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Kamin mauern mit Schamott und Keramikrohr

Beim Mauern eines Kamins mit Schamott und Keramikrohr baut der Maurer einen gemauerten Kaminmantel und setzt darin ein Keramikrohr ein, durch das die Abgase abziehen. Diese Arbeit braucht es meist bei einem neuen Einfamilienhaus, wenn ein alter Kamin brüchig geworden ist oder wenn Sie nachträglich ein Cheminée, einen Schwedenofen oder ein

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12.14 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
1.82 CHF - 45.50 CHF
Wohnung 60 m²
1820.94 CHF
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²32.77 CHF-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²43.70 CHF-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1.82 CHF-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²11.83 CHF-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²15.48 CHF-
Stuckputzm²14.56 CHF-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²10.93 CHF-
Aussenputzm²18.20 CHF-
SturzeinbauStk.29.13 CHF-
Verschliessen von Öffnungenm²45.50 CHF-
Kamin Typ Schiedel mauernlfm-
Summe Arbeit
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Warum gerade Schamott und Keramikrohr

Schamott ist ein bewährtes feuerfestes Material. Es verträgt hohe Temperaturen, häufiges Aufheizen und Abkühlen und auch die aggressiven Stoffe in den Abgasen. Laut Herstellern hält es in der Regel deutlich mehr aus, als bei normalem Heizen im Haus an Hitze entsteht.

Das Keramikrohr ist der eigentliche Abgasweg, also das Rohr, durch das der Rauch nach draussen zieht. Seine Innenfläche ist glatt, deshalb setzen sich weniger Russ und Teer ab. Der Kaminfeger kann den Kamin leichter reinigen, und die Gefahr eines Russbrands sinkt. Gleichzeitig schützt das Rohr das Mauerwerk vor Säuren und Kondensat, die bei der Verbrennung entstehen.

Diese Bauweise passt gut zu Holzfeuerungen, Cheminées, Kachel- und Schwedenöfen sowie zu manchen Gasgeräten. Bei kondensierenden Heizkesseln klären Sie immer zuerst, ob das Rohr für den feuchten Betrieb zugelassen ist. Oft wird dafür ein anderes System gewählt, etwa ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr, je nachdem, was der Hersteller des Kessels verlangt.

So läuft das Mauern Schritt für Schritt

Ein Kamin gehört zur Sicherheit des Hauses. Darum sollte ihn ein Maurer bauen, der Erfahrung mit Kaminen hat. Es lohnt sich, den Kaminfeger schon in der Planung beizuziehen.

  1. Fundament vorbereiten. Ein Kamin ist schwer. Er braucht ein festes, ebenes Fundament oder eine tragende Platte, die sein Gewicht aufnimmt. Auf eine alte Holzbalkendecke wird ein Kamin nicht gestellt, ohne dass ein Bauingenieur die Tragfähigkeit beurteilt hat.
  2. Unterer Teil des Kamins. Zuerst kommt der Kaminfuss mit Kondensatschale und Ablauf, darüber die Reinigungstür. Durch sie wird der Kamin später gereinigt und kontrolliert.
  3. Keramikrohr setzen. Die Rohre werden Stück für Stück aufeinandergesetzt. Die Fugen werden mit säurefestem Kitt nach Herstellerangabe verbunden. Das Rohr muss senkrecht stehen. Kitt, der nach innen gedrückt wird, entfernt der Maurer sofort.
  4. Dämmung und Dehnfuge. Zwischen Rohr und Mantel bleibt ein Zwischenraum, meist mit Mineralwolle gedämmt. Das Rohr dehnt sich beim Aufheizen aus. Deshalb darf es nicht fest mit dem Mantel vermauert werden.
  5. Mantel mauern. Rund um das Rohr mauert der Maurer Schamottsteine oder Kaminformsteine mit dem Mörtel, den der Hersteller vorschreibt. Gewöhnlicher Zementmörtel passt nicht an Stellen mit hoher Hitze.
  6. Anschluss für das Rauchrohr. Auf der richtigen Höhe wird der Anschluss für den Ofen oder Kessel eingesetzt. Seine Lage muss genau zum Gerät passen.
  7. Durchgang durch Decke und Dach. Zu Holz und anderen brennbaren Materialien hält der Kamin den Abstand ein, den die Brandschutzvorgaben und der Hersteller verlangen. Die Dachdurchdringung macht der Spengler so dicht, dass kein Wasser unter die Dacheindeckung läuft.
  8. Kaminkopf. Über dem Dach wird der Kamin vor Regen und Frost geschützt, etwa mit Sichtmauerwerk, einer Verkleidung oder einem geeigneten Verputz. Oben kommt eine Abdeckplatte, die das Wasser vom Mauerwerk weg leitet.

Varianten und wann welche passt

  • Klassisch gemauert aus Schamottsteinen: sinnvoll, wenn der Kamin an eine ungewöhnliche Stelle passen oder an bestehendes Mauerwerk anschliessen muss.
  • Systemkamin aus Formsteinen: mit Keramikrohr und Dämmung geht der Bau schneller, und alle Teile passen genau zusammen. Der mehrschalige Aufbau ist derselbe.
  • Ein oder mehrere Züge: Wenn Sie später vielleicht noch ein Cheminée oder einen zweiten Ofen anschliessen wollen, bauen Sie den Kamin besser gleich mit zwei Zügen. Nachträglich ist das viel schwieriger.
  • Rohrdurchmesser: Er wird nicht geschätzt, sondern berechnet. Er muss zum Gerät, zum Brennstoff und zur Kaminhöhe passen. In der Praxis zeigt sich oft: Ein zu weiter Zug zieht schlecht, und der Kamin wird feucht.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am meisten zählt die Höhe des Kamins und wie viel davon über dem Dach liegt. Arbeiten auf dem Dach brauchen ein Gerüst und Absturzsicherung und gehen langsamer voran. Einfacher ist ein Kamin im Neubau, wenn er zusammen mit dem Haus entsteht und das Dach noch offen ist.

Aufwendiger wird es in diesen Fällen:

  • Der alte Kamin muss abgebrochen und der Schutt entsorgt werden
  • Der Platz ist eng, und das Material muss von Hand getragen werden
  • Der Kamin führt durch einen fertigen Dachstuhl, und die Eindeckung muss geöffnet und wieder angeschlossen werden
  • Es braucht mehrere Züge, zusätzliche Anschlüsse oder Zubehör wie Lüftungsgitter
  • Der Kaminkopf bekommt einen anspruchsvollen Abschluss, etwa Sichtmauerwerk oder eine Verkleidung

Typische Fehler

  • Rohr fest eingemauert: Es dehnt sich beim Heizen aus und lässt den Mantel ohne Dehnfuge reissen.
  • Falscher Kitt oder Mörtel: Gewöhnlicher Mörtel in den Rohrfugen zerfällt mit der Zeit durch die Säuren.
  • Zu wenig Abstand zu Holz: Sparren und Balken dicht am Kamin sind eine ernste Brandgefahr.
  • Ungeschützter Kaminkopf: Wasser zieht ins Mauerwerk, gefriert im Winter und sprengt es nach und nach.
  • Schlecht eingefasste Dachdurchdringung: Undichte Stellen rund um den Kamin gehören zu den typischen Mängeln, die später reklamiert werden.
  • Kamin zu tief über dem Dach: Der Kaminkopf muss genügend hoch über den First reichen. Sonst stört der Wind den Zug, und Rauch drückt zurück ins Haus.

So prüfen Sie den fertigen Kamin

Vor dem ersten Einheizen sollte der Kaminfeger die neue Anlage prüfen und das Ergebnis schriftlich festhalten. Schliessen Sie den Ofen oder Kessel erst danach an. Bei der Übergabe schauen Sie auf Folgendes:

  • Der Kamin steht senkrecht und der Mantel hat keine Risse
  • Reinigungstür und Kondensatschale sind gut erreichbar und dicht
  • Das Kondensat kann abfliessen
  • Der Abstand zu brennbaren Materialien in Decke und Dachstuhl ist eingehalten
  • Die Dachdurchdringung ist sauber eingefasst
  • Der Kaminkopf hat eine Abdeckplatte und eine geschützte Oberfläche
  • Das Rohr passt zum Gerät, das Sie anschliessen wollen
  • Sie haben das Prüfprotokoll des Kaminfegers und die Unterlagen zu den verwendeten Materialien erhalten

Häufige Fragen

Nur wenn das Rohr für den feuchten Betrieb zugelassen ist und der Hersteller des Kessels das erlaubt. Für solche Kessel wird oft ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr gewählt. Besprechen Sie das deshalb mit dem Kaminfeger, bevor gebaut wird.

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