Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Fliesen und Bodenfliesen | ||||
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Jolly-Kante) | lfm | CHF 15.95 | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | CHF 78.70 | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | CHF 98.90 | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | - | ||
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | CHF 5.05 | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | CHF 90.80 | - | |
| Verfugen | m² | CHF 3.85 | - | |
| Silikonverfugung | m² | CHF 7.25 | - | |
| Silikonieren der Innen- und Aussenecken | lfm | CHF 3.85 | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Jolly-Kante) | lfm | CHF 11.90 | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | CHF 21.20 | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | CHF 119.05 | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | CHF 13.10 | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | CHF 24.20 | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | CHF 25.25 | - | |
Was eine Jolly-Kante ist und warum der Wasserstrahl
An einer normalen Aussenecke schliesst der Plattenleger die Fläche entweder mit einem Metall- oder Kunststoffprofil ab, oder eine Platte überdeckt die Kante der anderen. Das Profil ist praktisch, aber sichtbar. Bei der Überdeckung bleibt an der Kante der Scherben sichtbar, also der Kern der Platte. Die Jolly-Kante löst beides: Beide Platten werden abgeschrägt und aneinandergesetzt, an der Ecke entsteht eine feine, kaum sichtbare Fuge. Bei Platten mit Marmor- oder Steinoptik kann die Maserung sogar fast nahtlos um die Ecke laufen. Genau deshalb sind grosse Formate an solchen Stellen beliebt.
Warum ausgerechnet Wasserstrahl? Eine gerade Gehrung lässt sich auch mit einer Brückensäge und schwenkbarem Blatt schneiden. Der Wasserstrahl mit Abrasivmittel, meist feinem Granatsand, hat aber einige Vorteile. Er drückt nicht auf die Platte und erzeugt keine Vibrationen wie ein Sägeblatt, das schont dünne und spröde Platten. Er schafft in einem Arbeitsgang auch Formschnitte, Bögen und Ausschnitte, etwa für Kochfeld, Steckdose oder Lavabo, und dazu die Gehrung. Ausserdem steuert ein Computer den Schnitt nach Plan, die Masse stimmen also auch auf langen Kanten, wo sich von Hand Fehler aufsummieren würden.
Der Nachteil: Die Maschine steht fest in der Werkstatt. Die Platten müssen sicher hin und zurück transportiert werden, und alles hängt vom genauen Aufmass ab. Ausserdem hinterlässt der Wasserstrahl eine leicht raue Schnittfläche, und beim Schrägschnitt kann die Kante etwas ungleichmässig ausfallen. Deshalb wird sie in der Regel nachgeschliffen.
So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab
Aufmass und Schnittplan
Alles beginnt mit einem genauen Aufmass der Stelle, an der die Ecke entsteht. Plattenleger oder Techniker messen Längen, Höhen und vor allem die tatsächlichen Winkel. In der Praxis kommt es oft vor, dass eine Wand- oder Inselecke nicht genau 90 Grad hat. Dann muss die Gehrung angepasst werden, sonst öffnet sich an der Ecke eine Fuge. Aus den Massen entsteht ein Plan, in dem für jede Platte eingetragen ist, welche Kante abgeschrägt wird, wo Ausschnitte liegen und wie die Maserung verlaufen soll. Bei stark gezeichneten Platten legt man sie oft vorher aus und nummeriert sie, damit sich an der Ecke die passenden Stücke treffen.
Übernahme und Transport der Platten
Platten 120×120 cm werden stehend in einem Gestell oder auf einer Palette mit Rahmen transportiert, nie flach und ohne Auflage. Zum Verladen braucht es einen Vakuum-Saugrahmen oder mindestens zwei Saugheber und zwei Personen. Vor der Übernahme in die Werkstatt wird jede Platte auf Risse, abgeplatzte Ecken und Glasurfehler geprüft. Es ist sinnvoll, wenn Sie dabei sind oder sich Fotos schicken lassen.
Der Schnitt selbst
Die Platte liegt auf einem Schneidtisch mit Rost, und zwar vollflächig, damit sie sich nicht durchbiegt. Meist werden zuerst die geraden und die Formschnitte gemacht, danach die Gehrung. Bei der Jolly-Kante schneidet man nicht messerscharf bis zur Oberfläche. Auf der Sichtseite bleibt ein schmaler Steg von ungefähr 1 bis 2 mm stehen. Er schützt die Glasur vor Ausbrüchen und lässt beim Verlegen Platz für eine feine Fuge. Der Schrägschnitt dauert länger als ein senkrechter, weil der Strahl durch mehr Material muss.
Nachbearbeitung der Kante
Nach dem Schnitt wird die Platte vom Abrasivmittel abgespült und die Kante mit Diamantschleifpads überschliffen. So verschwinden Rauheit und kleine Unebenheiten vom Strahl, und der Steg auf der Sichtseite wird leicht gefast, damit er nicht scharf ist. Glänzende Platten lassen sich an der Kante nachpolieren, matte schleift man so, dass die Kante gleich matt wirkt wie die Fläche. Danach werden die Platten nach Plan nummeriert und mit Kantenschutz verpackt.
Rücktransport auf die Baustelle
Die geschnittenen Platten kommen zurück. Die Gehrungskante ist viel empfindlicher als der ursprüngliche Rand, deshalb trägt man die Platten so, dass die Kante nirgends am Boden oder an einer Zarge anschlägt. Verkleben und Ecke schliessen macht der Plattenleger, der die Platten verlegt.
Was bereit sein muss, bevor die Platten in die Werkstatt gehen
Der teuerste Fehler bei dieser Arbeit ist eine Platte, die nach falschen Massen geschnitten wurde. Im Format 120×120 lässt sich eine verschnittene Platte nicht einfach durch ein Reststück ersetzen. Deshalb gilt: geschnitten wird erst, wenn der Untergrund fertig ist.
- Der Untergrund ist im Endzustand: verputzt, ausgeglichen, mit gesetzten Kantenprofilen, Abdichtung in der Dusche und fertigen Schlitzen für die Elektroinstallation.
- Die zu verkleidenden Ecken sind gerade und lotrecht. Eine schiefe Ecke vor dem Aufmass zu korrigieren ist einfacher, als sie später mit Kleber auszugleichen.
- Die Kleberdicke ist bekannt. Grosse Platten werden im kombinierten Verfahren verlegt, also mit Kleber auf Untergrund und Plattenrückseite. Die Kleberschicht schiebt die ganze Platte nach vorn und verändert damit die Lage der Ecke.
- Bei Kücheninseln und Möbeln ist der Korpus fest verankert und fertig montiert. Ein Korpus, der sich noch bewegt, zerstört eine Jolly-Ecke innerhalb weniger Wochen.
- Die genauen Positionen der Ausschnitte stehen fest: Steckdosen, Schalter, Armaturen, Abläufe und Geräte nach technischen Datenblättern.
- Sie haben entschieden, wo die Maserung über die Ecke laufen soll und wo es Ihnen nicht darauf ankommt.
Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum, denken Sie auch an den Weg der Platten. Eine Platte 120×120 passt oft nicht in einen normalen Lift und muss durchs Treppenhaus getragen werden. Informieren Sie die Liegenschaftsverwaltung oder den Hauswart rechtzeitig, wenn Treppenhaus oder Eingang für eine Weile belegt sind, und klären Sie, wo das Fahrzeug zum Ausladen parkieren kann.
Format 120×120 oder 60×60: der Unterschied
In der Preisliste finden Sie auch die eigene Position Wasserstrahlschneiden 60×60 (Jolly-Kante). Das Schnittprinzip ist dasselbe, aber die Plattengrösse verändert fast alles drumherum.
- Gewicht und Handling: Eine Platte 120×120 hat die vierfache Fläche einer 60×60. Bei einer Stärke von etwa 9 bis 10 mm wiegt sie ungefähr 30 kg und ist dabei lang und biegsam. Sie braucht zwei Personen mit Saughebern oder Rahmen. Eine Platte 60×60 trägt eine Person allein.
- Bruchrisiko: Die grosse Platte bricht bei falschem Anheben, beim Flachtransport und beim Schnitt, wenn sie nicht vollflächig aufliegt. Bei 60×60 ist dieses Risiko deutlich kleiner.
- Kantenlänge pro Stück: Eine Platte 120×120 hat eine Kante von 1,2 m. Auf denselben Laufmeter kommen also weniger Stücke und weniger Aufspannvorgänge. Der einzelne Schnitt ist aber länger, und ein Winkelfehler wirkt sich stärker aus.
- Winkelgenauigkeit: Eine Abweichung, die auf 60 cm kaum auffällt, zeigt sich auf 120 cm als Fuge, die zum Ende der Ecke hin breiter wird.
- Einsatz: 120×120 wählt man, wenn an der Ecke möglichst wenige Fugen sein sollen, etwa an Inselfronten, hohen Nischen und Säulen. 60×60 passt besser zu kleineren Leibungen, Fensterbänken und Böden mit niedrigen Sockeln.
- Ersatz bei Fehlern: Eine verdorbene 60×60 ersetzt man leicht aus der Reserve. Bei 120×120 ist die Reserve meist kleiner, und Nachkauf aus einer anderen Produktionscharge kann einen anderen Farbton bedeuten.
- Transport: Grosse Platten brauchen Gestell, Rahmen und ein grösseres Fahrzeug, kleine reisen im Karton.
Wenn Sie überlegen, welches Format Sie gehren lassen, entscheidet vor allem, was verlegt wird. Geschnitten wird immer die Platte, die an der Ecke zum Einsatz kommt. Liegt auf der Fläche 120×120, sollte auch die Ecke daraus bestehen, sonst wirkt die ganze Wand unruhig.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der Aufwand und damit der Gesamtumfang des Auftrags hängt von einigen Punkten ab, die Sie schon bei der Planung beeinflussen können.
Das macht es einfacher
- Gerade Kanten ohne Ausschnitte, wenn die Platte nur auf ganzer Länge abgeschrägt wird
- Ein genauer Plan mit nummerierten Platten, der nicht nachgebessert werden muss
- Dickere, steifere Platten, die beim Handling weniger arbeiten
- Durchgefärbte Platten, bei denen die Farbe des Kerns keine Rolle spielt
- Mehrere gleiche Schnitte auf einmal, weil sich das Einrichten der Maschine verteilt
Das macht es schwieriger
- Dünne Platten um 6 mm, die im Format 120×120 sehr biegsam sind und für die Gehrung wenig Material bieten
- Winkel abweichend von 90 Grad sowie Gehrung kombiniert mit Bogen oder Ausschnitt auf derselben Platte
- Maserung, die exakt über die Ecke laufen muss, weil dafür bestimmte Platten ausgewählt werden
- Hochglanzoberflächen, auf denen jeder Glasurausbruch und jeder Glanzunterschied an der Kante sofort auffällt
- Schwieriger Zugang: enges Treppenhaus, kein Lift, weiter Weg vom Parkplatz
- Nachträgliche Massänderungen, nachdem der Plan schon in der Werkstatt ist
Besonders aufpassen sollten Sie bei glasierten Platten, deren Kern eine andere Farbe hat als die Oberfläche. An der Jolly-Ecke erscheint dann ein feiner Streifen des Kerns. Bei hellem Marmordekor mit rötlichem Scherben sieht man das. Planen Sie viele Jolly-Ecken, fragen Sie beim Händler nach durchgefärbten Platten oder lassen Sie ein Musterstück gehren, bevor Sie die ganze Menge bestellen.
Wie die Arbeit mit den anderen Gewerken zusammenhängt
Das Wasserstrahlschneiden ist ein Zwischenschritt zwischen Aufmass und Verlegen. Es berührt mehrere Gewerke, und die meisten Probleme entstehen an diesen Schnittstellen.
- Maurer, Gipser oder Trockenbauer erstellen Ecken und Flächen. Ihre Genauigkeit entscheidet direkt, ob die Jolly-Ecke dicht schliesst.
- Elektroinstallateur und Sanitärinstallateur müssen Dosen und Anschlüsse in der endgültigen Lage gesetzt haben. Eine Steckdose nach dem Schnitt zu versetzen geht nur mit einer neuen Platte. Arbeiten an der Elektroinstallation darf nur ein Installateur mit entsprechender Bewilligung nach NIV ausführen.
- Der Küchenbauer liefert die Korpusse der Insel. Lassen Sie sich die genauen Masse geben und klären Sie, ob unter der Plattenverkleidung eine tragende Platte vorgesehen ist.
- Der Plattenleger verklebt die Platten. Für die Ecke nimmt man in der Regel einen flexiblen Kleber einer höheren Klasse nach SN EN 12004. Die Fuge selbst wird je nach Situation mit flexiblem Fugenmörtel oder mit Epoxidkleber in Plattenfarbe geschlossen. Entscheiden Sie das vor dem Schnitt, denn es beeinflusst die Breite des Stegs an der Kante.
- Natursteinwerkstatt oder Schneidbetrieb mit Wasserstrahl braucht einen Plan, keine mündliche Beschreibung. Wer den Plan erstellt und wer für die Masse verantwortlich ist, sollte klar vereinbart sein.
Bewährt hat sich, wenn derselbe Plattenleger aufmisst, der später verlegt. Er kennt seine Kleberdicke und seine Art, Ecken zu schliessen, und es gibt keinen Streit darüber, ob der Fehler in der Werkstatt oder beim Messen passiert ist.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Scharfe Kante ohne Steg. Eine bis zur Oberfläche gezogene Gehrung sieht in der Werkstatt perfekt aus, aber beim Verlegen oder beim ersten Anstossen platzt die Glasur ab. Die kleinen Ausbrüche lassen sich nicht reparieren, nur die Platte tauschen.
- Aufmass vor fertigem Untergrund. Nach dem Ausgleichen der Wand verschiebt sich die Ecke um einige Millimeter, und die Platten passen nicht. Das zeigt sich als offene Fuge oder als Überstand einer Platte.
- Übersehener Winkel. Eine Ecke mit 92 Grad und exakt auf 45 Grad gehrte Kanten ergeben eine Fuge, die unten schmal und oben breit ist oder umgekehrt. Auf einer 120 cm hohen Platte ist das deutlich zu sehen.
- Falsches Handling. Eine flach an einem Rand getragene Platte bricht oft erst später, der Haarriss zeigt sich nach dem Verkleben. Bei Grossformaten ist das ein typischer Reklamationsgrund.
- Starre Verbindung auf beweglichem Untergrund. Wird die Ecke auf Gipskarton oder Möbeln mit starrem Material geschlossen, entsteht mit der Zeit ein Riss in der Fuge, oder die Kante löst sich.
- Nicht nachgeschliffene Kante. Die raue Kante vom Strahl saugt Schmutz und Fugenmörtel auf, die Ecke wirkt dann grau.
- Jolly an begangenen Kanten. Eine Gehrung an einer Stufenkante oder Trittfläche wird mit der Zeit abgeschlagen. Für Treppen eignen sich fertige Stufenelemente oder gerundete Kanten besser.
- Gemischte Chargen. Eine nachgekaufte Ersatzplatte weicht im Farbton ab, und gerade an der Ecke, wo zwei Platten zusammenkommen, fällt das am stärksten auf.
Anleitung für Heimwerker: Ecken prüfen und Platten vorbereiten
Den Wasserstrahlschnitt selbst und das Tragen der grossen Platten überlassen Sie besser dem Fachbetrieb. Einiges können Sie aber vorab selbst erledigen und damit Fehler vermeiden.
- Mit Wasserwaage und Richtlatte prüfen, ob die Ecken lotrecht und die Flächen eben sind.
- Den Eckwinkel mit einem verstellbaren Winkelmesser oder einer Schmiege an mehreren Höhen messen und notieren.
- Abweichungen dem Plattenleger melden, bevor das Aufmass für die Werkstatt gemacht wird.
- Die Platten bei Tageslicht ausgelegt anschauen und entscheiden, welche Stücke an die Ecke kommen sollen.
- Gewählte Platten mit Malerklebband auf der Rückseite nummerieren und die Lage in eine Skizze eintragen.
- Den Transportweg vom Parkplatz bis zur Einbaustelle ausmessen: Türbreiten, Treppenwenden, Liftkabine.
- Reserveplatten aus derselben Charge beiseitelegen und beschriften.
Wie lange es dauert und wie Sie die Arbeit prüfen
Der Schnitt an der Maschine dauert je nach Kantenlänge, Stärke und Zahl der Ausschnitte einige Minuten bis einige Dutzend Minuten pro Platte. Die Gesamtdauer hängt aber vor allem vom Drumherum ab. Aufmass und Plan brauchen meist einen Termin vor Ort und etwas Zeit für die Unterlagen. Werkstätten haben oft Wartezeiten, zwischen Planübergabe und Rücklieferung liegen deshalb üblicherweise einige Arbeitstage, bei grösseren Aufträgen mehr. Rechnen Sie diese Lücke in den Bauablauf ein, damit der Plattenleger nicht ohne Material dasteht.
Nach dem Verkleben braucht der Kleber Zeit zum Abbinden, bei üblichen flexiblen Klebern laut Datenblatt meist ungefähr 24 Stunden, bevor verfugt wird. Epoxidverbindungen an der Ecke härten nach Herstellerangabe aus, in dieser Zeit sollte sich nichts an die Ecke lehnen. Insel oder Nische belasten Sie erst, wenn alles ausgehärtet ist.
Bei der Übernahme der Platten
Prüfen Sie die Kante gegen das Licht. Sie sollte auf ganzer Länge gerade sein, ohne Ausbrüche auf der Sichtseite und mit gleichmässig breitem Steg. Fahren Sie mit dem Finger darüber: Sie darf weder scharf noch rau sein. Vergleichen Sie die Nummerierung mit dem Plan und messen Sie die Ausschnitte nach. Schauen Sie auch die Fläche um den Schnitt an, ob Kratzer vom Rost oder Reste des Abrasivmittels geblieben sind.
Nach dem Verlegen
An der Ecke sollte eine feine, gleichmässige Fuge über die ganze Höhe oder Länge laufen. Legen Sie eine längere Wasserwaage an beide Flächen: Die Platten sollen in einer Ebene liegen, die Ecke darf weder zurückspringen noch vorstehen. Klopfen Sie leicht auf die Platten nahe der Ecke. Ein hohler Klang verrät Stellen ohne Kleber, an denen die Kante abbrechen kann. Bei gemaserten Platten prüfen Sie, ob das Bild wie vereinbart über die Ecke läuft.
Checkliste für Übergabe und Abnahme
- Alle Platten sind nummeriert und entsprechen dem Plan
- Die Gehrungskante ist auf ganzer Länge gerade und ohne Glasurausbrüche
- Auf der Sichtseite ist ein schmaler Steg geblieben, die Kante ist nicht scharf
- Die Kante ist nachgeschliffen und entspricht in Glanz oder Mattheit der Fläche
- Die Ausschnitte sitzen auf den gemessenen Positionen von Dosen, Armaturen und Geräten
- Die Platten haben keine Risse, abgeplatzten Ecken oder Maschinenkratzer
- Die verlegte Ecke hat eine gleichmässige Fuge über die ganze Länge
- Beide Flächen an der Ecke liegen in einer Ebene
- Beim Abklopfen nahe der Ecke ist kein hohler Klang zu hören
- Die Maserung läuft wie vereinbart über die Ecke
- Die Eckfuge ist mit dem vereinbarten Material in Plattenfarbe geschlossen
- Übergebene Reste und Reserveplatten stammen aus derselben Charge und sind beschriftet
Häufige Fragen
Gerechnet wird die Länge der abgeschrägten Kante. An einer Aussenecke treffen zwei Platten aufeinander, jede mit eigener Gehrung. Eine ein Meter lange Ecke ergibt deshalb in der Regel zwei Laufmeter Schnitt. Gerade Schnitte, Formschnitte und Ausschnitte können separate Positionen sein, fragen Sie bei der Bestellung nach.
Per Wasserstrahl nicht, die Maschine steht fest in der Werkstatt. Auf der Baustelle schneidet man Gehrungen mit einer Säge mit schwenkbarem Blatt oder mit Führungsschiene und Winkelschleifer. Bei grossen Platten und langen Kanten ist das aber schwieriger genau hinzubekommen, und das Risiko einer Beschädigung ist höher.
An senkrechten Flächen ja, wenn der Untergrund fest ist und die Ecke gut verklebt und mit elastischem oder Epoxidmaterial geschlossen wurde. Wo oft etwas anstösst, etwa neben Sitzplätzen oder an der Kante der Arbeitsplatte, sollte die Kante leicht gefast werden, oder man wählt einen anderen Abschluss.
Das ist der Kern der Platte. Glasierte Platten tragen das Dekor nur an der Oberfläche, der Scherben darunter kann anders gefärbt sein. Bei durchgefärbten Platten ist der Streifen kaum zu sehen. Ist Ihnen das wichtig, lassen Sie vor dem Zuschnitt aller Platten ein Probestück gehren.
Dafür ist eine Reserve aus derselben Charge da. Bestellen Sie im Format 120×120 einige Platten zusätzlich und vereinbaren Sie mit der Werkstatt vorab, wer das Risiko einer Beschädigung beim Transport und beim Schnitt trägt.
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