Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Stacheldrahtausleger montieren

Ein Stacheldrahtausleger ist ein Metallaufsatz, der oben auf die Zaunpfosten kommt und Stachel- oder Klingendraht trägt. Der Zaun wird so schwerer zu überklettern, ohne dass man ihn neu bauen muss. Gefragt ist das vor allem bei Lagern, Werkstätten und Firmengeländen. Auch Einfamilienhäuser am Dorfrand bekommen ihn manchmal, wenn wiederhol

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·22 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
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Fundamente und Einfriedungen22 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Einfriedungen
Montage StacheldrahtauslegerStk.2.55 CHF-
Beton-Zaunsteine mauernStk.7.28 CHF-
Zaunpfeiler mauernlfm40.06 CHF-
Montage Betonzaun bis 1,8 mlfm36.40 CHF-
Montage Betonzaun bis 2,1 mlfm41.87 CHF-
Montage Betonzaun bis 2,4 mlfm43.70 CHF-
Zaun aus Schalungssteinen 12/15m²-
Zaun aus Schalungssteinen 20/25m²-
Demontage des alten Zauneslfm1.82 CHF-
Pfosten bis 2,4 m Höhe setzenStk.2.55 CHF-
Pfosten bis 2,7 m Höhe setzenStk.3.10 CHF-
Pfosten bis 3,8 m Höhe setzenStk.5.46 CHF-
Strebe bis 2,7 m setzenStk.3.10 CHF-
Spanndraht spannenlfm0.25 CHF-
Stacheldraht spannenlfm0.25 CHF-
Montage ZaunrahmenStk.-
Montage Sonder-ZaunrahmenStk.-
Montage ZaunpaneeleStk.-
Maschendraht bis 1,4 m setzenlfm3.10 CHF-
Maschendraht bis 1,8 m setzenlfm3.46 CHF-
Maschendraht über 3,0 m setzenlfm6.73 CHF-
Eckverbindung herstellenStk.1.82 CHF-
Summe Arbeit
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Wie ein Ausleger funktioniert und wann er sinnvoll ist

Der Ausleger hält mehrere Reihen Draht über der Oberkante des Zauns, meist schräg, oft in einem Winkel von etwa 45 Grad. Warum schräg? Wer sich an der Zaunkante hochzieht, hat den Draht direkt über dem Kopf oder vor dem Gesicht und kann sich nicht einfach hinüberschwingen. Der Ausleger macht den Zaun also höher und erschwert zugleich die Bewegung beim Klettern.

Sinnvoll ist er dort, wo der Zaun selbst in Ordnung ist, aber nicht genügt. Sind die Pfosten schief, rostig oder locker im Boden, löst ein Ausleger das Problem nicht. Der gespannte Draht belastet die Pfosten zusätzlich. Deshalb muss zuerst der Zaun instand gestellt werden.

Bauarten von Auslegern und Draht: was wann passt

Ausleger unterscheiden sich in der Form und in der Befestigung. Entscheidend sind vor allem das Pfostenprofil und die Frage, in welche Richtung der Schutz wirken soll.

  • Gerader Ausleger: verlängert den Pfosten senkrecht nach oben, erhöht den Zaun nur und eignet sich dort, wo nichts über die Grundstücksgrenze ragen darf
  • Schräger einseitiger Ausleger: nach aussen oder innen geneigt, die übliche Lösung bei Umfassungszäunen
  • Beidseitiger Y-Ausleger: schützt nach beiden Seiten und kommt vor allem auf Arealen zum Einsatz, wo auch niemand hinausklettern soll
  • Aufsteck-Ausleger werden anstelle der Pfostenkappe oben eingesetzt, Schellen-Ausleger umfassen einen runden Pfosten, Schraub-Ausleger werden an ein Vierkantprofil oder einen gemauerten Pfeiler geschraubt

Beim Draht gibt es zwei Möglichkeiten. Stacheldraht reicht für eine normale Sicherung und lässt sich leichter verarbeiten. Klingendraht, oft als Spirale (NATO-Draht), hat scharfe Klingen und ist schwerer zu überwinden. Der Umgang damit ist aber gefährlich, er passt eher auf ein Firmenareal als an ein Trottoir, auf dem Kinder unterwegs sind.

Ausleger und Befestigungsmaterial sollten feuerverzinkt sein, auf Wunsch zusätzlich pulverbeschichtet in der Farbe des Zauns. Unverzinkte Schrauben beginnen nach einigen Wintern zu rosten und lockern sich.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

Bei einem bestehenden Zaun braucht die Montage meist weniger Zeit als die Vorbereitung. Ein Fachbetrieb geht in der Regel so vor:

  1. Den ganzen Zaun abgehen und die Pfosten prüfen: fester Sitz im Boden, Senkrechtstand, Rost, Zustand des oberen Endes.
  2. Lockere oder beschädigte Pfosten instand stellen oder ersetzen, bei Gittermattenzäunen die Mattenhalter nachziehen.
  3. Den Auslegertyp passend zum Pfostenprofil wählen und die Neigungsrichtung festlegen.
  4. Eine Schnur über die Pfostenköpfe spannen und eine einheitliche Montagehöhe bestimmen.
  5. Die Ausleger setzen: aufstecken, mit Schelle klemmen oder anschrauben. Bei gemauerten oder betonierten Pfeilern Löcher bohren und geeignete Dübel verwenden, oft Verbundanker (chemische Dübel).
  6. Laufend prüfen, ob alle Ausleger den gleichen Winkel und die gleiche Richtung haben, und die Verbindungen gleich festziehen, nicht erst am Schluss.
  7. Spanndrähte ziehen, an End- und Eckpfosten verankern und mit Drahtspannern spannen.
  8. Stachel- oder Klingendraht mit Bindedraht oder nach Herstellerangabe an Spanndrähten und Auslegern befestigen.
  9. Spannung und Verbindungen kontrollieren, scharfe Drahtenden umbiegen oder abdecken.

Gearbeitet wird auf der Leiter über der Zaunkante, mit scharfem Material in den Händen. Darum steht hier der Ablauf des Fachbetriebs und keine Anleitung zum Selbermachen. Ohne feste Handschuhe, Schutzbrille und eine zweite Person, die den Draht hält, passieren Verletzungen sehr schnell.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Am wenigsten Aufwand gibt ein neuer Gittermattenzaun mit festen Pfosten und regelmässigen Abständen, für dessen Profil der Hersteller passende Ausleger anbietet. Die Montage geht dann zügig, und das Ergebnis ist gerade.

Mehr Aufwand bedeuten vor allem:

  • Ein alter Maschendrahtzaun mit rostigen oder krummen Pfosten, die zuerst stabilisiert werden müssen
  • Hanglage oder unebenes Gelände, wo die Höhe abschnittweise angepasst werden muss
  • Gemauerte Pfeiler, in die gebohrt und gedübelt wird, besonders bei Hohlsteinen
  • Viele Ecken, Knicke und Türen, an denen der Draht abgeschlossen und neu gespannt werden muss
  • Klingendraht statt Stacheldraht, weil er langsamer und vorsichtiger verarbeitet wird
  • Schlechter Zugang, etwa wenn auf einer Seite eine dichte Hecke oder ein steiler Hang liegt

Nachbarn und Sicherheit im Umfeld

Steht der Zaun direkt auf der Grundstücksgrenze, ragt ein nach aussen geneigter Ausleger zum Nachbarn oder über das Trottoir. In der Praxis löst man das mit einer Absprache mit dem Nachbarn, mit einem geraden Ausleger oder mit einer Neigung nach innen. Gehört das Grundstück zu einem Mehrfamilienhaus im Stockwerkeigentum, entscheidet die Eigentümergemeinschaft oder die Liegenschaftsverwaltung über Änderungen am Zaun.

Denken Sie auch daran, wer am Zaun vorbeigeht. Klingendraht in einer Höhe, die ein Kind erreicht, oder über einem öffentlichen Weg kann jemanden verletzen, und daraus kann für den Eigentümer Ärger entstehen. Ähnliches gilt für Wildtiere: Am Waldrand oder neben Wiesen verfangen sich Rehe und Vögel immer wieder in Draht, der tief oder lose hängt.

Typische Fehler

  • Der Ausleger kommt auf schwache oder lockere Pfosten, die sich unter dem Drahtzug zu neigen beginnen
  • Die Ausleger haben unterschiedliche Höhen oder Winkel, der Draht läuft nicht gerade und der Zaun wirkt unordentlich
  • Der Draht ist zu locker und hängt durch, oder zu straff, sodass er Ausleger und Eckpfosten verbiegt
  • An End- und Eckpfosten fehlt die Verankerung, obwohl dort der grösste Zug wirkt
  • Unverzinktes Befestigungsmaterial, das schnell rostet
  • Bei gemauerten Pfeilern wird zu nahe an der Kante gebohrt, und der Dübel bricht ein Stück Mauerwerk heraus
  • Die Neigung zeigt ohne Absprache über das Nachbargrundstück

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie bei der Abnahme den Zaun auf der ganzen Länge ab und prüfen Sie:

  • Alle Ausleger sitzen auf gleicher Höhe und haben gleiche Neigung und Richtung
  • Der Ausleger bewegt sich nicht und knarrt nicht, wenn Sie mit dem Handschuh kräftig dagegen drücken
  • Schrauben und Schellen sind festgezogen und verzinkt
  • Die Pfosten haben sich nach dem Spannen nicht geneigt, besonders an Ecken und Enden
  • Der Draht ist gleichmässig gespannt und hängt zwischen den Pfosten nicht durch
  • Scharfe Drahtenden sind umgebogen oder abgedeckt, nichts ragt in Bereiche, wo Menschen gehen
  • Der Draht ragt nicht über Nachbargrundstück oder Trottoir, sofern das nicht abgesprochen ist
  • Rund um den Zaun liegen keine Drahtreste oder andere scharfe Abfälle mehr

Häufige Fragen

Ja, wenn die Pfosten fest sitzen und nicht durchgerostet sind. Das Geflecht selbst trägt nichts, der Ausleger wird immer am Pfosten befestigt. Schwache Pfosten müssen zuerst ersetzt oder verstärkt werden.

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