Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Wandverkleidung aus Naturstein, Kunststein oder Klinker

Eine Verkleidung aus Naturstein, Kunststein oder Klinkerriemchen ist eine dünne, dekorative Schicht. Sie wird auf eine Wand, einen Sockel, ein Cheminée oder einen Kamin geklebt. Viele wählen sie bei der Erneuerung einer Fassade, als Schutz für den Sockel gegen Spritzwasser oder um im Wohnraum eine einzelne Wand zu betonen. Schön aussehen

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·19 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
21.60 CHF/ m²
Orientierungsspanne
6.30 CHF - 61.30 CHF
Wohnung 60 m²
3241.98 CHF
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Plattenarbeiten19 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Fliesen und Bodenfliesen
Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinkerm²-
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²50.17 CHF-
Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cmm²61.30 CHF-
Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120m²-
Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260m²-
Mosaik verlegenm²-
Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel)m²-
Bordüre / Listellolfm18.58 CHF-
Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegenm²61.30 CHF-
Verfugenm²8.36 CHF-
Silikonverfugungm²6.30 CHF-
Silikonieren der Innen- und Ausseneckenlfm3.35 CHF-
Wasserstrahlschnitt 60×60 (Jolly-Kante)lfm12.64 CHF-
Wasserstrahlschnitt 120×120 (Jolly-Kante)lfm14.50 CHF-
Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Flieselfm19.50 CHF-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfm18.58 CHF-
Sockelleiste aus Fliese / Bodenflieselfm8.36 CHF-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.5.57 CHF-
Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / FeinsteinzeugStk.4.83 CHF-
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Naturstein, Kunststein oder Klinker: Unterschiede und Einsatzbereiche

Naturstein wird aus natürlichem Gestein gesägt oder gespalten, zum Beispiel aus Granit, Gneis, Schiefer, Sandstein oder Kalkstein. Er ist schwer, jedes Stück sieht anders aus, und gut ausgewählt hält er draussen Jahrzehnte. Nicht jeder Stein verträgt aber Frost. Sandstein saugt viel Wasser auf und verschmutzt ohne Imprägnierung schnell. Marmor gehört eher in den Innenraum, weil er im Freien mit der Zeit matt wird. Fragen Sie vor dem Kauf beim Händler nach, ob der Stein frostbeständig ist.

Kunststein wird in Formen gegossen, die echten Stein sehr genau nachbilden. Riemchen aus Beton eignen sich für aussen und innen. Solche aus Gips sind leichter und einfacher zu verarbeiten, gehören aber nur in trockene Innenräume, also weder ins Bad noch an die Fassade. Kunststein ist leichter als Naturstein, hat regelmässige Masse und lässt sich einfacher schneiden.

Klinkerriemchen sind dünne Scheiben aus gebranntem Ton, die wie ein Backstein aussehen. Sie nehmen kaum Wasser auf, sind frostbeständig und pflegeleicht. Man sieht sie oft an Fassaden, Sockeln, Kaminen und in Innenräumen im Industrie-Stil. Zu vielen Riemchen gibt es passende Eckstücke, so wirkt eine Ecke wie richtig gemauert.

Ein Punkt wird oft überschätzt: Eine dünne Verkleidung dämmt die Wand praktisch nicht. Sie schützt die Wand und gibt ihr ein neues Gesicht, eine Wärmedämmung ersetzt sie aber nicht.

So entsteht die Verkleidung Schritt für Schritt

  1. Untergrund prüfen und vorbereiten. Der Plattenleger entfernt losen Verputz, Staub und alte Anstriche. Er prüft, ob die Wand eben ist, und gleicht grössere Unebenheiten aus. Der Untergrund muss tragfähig, sauber und trocken sein.
  2. Grundieren und abdichten. Ein saugender Untergrund wird grundiert. Am Sockel, der Feuchtigkeit aus dem Boden abbekommt, darf eine Abdichtung nicht fehlen.
  3. Verlegung planen. Die Stücke werden zuerst am Boden ausgelegt und aus mehreren Paketen gemischt. So entstehen an der Wand keine Farbstreifen. Danach werden eine waagrechte Linie und die Lage der Ecken angezeichnet.
  4. Kleben. Der Kleber wird mit der Zahnkelle auf die Wand aufgetragen, aussen zusätzlich auf die Rückseite der Steine. Dieses sogenannte Buttering-Floating-Verfahren verhindert Hohlräume, in denen Wasser gefrieren könnte. An der Fassade kommt ein flexibler, frostbeständiger Kleber zum Einsatz, bei schwerem Stein ein Kleber für grosse und schwere Elemente.
  5. Zuschneiden und Ecken. Rund um Fenster, Türen und Schalter werden die Stücke passend geschnitten. Ecken entstehen mit Eckstücken oder mit wechselnd überlappenden Steinen, damit kein Schnitt sichtbar bleibt.
  6. Verfugen. Wenn der Kleber ausgehärtet ist, meist nach etwa einem Tag, je nach Hersteller auch später, werden die Fugen gefüllt. Der Fugenmörtel muss für aussen und für das jeweilige Material geeignet sein.
  7. Reinigen und schützen. Mörtelreste werden entfernt, bevor sie antrocknen. Naturstein und manche Kunststeine werden nach Empfehlung des Herstellers imprägniert.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Eine ebene, durchgehende Wand ohne Fenster ist für den Plattenleger eine einfache Aufgabe. Mehr Zeit und Aufwand braucht es bei:

  • Stark gegliederten Flächen mit vielen Ecken, Leibungen und Ausschnitten
  • Unregelmässigem Naturstein, der wie ein Mosaik zusammengesetzt wird und bei dem jedes Stück ausgesucht und angepasst werden muss
  • Einem schlechten Untergrund, der zuerst repariert, ausgeglichen oder getrocknet werden muss
  • Arbeiten in der Höhe, für die ein Gerüst nötig ist
  • Einer Verkleidung auf einer verputzten Aussenwärmedämmung, bei der die Vorgaben des Systemherstellers gelten
  • Wetter, das die Arbeit draussen auf warme und trockene Tage beschränkt

Bei einer gedämmten Fassade sollten Sie wissen: Nicht jedes Dämmsystem trägt schweren Stein. Der Hersteller des Systems legt fest, welche Verkleidung und welches Gewicht zulässig sind und ob eine zusätzliche Verdübelung nötig ist. Leichterer Kunststein oder Klinker ist in solchen Fällen oft die vernünftigere Wahl. Wer ohnehin eine Fassadensanierung mit Dämmung plant, kann sich beim kantonalen Gebäudeprogramm über mögliche Förderbeiträge informieren.

Typische Fehler, die sich später rächen

  • Kleben nur mit Batzen, sodass unter der Verkleidung Hohlräume bleiben und der Frost die Steine nach und nach absprengt
  • Gewöhnlicher Innenkleber an Fassade oder Sockel
  • Ein Sockel ohne Abdichtung und eine Verkleidung bis ins Erdreich, sodass Wasser aufsteigt
  • Kunststein aus Gips in einem feuchten Raum
  • Arbeiten an praller Sonne, bei Frost oder kurz vor Regen; meist gilt laut Kleberhersteller ein Temperaturbereich von ungefähr 5 bis 25 °C
  • Stücke aus demselben Paket nebeneinander, sodass die Wand fleckig wirkt
  • Angetrocknete Mörtelreste auf der Sichtseite, die sich aus porösem Stein kaum mehr entfernen lassen

In der Praxis liegt das Problem oft nicht an der Verkleidung selbst, sondern an fehlenden Dehnfugen. Auf grossen Flächen und beim Übergang zwischen verschiedenen Materialien braucht es eine elastische Fuge.

Anleitung für Heimwerker: Kunststein an einer Innenwand

Möchten Sie eine Wand im Wohnzimmer oder den Bereich um das Cheminée mit leichtem Kunststein verkleiden, und zwar nur so hoch, wie Sie von einer stabilen Leiter aus bequem reichen, schaffen Sie das auch selbst. Fassade, abgedichteten Sockel und Arbeiten auf dem Gerüst überlassen Sie besser dem Plattenleger. Beim Cheminée halten Sie die Abstände zur Feuerstelle nach Anleitung des Herstellers ein und verwenden einen hitzebeständigen Kleber.

  1. Prüfen, ob die Wand tragfähig, trocken und eben ist, losen Verputz entfernen.
  2. Bei Gipskartonwänden beim Hersteller nachfragen, welches Gewicht die Konstruktion trägt.
  3. Wand grundieren und nach Anleitung trocknen lassen.
  4. Riemchen am Boden auslegen und aus mehreren Paketen mischen.
  5. Mit der Wasserwaage eine waagrechte Linie für die erste Reihe anzeichnen.
  6. Kleber nach Anleitung anrühren und mit der Zahnkelle nur auf so viel Fläche auftragen, wie Sie gleich belegen können.
  7. Riemchen mit leichter Drehbewegung andrücken und laufend die Ebene kontrollieren.
  8. Riemchen mit Winkelschleifer und Diamantscheibe zuschneiden, dabei Schutzbrille, Staubmaske und Gehörschutz tragen.
  9. Kleberreste auf der Sichtseite sofort mit einem feuchten Schwamm abwischen.
  10. Nach dem Aushärten des Klebers die Fugen füllen und mit dem Fugeisen glätten.
  11. Oberfläche nach Empfehlung des Herstellers grundieren oder imprägnieren.

So prüfen Sie die fertige Verkleidung

  • Die Reihen verlaufen waagrecht, und die Wand ist von der Seite betrachtet eben, ohne vorstehende Stücke
  • Beim Abklopfen ist kein hohler Klang zu hören, der auf Hohlräume hinweist
  • Farben und Formen sind gleichmässig verteilt, ohne Streifen und Flecken
  • Die Fugen sind voll, gleich tief und ohne Risse
  • Die Ecken sind sauber, ohne sichtbare Schnitte
  • Um Fenster, Fensterbänke und Schalter sind die Steine genau angepasst
  • Der Sockel ist abgedichtet, und die Verkleidung endet nicht direkt im Erdreich
  • Die Dehnfugen sind mit elastischer Fugenmasse gefüllt
  • Auf der Oberfläche sind keine angetrockneten Kleber- oder Mörtelreste zurückgeblieben
  • Sie haben die Produktnamen von Kleber, Fugenmörtel und Imprägnierung für spätere Reparaturen erhalten

Häufige Fragen

Ja, wenn der Verputz fest, tragfähig und trocken ist. Mürben oder abblätternden Verputz müssen Sie entfernen, sonst fällt die Verkleidung samt Verputz ab. Alte Anstriche oder Tapeten gehören nicht unter die Verkleidung.

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