Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet laut aktueller Preisliste 11,90 € pro m³ Arbeitsleistung. Fundamentgräben sind teurer, weil sie schmäler sind und mehr Nacharbeit brauchen. Nacharbeit von Hand, Verfüllen, Verdichten, Verbau und Abtransport kommen extra dazu. Schwerer Boden, hohes Grundwasser oder eine schlechte Zufahrt für den Bagger treiben den Preis in die Höhe.
Leistungsarten und ihre Preise
Der häufigste Auftrag bei Neubau und Einfriedung. Der Bagger gräbt genau nach Absteckung, die Sohle wird anschließend von Hand nachgearbeitet.
Großes Volumen für Keller oder Bodenplatte. Der Preis pro m³ ist niedriger, entscheidend sind aber Abtransport und Zwischenlagerung des Aushubs.
Aushub für Wasser-, Kanal-, Strom- oder Gasleitungen. Die Tiefe richtet sich nach den Vorgaben des Netzbetreibers und der frostfreien Tiefe, in Österreich je nach Region und Seehöhe meist etwa 0,8 bis 1,5 m.
Dort, wo die Maschine nicht hinkommt, oder in der Nähe von Leitungen. Der Preis hängt von der Bodenklasse ab: Klasse 1-2 Sand und Humus, Klasse 3 Lehm und Kies, Klasse 4 schwerer Ton und Kies mit Steinen. Die Klasse ergibt sich aus der Besichtigung oder dem Bodengutachten; auch die Maschine kommt in Ton oder Fels langsamer voran.
Die Verfüllung wird lagenweise eingebracht, jede Lage wird verdichtet. Eine unverdichtete Verfüllung setzt sich später unter Pflaster und Gehweg.
Ausgehobenes Erdreich vergrößert sein Volumen um ein Viertel bis ein Drittel. Bei kleinen Grundstücken ist der Abtransport oft der größte Kostenpunkt.
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Erdaushub | ||||
| Maschinenaushub der Baugrube | m³ | 11,90 € | - | |
| Handaushub (Boden Klasse 1-2) | m³ | 32,70 € | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 3) | m³ | 47,58 € | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 4) | m³ | 59,48 € | - | |
| Maschinenaushub Streifenfundament (Breite ab 50 cm) | m³ | - | ||
| Maschinenaushub Einzelfundament (Breite ab 80 cm) | m³ | 29,74 € | - | |
| Maschinenaushub Graben für Versorgungsleitungen | lfm | 8,92 € | - | |
| Sohlenreinigung Streifenfundament von Hand bis 1 m | lfm | 11,90 € | - | |
| Sohlenreinigung Einzelfundament von Hand bis 1 m | m² | 17,10 € | - | |
| Reinigung der Fundamentsohle von Hand | m² | 7,43 € | - | |
| Handbohrung bis Ø 25 cm | Stk. | - | ||
| Handbohrung bis Ø 35 cm | Stk. | - | ||
| Verfüllung und Verdichtung | ||||
| Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtung | m³ | - | ||
| Verfüllung mit Schotter / Brechkorn | m³ | 14,87 € | - | |
| Schüttungen aus Sandkies + Verdichtung | m³ | 12,64 € | - | |
| Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplatte | m² | 3,72 € | - | |
| Verdichtung mit Vibrationswalze | m² | 2,68 € | - | |
| Abtransport | ||||
| Abtransport von Überschussboden (inkl. Aufladen) | m³ | 14,87 € | - | |
| Abtransport Erde / Anlieferung Sandkies | km | 5,06 € | - | |
| Verbau | ||||
| Verbau der Baugrube bis 2 m | m² | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur maschineller Aushub 40 m³ Baugrube ohne Nacharbeit und Abtransport | 476,00 € |
| Aushub mit Sohlreinigung Aushub 40 m³ und Reinigung der Fundamentsohle von Hand auf 30 m² | 698,90 € |
| Aushub, Sohlreinigung und Abtransport Aushub 40 m³, Sohlreinigung 30 m² und Abtransport von 30 m³ Erdreich (ohne Verfüllung) | 1145,00 € |
Vorbereitung und Ablauf des Aushubs
Vor dem Aushub werden die Baugrenzen und alle bestehenden Leitungen im Boden abgesteckt. Solange die Leitungsbetreiber keine Auskunft gegeben haben, gräbt in deren Nähe kein Bagger. Im Schutzbereich, meist bis 1 m von der Leitung je nach Angabe des Betreibers, wird nur von Hand gegraben.
Der Bagger hört knapp über der geplanten Tiefe auf. So bleibt der gewachsene Boden, auf dem das Fundament stehen wird, unberührt.
Sohle und Wände werden von Hand nachgearbeitet, lockere Erde kommt heraus. Das Fundament muss auf festem, ungestörtem Boden stehen, der es trägt.
Ist die Grube tiefer als 1,25 m, muss sie mit Verbau oder einer Böschung gesichert werden, so verlangen es die Arbeitnehmerschutzvorschriften für Erdarbeiten (BauV). Beim Einfamilienhaus wird öfter geböscht, weil das günstiger ist, sofern am Grundstück genug Platz ist.
Verfüllt wird in Lagen von 20 bis 30 cm, je nach Verdichtungsgerät, und jede Lage wird einzeln verdichtet. Unter der Bodenplatte zeigt ein Lastplattenversuch (Verformungsmodul), ob die Schotterschicht ausreichend verdichtet ist. Deshalb ist das Verdichten eine eigene Position im Kostenvoranschlag.
Arbeitsablauf
- 01Besichtigung des Grundstücks: Zufahrt für die Maschinen und Platz, um Erde zwischenzulagern.
- 02Absteckung des Gebäudes und der Leitungen im Boden nach den Angaben der Leitungsbetreiber.
- 03Maschineller Aushub nach Plan, mit etwas Reserve über der Fundamentsohle.
- 04Nacharbeit von Sohle und Wänden von Hand, Kontrolle von Tiefe und Ebenheit.
- 05Abnahme der Fundamentsohle vor dem Betonieren, bei Zweifeln Beurteilung des Baugrunds.
- 06Lagenweises Verfüllen mit Verdichtung jeder Lage und Abtransport der überschüssigen Erde.
5 häufige Fehler
Erde, die der Bagger einmal aufgelockert hat, wird nicht wieder fest. Wurde zu tief gegraben, muss der Unterschied mit Beton ausgeglichen werden, nicht mit Erde.
Ein durchtrenntes Kabel oder eine beschädigte Gasleitung bedeutet Schaden, Ausfall und Strafe. Deshalb gehören die Leitungen immer abgesteckt, bevor der Bagger kommt.
Eine dicke, lockere Schicht setzt sich über Jahre. Pflaster, Terrasse und Anschlüsse darüber reißen und sacken ab.
Regenwasser weicht die Fundamentsohle auf, danach trägt sie schlechter. Betoniert werden sollte daher möglichst bald nach der Abnahme des Aushubs.
Ausgehobene Erde braucht mehr Platz als im gewachsenen Boden. Wer Abtransport und Deponie nicht einrechnet, dessen Kalkulation geht nicht auf.
Was alles zu den Erd- und Aushubarbeiten gehört
In Angeboten und Kostenaufstellungen begegnen Ihnen beide Begriffe, Erdarbeiten und Aushubarbeiten. Gemeint ist alles, was das Gelände verändert oder in den Baugrund eingreift: Humus abtragen, Gruben für Fundamente, Keller und Hausanschlüsse ausheben, verfüllen, Leitungen einbetten, verdichten, das Gelände ums Haus modellieren und Erde umlagern oder abführen. Beim Einfamilienhaus sind das die allerersten Arbeiten auf der Baustelle. Wenn sie fertig sind, sieht man nichts mehr davon. Fehler aus dieser Phase zeigen sich aber nach ein paar Jahren: als Risse im Mauerwerk, abgesacktes Pflaster oder ein feuchter Keller.
In der Praxis teilen sich die Erdarbeiten meist in drei Abschnitte, und oft übernehmen verschiedene Firmen. Zuerst kommt der Aushub für Fundamente und Anschlüsse, dann das Verfüllen und Verdichten, wenn der Keller oder die Bodenplatte steht, und zum Schluss die Gestaltung des Geländes. Klären Sie deshalb bei der Kostenplanung, wer welchen Teil übernimmt. Gerade an den Übergängen zwischen zwei Firmen fällt leicht etwas durch: der Abtransport der Erde, das Nacharbeiten oder das Verdichten.
Baugrund: warum Sie den Boden kennen sollten, bevor der Bagger kommt
Wie tief und wie breit ein Fundament werden muss, hängt davon ab, wie viel der Boden trägt und wie er sich verhält. Beim Neubau klärt das in der Regel ein Bodengutachten, manchmal auch nur eine orientierende Erkundung. Bei einfachen Bauvorhaben stützt sich der Statiker auf Schürfe und auf Erfahrungen aus der Nachbarschaft. Ein Schurf, also eine Probegrube, die ein Minibagger an der Stelle des künftigen Hauses gräbt, ist im Vergleich zum ganzen Bau ein kleiner Posten. Häufig zeigt er schon, ob in Fundamenttiefe Ton, aufgeschütteter Boden oder Grundwasser liegt.
In Preislisten tauchen oft Bodenklassen auf. Sie sind eine grobe Einteilung, wie schwer sich ein Boden lösen lässt. Die einschlägigen ÖNORMEN und der Eurocode 7 für die Geotechnik beschreiben den Boden heute genauer, in Kalkulationen haben sich die Klassen aber als einfache Angabe gehalten. Für Sie heißt das vor allem: Je schwerer und bindiger der Boden, desto langsamer geht der Aushub, desto stärker nutzt sich die Maschine ab und desto teurer wird jeder Kubikmeter. Ton hat noch eine unangenehme Eigenschaft. Trocknet er aus, schrumpft er, wird er nass, quillt er. Fundamente gründet man in Tonböden deshalb tiefer, und das Umfeld des Hauses schützt man vor dem ständigen Wechsel von trocken und nass, etwa durch eine gute Entwässerung und genug Abstand zwischen Bäumen und Haus.
Ein eigenes Thema sind Anschüttungen: verfüllte Gruben, alte Keller, zugeschüttete Gräben oder feuchte Senken. Gerade in alten Ortskernen und auf Grundstücken, auf denen früher schon etwas stand, stößt man häufiger darauf, als man denkt. Angeschütteter Boden trägt nicht zuverlässig. Je nach Vorgabe des Statikers wird das Fundament durch die Anschüttung hindurch vertieft, oder man tauscht sie gegen verdichteten Schotter aus.
Warum derselbe Boden drei verschiedene Volumen hat
Bei Erdarbeiten rechnet man mit drei Volumen für ein und denselben Boden. Gewachsener Boden liegt noch ungestört im Erdreich, nach ihm wird der Aushub berechnet. Sobald der Bagger ihn löst, lockert er auf und braucht mehr Platz, grob um ein Viertel bis ein Drittel. Sand legt dabei weniger zu, Ton und Fels mehr. Wird der Boden wieder eingebaut und verdichtet, schrumpft das Volumen erneut, kommt aber fast nie genau auf den Ausgangswert zurück.
Daraus folgen zwei praktische Punkte. Erstens: Prüfen Sie im Angebot, ob der Abtransport nach Kubikmetern gewachsenen oder aufgelockerten Bodens abgerechnet wird. Zwei Angebote können sich allein darin unterscheiden. Zweitens: Sie brauchen auf dem Grundstück genug Platz für ein Zwischenlager. Der Aushub für einen Keller nimmt eine erstaunlich große Fläche ein. Und er darf nicht direkt an der Grubenkante liegen, weil er sonst auf die Wand drückt.
Humus, Wiederverwendung und wohin mit der übrigen Erde
Den Humus, also die obere fruchtbare Schicht, trägt man getrennt ab und lagert ihn auf einer eigenen Humusmiete. Sie brauchen ihn später ohnehin für die Geländegestaltung und den Garten, und guter Oberboden ist zu wertvoll, um ihn zu vergraben. Wird er mit dem Unterboden vermischt, legen Sie den Garten am Ende auf unfruchtbarem Lehm an und müssen Humus zukaufen. In Verfüllungen unter Böden, Wegen und rund um die Fundamente hat er dagegen nichts zu suchen. Die organischen Bestandteile zersetzen sich mit der Zeit, und die Verfüllung sackt nach.
Unbelasteter Aushub, der auf demselben Grundstück wieder eingebaut wird, gilt in der Regel nicht als Abfall. Verlässt er die Baustelle, gelten die abfallrechtlichen Vorschriften. Die Erde kommt dann auf eine Deponie, in eine zugelassene Verwertungsanlage oder auf eine andere Baustelle, die sie rechtmäßig annehmen darf. Oft verlangt der Annehmer vorher eine Analyse des Bodens. Deponie- oder Verwertungsgebühren sind selten im Arbeitspreis enthalten und machen bei größeren Mengen einen spürbaren Teil des Budgets aus. Es lohnt sich daher, die Geländearbeiten so zu planen, dass möglichst viel Erde auf dem Grundstück bleibt, zum Beispiel um eine Böschung auszugleichen oder das Gelände ums Haus etwas anzuheben.
Wenn Wasser in der Grube steht oder Frost kommt
Grundwasser in der Baugrube macht die Arbeit deutlich schwieriger. Die Wände rutschen nach, die Sohle weicht auf, und in stehendes Wasser darf man ohne besonderes Verfahren nicht betonieren. Liegt das Grundwasser nur knapp über der Sohle, reicht meist ein Pumpensumpf, also eine kleine vertiefte Mulde in einer Ecke der Grube, aus der man das Wasser abpumpt. Bei höherem Wasserstand muss ein Fachplaner ran.
Der Grundwasserspiegel schwankt übers Jahr. Ein trockener Aushub im Sommer sagt also nichts darüber, ob der Keller im Frühjahr, etwa zur Schneeschmelze, trocken bleibt. Die Abdichtung plant man nach dem höchsten zu erwartenden Wasserstand, nicht nach dem, was beim Graben zu sehen war.
Im Winter gilt eine einfache Regel: Auf eine gefrorene Gründungssohle wird nicht betoniert. Gefrorener Boden verliert beim Auftauen seine Tragfähigkeit, und das Fundament setzt sich. Schafft man das Betonieren nicht mehr vor dem Frost, deckt man die Sohle ab oder hebt die letzte Schicht erst kurz vor dem Betonieren aus.
Sicherheit an der Künette und Leitungen im Boden
Eine einstürzende Grabenwand gehört zu den ernsten Gefahren auf der Baustelle, und sie passiert auch dort, wo die Wand fest wirkt. Bindiger Lehm hält eine senkrechte Wand oft stundenlang. Dann schwächen sie Regen, die Erschütterung einer vorbeifahrenden Maschine oder ein Erdhaufen an der Kante, und sie bricht ein. Steigen Sie deshalb nie in eine ungesicherte tiefere Künette, auch nicht für eine kurze Kontrolle. Nach den österreichischen Arbeitnehmerschutzvorschriften für Baustellen, der Bauarbeiterschutzverordnung, dürfen Künetten mit senkrechten Wänden ohne Sicherung in der Regel nur bis etwa 1,25 m tief sein, darüber braucht es eine Pölzung oder eine Böschung. Aushub, Material und Maschinen bleiben mit Abstand zur Kante. In der Praxis nennt man mindestens einen halben Meter, bei schweren Geräten mehr.
Holen Sie die Leitungsauskünfte für Strom, Gas, Wasser, Kanal und Telekommunikation früh ein. Viele Netzbetreiber bieten dafür Online-Portale an, und die Gemeinde weiß, wer im Ort zuständig ist. Die Bearbeitung dauert meist einige Wochen. Oft will der Netzbetreiber die Leitung selbst orten und einweisen, bei Arbeiten nahe einer Gasleitung oder eines Mittelspannungskabels auch jemanden vor Ort haben. Die Künette auszuheben ist eine normale Erdarbeit. Gasanschlüsse darf aber nur ein dafür befugter Installateur herstellen, Stromanschlüsse nur ein konzessionierter Elektrotechniker.
Wird beim Graben eine Gasleitung beschädigt oder riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort den Bereich. Kein offenes Feuer, keine Schalter oder Elektrogeräte betätigen. Rufen Sie aus sicherer Entfernung den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 an.
Geländeveränderungen und Rücksicht auf die Nachbarn
Denken Sie bei Geländeveränderungen früh an die Nachbarn. Heben Sie das Gelände an der Grundstücksgrenze an, läuft Regenwasser oft zum Nachbarn hinüber oder drückt gegen seinen Zaun. Daraus entsteht schnell Streit, der sich mit einem Gespräch vorab meist vermeiden lässt. Bei einer Anschüttung an der Grenze plant man deshalb die Entwässerung mit und manchmal eine kleine Stützmauer. Soll die Mauer eine größere Erdhöhe abfangen, bemisst sie der Statiker.
Zufahrt aufs Grundstück und welche Maschine passt
Von der Maschine hängen Tempo und Preis ab. Ein Minibagger passt durch das Gartentor eines bewohnten Grundstücks und schont die Umgebung, für eine große Baugrube ist er aber langsam. Ein großer Bagger mit Radlader hebt eine Kellergrube viel schneller aus. Er braucht dafür eine feste Zufahrt, Platz zum Wenden und Zugang für die Lkw, die die Erde abführen. Bei kleinen Aufträgen, etwa einem Hausanschluss oder einem Zaunfundament, macht die Anfahrt der Maschine einen großen Teil der Rechnung aus.
Bevor die Geräte kommen, prüfen Sie Breite und Tragfähigkeit der Zufahrt, Freileitungen über dem Grundstück und alles, was im Boden liegt: alte Senkgruben, Sickerschächte, Brunnen, Zisternen oder Öltanks. Die stehen oft in keiner Leitungsauskunft, und nur Sie wissen, wo sie sind. Gerade auf Grundstücken mit älteren Häusern findet man so etwas häufig. Eine schwere Maschine hinterlässt auf Rasen oder Pflaster Spuren. Legen Sie die Fahrspur deshalb vorher fest und schützen Sie sie bei Bedarf mit Platten oder Pfosten.
Verfüllen um Fundamente und Anschlüsse
Womit verfüllt wird, ist genauso wichtig wie das Verdichten. Um Fundamente und unter Böden gehört kein Boden mit Wurzeln oder anderen organischen Resten, kein Bauschutt mit Holz und Folien und keine gefrorene Erde. Beim Verfüllen von Kellerwänden muss die Abdichtung geschützt werden, meist mit einer Noppenbahn oder Perimeterdämmplatten. Ein scharfkantiger Stein kann die Abdichtung durchstoßen, und niemand merkt es, bis Wasser in den Keller kommt.
Rohre und Kabel der Hausanschlüsse liegen in einem Sandbett und werden mit Sand ummantelt, damit keine Steine darauf drücken. Über der Leitung kommt ein Trassenwarnband in der passenden Farbe in die Verfüllung. Wer in ein paar Jahren dort gräbt, sieht dann rechtzeitig, dass darunter etwas liegt. Über Kunststoffrohren verdichtet man vorsichtig. Eine schwere Rüttelplatte direkt darüber kann sie verformen.
Anleitung für Heimwerker: Löcher für Zaunpfosten von Hand graben
Flache Löcher für Zaun- oder Pergolasteher können Sie gut selbst graben, wenn Sie ein paar Sicherheitsregeln beachten. Bei tieferen Gruben, größeren Mengen oder in der Nähe von Leitungen holen Sie besser einen Professionisten.
- Bei den Netzbetreibern und in den Grundstücksunterlagen prüfen, ob im Zaunbereich Kabel, Gas- oder Wasserleitungen liegen.
- Die Zaunlinie mit Schnur und Pflöcken abstecken und jeden Pfostenstandort nach dem geplanten Abstand markieren.
- Rasenziegel und Humus an der Lochstelle abstechen und getrennt lagern, damit sie später wieder eingebaut werden können.
- Das Loch mit Spaten oder Handerdbohrer mindestens bis zur frostfreien Tiefe graben, die in der Anleitung des Zaunsystems oder in der Planung steht, meist etwa 80 cm, in kalten Lagen auch mehr.
- Den Aushub auf einer Plane neben dem Loch ablegen, mit etwas Abstand zum Rand, damit nichts zurückfällt und die Wand nicht belastet wird.
- Die Sohle säubern, lockere Erde herausnehmen und bei Bedarf durch eine Schicht Schotter ersetzen, nicht durch Erde.
- Tiefe und Lage aller Löcher an der Schnur kontrollieren, bevor die Pfosten gesetzt werden.
- Offene Löcher mit einem Brett abdecken, wenn sie nicht am selben Tag betoniert werden, damit niemand hineintritt und kein Wasser hineinläuft.
So nehmen Sie die Aushubarbeiten ab
Nehmen Sie den Aushub vor dem Betonieren ab, solange Sohle und Wände noch zu sehen sind. Liegt der Beton erst in der Grube, lässt sich nichts mehr prüfen. Bei wichtigen Fundamenten holen Sie für die Abnahme der Gründungssohle den Statiker oder die Bauleitung, etwa den Baumeister, dazu.
- Maße und Tiefe des Aushubs stimmen mit Planung und Absteckung überein
- Die Sohle ist sauber, ohne lockere Erde, Steine und stehendes Wasser
- Zu tief ausgehobene Stellen sind markiert und werden mit Beton aufgefüllt
- Die Wände tieferer Gruben sind durch Pölzung oder Böschung gesichert
- Der Aushub liegt mit sicherem Abstand zur Kante
- Der Humus lagert getrennt vom übrigen Boden
- Freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und dokumentiert
- Für die Verfüllung sind Material, Lagendicke und Art der Verdichtung vereinbart
- Menge des abgeführten Bodens und Nachweis über Entsorgung oder Verwertung liegen vor
Häufige Fragen
Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet laut aktueller Preisliste 11,90 € pro m³ Arbeitsleistung. Schmälere Gräben für Streifen- und Einzelfundamente sind teurer, Nacharbeit, Verfüllen und Abtransport werden extra verrechnet.
Weil ein Arbeiter mit der Schaufel pro Stunde nur einen Bruchteil dessen schafft, was ein Bagger bewegt, bei hartem Boden noch weniger. Deshalb wird nur dort von Hand gegraben, wo die Maschine nicht hinkommt, oder in der Nähe von Leitungen.
Entscheidend sind Bodenklasse, Tiefe, Zufahrt für die Maschinen, Grundwasser und vor allem die Menge an Erde, die abgeführt werden muss. Auf kleinen Grundstücken kostet der Abtransport oft mehr als das Ausheben selbst.
Verbau oder Böschung sind bei Gruben tiefer als 1,25 m nötig, bei nicht standfestem Boden auch schon früher. Die konkrete Lösung legen Planung und Arbeitnehmerschutzvorschriften (BauV) fest. Ist rund um die Grube genug Platz, kommt eine Böschung günstiger.
Bei einem Hausanschluss oder einer Einfriedung wird der Minibagger mit Fahrer meist nach Stunden verrechnet, dazu kommt der Transport der Maschine zur Baustelle. Bei größeren Mengen wird nach m³ laut Preisliste abgerechnet.
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