Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Maschinenputz (Kalkzementputz)

Maschinenputz aus Kalkzement ist ein Innenputz, den eine Putzmaschine mit Wasser mischt und über einen Schlauch direkt auf die Wand spritzt. Der Gipser zieht ihn danach mit einer Latte ab und glättet ihn. Man braucht ihn im Neubau nach dem Rohbau, aber auch bei Renovationen: Dort schlägt man alten Putz ab, und die Wände müssen vor dem Str

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12.14 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
1.82 CHF - 45.50 CHF
Wohnung 60 m²
1820.94 CHF
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²32.77 CHF-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²43.70 CHF-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1.82 CHF-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²11.83 CHF-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²15.48 CHF-
Stuckputzm²14.56 CHF-
Gips- / Glättputzm²10.93 CHF-
Aussenputzm²18.20 CHF-
SturzeinbauStk.29.13 CHF-
Verschliessen von Öffnungenm²45.50 CHF-
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Kamin Typ Schiedel mauernlfm-
Summe Arbeit
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So läuft das maschinelle Verputzen ab

Die Maschine gibt immer gleich viel Wasser zu, deshalb hat der Mörtel auf der ganzen Fläche dieselbe Konsistenz. Auf grösseren Flächen geht die Arbeit so schneller, und die Oberfläche wird gleichmässiger als beim Anrühren im Kessel. Der Ablauf sieht meist so aus:

  1. Untergrund prüfen und vorbereiten. Der Gipser kontrolliert das Mauerwerk, entfernt Staub und Mörtelreste, füllt grössere Fugen und trägt je nach Untergrund eine Grundierung oder eine Haftbrücke auf.
  2. Profile setzen. An den Wänden werden Putzleisten montiert, die die Ebene vorgeben. An Ecken und Leibungen kommen Eckschutzprofile hin, damit die Kanten gerade und stabil bleiben.
  3. Maschine einstellen. Die Wasserzufuhr wird so eingestellt, dass der Mörtel weder zu flüssig noch zu steif ist.
  4. Anspritzen. Der Putz wird in Bahnen aufgespritzt, meist von unten nach oben, als geschlossene Schicht. Die Dicke liegt üblicherweise bei etwa 10 bis 20 mm, je nachdem, wie gerade das Mauerwerk ist und was der Hersteller vorgibt.
  5. Abziehen. Mit einer langen Aluminiumlatte wird der Putz über die Profile abgezogen. Überschüssiges Material kommt weg, Vertiefungen werden gefüllt, solange der Putz frisch ist.
  6. Oberfläche bearbeiten. Sobald der Putz etwas angezogen hat, wird er nachgezogen und dann mit Schwamm oder Filz abgerieben. So entsteht eine feine Oberfläche, die man streichen oder mit einem dünnen Weissputz oder einer Spachtelung veredeln kann.
  7. Trocknen lassen. Der Putz trocknet natürlich, bei mässigem Lüften und ohne starkes Heizen.

Der Untergrund entscheidet über das Ergebnis

Die meisten Probleme mit Putz entstehen schon vor dem Anspritzen. Der Untergrund muss tragfähig, sauber und frei von Salzen sein. Lose Altschichten, Ölfarben oder Kleberreste gehören weg, sonst hält der neue Putz nicht.

Jedes Material saugt Wasser anders auf:

  • Backstein saugt mittelstark, meist genügt eine Grundierung, die das Saugverhalten ausgleicht
  • Porenbeton saugt stark. Hier braucht es eine Grundierung und einen Putz, den der Hersteller ausdrücklich für Porenbeton empfiehlt, sonst trocknet der Putz zu schnell und reisst
  • glatter Beton (Decken, Stürze, betonierte Wände) nimmt kaum Wasser auf und braucht deshalb eine Haftbrücke mit Quarzsand, die eine raue Oberfläche schafft

Vor dem Verputzen müssen alle Leitungen in den Wänden fertig sein. Kabel und Dosen setzt und prüft ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV, die Dosen sollen bündig mit der späteren Putzfläche sitzen. Wasser- und Heizungsleitungen lässt man sinnvollerweise vor dem Verputzen vom Sanitärinstallateur abdrücken. Eine undichte Stelle unter fertigem Putz zu reparieren, gibt deutlich mehr Arbeit. Schlitze, die nach der Installation bleiben, werden vorher ausgefüllt und bei grösserer Breite mit Armierungsgewebe überdeckt.

In einer Wohnung im Stockwerkeigentum oder in einer Mietliegenschaft informieren Sie die Liegenschaftsverwaltung oder den Hauswart rechtzeitig über die lauten Arbeiten und darüber, wo Maschine und Material stehen.

Kalkzement, Gips oder einlagig: wann welcher Putz passt

Kalkzementputz verbindet die Festigkeit von Zement mit der Atmungsaktivität von Kalk. Er ist hart, stoss- und abriebfest und kommt mit Feuchtigkeit besser zurecht als Gips. Darum wählt man ihn für Bäder, Küchen, Korridore, Keller, Garagen, Heizräume und als Untergrund für Plättli.

Gipsputz ist feiner und wird nach dem Glätten oft so glatt, dass man ihn direkt streichen kann. Er passt in trockene Wohnräume. Im Bad lassen ihn die Hersteller nur unter Bedingungen zu, etwa bei guter Lüftung und unter Plättli mit einer Abdichtung. In Keller oder Garage gehört er nicht.

Maschineller Kalkzementputz wird im Innenbereich häufig einlagig ausgeführt: Grundschicht und Oberfläche entstehen in einem Arbeitsgang und werden abgefilzt. Möchten Sie eine glattere Wand, etwa für helle Farben mit Streiflicht vom Fenster, kommt nach dem Austrocknen ein dünner Weissputz oder eine feine Spachtelung darauf. Auch ein Abrieb als sichtbare Struktur ist eine verbreitete Variante.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Der Aufwand und damit auch der Preis hängen vor allem davon ab, wie die Wand vor dem Verputzen aussieht:

  • Gerades Mauerwerk im Neubau geht am schnellsten, weil eine dünnere Schicht reicht
  • Schiefe Wände in Altbauten brauchen eine dickere Schicht, manchmal in zwei Arbeitsgängen, und mehr Material
  • Abschlagen von altem Putz und Abtransport des Schutts bedeuten zusätzliche Arbeit
  • Viele Fenster, Leibungen, Ecken und Nischen heissen viele Profile und viel Handarbeit
  • Hohe Räume und Treppenhäuser erfordern ein Gerüst
  • Zugang für die Maschine zählt ebenfalls: Sie braucht Wasser, Strom und Platz für die Säcke. In einer Wohnung weit oben müssen die Schläuche lange Wege überbrücken

Wenn möglich, lassen Sie das ganze Haus oder die ganze Wohnung in einem Durchgang verputzen. Die Maschine wird dann nur einmal aufgestellt und gereinigt.

Fehler, die sich vermeiden lassen

  • Verputzen auf ungereinigtem oder losem Untergrund. Der Putz klingt beim Abklopfen hohl und kann sich ablösen.
  • Falsche Konsistenz. Zu flüssiger Mörtel verliert Festigkeit und gibt Flecken, zu steifer lässt sich schlecht abziehen und die Oberfläche bleibt rau.
  • Zu spätes Abziehen. An der Wand bleiben Wellen und Mulden.
  • Falscher Zeitpunkt beim Glätten. Zu früh geglättet, verschmiert und verdichtet sich die Oberfläche. Zu spät geglättet, lässt sie sich nicht mehr ausgleichen.
  • Zu schnelles Trocknen. Durchzug, direkte Sonne oder voll aufgedrehte Heizung führen zu Schwindrissen. Bei Frost wird nicht verputzt, die meisten Hersteller nennen eine Mindesttemperatur von etwa +5 °C.
  • Streichen oder Plättlilegen auf nassen Putz. Die Farbe kann sich verfärben oder abblättern. Als grobe Richtgrösse gilt oft rund ein Tag Trocknungszeit pro Millimeter Putzdicke, massgebend ist aber die Angabe des Herstellers.

So prüfen Sie den fertigen Putz

Nehmen Sie zur Abnahme eine lange Latte oder Wasserwaage und eine Taschenlampe mit. Wenn Sie die Wand von der Seite anleuchten, sehen Sie Unebenheiten viel besser. Die zulässige Ebenheitstoleranz vereinbaren Sie mit Vorteil schon im Werkvertrag, zum Beispiel mit Bezug auf die einschlägigen SIA-Normen. Für Plättli und grossformatige Platten braucht es eine höhere Genauigkeit. Prüfen Sie:

  • Ebenheit der Wände mit der Latte senkrecht, waagrecht und über die ganze Fläche
  • Lot von Ecken und Leibungen sowie gerade, unbeschädigte Kanten mit Profilen
  • Gleichmässige Oberfläche ohne Flecken, Risse, Ausblühungen und Werkzeugspuren
  • Abklopfen, ob es irgendwo hohl klingt
  • Dosen und Anschlüsse frei, sauber und bündig mit der Putzfläche
  • Fenster, Rahmen, Böden und Leitungen ohne Putzreste
  • Hinweise zu Trocknen und Lüften sowie das Datum, ab dem gestrichen oder plättelt werden darf

Häufige Fragen

Das hängt von der Schichtdicke, der Temperatur und dem Lüften ab. Oft wird etwa ein Tag pro Millimeter genannt, bei kühlem und feuchtem Wetter auch länger. Massgebend sind das technische Merkblatt des Herstellers und die tatsächliche Feuchte der Wand.

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