Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mauerarbeiten | ||||
| Aussenputz | m² | 31.30 CHF | - | |
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 38.35 CHF | - | |
| Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong) | m² | 50.45 CHF | - | |
| Grundierung der Wände und des Bodens | m² | 3.85 CHF | - | |
| Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwänden | m² | 23.20 CHF | - | |
| Wandausbesserungen (Rimano, Rotband) | m² | - | ||
| Wände verputzen (Grobputz) | m² | - | ||
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 19.15 CHF | - | |
| Stuckputz | m² | 19.15 CHF | - | |
| Maschinenputz (Kalkzement) | m² | - | ||
| Gips- / Glättputz | m² | 24.20 CHF | - | |
| Sturzeinbau | Stk. | 50.45 CHF | - | |
| Verschliessen von Öffnungen | m² | 50.45 CHF | - | |
| Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz) | lfm | - | ||
| Kamin Typ Schiedel mauern | lfm | - | ||
So wird eine Fassade verputzt
Eine Fassade wird in Schichten aufgebaut, und jede Schicht braucht ihre Zeit. Der Gipser geht üblicherweise so vor:
- Untergrund beurteilen: Festigkeit, Risse, lose Stellen im alten Putz, Ebenheit und Feuchtigkeit des Mauerwerks.
- Gerüst aufstellen und Fenster, Fensterbänke, Plattenbeläge und alles andere abdecken, das nicht verschmutzt werden soll.
- Oberfläche von Staub, alten Anstrichen, Salzen, Algen und losen Teilen befreien, Schäden ausbessern oder nicht tragfähigen Putz entfernen.
- Bei einer verputzten Aussenwärmedämmung die Armierungsschicht herstellen: Klebemörtel auftragen, Glasfasergewebe einbetten und glätten.
- Grundierung auftragen. Sie gleicht die Saugfähigkeit des Untergrunds aus und verbessert die Haftung. Sie muss zum jeweiligen Putz passen.
- Deckputz in gleichmässiger Schicht von Hand mit der Kelle oder maschinell auftragen und die Struktur ausarbeiten.
- Frischen Putz vor Regen, direkter Sonne und Wind schützen, bis er abgebunden und trocken ist.
Warum so viele Schritte? Ein Putz ist nur so gut wie der Untergrund darunter. Fehlt die Grundierung oder wird auf eine feuchte Wand verputzt, zeigt sich der Fehler oft erst nach ein oder zwei Jahren. Dann ist eine Reklamation meist schwierig.
Putzarten und wann welche passt
Silikonharzputz
Er ist elastisch, nimmt wenig Wasser auf, und Schmutz haftet schlechter, weil der Regen ihn abwäscht. Temperaturschwankungen verträgt er gut. Deshalb kommt er oft auf Neubauten und auf Kompaktfassaden, also verputzte Aussenwärmedämmungen. Er eignet sich auch für Häuser an stark befahrenen Strassen oder an windigen, wetterexponierten Lagen.
Silikatputz
Sein Bindemittel ist Kaliwasserglas, und er lässt Wasserdampf gut durch. Die Wand kann Feuchtigkeit also nach aussen abgeben. Deshalb wird er gern bei älteren Häusern, bei Backstein- und Natursteinmauerwerk und auf mineralischen Untergründen verwendet. Er verzeiht weniger Fehler bei der Verarbeitung: Halten Sie sich genau an die Angaben des Herstellers, sonst entstehen leicht Flecken.
Kunstharzputz (Acrylatputz)
Er bietet eine grosse Farbauswahl und lässt sich einfach verarbeiten. Dampf lässt er weniger durch. Auf feuchtes Mauerwerk oder in diffusionsoffene, mineralische Aufbauten gehört er deshalb nicht, dort würde er die Feuchtigkeit in der Wand zurückhalten. Gute Dienste leistet er auf trockenen, ebenen und intakten Flächen, etwa bei der Renovation eines bestehenden Putzes.
Mineralputz und Kalkputz
Mineralputze bestehen aus Kalk oder Zement, sind nicht brennbar und dampfdurchlässig. Typisch sind sie bei alten Häusern, historischen Gebäuden und Natursteinmauerwerk. Dazu gehören auch Kalk- und Kalkzementputze mit ihrer feinen, traditionell wirkenden Oberfläche. Mineralputze brauchen einen erfahrenen Gipser und genug Zeit, damit jede Schicht aushärten kann. Häufig erhalten sie zusätzlich einen Fassadenanstrich.
Dünnschicht oder Dickschicht?
Dünnschichtputze sind leicht und elastisch und werden darum fast immer auf Wärmedämmungen eingesetzt. Dickschichtige, traditionelle Putze passen zu alten und historischen Bauten, wo unebenes Mauerwerk ausgeglichen werden soll und ein massiver, handwerklicher Charakter erwünscht ist.
Struktur und Farbe der Fassade
Ein Rillen- oder Abriebputz, etwa der bekannte Kratzputz mit gleichmässiger Körnung, kaschiert kleine Unebenheiten und Verschmutzungen. Deshalb ist er bei Einfamilienhäusern beliebt. Eine glatte, abgeriebene Oberfläche wirkt modern, zeigt aber jeden Fleck und ist aufwendiger im Unterhalt.
Die Farbe ist nicht nur Geschmackssache. Dunkle Töne heizen sich an der Sonne stärker auf, die Fassade dehnt sich mehr aus und zieht sich wieder zusammen, und der Putz altert schneller. Auf Wärmedämmungen schränken Hersteller dunkle Farben oft über den Hellbezugswert ein. Fragen Sie deshalb vor der Wahl nach, ob Ihr Wunschton für das System zugelassen ist.
Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht
Am wenigsten Arbeit macht eine ebene, tragfähige und trockene Wand im Neubau oder eine frisch montierte Dämmung. Der Aufwand steigt dagegen, wenn:
- Das Haus viele Fenster, Erker, Gesimse und Zierelemente hat
- Der alte Putz abblättert und abgeschlagen sowie das Mauerwerk ausgebessert werden muss
- Das Mauerwerk feucht oder versalzen ist und zuerst die Ursache der Feuchtigkeit behoben werden muss
- Das Gebäude hoch ist und ein grosses Gerüst braucht
- Die gewünschte Struktur fein und anspruchsvoll in der Ausführung ist
- Das Wetter wechselhaft ist und die Arbeit immer wieder unterbrochen werden muss
Wird die Fassade im Zug einer Wärmedämmung erneuert, kann sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm Ihres Kantons lohnen. Informieren Sie sich vor Arbeitsbeginn, ob und unter welchen Bedingungen Ihr Vorhaben unterstützt wird.
Typische Fehler
- Verputzen auf feuchtem, staubigem oder nicht tragfähigem Untergrund
- Fehlende oder unpassende Grundierung
- Arbeiten an direkter Sonne, bei Wind oder bei tiefen Temperaturen
- Zu dünne oder ungleichmässige Putzschicht
- Eine Wandfläche in mehreren Etappen mit Pausen verputzen, sodass sichtbare Ansätze bleiben
- Materialien verschiedener Systeme mischen, etwa Kunstharzputz auf feuchtem mineralischem Mauerwerk
- Schlecht gelöste Details bei Fensterbänken, Leibungen und Dachanschlüssen
In der Praxis liegt die Ursache von Schäden oft nicht am Material selbst, sondern an einem nicht eingehaltenen Arbeitsablauf. Deshalb empfiehlt es sich, Grundierung, Armierungsmörtel und Putz vom gleichen Hersteller und aus dem gleichen System zu verwenden. Die Blechanschlüsse an Fensterbänken und am Dach sollten mit dem Spengler abgestimmt sein.
So prüfen Sie die fertige Fassade
Schauen Sie sich die Fassade bei Tageslicht an, auch von der Seite, wenn das Licht schräg einfällt. Dann sieht man am meisten.
- Farbe und Struktur sind gleichmässig, ohne Flecken und sichtbare Ansätze
- Die Oberfläche zeigt keine Risse, Blasen oder abblätternden Stellen
- Beim Abklopfen klingt es nirgends hohl
- Ecken, Leibungen und Kanten sind gerade und sauber
- Anschlüsse an Fensterbänke, Fenster und Blechabdeckungen sind dicht
- Fenster, Plattenbeläge und Umgebung sind von Putzresten gereinigt
- Sie haben eine Aufstellung der verwendeten Materialien und idealerweise Fotos der einzelnen Schichten
- Die vereinbarte Garantie ist schriftlich festgehalten
Häufige Fragen
Für altes Mauerwerk wählt man meist einen Mineral- oder Silikatputz, weil beide gut dampfdurchlässig sind und die Wand austrocknen kann. Klären Sie vor dem Verputzen, warum das Mauerwerk feucht ist, und beheben Sie die Ursache.
Das ist nicht zu empfehlen. Hersteller geben meist Temperaturen von ungefähr +5 °C bis +25 °C an, ohne direkte Sonne, Wind und Regen. Bei Frost härtet der Putz nicht richtig aus, bei grosser Hitze trocknet er zu schnell und es entstehen Flecken.
Bei einem üblichen Einfamilienhaus und gutem Wetter rechnet man grob mit ein bis zwei Wochen. Viel Zeit beanspruchen die Wartezeiten zwischen den Schichten, die nicht verkürzt werden dürfen. Regen oder Kälte verlängern die Arbeit.
Nein. Ist er fest und haftet gut am Mauerwerk, genügt es, ihn zu reinigen, Risse auszubessern und eine neue Schicht aufzutragen. Klingt er beim Abklopfen hohl oder blättert er ab, müssen die losen Teile entfernt werden.
Kontrollieren Sie sie einmal im Jahr, idealerweise im Frühling, vor allem rund um die Fensterbänke und bei den Dachrinnen. Reinigen Sie sie mit einer weichen Bürste oder mit wenig Wasserdruck und verwenden Sie gegen Algen nur Mittel, die der Putzhersteller freigibt.
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