Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Zwischenwände bis 12,5 cm mauern (Backstein/Ytong)

Eine Zwischenwand bis 12,5 cm Dicke ist eine schlanke Innenwand, die nichts trägt, sondern nur den Raum unterteilt. Damit entstehen neue Zimmer im ausgebauten Dachgeschoss, ein abgetrennter Ankleideraum, ein separates WC neben dem Bad oder zwei Räume aus einem grossen Wohnzimmer in einer Altbauwohnung. Gemauert wird meist mit Porenbetonst

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
32.77 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
26.13 CHF - 42.70 CHF
Wohnung 60 m²
4915.98 CHF
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²32.77 CHF-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²43.70 CHF-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1.82 CHF-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²11.83 CHF-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²15.48 CHF-
Stuckputzm²14.56 CHF-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²10.93 CHF-
Aussenputzm²18.20 CHF-
SturzeinbauStk.29.13 CHF-
Verschliessen von Öffnungenm²45.50 CHF-
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Kamin Typ Schiedel mauernlfm-
Summe Arbeit
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So wird eine Zwischenwand Schritt für Schritt gemauert

Bei Backstein und Porenbeton läuft die Arbeit ähnlich ab. Der Unterschied liegt vor allem in der Verbindung der Steine. Porenbeton wird mit Dünnbettmörtel verklebt, die Fuge ist meist nicht dicker als etwa 3 mm. Klassische Backsteine werden mit Mörtel und einer Fuge von rund 1 cm vermauert, geschliffene Planziegel je nach Hersteller mit Dünnbettmörtel oder Mauerwerkskleber.

  1. Lage der Wand und der Türöffnungen auf Boden, Wänden und Decke einmessen und anzeichnen.
  2. Untergrund prüfen und reinigen. Im Bad oder auf einer Betonplatte im Erdgeschoss eine Sperrbahn unter die erste Reihe legen.
  3. Erste Steinreihe in Ausgleichsmörtel setzen und genau ins Lot und in die Waage bringen. Fehler in dieser Reihe lassen sich später nicht mehr korrigieren.
  4. Weitere Reihen im Verband mauern, also die senkrechten Fugen jeweils um mindestens ein Drittel der Steinlänge versetzen.
  5. Wand mit Flachankern aus Edelstahl an die bestehenden Wände anbinden. Die Anker kommen in die Lagerfugen, meist in jede zweite bis dritte Reihe.
  6. Sturz über der Türöffnung einsetzen, mit ausreichender Auflage auf beiden Seiten nach Angaben des Herstellers.
  7. Unter der Decke eine Fuge von etwa 1 bis 2 cm frei lassen und mit einem elastischen Material füllen, zum Beispiel Montageschaum.

Vor dem Verputzen kommt an Übergängen zwischen verschiedenen Materialien und an den Ecken der Türöffnungen ein Armierungsgewebe in den Putz. Das senkt das Risiko feiner Haarrisse deutlich.

Backstein oder Porenbeton: welches Material wann passt

Beide Materialien eignen sich für eine normale Zwischenwand. Sie haben aber unterschiedliche Stärken.

  • Porenbeton (Ytong und ähnliche) ist leicht, lässt sich mit der Handsäge zuschneiden, und Schlitze für Elektroleitungen sind schnell gemacht. Die Wand wächst rasch und wird sehr eben, deshalb genügt ein dünner Putz oder eine Spachtelung. Schwächer ist er beim Schallschutz und beim Aufhängen schwerer Dinge. Dafür braucht es Dübel, die für Porenbeton zugelassen sind.
  • Keramische Backsteine sind schwerer und dämpfen Lärm deshalb besser. Sie passen gut zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer. Auch Küchenschränke oder ein Boiler halten daran zuverlässiger. Die Arbeit dauert etwas länger, und beim Vermauern mit Mörtel ist ein dickerer Verputz nötig.
  • Gips-Wandbauplatten werden ebenfalls verklebt und ergeben eine glatte Oberfläche. In Nassräumen kommen nur wasserabweisende, hydrophobierte Platten in Frage.

Warum wird so oft Porenbeton gewählt, auch dort, wo Backstein akustisch besser wäre? Weil er leicht ist, was älteren Decken hilft, und weil die Arbeit schnell geht. Ist Ihnen Ruhe wichtig, fragen Sie nach einer dickeren oder schwereren Ausführung der Wand.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Am schnellsten entsteht eine gerade Wand ohne Öffnungen in einem leeren Raum mit ebenem Boden. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen vor allem durch:

  • Einen unebenen oder beschädigten Boden, der zuerst ausgeglichen werden muss
  • Mehrere Türöffnungen, Ecken, Rundungen oder schräge Anschlüsse an die Dachschräge
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung mit Abdecken und Reinigen
  • Materialtransport in obere Stockwerke ohne Lift
  • Reparaturen an den bestehenden Wänden vor dem Anschluss der neuen Wand
  • Feuchte Räume, in denen unter der ersten Reihe eine Abdichtung nötig ist

Decke, Statik und Arbeiten im Mehrfamilienhaus

Eine nichttragende Zwischenwand greift nicht in die Tragstruktur ein. Ihr Gewicht lastet aber auf der Decke darunter. In älteren Häusern mit Holzbalkendecken kann eine schwere Backsteinwand die Decke überlasten oder mit der Zeit zu Durchbiegungen und Rissen führen. Hier ist es sinnvoll, die Decke von einem Bauingenieur beurteilen zu lassen. Leichter Porenbeton oder Gips-Wandbauplatten sind in solchen Fällen oft die bessere Wahl.

Im Stockwerkeigentum oder in einer Mietliegenschaft lohnt es sich, Liegenschaftsverwaltung, Hauswart und Nachbarn früh über Lärm, Materialtransport und Entsorgung zu informieren. Das erspart Ärger im Treppenhaus. Neue Elektroleitungen in der Wand darf nur ein konzessionierter Elektroinstallateur anschliessen, so verlangt es die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV).

Typische Fehler, die sich später zeigen

  • Eine schiefe erste Reihe, durch die die Wand «dreht» und die Tür später nicht sauber in die Zarge passt
  • Eine Wand, die hart bis unter die Decke gemauert ist und reisst, sobald sich die Decke durchbiegt
  • Fehlende Anker, sodass in der Ecke zur alten Wand ein senkrechter Riss entsteht
  • Zu dicke Klebefugen bei Porenbeton, die Festigkeit und Ebenheit verschlechtern
  • Verputz ohne Armierungsgewebe am Übergang von Backstein zu Porenbeton
  • Zu tiefe oder schräge Schlitze für Elektroleitungen, die die Wand schwächen

Anleitung für Heimwerker: Zwischenwand aus Porenbeton

Eine nichttragende Wand aus Porenbeton schafft auch ein geschickter Laie, wenn genug Zeit und eine gute Wasserwaage vorhanden sind. Elektroleitungen überlassen Sie aber dem Elektroinstallateur, und bei Zweifeln an der Decke fragen Sie einen Bauingenieur.

  1. Lage der Wand mit Laser oder Schnur auf Boden, Wänden und Decke anzeichnen.
  2. Untergrund von Staub und Resten alter Beläge befreien.
  3. Erste Reihe in Ausgleichsmörtel setzen und jeden Stein in beide Richtungen mit der Wasserwaage prüfen.
  4. Mörtel unter der ersten Reihe nach Angaben des Herstellers aushärten lassen.
  5. Dünnbettmörtel mit der Zahnkelle auf Lager- und Stossflächen auftragen und im Verband mauern.
  6. Edelstahlanker beim Anschluss an die bestehende Wand in die Fugen einlegen.
  7. Sturz über der Tür einsetzen und unter der Decke eine Fuge für den Schaum frei lassen.
  8. Unebenheiten mit dem Porenbetonhobel abschleifen und vor dem Verputzen Gewebe auf die Übergänge legen.

So prüfen Sie die fertige Zwischenwand

  • Die Wand steht senkrecht und ist eben, geprüft mit einer langen Latte an mehreren Stellen
  • Die senkrechten Fugen sind versetzt und liegen nicht übereinander
  • Beim Anschluss an alte Wände sind Anker sichtbar oder dokumentiert
  • Unter der Decke gibt es eine elastische Fuge statt einer harten Vermauerung
  • Die Türöffnung hat die richtige Breite und Höhe für die geplante Zarge
  • Der Sturz liegt auf beiden Seiten ausreichend tief auf
  • Im Bad liegt unter der ersten Reihe eine Sperrbahn
  • An Materialübergängen ist vor dem Verputzen Armierungsgewebe vorgesehen

Häufige Fragen

Das Mauern einer üblichen Wand in einem Zimmer dauert meist ein bis zwei Tage. Verputzen lässt sich je nach Material und Mörtel meist erst nach einigen Tagen. Die genaue Wartezeit steht in den Angaben des Herstellers.

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