Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dächer und Eindeckungen | ||||
| Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnik | m² | 18.00 CHF | - | |
| Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz) | m² | - | ||
| Montage Lattung unter Dachziegel | m² | - | ||
| Montage Konterlattung | m² | 4.32 CHF | - | |
| Setzen und Montage Dampfsperre | m² | 3.60 CHF | - | |
| Fassadenverblechung - Winkelstehfalz | m² | 25.22 CHF | - | |
| Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Verlegung Keramik-/Betondachziegel | m² | 36.03 CHF | - | |
So erstellt der Spengler die Deckung
Von unten sieht so ein Dach einfach aus. Ob es aber über Jahrzehnte dicht bleibt, hängt von der Genauigkeit jedes einzelnen Schritts ab. Auf einem Satteldach läuft die Arbeit meist so ab:
- Untergrund prüfen. Die Vollschalung muss eben, trocken und tragfähig sein. Der Spengler kontrolliert auch das Unterdach und den Hinterlüftungsraum unter der Schalung.
- Trennlage verlegen. Auf die Schalung kommt eine strukturierte Matte oder eine andere vom Hersteller empfohlene Lage. Sie trennt das Blech vom Holz und führt Feuchtigkeit ab, die sich unter dem Blech niederschlägt.
- Traufe ausbilden. Zuerst werden Traufblech und Rinnenhaken montiert, damit das Wasser sauber in die Dachrinne (den Kännel) läuft.
- Bahnen vorbereiten. Die Bahnen werden auf die Länge der Dachfläche zugeschnitten. Lange Bahnen profiliert man oft direkt auf der Baustelle, so gibt es auf der Fläche keine Querstösse.
- Mit Haften befestigen. Jede Bahn wird mit Fest- und Schiebehaften auf der Schalung befestigt, die im Falz verschwinden. Die Festhafte halten die Bahn an einer Stelle, die Schiebehafte lassen sie bei Wärme und Kälte arbeiten.
- Falzen. Der Rand der nächsten Bahn greift über die vorherige, dann wird die Naht von Hand oder mit der Falzmaschine geschlossen. Beim Doppelstehfalz wird zweimal umgebogen, damit die Naht auch bei Schnee und stehendem Wasser dicht bleibt.
- Details ausführen. Danach folgen First mit Entlüftung, Ortgang, Kehlen, Kamineinfassung, Wandanschlüsse und Durchdringungen.
- Schneefang montieren. Von glattem Blech rutscht Schnee rasch ab. Schneefänge schützen deshalb die Dachrinne und die Menschen unter dem Dach.
Der Dachaufbau, ohne den es nicht funktioniert
Das Blech ist nur die oberste Schicht. Die meisten Schäden, die nach Jahren auftauchen, entstehen nicht im Blech, sondern darunter. Ein üblicher Aufbau für ein Steildach mit gedämmtem Dachgeschoss sieht von innen nach aussen etwa so aus:
- Dampfbremse auf der Raumseite, damit feuchte Raumluft nicht in die Dämmung gelangt
- Wärmedämmung zwischen den Sparren, je nach Konstruktion auch darunter oder darüber
- Unterdach aus diffusionsoffener Bahn über den Sparren
- Konterlattung, die den Hinterlüftungsraum bildet
- Vollschalung aus Brettern oder Platten nach den Vorgaben des Herstellers
- Trennlage und zuoberst die Stehfalzdeckung
Warum ist die Hinterlüftung so wichtig? Blech kühlt nachts schnell ab, auf seiner Unterseite bildet sich Kondenswasser. Wenn unter der Schalung keine Luft zirkuliert, wird das Holz feucht und verliert an Festigkeit. Die Hinterlüftung braucht eine Zuluftöffnung an der Traufe und eine Abluftöffnung am First, sonst funktioniert sie nicht. Anhaltspunkte zum Aufbau liefert die SIA-Norm für geneigte Dächer, die Details legen Planer und Spengler fest.
Die minimale Dachneigung hängt vom System ab und steht in den technischen Unterlagen des Herstellers. Ein Doppelstehfalz eignet sich auch für flache Neigungen, oft schon ab wenigen Grad. Je flacher das Dach, desto sorgfältiger muss gefalzt werden und desto wichtiger werden die Details, manchmal auch ein Dichtband im Falz.
Material und System: was wann passt
In der Praxis kommen vor allem diese Materialien zum Einsatz:
- Verzinkter, beschichteter Stahl, die gängige Wahl für Einfamilienhäuser, mit grosser Farbauswahl
- Aluminium, leicht und korrosionsbeständig, gut für feuchte oder belastete Umgebungen
- Titanzink mit natürlicher Patina und langer Lebensdauer, beliebt bei historischen und architektonisch anspruchsvollen Bauten; die Verarbeitung verlangt einen erfahrenen Spengler
- Kupfer, in der Schweiz traditionell verbreitet, ebenfalls langlebig und mit eigener Patina
Achten Sie auf die Kombination der Metalle. Wasser, das von Kupfer auf Zink oder verzinktes Blech fliesst, führt zu Korrosion. Dachrinnen, Einfassungen und Zubehör sollten deshalb aus einem Material sein, das sich mit der Deckung verträgt.
Neben dem klassischen Falz, der auf dem Dach geschlossen wird, gibt es auch Klick-Systeme. Die Bahnen rasten ohne Falzen ineinander, die Montage geht schneller. Sie passen aber eher zu einfachen, steileren Dächern. Bei flacher Neigung, Rundungen und verwinkelten Formen wählt man in der Regel den klassischen Doppelstehfalz. Dieselbe Technik eignet sich übrigens auch für die Fassade, wenn Dach und Wand wie aus einem Guss wirken sollen.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Bei gleicher Fläche kann der Aufwand sehr unterschiedlich sein. Mehr Arbeit verursachen vor allem:
- Verwinkelte Dächer: Jede Kehle, jede Lukarne, jeder Kamin und jedes Dachfenster ist ein Detail in Handarbeit
- Flache Neigung, die eine sorgfältigere Abdichtung der Falze verlangt
- Höhe und Zugang: Gerüst, Absturzsicherung und der Transport langer Bahnen aufs Dach
- Zustand des Untergrunds: Bei Sanierungen muss oft die Schalung ersetzt, die Hinterlüftung ergänzt oder der Dachstuhl repariert werden
- Material: Titanzink, Kupfer und Aluminium verarbeitet man anders als Stahl
Einfacher wird es mit einem schlichten Satteldach, einem ebenen und trockenen Untergrund und gutem Zugang für die Profiliermaschine. Es handelt sich um Arbeit in der Höhe, die ein Spengler mit Absturzsicherung ausführen soll. Als Laie sollten Sie das nicht selbst versuchen.
Fehler, die sich erst nach Jahren zeigen
- Starr befestigtes Blech. Ohne Schiebehafte kann sich die Bahn nicht frei ausdehnen, die Fläche wellt sich und die Falze werden belastet.
- Fehlende Hinterlüftung. Unter dem Blech bleibt Feuchtigkeit stehen, die Schalung beginnt zu faulen.
- System passt nicht zur Neigung. Ein Klick-System oder ein einfacher Falz auf einem zu flachen Dach lässt bei Schnee und Wind Wasser durch.
- Nachlässige Details. Undichte Stellen liegen fast immer in der Kehle, beim Kamin oder am Wandanschluss, kaum je auf der glatten Fläche.
- Fehlende Trennlage, wo der Hersteller sie verlangt, besonders bei Titanzink.
- Vergessener Schneefang, der sich nachträglich nur mühsam montieren lässt.
So prüfen Sie das fertige Dach
Schauen Sie sich das Dach bei der Abnahme vom Boden und vom Gerüst aus an, solange es noch steht. Prüfen Sie:
- Die Falze sind gerade, parallel und auf der ganzen Länge gleichmässig geschlossen
- Auf der Fläche sind keine Schrauben, Dellen oder Kratzer zu sehen
- Die Fläche wellt sich auch bei Sonne nicht auffällig
- Die Traufe führt das Wasser in die Dachrinne, und die Rinne hat Gefälle zum Ablaufrohr
- Der First ist wirksam entlüftet, die Zuluft an der Traufe ist mit einem Gitter geschützt
- Kehlen, Kamin und Wandanschlüsse sind ohne Spalten eingefasst und nicht dort verkittet, wo Blech hingehört
- Der Schneefang ist wie geplant montiert
- Sie haben Angaben zum Material, die Garantiebedingungen des Herstellers und Hinweise zur Pflege erhalten
Häufige Fragen
Beim einfachen Falz werden die Ränder einmal ineinander gebogen, beim doppelten zweimal. Die doppelte Naht ist dichter und eignet sich auch für flache Dächer und Stellen, an denen Schnee liegen bleibt. Der einfache Falz reicht eher bei steilen Dächern und Fassaden.
Meist nicht. Die meisten Systeme verlangen eine Vollschalung, damit das Blech auf der ganzen Fläche aufliegt. Manche Hersteller erlauben bei steilen Dächern eine Lattung mit kleinen Abständen, die genauen Bedingungen stehen in ihren Unterlagen.
Vollschalung und Trennlage dämpfen das Prasseln deutlich. Bei einem gut gedämmten Dachgeschoss ist der Unterschied zu anderen Deckungen meist gering.
Mit richtigem Aufbau und sauberer Montage hält sie mehrere Jahrzehnte, je nach Material und Beschichtung. Es genügt, einmal im Jahr die Details anzuschauen, die Dachrinnen zu reinigen und nach dem Winter den Schneefang zu kontrollieren.
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