Das Mauern von Betonformsteinen für Zäune kostet gemäss aktueller Preisliste CHF 8.05 pro Stück Arbeitsleistung. Fundament, Bewehrung, Betonfüllung, Pfosten, Abdeckelemente, Tor und Erdarbeiten werden je nach Projekt und Verhältnissen auf dem Grundstück separat berechnet.
Leistungsarten und ihre Preise
Die Formsteine bilden einen Sockel, eine geschlossene Wand oder Pfeiler. Fundament, Bewehrung und Verfüllung der Hohlräume müssen dem Herstellersystem und der statischen Bemessung entsprechen.
Die Pfosten nehmen die Lasten von Füllungen, Gartentor und Einfahrtstor auf. Bei beweglichen Elementen sind Verankerung und Steifigkeit des Fundaments entscheidend.
Bewehrt und mit Beton verfüllt bilden sie den tragenden Teil der Mauer. Abmessungen und Bewehrung ergeben sich aus der Bemessung, nicht allein aus der Zaunhöhe.
Rasche Montage von Pfosten und vorfabrizierten Platten. Erfordert genaue Abstände, stabile Einzelfundamente und einen sicheren Umgang mit den Elementen.
Leichte und wirtschaftliche Lösung für die Grundstücksgrenze. Das Ergebnis hängt von der richtigen Spannung, den Endpfosten, Streben und Spanndrähten ab.
Steifer als Maschendraht und auch auf einer niedrigen Sockelmauer möglich. Pfostenabstände und Abstufungen im Gelände müssen eingehalten werden.
Preisliste Zaunbau 2026
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Einfriedungen | ||||
| Beton-Zaunsteine mauern | Stk. | CHF 8.05 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Zaunpfeiler mauern | lfm | CHF 44.40 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Betonzaun bis 1,8 m | lfm | CHF 40.35 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Betonzaun bis 2,1 m | lfm | CHF 46.40 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Betonzaun bis 2,4 m | lfm | CHF 48.45 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Zaun aus Schalungssteinen 12/15 | m² | m² | - | |
| Zaun aus Schalungssteinen 20/25 | m² | m² | - | |
| Demontage des alten Zaunes | lfm | CHF 17.75 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Pfosten bis 2,4 m Höhe setzen | Stk. | CHF 50.45 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Pfosten bis 2,7 m Höhe setzen | Stk. | CHF 56.50 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Pfosten bis 3,8 m Höhe setzen | Stk. | CHF 70.65 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Strebe bis 2,7 m setzen | Stk. | CHF 3.45 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage Stacheldrahtausleger | Stk. | CHF 2.85 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Spanndraht spannen | lfm | CHF 1.00 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Stacheldraht spannen | lfm | CHF 1.50 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Zaunrahmen | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Sonder-Zaunrahmen | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Zaunpaneele | Stk. | Stk. | - | |
| Maschendraht bis 1,4 m setzen | lfm | CHF 5.05 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Maschendraht bis 1,8 m setzen | lfm | CHF 5.45 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Maschendraht über 3,0 m setzen | lfm | CHF 7.45 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Eckverbindung herstellen | Stk. | CHF 2.00 / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Fundamente | ||||
| Betonfundament für Zaun herstellen | m³ | CHF 141.25 / m³ | m³ | Menge eingeben- |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | Std. | - | |
Was kostet das je nach Umfang
| Mauern von 300 Zaunformsteinen Mauerarbeit an den Formsteinen ohne Fundament und Pfosten | CHF 2415.00 |
| Formsteine und vier Pfosten 300 Formsteine und total 8 m gemauerte Pfosten | CHF 2770.20 |
| Fundament und gemauerter Teil Modellhaft 4,8 m³ Fundament, 300 Formsteine, 8 m Pfosten und 4 im Verband gemauerte Ecken | CHF 3456.20 |
Materialarten und ihre Preise
Sichtsteine für geschlossene Wand, Sockel oder Pfeiler. Sie müssen für den Aussenbereich geeignet und von oben gegen eindringendes Wasser geschützt sein.
Verlorene Schalung, die bewehrt und mit Beton verfüllt wird. Der hohle Stein allein ist noch keine fertige tragende Konstruktion.
Betonsorte, Stabdurchmesser, Überdeckung und die Verbindung von Fundament und Pfosten richten sich nach Belastung und Baugrund.
Die horizontale Sperre trennt das Mauerwerk von aufsteigender Feuchtigkeit. Im erdberührten Bereich wird zusätzlich ein vertikaler Schutz ausgeführt.
Die Oberkante muss das Wasser vom Mauerwerk weg ableiten. Überstand, Gefälle und Tropfnase verringern Durchfeuchtung und Ausblühungen.
Felder aus Metall, Holz oder Verbundwerkstoff verändern die Windlast. Eine geschlossene Füllung überträgt grössere Kräfte auf die Pfeiler als ein durchlässiges Element.
Vorbereitung und Ablauf beim Zaunbau
Vor dem Aushub werden Grundstücksgrenze, Lage von Zugang, Tor, Werkleitungen und Anschluss an die Strasse geprüft. Der Zaun wird nicht bloss nach alten Pfosten oder Randsteinen ausgerichtet.
Geprüft werden Geländeneigung, Abfluss des Regenwassers, Aufschüttungen und Höhendifferenzen zwischen den Parzellen. Der Zaun darf nicht ungeplant als Stützmauer wirken.
Breite, Tiefe, Bewehrung und Unterteilung des Fundaments richten sich nach Baugrund, Höhe und Gewicht des Zauns. Bei Toren und geschlossenen Feldern werden dynamische Lasten und Windlasten berücksichtigt.
Noch vor dem Betonieren werden Schutzrohre für Stromzufuhr, Lichtschranken, Sonnerie, Beleuchtung und Torsteuerung eingelegt. Nachträgliche Kernbohrungen können die Überdeckung der Bewehrung beeinträchtigen.
Festgelegt werden der höchste Punkt, die Höhenstufen und die Lage der Abdeckelemente. Am Hang werden die einzelnen Felder so abgetreppt, dass sie stabil bleiben und optisch ausgeglichen wirken.
Arbeitsablauf
- 01Zaunachse, Ecken, Pfeiler, Gartentor und Toreinfahrt werden abgesteckt. Vor dem Aushub werden der Verlauf der Werkleitungen und die Parzellengrenze geprüft.
- 02Der Aushub wird bis auf tragfähigen Baugrund geführt. Weiche Stellen, Aufschüttungen oder stehendes Wasser werden nicht einfach mit einer dickeren Betonschicht kompensiert.
- 03Unterlage, Schalung und Bewehrung werden vorbereitet. Die vertikalen Stäbe für die Pfeiler werden mit dem Fundament verbunden und nicht nachträglich lose in die Öffnung gesteckt.
- 04Das Fundament wird betoniert und die Oberfläche abgezogen. Der Frischbeton wird vor raschem Austrocknen, Regen und Frost geschützt.
- 05Sobald die nötige Festigkeit erreicht ist, wird die horizontale Abdichtung verlegt. Sie muss durchgehend sein und an Ecken und Pfosten sauber anschliessen.
- 06Die erste Steinlage wird exakt im Wasser versetzt. Die weiteren Lagen werden im Verband gemauert, Flucht, Höhe und Lot werden laufend kontrolliert.
- 07Die Hohlräume werden gemäss System bewehrt und verfüllt. Der Beton wird so eingebracht, dass keine Hohlstellen entstehen und die Steine nicht durch den Druck beschädigt werden.
- 08Lange Abschnitte, Höhensprünge und Übergänge zwischen verschiedenen Konstruktionen werden mit einer geplanten Fuge getrennt. Die Dilatationsfuge muss durch den ganzen Aufbau gehen.
- 09Anker für Füllungen, Bänder und Torantrieb werden im tragfähigen Teil der Pfosten gesetzt. Spreizdübel werden nicht knapp an der Kante eines Hohlsteins gesetzt.
- 10Die Oberkante wird mit einer Abdeckplatte oder Pfeilerabdeckung mit Gefälle und Tropfnase abgeschlossen. Das fertige Mauerwerk wird gereinigt und vor der Übergabe kontrolliert.
- Rotationslaser und Nivelliergerät
- Maurerschnur, Wasserwaage und Senkblei
- Vibriergerät je nach Betonierverfahren
- Biegegerät und Bindewerkzeug für die Bewehrung
- Steintrennmaschine mit Absaugung
- Massstab, Winkel und Abstandslehren
Häufige Fehler
Aufschüttungen oder toniger Baugrund bewegen sich bei wechselnder Feuchtigkeit. Die Folge sind abgesackte Felder, schiefe Pfosten und Risse, die eine oberflächliche Reparatur nicht behebt.
Wasser steigt in die Steine auf, gefriert im Winter und hinterlässt Ausblühungen an der Oberfläche. Die Abdichtung lässt sich nach dem Aufmauern nicht mehr vollwertig nachrüsten.
Beton und Mauerwerk verändern ihr Volumen mit Temperatur und Feuchtigkeit. Ohne geplante Fugen baut sich die Spannung durch einen zufälligen Riss ab.
Antrieb, Bänder und Wind erzeugen Kräfte, die ein gewöhnliches Zaunfeld nicht kennt. Der Pfeiler braucht eine eigens bemessene Bewehrung, Verankerung und ein eigenes Fundament.
Wasser läuft über die Ansichtsfläche, trägt Schmutz in die Fugen und erhöht das Risiko von Ausblühungen und Frostschäden. Die Oberkante braucht Gefälle und Überstand.
Eine zu hohe Säule aus Frischbeton kann die Steine verschieben oder sprengen. Schütthöhe und Konsistenz richten sich nach den Vorgaben des Systems.
Zauntypen: gemauert, Betonfertigteil, Paneel und Maschendraht
Ein Zaun ist nicht einfach eine einzige Konstruktion. Ein niedriger Sockel unter einer Stahlfüllung trägt andere Lasten als eine zwei Meter hohe geschlossene Wand aus Formsteinen. Ein Betonfertigteilzaun steht auf gesetzten Pfosten, Paneelzaun und Maschendraht dagegen auf verankerten Pfosten mit kleinerem Fundament. Der Pfeiler am Tor nimmt das Gewicht des Flügels, die Stösse beim Schliessen und die Windkräfte auf.
Der erste Schritt ist deshalb nicht die Wahl der Steinfarbe. Zuerst werden Funktion, Höhe, Feldlänge, Lage des Tors, Höhenunterschiede im Gelände und der Verlauf der Leitungen geklärt. Bei geschlossenen Füllungen wird zusätzlich die dem Wind ausgesetzte Fläche beurteilt. Die Kräfte gehen über Pfeiler und Pfosten ins Fundament, daher lässt sich der sichtbare Teil nicht getrennt vom Unterbau planen.
Entscheidend sind beim Zaun Wasser, Frost, die Standsicherheit einer frei stehenden Konstruktion und die Beständigkeit der Oberkante. Für jeden Typ gilt: Das Material wird nach dem technischen Merkblatt des Herstellers verarbeitet, bei höheren oder geschlossenen Zäunen zusätzlich nach einer statischen Bemessung.
Zaunfundament und Schutz des Mauerwerks vor Wasser
Das Fundament wird auf tragfähigem Baugrund gegründet. Endet der Aushub in einer Auffüllung, in aufgeweichtem Boden oder an einer Stelle mit unkontrolliertem Wasserzufluss, beseitigt zusätzlicher Beton allein nicht die Ursache der Bewegung. Die Abmessungen des Fundaments hängen vom Boden, den örtlichen Frostverhältnissen, Höhe und Gewicht des Zauns, den Pfeilerabständen und der Last durch das Tor ab. Ein Einheitsmass für jedes Grundstück gibt es nicht.
Betonfundament und Mauerwerk müssen kraftschlüssig verbunden sein, gleichzeitig wird das Mauerwerk von aufsteigender Feuchtigkeit getrennt. Die horizontale Abdichtung wird durchgehend unter der ersten Reihe ausgeführt. Anschlüsse an Pfosten und Ecken dürfen dem Wasser keinen offenen Weg lassen. Liegt eine Seite am Erdreich an, kommen eine vertikale Abdichtung und eine Entwässerung je nach Verhältnissen hinzu.
Auch in den Hohlräumen der Steine darf kein Wasser eingeschlossen bleiben. Die Oberkante schliesst eine Abdeckplatte oder Pfeilerkappe mit Gefälle, Überstand und Tropfkante ab. Die Fugen der Abdeckungen werden so ausgebildet, dass Regenwasser nicht ins Mauerwerk läuft. Dauerhafte Durchfeuchtung zeigt sich durch Ausblühungen, Wasserflecken, beschädigte Fugen und eine nach und nach durch Frost zerstörte Oberfläche.
Formsteine, Betonfertigteile, Paneele oder Maschendraht
Sichtformsteine für Zäune eignen sich für Sockel, Pfeiler und geschlossene Mauern. Der Hersteller legt Bewehrung, empfohlene Betonfüllung, die Höhe eines Betonierabschnitts und die Fugenausbildung fest. Schalungssteine bilden eine verlorene Schalung und nach dem Verfüllen mit bewehrtem Beton einen tragenden Kern. Ihre Oberfläche wird meist noch weiter bearbeitet.
Ein Betonfertigteilzaun verkürzt die Montagezeit, verlangt aber genaue Abstände und Höhen der Pfosten. Schwere Platten werden sicher und ohne Kantenschäden eingesetzt. Paneelzäune sind leichter und durchlässiger und belasten die Fundamente daher weniger mit Wind als geschlossene Felder. Maschendraht ist für lange Abschnitte wirtschaftlich, seine Stabilität kommt aber von richtig gesetzten End- und Eckpfosten, Streben und Spanndrähten.
Kombinierte Zäune verbinden oft einen gemauerten Sockel und Pfeiler mit Füllungen aus Stahl, Holz oder Verbundwerkstoff. In der Planung wird mit dem tatsächlichen Gewicht und der Durchlässigkeit der Füllung gerechnet. Wird ein leichtes Feld später durch eine geschlossene, blickdichte Füllung ersetzt, kann die Windlast deutlich steigen.
Bewehrung, Pfosten, Tore und Durchführungen
Die senkrechte Bewehrung der Pfeiler wird im Fundament verankert und nach Planung mit der horizontalen Bewehrung verbunden. Die Stäbe erhalten die vorgeschriebene Betondeckung und liegen nicht dicht an der Oberfläche. Die Hohlräume müssen vor dem Betonieren sauber sein. Der Beton wird in angemessenen Abschnitten eingebracht, damit er den Raum ohne Hohlstellen füllt und kein Druck entsteht, der die Steine verschiebt oder beschädigt.
Die Pfeiler von Tor und Gartentür sind der am stärksten beanspruchte Teil des Zauns. Ein Schiebetor braucht Platz zum Zurückfahren, eine gerade Laufrichtung und ein Fundament für die Tragtechnik. Ein Flügeltor leitet über die Beschläge ein Moment in die Pfeiler. Die Verankerung von Antrieb, Anschlägen und Beschlägen wird im tragfähigen Kern vorbereitet, nicht nur in der dünnen Wand eines Hohlsteins.
Leerrohre für Antrieb, Lichtschranken, Klingel, Beleuchtung und Zutrittssystem werden vor dem Betonieren verlegt. Ihre Lage wird dokumentiert. Nachträgliches Bohren ins Blaue kann die Bewehrung treffen oder den Schutz des Pfeilers schwächen.
Dehnungsfugen, Ecken und Höhensprünge
Beton, Mauerwerk und Metallfüllungen reagieren unterschiedlich auf Temperatur und Feuchtigkeit. Ein langer, ununterbrochener Zaun braucht deshalb geplante Fugen. Sie liegen vor allem an Höhen- oder Dickenwechseln, am Übergang verschiedener Materialien und dort, wo sich die Gründungsart ändert. Der genaue Abstand ergibt sich aus System, Geometrie und Planung.
Die Dehnungsfuge muss so durch die Konstruktion gehen, dass sie die erwartete Bewegung zulässt. Es genügt nicht, nur den Putz einzuschneiden. Die Fugenfüllung bleibt elastisch und beständig gegen Wasser und Witterung. Eine Arbeitsfuge nach einer Betonierpause ist nicht automatisch eine Dehnungsfuge.
Ecken werden in dem für den jeweiligen Stein vorgesehenen Verband gemauert. Bei unregelmässigem Zuschnitt darf keine durchgehende senkrechte Fuge ohne Verband entstehen. Höhensprünge am Hang werden von einer Bezugshöhe aus geplant, sodass die Stufen in ganzen Modulen aufgehen und die Abdeckungen ein sicheres Gefälle haben.
Witterung und Standzeiten
Mauern und Betonieren werden nach den Bedingungen geplant, die der Hersteller des verwendeten Mörtels, Klebers und Betons angibt. Gefrorener Untergrund, Wasser in den Hohlräumen oder Nachtfrost können die frische Konstruktion schädigen. Bei Hitze und Wind wird frischer Beton vor zu schnellem Wasserverlust geschützt, bei Regen vor dem Auswaschen der Oberfläche.
Weitere Lagen werden erst belastet, wenn der vorherige Abschnitt die nötige Festigkeit erreicht hat. Die Zeit ist dabei nicht das einzige Kriterium, denn das Erhärten hängt von Temperatur, Mischung und Bauteilmass ab. Abdeckplatten, Füllungen und Tor werden erst auf eine stabile, vorbereitete Konstruktion montiert.
Unfertiges Mauerwerk wird von oben abgedeckt, nicht luftdicht von allen Seiten. Ziel ist, das Eindringen von Wasser in die Hohlräume zu verhindern und trotzdem das Austrocknen zu ermöglichen. Vor der Oberflächenbehandlung werden Feuchte und Zustand des Untergrunds geprüft.
Qualitätskontrolle während der Ausführung
Vor dem Betonieren werden Bewehrung, Leerrohre und Anschlüsse fotografiert, denn nach dem Verdecken lassen sie sich nicht mehr prüfen. Beim Fundament werden Lage, Höhe, Breite und Zustand des Baugrunds kontrolliert. Vor der ersten Reihe wird geprüft, ob die Abdichtung eben und durchgehend ist.
Beim Mauern kommen Schnur, Wasserwaage, Lot oder Laser zum Einsatz. Geprüft werden Flucht, Lotrechtigkeit, gleiche Reihenhöhe, Eckverband und saubere Sichtflächen. Eine Abweichung in den ersten Reihen vergrössert sich nach oben und erschwert das Einsetzen von Füllungen und Abdeckplatten.
Bei der Abnahme werden Wasserableitung, Oberfläche, Fugen, Risse, Verankerung der Füllungen und der Lauf des Tors geprüft. Die Bauherrschaft erhält Angaben zum verwendeten System, zur Lage der Leerrohre und zur empfohlenen Pflege. Eine Dokumentation der verdeckten Schichten ist mehr wert als die spätere Versicherung, die Bewehrung sei richtig ausgeführt worden.
Grundstücksgrenze, Nachbarn und örtliche Vorschriften
Vor der Materialbestellung wird der Grenzverlauf in den Unterlagen mit dem tatsächlichen Zustand auf dem Grundstück verglichen. Alter Zaun, Bordstein oder Baumreihe folgen nicht unbedingt genau der Eigentumsgrenze. Sind die Grenzpunkte unklar oder steht die neue Konstruktion dicht an der Grenze, sollte ihre Lage ein patentierter Ingenieur-Geometer abstecken. Diese Prüfung ist günstiger als das Versetzen eines fertigen Fundaments oder ein Streit nach Fertigstellung.
Ob und in welchem Umfang eine Genehmigung nötig ist, hängt von Abmessungen, Lage, Gebiet und dem kantonalen Baurecht ab. Schon vor Baubeginn werden deshalb die Anforderungen des zuständigen Bauamts der Gemeinde geklärt, etwa aus Zonenplan und Baureglement. Besondere Aufmerksamkeit verlangen der Anschluss an eine öffentliche Strasse, die Sicht an der Ausfahrt, Schutzstreifen von Leitungen und Gebiete mit Gestaltungsvorgaben. Bei stützender Funktion, grossem Höhenunterschied oder ungewöhnlicher Konstruktion ist eine fachliche Beurteilung nötig. Bei gemeinschaftlichen Teilen entscheiden zusätzlich die Stockwerkeigentümer.
Eine Absprache mit den Nachbarn ersetzt weder die technische Planung noch das nötige Verfahren bei der Behörde, beugt aber praktischen Konflikten vor. Vorab geklärt werden der Zugang während der Arbeiten, der Schutz der Bepflanzung nebenan, die Richtung des Wasserabflusses und die endgültige Gestaltung beider Seiten. Regenwasser vom Grundstück oder von der Zaunabdeckung wird nicht gezielt auf das Nachbargrundstück geleitet.
Tor und Gartentür werden so geplant, dass sie die sichere Bewegung auf Trottoir oder Strasse nicht behindern. Bei einem automatischen Tor werden neben der Stromzuleitung auch Sicherheitseinrichtungen, Notentriegelung und der Platz für die gesamte Flügelbewegung geplant. Die Durchfahrtsmasse richten sich nach den tatsächlichen Fahrzeugen und der Einfahrtsrichtung, nicht nur nach der Breite eines Personenwagens bei gerader Einfahrt.
Pflege, Reparaturen und Lebensdauer des Zauns
Ein fertiger Zaun wird nicht nur bei der Abnahme kontrolliert. Nach dem Winter und nach starkem Regen wird auf neue Risse, offene Fugen, schiefe Pfosten, gelockerte Anker und Stellen mit stehendem Wasser geachtet. Weisse Ausblühungen bedeuten für sich allein noch keinen Schaden am tragenden Teil, zeigen aber Feuchtigkeitsbewegung an. Zuerst wird die Wasserquelle beseitigt, erst danach die Oberfläche gereinigt.
Ein feiner Oberflächenriss hat eine andere Bedeutung als ein Riss, der durch den ganzen Querschnitt geht oder sich weiter öffnet. Vor der Reparatur werden Lage und Breite festgehalten und eine Zeit lang beobachtet. Ein aktiver Riss wird nicht einfach mit hartem Mörtel geschlossen, denn die Bewegung zeigt sich dann neben der Reparatur. Bei Fundamentsetzungen, schiefen Pfeilern oder Schäden am Tor wird die Ursache gesucht und die Standsicherheit beurteilt.
Metallfüllungen und Anker werden auf beschädigten Oberflächenschutz und Korrosion geprüft. Holzteile brauchen je nach Bewitterung und Anstrichsystem einen erneuerten Anstrich. Bewegliche Teile des Tors werden nach Herstellerangaben gereinigt, eingestellt und gewartet. Schmiermittel wird nicht wahllos dort eingesetzt, wo es Staub bindet oder für den Antrieb ungeeignet ist.
Bei einem Wechsel der Füllung wird geprüft, ob Pfeiler und Verankerung die neue Last tragen. Werden Maschendrahtfelder durch geschlossene Paneele ersetzt, ändert sich die Windwirkung grundlegend. Ebenso verändert eine nachträgliche Erhöhung des Zauns den Hebelarm, mit dem die Kräfte auf das Fundament wirken. Eine optische Änderung kann daher statisch bedeutsam sein, auch wenn das ursprüngliche Mauerwerk bleibt.
Die Lebensdauer verlängern regelmässiges Entfernen von Erde und Bewuchs, ein freier Wasserabfluss und das rechtzeitige Schliessen offener Fugen. Kletterpflanzen werden an einer eigenen Rankhilfe geführt, wenn Wurzeln oder Gewicht Fugen und Abdeckungen belasten würden. Im Winterdienst wird der lange Kontakt aggressiver Taumittel mit Sockel und Metallteilen begrenzt.
Häufige Fragen
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