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Funkenprüfung der PVC-Dachbahn (Flachdach)

Die Funkenprüfung, oft auch Hochspannungsprüfung genannt, kontrolliert, ob die PVC-Abdichtung auf einem Flachdach dicht ist. Eine Fachperson fährt mit einer Elektrode unter Hochspannung über die Dachbahn. Wo die Bahn ein Loch hat, springt ein Funke über. So findet man auch winzige Löcher und undichte Schweissnähte, die von blossem Auge ni

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
8.65 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
3.60 CHF - 36.03 CHF
Wohnung 60 m²
1297.35 CHF
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Spenglerarbeiten9 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz)m²-
Montage Lattung unter Dachziegelm²-
Montage Konterlattungm²4.32 CHF-
Setzen und Montage Dampfsperrem²3.60 CHF-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²25.22 CHF-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²18.00 CHF-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²36.03 CHF-
Summe Arbeit
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Wie die Funkenprüfung funktioniert

PVC leitet keinen Strom. Ist die Dachbahn unversehrt, kommt die Spannung der Elektrode nicht durch. Hat sie aber ein Loch, sucht sich die Spannung dort den Weg zu einer leitfähigen Schicht unter der Bahn. Das Gerät piepst, und ein sichtbarer Funke zeigt genau die fehlerhafte Stelle.

Warum ist das gerade beim Flachdach so wichtig? Von einem Steildach fliesst das Wasser rasch ab. Auf einem Flachdach bleibt es stehen, vor allem dort, wo das Gefälle gering ist, und findet mit der Zeit jede Schwachstelle. Unter der Abdichtung liegen Wärmedämmung, Dampfbremse und Tragkonstruktion. Dringt Wasser ein, dämmt die Dämmung schlechter, es kann Schimmel entstehen, und der Wasserfleck taucht an der Decke oft ganz woanders auf als das eigentliche Loch. Die Suche dauert dann lange, und die Reparatur bedeutet, Dachschichten zu öffnen.

Ohne leitfähige Schicht keine Prüfung

Die ganze Methode hängt an einer Bedingung: Unter der Dachbahn muss etwas Leitfähiges liegen. Beton leitet nur bedingt, und trockene Dämmung aus EPS oder Mineralwolle leitet gar nicht. Bei einem üblichen gedämmten Flachdach wird deshalb unter der Abdichtung eine leitfähige Schicht eingebaut, zum Beispiel ein spezielles leitfähiges Vlies oder eine leitfähige Folie. Daran muss man schon bei der Planung und beim Auftrag an den Dachdecker oder Flachdachspezialisten denken. Unter eine fertige Abdichtung lässt sich diese Schicht nachträglich nicht mehr einbauen.

Ablauf der Prüfung Schritt für Schritt

Die Prüfung macht eine geschulte Fachperson mit einem kalibrierten Gerät. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:

  1. Prüfen, ob unter der Dachbahn eine leitfähige Schicht liegt und ob sie richtig geerdet oder mit dem Gerät verbunden ist.
  2. Die Dachbahn reinigen und abtrocknen lassen, weil Wasser, Tau und Schmutz das Ergebnis verfälschen.
  3. Die Spannung passend zu Dicke und Typ der Bahn einstellen, in der Regel nach den Angaben des Bahnen- und des Geräteherstellers.
  4. Die ganze Fläche Bahn für Bahn mit einer leitfähigen Bürste oder Elektrode abfahren, Schweissnähte, Ecken und Durchdringungen besonders sorgfältig.
  5. Jede Stelle markieren, an der ein Funke überspringt, damit sie gleich repariert werden kann.
  6. Die reparierten Stellen nochmals prüfen.
  7. Ein schriftliches Protokoll mit Fotos erstellen.

Bei richtig eingestellter Spannung beschädigt die Prüfung die Dachbahn nicht. Gearbeitet wird aber mit Hochspannung, deshalb sollten sich Unbeteiligte und Personen mit Herzschrittmacher nicht in der Nähe aufhalten. Dazu kommt die Arbeit auf dem Dach mit Absturzgefahr: Überlassen Sie das den Fachleuten.

Wann sich die Prüfung lohnt

Die Faustregel ist einfach: Je früher eine Undichtheit gefunden wird, desto einfacher ist die Reparatur. Sinnvoll ist die Prüfung deshalb in mehreren Momenten.

  • Direkt nach dem Verlegen. Die Bahn liegt noch offen, die Nähte sind zugänglich, und die Reparatur geht schnell.
  • Vor der Abnahme. Das Protokoll belegt, dass Sie ein dichtes Dach übernommen haben.
  • Bevor die Garantiefrist abläuft. Findet sich etwas, können Sie den Mangel noch beim Unternehmer rügen.
  • Nach jedem Eingriff ins Dach. Eine Photovoltaikanlage, ein Klimagerät, ein neuer Kamin oder eine Lüftung bedeuten neue Durchdringungen und damit neues Risiko.
  • Bei Verdacht auf Wassereintritt. Die Prüfung zeigt die tatsächliche Fehlerstelle, nicht nur den Ort, an dem es tropft.

Im Stockwerkeigentum gibt die Liegenschaftsverwaltung oder die Gemeinschaft der Eigentümer die Prüfung in Auftrag. Regnet es in Ihre Wohnung im obersten Stock hinein, melden Sie sich zuerst dort oder beim Hauswart.

Funken-, Vakuum- oder Flutprüfung

Die Funkenprüfung ist nicht die einzige Möglichkeit. Jede Methode passt zu etwas anderem.

  • Funkenprüfung: Sie deckt rasch die ganze Fläche ab und zeigt die Fehlerstelle genau. Sie braucht eine trockene Bahn und eine leitfähige Schicht darunter.
  • Vakuumprüfung: Eine durchsichtige Glocke wird auf die mit Seifenlösung bestrichene Naht gesetzt. Bei einer Undichtheit bilden sich Bläschen. Das geht langsamer, eignet sich aber gut für gezielte Kontrollen von Nähten und Details und kommt ohne leitfähige Schicht aus.
  • Flutprüfung: Das Dach wird vorübergehend unter Wasser gesetzt. Das dauert lange, belastet die Konstruktion und zeigt nur, dass irgendwo etwas undicht ist, nicht wo.

Bei anspruchsvollen Dächern kombiniert man in der Praxis oft die Funkenprüfung für die Fläche mit der Vakuumprüfung an den heikelsten Anschlüssen.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Zwei gleich grosse Dächer bedeuten nicht automatisch gleich viel Aufwand. Entscheidend sind vor allem diese Punkte:

  • Grösse und Form der Fläche: Eine zusammenhängende, ebene Fläche ist schnell geprüft, ein verwinkeltes Dach braucht mehr Zeit
  • Anzahl Details: Dachwasserabläufe, Kamine, Lüftungshauben, Stützen, Ecken und Attikaanschlüsse müssen von Hand und genau abgefahren werden
  • Zugang zum Dach: Gebäudehöhe, fehlender Dachausstieg oder nötige Absturzsicherungen verlängern die Arbeit
  • Zustand der Bahn: Eine nasse, staubige oder bewachsene Dachbahn muss zuerst gereinigt und getrocknet werden
  • Umfang des Auftrags: Nur Prüfung oder auch Reparatur der gefundenen Fehler samt Nachprüfung

Undichte Stellen finden sich vor allem in Ecken, an der Attika, rund um Durchdringungen und dort, wo Bahnen zusammengeschweisst werden oder die Richtung wechseln. Die Attika ist besonders heikel, weil die Bahn hier abgekantet, abgeschlossen und mit der Blechabdeckung des Spenglers verbunden wird.

Typische Fehler

Das Gerät ist zuverlässig, die Fehler machen Menschen. In der Praxis sieht man oft Folgendes:

  • Prüfung auf nasser oder schmutziger Bahn: Feuchtigkeit kann dort einen Funken auslösen, wo kein Fehler ist, oder ein echtes Loch verdecken
  • Falsch eingestellte Spannung: Zu tiefe Spannung findet feine Risse nicht, zu hohe kann eine dünne Bahn beschädigen
  • Fehlende leitfähige Schicht: Dann misst die Prüfung nichts, auch wenn das Gerät «nichts gefunden» hat
  • Nur die Fläche geprüft: Ecken, Attika und Durchdringungen werden ausgelassen, also genau die Stellen mit den meisten Fehlern
  • Prüfung ohne Protokoll: Ohne schriftlichen Bericht und Fotos lässt sich bei einer Mängelrüge nichts belegen
  • Keine Nachprüfung nach der Reparatur: Jede reparierte Stelle muss erneut geprüft werden

Ergebnis und Protokoll prüfen

Gehen Sie bei der Übergabe der Prüfung diese Punkte durch:

  • Das Protokoll enthält Datum, Adresse, geprüfte Fläche und den Namen der Fachperson
  • Typ und Dicke der Dachbahn sowie die verwendete Spannung sind angegeben
  • Das Gerät und seine Kalibrierung sind vermerkt
  • Das Protokoll bestätigt, dass unter der Bahn eine leitfähige Schicht vorhanden war
  • Gefundene Undichtheiten sind eingezeichnet oder beschrieben und fotografiert
  • Es ist festgehalten, welche Fehler repariert wurden und dass die Stellen die Nachprüfung bestanden haben
  • Ecken, Attika und alle Durchdringungen wurden mitgeprüft, nicht nur die Fläche
  • Das Protokoll liegt bei den Unterlagen zum Gebäude, für spätere Mängelrügen und Arbeiten am Dach

Häufige Fragen

Nein, wenn die Spannung zur Dicke der Bahn passt und das Gerät kalibriert ist. Ein Risiko besteht bei zu hoher Spannung oder unerfahrener Bedienung, deshalb gehört die Prüfung in die Hände einer geschulten Fachperson.

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