitet wird und die Erschütterungen begrenzt werden müssen
- die Fläche klein ist und der Transport des Geräts im Verhältnis zur eigentlichen Arbeit viel Zeit braucht
Abstimmung mit den anderen Professionisten
Das Verdichten liegt zwischen Aushub und allem, was darüber kommt. Deshalb hängen mehrere Gewerke daran. Vorher müssen die Erdarbeiten und alle Hausanschlüsse fertig sein. Ein nachträglicher Aufbruch durch den fertig verdichteten Unterbau stört die ganze Fläche, und die verfüllte Künette verhält sich nie wieder genau wie die Umgebung. Installateur, Elektrotechniker und die Firma für die Drainage sollten ihre Rohre und Leerrohre also verlegt haben, bevor der Schotter kommt.
Nach dem Verdichten folgen das Setzen der Randsteine, das Pflasterbett und das Pflaster, oder Schalung und Betonieren der Bodenplatte, oder das Asphaltieren. Randsteine werden in ein Betonbett auf den verdichteten Unterbau gesetzt, nicht in aufgelockertes Erdreich. Unter Bodenplatten kommen meist noch eine Sauberkeitsschicht aus Beton oder eine Abdichtung. Dafür braucht es eine ebene, feste Oberfläche ohne scharfkantige Körner, die herausstehen.
Gibt es eine Planung, legen Baumeister, Planer oder Statiker die Schichtstärken und die geforderte Tragfähigkeit fest. Bei Pflaster für Pkw orientiert man sich oft an den Empfehlungen des Pflasterherstellers, die in den technischen Datenblättern stehen.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Zu dicke Lage auf einmal. Die Oberfläche wirkt fest, unten bleibt das Material locker. Nach ein, zwei Jahren sinkt das Pflaster in Spuren unter den Reifen ab.
- Humus oder Wurzeln nicht entfernt. Das organische Material zersetzt sich, in der Fläche entstehen örtliche Mulden.
- Trockenes oder durchnässtes Material verdichtet. Die Schicht erreicht nicht die nötige Dichte und setzt sich ungleichmäßig.
- Rollschotter statt Kantkorn. Der Unterbau verschiebt sich unter Last, das Pflaster wird wellig.
- Ränder nicht nachverdichtet. Die Randsteine kippen mit der Zeit nach außen, die äußeren Pflasterreihen sinken ab.
- Kein Vlies auf lehmigem Untergrund. Lehm dringt in den Schotter ein, der Unterbau verliert an Tragfähigkeit, bei Frost hebt sich die Fläche.
- Schweres Gerät direkt über frisch verlegten Rohren. Das Rohr kann brechen oder sich verformen. Bemerkt wird das oft erst, wenn der Kanal verstopft.
- Falsches Gefälle schon im Unterbau. Das Wasser steht dann unter und auf dem Pflaster und schädigt im Winter den ganzen Aufbau.
Anleitung für Heimwerker: Unterbau für Gehweg oder Terrasse verdichten
Eine kleinere Fläche, etwa einen Gartenweg oder eine Terrasse, können Sie mit einer geliehenen Rüttelplatte selbst verdichten. Lassen Sie aber die Finger von tiefen Künetten, von Arbeiten an Fundamenten älterer Häuser und von Bereichen über Leitungen, deren genaue Lage Sie nicht kennen. Eine Platte mit Verbrennungsmotor stößt Abgase aus. Arbeiten Sie damit nie in geschlossenen Räumen oder tiefen Gruben. Rechnen Sie mit Vibrationen und Lärm, Gehörschutz, feste Schuhe und Handschuhe gehören dazu.
- Humus und Wurzeln entfernen, den Aushub mit einem Gefälle von etwa 1 bis 2 % vom Haus weg abziehen.
- Das Planum mit der Platte befahren, weiche und nasse Stellen gegen Schotter tauschen.
- Auf lehmigem Untergrund ein Trennvlies mit Überlappungen auslegen.
- Kantkorn 0/32 lagenweise nach Empfehlung des Plattenherstellers einbringen, bei leichten Geräten meist bis 15 oder 20 cm pro Lage.
- Trockenes Material so spritzen, dass es feucht ist, aber kein Wasser herausrinnt.
- Jede Lage vier- bis sechsmal in überlappenden Bahnen befahren, von den Rändern zur Mitte.
- Ecken und Bereiche an der Mauer mit einem Handstampfer nachverdichten.
- Ebenheit und Gefälle mit Richtlatte und Wasserwaage prüfen, Unebenheiten auffüllen und nachverdichten.
- Nach dem Verlegen des Pflasters und dem Einkehren des Fugensands die Fläche mit der Platte samt Gummischürze abrütteln.
Fertige Arbeit prüfen und übernehmen
Die einfachste Prüfung sind Blick und Schritt. Auf einem gut verdichteten Unterbau hinterlässt der Schuh keinen Abdruck, die Oberfläche federt nicht, und beim Befahren mit dem Auto entstehen keine Spuren. Die Ebenheit prüft man mit einer zwei Meter langen Richtlatte. Die Abweichungen sollten in dem Rahmen liegen, den der Pflasterhersteller oder die Planung zulässt.
Bei Einfahrten, Parkplätzen und dem Unterbau von Bodenplatten wird die Tragfähigkeit gemessen. Dafür gibt es den statischen Lastplattenversuch oder den schnelleren dynamischen Versuch mit dem leichten Fallgewichtsgerät. Das Ergebnis ist ein Verformungsmodul, den Sie mit dem Wert aus der Planung vergleichen. Die Prüfung macht ein Prüflabor oder ein Geotechnikbüro, das Ergebnis bekommen Sie als Protokoll. Verlangt die Planung eine Messung, vereinbaren Sie den Termin rechtzeitig, bevor auf dem Unterbau weitergebaut wird.
- Humus und organische Reste sind auf der gesamten Fläche entfernt
- Das Material entspricht der vereinbarten Körnung und ist gebrochen, nicht rund
- Anzahl und Stärke der Lagen entsprechen der Vereinbarung oder der Planung
- Die Oberfläche ist eben, ohne Trittspuren und federt nicht
- Das Gefälle führt zur Entwässerung und entspricht der Absteckung
- Ränder, Ecken und die Bereiche um Schächte sind nachverdichtet
- Der Unterbau reicht über den Rand der künftigen Pflasterfläche oder Platte hinaus
- Leitungen in der Fläche sind unbeschädigt und ihre Lage ist eingezeichnet
- Falls die Planung es verlangt, liegt ein Protokoll der Tragfähigkeitsprüfung vor
Häufige Fragen
In der Regel vier- bis sechsmal pro Lage, in überlappenden Bahnen. Entscheidend ist, dass sich die Oberfläche nicht mehr setzt, die Platte zu springen beginnt und nach dem Überfahren keine Spuren bleiben. Bei schwereren Geräten zeigt das die eingebaute Verdichtungsanzeige.
Für Gehwege, Terrassen, Einfahrten und den Unterbau eines Einfamilienhauses genügt üblicherweise eine Reversierplatte. Eine Walze lohnt sich bei größeren offenen Flächen, wo sie Zeit spart und tiefer wirkt. In engen Höfen und entlang von Mauern ist die Platte praktischer.
Ja, aber die Vibration wirkt darauf nur schwach, und bei Nässe wellt sich der Boden unter dem Gerät. Besser geeignet sind Stampfer oder Schaffußwalze, alternativ werden weiche Stellen gegen Schotter getauscht und ein Vlies verlegt. Nasser Lehm wird nicht verdichtet, er muss erst abtrocknen.
Ja, das Verdichten braucht keine Trocknungs- oder Aushärtezeit. Hat es zwischendurch stark geregnet oder gefroren, kontrollieren Sie den Unterbau vor dem Verlegen und verdichten ihn bei Bedarf nach.
Schwere Platten und Walzen übertragen Erschütterungen in die Umgebung. Bei älteren Häusern, schwachen Fundamenten oder frischem Mauerwerk setzt man leichtere Geräte ein und hält mehr Abstand. Über Rohren wird die Leitungszone zuerst von Hand verdichtet, das schwere Gerät kommt erst bei ausreichender Überdeckung.
Verlässlich nur durch eine Messung mit dem statischen oder dynamischen Lastplattenversuch. Das Ergebnis wird mit dem Wert verglichen, den Planer oder Pflasterhersteller vorgeben. Bei kleineren Flächen ohne Planung verlässt man sich auf die richtige Schichtstärke, das passende Material und sorgfältiges lagenweises Verdichten.
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