Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Runde Bohrungen in Platten und Feinsteinzeug

Eine runde Bohrung in eine Boden- oder Wandplatte aus Feinsteinzeug ist eine kleine Arbeit. Trotzdem hängt viel davon ab, wie das fertige Bad aussieht. Ein rundes Loch braucht es überall dort, wo ein Rohr, ein Wasseranschluss, ein Ablauf, eine Befestigung oder eine Elektrodose durch den Plattenbelag führt.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·19 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 25.25/ Stk.
Richtwert-Spanne
CHF 20.20 - CHF 32.83
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Plattenarbeiten19 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Fliesen und Bodenfliesen
Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / FeinsteinzeugStk.CHF 25.25-
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²CHF 78.70-
Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cmm²CHF 98.90-
Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120m²-
Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260m²-
Mosaik verlegenm²-
Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinkerm²-
Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel)m²-
Bordüre / ListellolfmCHF 5.05-
Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegenm²CHF 90.80-
Verfugenm²CHF 3.85-
Silikonverfugungm²CHF 7.25-
Silikonieren der Innen- und AusseneckenlfmCHF 3.85-
Wasserstrahlschnitt 60×60 (Jolly-Kante)lfmCHF 11.90-
Wasserstrahlschnitt 120×120 (Jolly-Kante)lfmCHF 15.95-
Wasserstrahlschnitt - Aussparung in FlieselfmCHF 21.20-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfmCHF 119.05-
Sockelleiste aus Fliese / BodenflieselfmCHF 13.10-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.CHF 24.20-
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Was eine Kernbohrung in Platten ist und wann Sie sie brauchen

Gemeint ist das Bohren eines runden Lochs mit grösserem Durchmesser durch die ganze Plattenstärke. Für ein kleines Dübelloch reicht ein normaler Bohrer. Hier arbeitet man dagegen mit einer Bohrkrone: Das ist ein hohler Zylinder mit Schneidkante am Rand. Die Krone schneidet einen Kreis aus, in ihrem Inneren bleibt ein ausgeschnittenes Plättchen zurück, der sogenannte Bohrkern, und den nimmt man danach heraus.

Die Position wird pro Stück abgerechnet, also für jedes Loch einzeln. Typische Fälle, in denen Sie sie brauchen:

  • Kalt- und Warmwasseranschlüsse für eine Aufputzarmatur in der Dusche oder über der Badewanne
  • Eckventile und Ablauf unter dem Lavabo
  • Anschlüsse für Heizkörper oder Handtuchradiator, die aus der Wand oder aus dem Boden kommen
  • Ablaufrohr von WC, Bidet oder einem Bodenablauf mit rundem Körper
  • Elektrodosen für Steckdosen und Schalter in der geplättelten Wand
  • Durchführungen für Steigleitungen, Geländeranker oder Pfosten auf einer Terrasse mit Feinsteinzeugbelag

Warum schleift man das Loch nicht einfach mit der Trennscheibe aus? Das geht, aber aus geraden Schnitten wird nie ein sauberer Kreis. Die Rosette einer Armatur oder eines Heizkörperventils steht meist nur wenig über, eine gezackte Kante würde also darunter hervorschauen. Die Bohrkrone erzeugt einen exakten Kreis, den die Rosette zuverlässig abdeckt.

Warum Feinsteinzeug anspruchsvoller ist als gewöhnliche Wandplatten

Klassische keramische Wandplatten, das sogenannte Steingut, sind weicher und poröser. Hier kommt man auch mit günstigeren Kronen mit Hartmetallbestückung oder mit einem verstellbaren Kreisschneider weiter. Feinsteinzeug ist eine andere Kategorie. Es wird bei sehr hoher Temperatur gebrannt, ist sehr dicht und hart, und die Wasseraufnahme liegt laut Herstellern meist unter einem halben Prozent. Genau diese Dichte macht es zu einem hervorragenden Bodenbelag. Beim Bohren setzt sie aber einem gewöhnlichen Werkzeug einen Widerstand entgegen, den es nicht überwindet.

In Feinsteinzeug bohrt man deshalb nur mit einer Diamantbohrkrone. Dabei entsteht viel Wärme. Wird die Krone nicht gekühlt, verglasen die Diamanten, sie schneiden nicht mehr und die Platte überhitzt. Eine überhitzte Platte kann einen Haarriss bekommen, den man zuerst nicht sieht. Er zeigt sich oft erst nach dem Verlegen oder nach der ersten Heizperiode, besonders bei Bodenheizung.

Eine weitere Besonderheit heutiger Feinsteinzeugplatten sind Grossformate und dünne Platten. Formate ab etwa 60 × 120 cm reagieren beim Hantieren empfindlich auf Biegung und Spannung. Ein Loch nahe am Rand einer solchen Platte ist eine Schwachstelle, von der aus ein Riss weiterlaufen kann. Bei polierter Oberfläche besteht zudem die Gefahr, dass die Krone beim Ansetzen abrutscht und rund um das Loch Kratzer hinterlässt.

So wird das Loch Schritt für Schritt gebohrt

Position einmessen

Am meisten Arbeit macht nicht das Bohren selbst, sondern das genaue Einmessen. Der Plattenleger misst von einem festen Punkt aus, etwa von einer Ecke oder von der zuletzt verlegten Platte, die Rohrmitte waagrecht und senkrecht ein. Dabei muss er die Fugenbreite mitrechnen. Genau hier passieren die meisten Fehler: Ein vergessener Millimeter pro Fuge summiert sich über drei, vier Platten zu einer Verschiebung, welche die Rosette nicht mehr verdeckt. Erfahrene Handwerker legen die Platte deshalb oft an die Stelle, wo sie liegen wird, und übertragen die Position des Anschlusses direkt darauf.

Durchmesser wählen

Das Loch wird in der Regel einige Millimeter grösser gebohrt als der Rohrdurchmesser. Dafür gibt es mehrere Gründe: Das Rohr steht nicht immer ganz rechtwinklig, bei der Montage braucht es etwas Spiel, und Heizungsrohre bewegen sich beim Aufheizen leicht. Grösser als das, was die Rosette oder Manschette abdeckt, darf der Durchmesser aber nicht sein. Deshalb ist es gut, beim Einmessen die konkrete Armatur oder das konkrete Ventil zur Hand zu haben und nicht bloss „irgendeine Rosette“.

Bohren

Die Platte liegt mit der Sichtseite nach oben auf einer ebenen, festen Unterlage, etwa auf einem Brett oder einer anderen Platte, damit sie sich beim Bohren nicht durchbiegt. Eine Krone ohne Zentrierbohrer rutscht auf glatter Glasur gerne weg. Darum arbeitet man mit einer Bohrschablone mit Saugnapf, oder man setzt die Krone zuerst schräg an, schneidet eine kleine Rille und stellt sie erst dann senkrecht. Gebohrt wird ohne Schlag, mit mässigem Druck und mit Wasserkühlung. Trockene Kronen mit Wachsfüllung führt man mit einer leicht kreisenden Bewegung. Gegen Ende nimmt man den Druck noch weiter zurück, damit die Rückseite der Platte beim Durchbrechen nicht ausbricht.

Nacharbeiten und prüfen

Nach dem Bohren wird der Bohrkern herausgenommen und die Kante geprüft. Bei Bedarf wird sie mit einem Diamantschleifschwamm leicht gebrochen. Danach spült man die Platte ab, damit kein Bohrschlamm darauf bleibt, und legt sie vor dem Kleben noch einmal an ihren Platz.

Werkzeuge und Varianten: Krone für Bohrmaschine, Winkelschleifer oder Ständer

Es gibt mehrere Werkzeugtypen, und jeder eignet sich für etwas anderes. Für Sie ist es nützlich zu wissen, womit der Handwerker arbeitet, denn davon hängt die Qualität der Kante ab.

  • Diamantkrone für Trockenbohrung mit Wachs: Sie wird in eine normale Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber gespannt. Das Wachs im Inneren schmilzt beim Erwärmen und kühlt die Diamanten. Geeignet für kleinere Löcher und einzelne Stücke, braucht eine kreisende Bewegung und Geduld.
  • Diamantkrone mit M14-Gewinde für den Winkelschleifer: Schnell und kräftig, Plattenleger nehmen sie bei vielen Löchern. Sie läuft mit hoher Drehzahl, deshalb sind Kühlung und eine sichere Führung wichtig, sonst bricht die Kante aus.
  • Nassbohrkrone mit Bohrständer: Die präziseste Variante, gut für grosse Durchmesser wie beim WC-Ablauf und für dickes Feinsteinzeug im Aussenbereich. Für einzelne Löcher im Bad kommt sie seltener zum Einsatz.
  • Hartmetallkrone oder Kreisschneider: Nur für weiche Wandplatten. Für Feinsteinzeug ungeeignet, sie stumpfen schnell ab und können die Platte zerbrechen.

Bei Bodenplatten aus Feinsteinzeug arbeitet man in der Praxis also fast immer mit Diamant. Für Naturstein und Glasmosaik gelten nochmals andere Regeln. Der Handwerker sollte Ihnen vorher sagen, ob er mit solchem Material Erfahrung hat.

Was vor dem Eintreffen des Plattenlegers bereit sein muss

Ein Loch lässt sich nur dann genau bohren, wenn alle Rohre und Dosen genau sitzen. Vor dem Plätteln sollte deshalb Folgendes erledigt sein:

  • Der Sanitärinstallateur hat die Anschlüsse in der richtigen Höhe und im richtigen Abstand gesetzt, verschlossen und eine Druckprobe gemacht
  • Bei einer Aufputzarmatur liegen die Anschlüsse waagrecht und im Abstand, den der Armaturenhersteller angibt (meist 150 mm)
  • Der Elektroinstallateur hat die Dosen so gesetzt, dass sie nach dem Plätteln bündig mit der Plattenoberfläche sind und nicht tief darunter liegen
  • In Nasszonen ist die Abdichtung fertig, inklusive Dichtmanschetten um die Durchführungen
  • Armaturen, Ventile und Rosetten sind ausgewählt, damit sich der Lochdurchmesser bestimmen lässt
  • Es sind genügend Reserveplatten vorhanden, denn beim Bohren von hartem Feinsteinzeug geht ab und zu ein Stück kaputt

Im Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum prüfen Sie zudem, ob die Arbeit gemeinsame Leitungen berührt, etwa Steigleitungen von Heizung oder Wasser. Ist das der Fall, sprechen Sie den Zeitpunkt vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart ab, zum Beispiel wenn die Leitung kurz abgestellt werden muss.

Entsteht das Loch bei einer Gasleitung, etwa bei einer Durchführung zum Gasheizkessel, darf nur eine dafür ausgebildete Fachperson an der Leitung arbeiten. Elektrische Anschlüsse an Dosen und Leitungen sind Sache eines Elektroinstallateurs mit Bewilligung gemäss NIV. Riechen Sie irgendwann Gas, verlassen Sie sofort den Raum, betätigen Sie keine elektrischen Schalter und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Auch wenn es immer um „ein Stück“ geht, ist der Aufwand von Loch zu Loch sehr unterschiedlich. Davon hängen die Zeit und das Risiko ab, dass eine Platte beschädigt wird.

Einfachere Fälle

  • Eine lose Platte vor dem Verlegen, die man auf dem Tisch bohren kann
  • Kleiner Durchmesser und ein Loch in der Plattenmitte, weit weg vom Rand
  • Mattes Feinsteinzeug in üblicher Stärke von etwa 8 bis 10 mm
  • Mehrere gleiche Löcher auf einmal, wenn das Werkzeug schon eingerichtet ist

Anspruchsvollere Fälle

  • Ein Loch in bereits verlegte Platten, etwa beim nachträglichen Montieren eines Heizkörpers: Die Platte muss vollflächig verklebt sein, sonst kann sie springen, und dahinter können Rohre oder Kabel liegen
  • Ein Loch nahe an der Plattenkante: Zum Rand sollten in der Regel mindestens etwa 1 bis 2 cm bleiben, bei dünnen Grossformaten lieber mehr
  • Ein Loch über eine Fuge, bei dem je eine Hälfte des Kreises auf zwei Platten fällt: Die Platten müssen beim Bohren fest miteinander fixiert sein
  • Ein grosser Durchmesser, etwa für einen WC-Ablauf oder einen Geländerpfosten
  • Dickes Feinsteinzeug für draussen mit etwa 20 mm Stärke, eine polierte Oberfläche oder eine rutschhemmende Struktur
  • Eine grossformatige Platte, die schwer zu handhaben ist und bei einem Fehler am meisten Arbeit verursacht

Bei verlegten Platten wartet man am besten, bis der Plattenkleber ganz ausgehärtet ist. Laut Kleberhersteller sind das meist mindestens 24 Stunden, bei dickerem Kleberbett auch länger. Wer in eine frisch verlegte Platte bohrt, kann sie lockern.

Runde Bohrung oder Ausschnitt: welche Position Sie brauchen

In der Preisliste finden Sie neben dieser Position auch die verwandte Arbeit Ausschnitte in Wand- und Bodenplatten schneiden. Die beiden klingen ähnlich, es geht aber um ein anderes Vorgehen und andere Werkzeuge.

  • Die runde Bohrung ist immer ein kreisrundes Loch, gebohrt mit der Diamantkrone. Das Ergebnis ist ein sauberer Kreis, passend für Rohre, Anschlüsse, Abläufe und Dosen.
  • Der Ausschnitt ist eine eckige oder unregelmässige Öffnung, etwa für einen quadratischen Bodenablauf, eine Revisionsklappe, einen Ausschnitt um die Türzarge, eine Wandecke oder einen Sockel. Er entsteht mit Winkelschleifer, Plattenschneider oder Nassschneidemaschine.
  • Bei der runden Bohrung entscheiden vor allem Durchmesser, Material und Lage des Lochs. Beim Ausschnitt zählen Länge und Anzahl der Schnitte und ob der Ausschnitt in der Plattenmitte oder vom Rand her liegt.
  • Ein eckiger Ausschnitt in der Plattenmitte beginnt oft mit kleinen Bohrungen in den Ecken, damit von den spitzen Ecken keine Risse ausgehen. Diese gehören aber zum Ausschnitt und sind keine eigene runde Bohrung.

Brauchen Sie also ein Loch für das Heizkörperrohr, bestellen Sie die runde Bohrung. Brauchen Sie einen Ausschnitt für einen quadratischen Bodenablauf, ist es ein Ausschnitt. Im Zweifel lohnt es sich, dem Plattenleger das konkrete Produkt zu zeigen, das durch den Belag führen soll.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Die meisten Probleme mit Löchern zeigen sich nicht sofort, sondern erst bei der Montage der Apparate oder nach einigen Monaten Gebrauch.

  • Verschobenes Loch: Falsch eingemessen oder Fuge vergessen. Die Rosette sitzt dann nicht mittig oder deckt das Loch gar nicht ab, und die Platte muss ersetzt werden.
  • Zu kleines Loch: Das Rohr wird mit Gewalt durchgeschoben, die Platte steht unter Spannung und springt mit der Zeit. Bei Heizungsrohren kommt das öfter vor, weil sie sich beim Aufheizen ausdehnen.
  • Haarriss durch Überhitzung: Entsteht beim Bohren ohne Kühlung oder mit stumpfer Krone. Anfangs unsichtbar, später wird er länger und verschmutzt.
  • Ausgebrochene Kante: Zu viel Druck gegen Ende oder Bohren mit Schlag. Unter einer Rosette fällt das manchmal nicht auf, bei Dosen und Abläufen oft schon.
  • Harte Füllung um das Rohr: Der Spalt zwischen Rohr und Platte wird mit Fugenmörtel geschlossen. Bewegt sich das Rohr, bröckelt die Fuge oder die Platte wird beschädigt. Richtig ist eine dauerelastische Füllung, meist mit Sanitärsilikon.
  • Verletzte Abdichtung: In der Dusche wird beim nachträglichen Bohren die Dichtschlämme oder Manschette unter der Platte beschädigt, und Wasser läuft hinter den Belag.
  • Angebohrtes Rohr oder Kabel: Passiert beim Bohren in verlegte Platten, ohne zu wissen, was dahinter liegt. Vorher müssen die Leitungsführungen bekannt sein oder mit einem Ortungsgerät geprüft werden.

Anleitung für Heimwerker: Loch in eine lose Feinsteinzeugplatte bohren

Brauchen Sie ein oder zwei Löcher in eine lose Platte, etwa für den Anschluss eines Handtuchradiators, schaffen Sie das selbst. Für Löcher in bereits verlegte Platten in der Dusche, grosse Durchmesser und Grossformate wenden Sie sich besser an den Plattenleger. Beim Bohren entsteht feiner, quarzhaltiger Staub, tragen Sie deshalb mindestens eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille.

  1. Diamantbohrkrone im passenden Durchmesser, Bohrmaschine ohne Schlag, Schablone oder Brettstück mit vorgebohrtem Führungsloch und ein Gefäss mit Wasser bereitlegen.
  2. Platte an ihren Platz halten, Mitte des Anschlusses übertragen und Fugenbreite dazurechnen.
  3. Papierklebeband auf die Glasur kleben und die Lochmitte mit einem Filzstift markieren.
  4. Platte mit der Sichtseite nach oben auf eine ebene, feste Unterlage legen, damit sie sich nicht durchbiegt.
  5. Schlagfunktion ausschalten und mittlere Drehzahl gemäss Angaben des Kronenherstellers einstellen.
  6. Krone in die Schablone oder schräg ansetzen, eine flache Rille schneiden und die Krone dann senkrecht stellen.
  7. Mit mässigem Druck bohren, laufend mit Wasser kühlen oder bei einer Wachskrone leicht kreisen.
  8. Gegen Ende den Druck verringern, damit die Rückseite nicht ausbricht.
  9. Bohrkern herausnehmen, Kante prüfen und mit dem Diamantschwamm leicht nachschleifen.
  10. Platte abspülen, trocknen lassen und vor dem Kleben noch einmal an ihren Platz halten.

Hört die Krone auf zu schneiden und brummt nur noch, sind die Diamanten verglast. Kurz in einen Abziehstein oder ein Stück Porenbeton bohren hilft, so werden die Diamanten wieder freigelegt.

Wie lange es dauert und wie Sie die Arbeit prüfen

Das Bohren eines Lochs in eine lose Platte dauert meist nur wenige Minuten. Den grössten Teil der Zeit brauchen Einmessen, Vorbereiten des Werkzeugs und Kontrolle. Bei verlegten Platten, grossem Durchmesser oder dickem Feinsteinzeug dauert es deutlich länger. Wird der Spalt um die Rohre mit Silikon gefüllt, rechnen Sie damit, dass es laut Hersteller meist erst nach einigen Tagen ganz ausgehärtet ist. Belasten Sie es bis dahin in der Dusche nicht unnötig mit Wasser.

Schauen Sie sich das Loch aus der Nähe im Streiflicht an, das zeigt auch feine Risse. Fahren Sie mit dem Finger über die Kante: Sie darf weder scharf noch ausgebrochen sein. Klopfen Sie leicht rund um die verlegte Platte, ein hohler Klang verrät eine schlecht verklebte Stelle. Und vor allem: Halten Sie die Rosette oder Manschette probehalber an, die das Loch abdecken soll.

Checkliste für die Abnahme

  • Jedes Loch sitzt passend zu den gesetzten Anschlüssen und Rohren
  • Rosetten und Manschetten decken die Löcher vollständig ab und sitzen mittig
  • Die Armaturenanschlüsse liegen symmetrisch auf gleicher Höhe und im richtigen Abstand
  • Die Lochkanten sind sauber, ohne Ausbrüche und scharfe Splitter
  • Im Streiflicht sind auf den Platten keine Haarrisse zu sehen
  • Rund um die Löcher ist weder Glasur noch polierte Oberfläche zerkratzt
  • Platten mit Löchern klingen beim Abklopfen nicht hohl
  • Der Spalt zwischen Rohr und Platte ist mit elastischem Dichtstoff gefüllt, nicht mit Fugenmörtel
  • In Dusche und bei der Badewanne sind Abdichtung und Dichtmanschetten um die Durchführungen intakt
  • Die Umgebung ist von Bohrschlamm und Staub gereinigt

Häufige Fragen

Ja, aber es ist aufwendiger und riskanter. Die Platte muss vollflächig verklebt, der Kleber ausgehärtet sein, und dahinter dürfen keine Rohre oder Kabel verlaufen. In der Dusche muss man darauf achten, dass die Abdichtung unter dem Belag unverletzt bleibt.

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