Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Fliesen und Bodenfliesen | ||||
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 5.57 CHF | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 50.17 CHF | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | 61.30 CHF | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | - | ||
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | 18.58 CHF | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | 61.30 CHF | - | |
| Verfugen | m² | 8.36 CHF | - | |
| Silikonverfugung | m² | 6.30 CHF | - | |
| Silikonieren der Innen- und Aussenecken | lfm | 3.35 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Jolly-Kante) | lfm | 12.64 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Jolly-Kante) | lfm | 14.50 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | 19.50 CHF | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 18.58 CHF | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | 8.36 CHF | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | 4.83 CHF | - | |
Ausschnitt oder Kernbohrung: wo der Unterschied liegt
Ausschnitte braucht es für eckige und unregelmässige Formen: eine Aussparung an der Plattenecke, einen Ausschnitt um das WC, die Duschrinne, eine Revisionsklappe oder eine eckige Elektrodose. Meist arbeitet der Plattenleger dafür mit dem Winkelschleifer und einer Diamantscheibe, bei geraden Schnitten auch mit Schneidgerät und Winkelschleifer kombiniert.
Eine Kernbohrung ist ein rundes Loch, das mit einer Diamantbohrkrone gebohrt wird. Die Kante wird sauberer, das Loch exakt rund. Das passt für Rohre, Armaturenanschlüsse, runde Unterputzdosen und Abläufe. Bei grösseren Durchmessern, meist ab etwa 15 cm, kombiniert der Profi die Krone oft mit dem Winkelschleifer oder einer Fräse.
Viel hängt auch vom Material ab:
- Keramische Wandplatten haben einen weicheren, porösen Scherben und lassen sich leichter bearbeiten, hier reicht auch einfacheres Diamantwerkzeug
- Feinsteinzeug ist sehr hart und nimmt kaum Wasser auf. Es lässt sich nur mit Diamant und Wasserkühlung bearbeiten, sonst überhitzt das Werkzeug und die Platte kann springen
- Naturstein und Marmor sind spröde und werden deshalb langsam und gleichmässig gebohrt
So entsteht die Öffnung Schritt für Schritt
Die meisten Fehler passieren nicht beim Bohren, sondern schon beim Messen. Der Plattenleger misst deshalb die Lage der Öffnung von der zuletzt verlegten Reihe aus und rechnet die Fugenbreite mit ein. Den Punkt überträgt er mit Bleistift oder Filzstift auf die Platte, bei runden Löchern oft mit einer Papierschablone oder anhand der Rosette, die das Loch später abdeckt.
Die Platte liegt auf einer ebenen, etwas weichen Unterlage, etwa Gummi oder Karton, und wird gegen Verrutschen gesichert. Die Bohrkrone setzt man zuerst schräg an, ungefähr im 45-Grad-Winkel. So fräst sie eine kleine Rille und rutscht nicht über die Glasur. Danach richtet man sie langsam senkrecht auf. Gebohrt wird mit niedriger Drehzahl, leichtem Druck, ohne Schlag und mit Wasser. Das Wasser kühlt Krone und Platte und bindet den Staub.
Bei Ausschnitten mit dem Winkelschleifer zieht man zuerst flache Schnitte entlang der Kontur und vertieft sie nach und nach. Innenecken werden vorsichtig nachgeschnitten, damit die Platte an der schwachen Stelle nicht bricht. Kleine Löcher für Schrauben und Dübel entstehen mit einem dünnen Diamantbohrer für Platten. Ein Stück Malerklebband auf der Bohrstelle hilft, dass der Bohrer am Anfang nicht wegrutscht. Zum Schluss werden die Kanten mit Diamantfeile, Schleifschwamm oder feinem Schleifpapier geglättet.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Zwei Öffnungen, die auf den ersten Blick gleich aussehen, können zeitlich weit auseinanderliegen. Den Aufwand bestimmen vor allem:
- Härte und Dicke des Materials: Dickes Feinsteinzeug braucht deutlich länger als dünne Wandkeramik und nutzt das Werkzeug stärker ab
- Grösse und Form der Öffnung: Ein kleines rundes Loch geht schnell, ein grosser oder unregelmässiger Ausschnitt braucht mehrere Schnitte und Nacharbeit
- Lage der Öffnung: Liegt sie nahe am Rand oder in einer Ecke, steigt das Risiko, dass die Platte springt
- Grossformatige Platten: Sie sind schwer zu handhaben, und jede kaputte Platte schmerzt mehr
- Bohren in bereits verlegte Platten: Die Platte lässt sich nicht einspannen, das Wasser läuft die Wand hinunter, und man muss wissen, wo Wasser- und Stromleitungen verlaufen
- Anzahl gleicher Öffnungen: Bei einer Serie wird das Werkzeug einmal eingerichtet, danach läuft die Arbeit flüssiger
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
- Falsches Werkzeug: Ein Betonbohrer oder eingeschaltete Schlagfunktion splittert die Glasur ab und zerbricht Feinsteinzeug eher, als dass es ein Loch gibt. In Platten gehören Diamantbohrer oder Diamantbohrkrone.
- Trocken bohren: Ohne Wasser wird die Krone schnell heiss und stumpf, die Platte kann durch die Hitze springen. Wenn Kühlen nicht möglich ist, mit Pausen arbeiten und das Werkzeug abkühlen lassen.
- Zu viel Druck: Wer drückt, damit es schneller geht, bricht die Platte oft kurz vor Ende des Schnitts. Das Werkzeug soll in seinem Tempo arbeiten.
- Ungenaues Messen: Ein verschobenes Loch deckt die Rosette nicht ab, und die Platte ist verloren. Es gilt die alte Regel: zweimal messen, einmal schneiden.
- Falscher Durchmesser: Das Loch soll etwas grösser sein als das Rohr, damit Platz für elastische Fugenmasse bleibt, aber kleiner als Rosette oder Abdeckung.
- Blind in die Wand bohren: Wer nachträglich in fertige Platten bohrt, muss wissen, wo Rohre und Kabel liegen. Sonst ist eine Leitung schnell angebohrt.
Anleitung für Heimwerker: kleines rundes Loch in Wandkeramik
Ein oder zwei Löcher in normale keramische Wandplatten, etwa für ein Rohr oder eine Halterung, schaffen Sie auch selbst. Feinsteinzeug, Grossformate sowie Ausschnitte für Abläufe und Duschrinnen überlassen Sie besser dem Plattenleger. Steckdosen und Schalter in ausgeschnittenen Öffnungen darf nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung anschliessen. Wenn Sie in verlegte Platten bohren, muss der betroffene Stromkreis ausgeschaltet und der Leitungsverlauf bekannt sein.
- Durchmesser von Rohr oder Element bestimmen und eine etwas grössere Diamantbohrkrone wählen.
- Mitte des Lochs einschliesslich Fuge ausmessen und auf der Platte anzeichnen.
- Platte auf eine ebene Gummiunterlage oder Karton legen und gegen Verrutschen sichern.
- Schlagfunktion an der Bohrmaschine ausschalten und niedrige Drehzahl einstellen.
- Bohrkrone schräg ansetzen, eine Rille bohren und die Krone dann langsam senkrecht aufrichten.
- Mit leichtem Druck bohren und die Stelle laufend mit Wasser kühlen, zum Beispiel aus einer Sprühflasche.
- Kurz vor dem Durchbruch den Druck weiter verringern, damit die Unterkante nicht ausbricht.
- Kante mit Diamantfeile oder feinem Schleifpapier glätten und Platte reinigen.
- Platte trocken an ihrem Platz anprobieren und erst danach verkleben.
Tragen Sie bei der Arbeit Schutzbrille und Handschuhe. Beim Schneiden mit dem Winkelschleifer zusätzlich eine Staubmaske, zum Beispiel FFP2, denn Plattenstaub enthält feinen Quarz.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Bei der Abnahme lohnt sich ein genauer Blick auf diese Punkte:
- Die Öffnungen sitzen am richtigen Ort, die Anschlüsse sind nicht gegenüber Armatur oder Dose verschoben
- Die Kanten sind glatt, ohne Risse und ohne abgeplatzte Glasur
- Die Fuge rund um die Rohre ist gleichmässig und wird von Rosette oder Abdeckung vollständig verdeckt
- Bei Durchdringungen im Nassbereich ist die Abdichtung intakt und die Anschlussfuge mit elastischem Sanitärsilikon gefüllt
- Keine Haarrisse, die vom Loch zum Plattenrand laufen
- Beim Bodenablauf oder bei der Duschrinne schliessen die Platten ohne Absatz und mit Gefälle zum Ablauf an
- Die Umgebung ist von Staub und Schneidschlamm gereinigt
Häufige Fragen
Ja, mit einer Diamantbohrkrone und einer Führungsschablone oder einem sehr vorsichtigen Anbohren geht das. Klären Sie vorher, wo Rohre und Kabel verlaufen, und rechnen Sie damit, dass Wasser an der Wand hinunterläuft.
Feinsteinzeug ist sehr dicht und hart und lässt sich nur mit Diamant abschleifen. Wer mit mehr Drehzahl oder Druck Tempo machen will, überhitzt das Werkzeug, und die Platte kann springen. Langsames Arbeiten mit Wasser ist deshalb sicherer.
Etwas grösser als das Rohr, damit Platz für elastische Fugenmasse bleibt und sich das Rohr bei Wärme ausdehnen kann. Gleichzeitig muss es kleiner sein als die Rosette, die es abdeckt.
Ein Haarriss lässt sich manchmal mit der Rosette verdecken. Wasser kann aber eindringen, und der Riss wird mit der Zeit grösser. Zuverlässig ist nur der Ersatz der Platte, darum lohnt es sich, ein paar Reserveplatten aufzubewahren.
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