Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Zaunpfosten bis 3,8 m Höhe setzen

Ein Zaunpfosten bis 3,8 Meter Länge ist der höchste der gängigen Pfosten in der Preisliste. Für einen gewöhnlichen Gartenzaun braucht man ihn nicht. Er kommt beim hohen Geflecht rund um einen Sportplatz oder Tennisplatz zum Einsatz, bei Ballfangnetzen, bei einem hohen Sichtschutzzaun mit Gewebe

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·22 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 70.65/ Stk.
Richtwert-Spanne
CHF 56.52 - CHF 91.85
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Fundamente und Einfriedungen22 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Einfriedungen
Pfosten bis 3,8 m Höhe setzenStk.CHF 70.65-
Beton-Zaunsteine mauernStk.CHF 8.05-
Zaunpfeiler mauernlfmCHF 44.40-
Montage Betonzaun bis 1,8 mlfmCHF 40.35-
Montage Betonzaun bis 2,1 mlfmCHF 46.40-
Montage Betonzaun bis 2,4 mlfmCHF 48.45-
Zaun aus Schalungssteinen 12/15m²-
Zaun aus Schalungssteinen 20/25m²-
Demontage des alten ZauneslfmCHF 17.75-
Pfosten bis 2,4 m Höhe setzenStk.CHF 50.45-
Pfosten bis 2,7 m Höhe setzenStk.CHF 56.50-
Strebe bis 2,7 m setzenStk.CHF 3.45-
Montage StacheldrahtauslegerStk.CHF 2.85-
Spanndraht spannenlfmCHF 1.00-
Stacheldraht spannenlfmCHF 1.50-
Montage ZaunrahmenStk.-
Montage Sonder-ZaunrahmenStk.-
Montage ZaunpaneeleStk.-
Maschendraht bis 1,4 m setzenlfmCHF 5.05-
Maschendraht bis 1,8 m setzenlfmCHF 5.45-
Maschendraht über 3,0 m setzenlfmCHF 7.45-
Eckverbindung herstellenStk.CHF 2.00-
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Wann Sie einen Pfosten bis 3,8 m brauchen

In Preislisten meint die «Pfostenhöhe» in der Regel die gesamte Länge des Pfostens, nicht die Zaunhöhe über dem Boden. Ein Teil steckt im Betonfundament, meist rund 80 bis 100 cm. Bei einem 3,8 m langen Pfosten bleiben über dem Terrain also etwa 2,8 bis 3 Meter. Klären Sie vor der Bestellung mit dem Unternehmer, wie er rechnet. Ein Meter Unterschied verändert das ganze Projekt.

Typische Situationen, in denen diese Variante sinnvoll ist:

  • Geflecht rund um einen Sportplatz, einen Tennisplatz oder einen Pausenplatz, wo kein Ball über den Zaun fliegen soll
  • Ballfangnetz hinter einem Tor oder entlang einer Strasse, das die Umgebung vor Bällen schützt
  • Hoher Zaun zu einer stark befahrenen Strasse oder zum Nachbarn, an dem der Eigentümer Sichtschutzgewebe anbringen will
  • Zaun mit zwei Reihen Geflecht übereinander oder mit Stacheldraht-Aufsatz bei Lagerplätzen und Gewerbearealen
  • Pfosten, die ein Tor, eine Gartentür oder einen Torantrieb tragen und deshalb länger und tiefer verankert sein müssen als die übrigen

Ist Ihr Zaun über dem Boden höchstens zwei Meter hoch, treibt ein so langer Pfosten Fundament und Material unnötig in die Höhe. Dann ist eine niedrigere Variante die richtige Wahl.

Vergleich mit den Varianten 2,4 m und 2,7 m

Auf den ersten Blick passiert bei allen drei Positionen dasselbe: Der Pfosten kommt in ein Loch und wird einbetoniert. Der Unterschied liegt in den Kräften, die der Pfosten aushalten muss, und diese wachsen mit der Höhe schneller, als man denkt. Der Wind drückt auf die ganze Zaunfläche. Je länger der Pfosten über dem Boden ist, desto grösser ist der Hebel, mit dem er am Fundament zerrt.

  • Pfosten bis 2,4 m: normaler Gartenzaun mit Geflecht oder Gittermatten bis etwa 1,5 bis 2 m Höhe. Das Fundament ist kleiner, ein erfahrener Monteur mit Helfer setzt den Pfosten vom Boden aus, ohne Leiter.
  • Pfosten bis 2,7 m: Zaun um zwei Meter mit Reserve, etwa mit Aufsatz oder am Hang, wo Höhen ausgeglichen werden müssen. Das Fundament wird etwas anspruchsvoller, der Ablauf bleibt aber gleich.
  • Pfosten bis 3,8 m: Zaun von rund drei Metern Höhe. Das Fundament muss tiefer und breiter sein, der Pfosten kräftiger, die Streben zahlreicher und die Pfostenabstände kürzer. Zum Setzen braucht es mindestens zwei Personen, eine Leiter zur Kontrolle oben und eine provisorische Abstützung, bis der Beton angezogen hat.

In der Praxis heisst das: Ein Pfosten von 3,8 m ist nicht einfach «ein bisschen länger». Er ist schwerer und unhandlicher, jede Abweichung vom Lot sieht man oben deutlicher, und ein Fehler im Fundament zeigt sich als schiefes Zaunfeld. Rechnen Sie bei dieser Variante deshalb mit mehr Zeit pro Stück und deutlich mehr Beton.

Profile, Materialien und Befestigungsarten

Welcher Pfosten passt

Beim hohen Zaun entscheidet die Steifigkeit des Profils. Ein dünner Rundpfosten, der bei einem zwei Meter hohen Zaun problemlos hält, beginnt sich bei drei Metern mit Gewebe im Wind zu biegen.

  • Runde Stahlpfosten, verzinkt und oft zusätzlich kunststoffbeschichtet, sind beim Geflecht am verbreitetsten. Für hohe Zäune wählt man einen grösseren Durchmesser und eine dickere Wand, meist nach Empfehlung des Systemherstellers.
  • Vierkant- und Rechteckrohre sind in einer Richtung steifer. Beim Rechteckrohr dreht man die lange Seite quer zum Zaun, damit sie dem Wind besser standhält.
  • Pfosten für Gittermattensysteme sind in dieser Höhe seltener, weil die Matten meist niedriger sind. Werden Matten übereinander montiert, gilt die Anleitung des Herstellers.
  • Holzpfosten sind in dieser Länge schwer und faulen im Boden. Wer Holz will, stellt sie besser auf einen Stahlschuh über dem Terrain statt in Beton.
  • Betonpfosten sind sehr schwer und lassen sich bei drei Metern über Boden ohne Maschinen kaum sauber setzen.

Einzelfundament im Boden

Am häufigsten bekommt jeder Pfosten ein eigenes Betonfundament. Beim hohen Pfosten wird das Loch etwa 80 bis 100 cm tief gegraben, also unter die Frosttiefe, und in der Regel mindestens 30 cm breit, bei Tor- und Eckpfosten mehr. In höheren Lagen kann die Frosttiefe grösser sein, das sollte der Unternehmer berücksichtigen. Unten kommen einige Zentimeter Kies hinein, damit Wasser abfliessen kann. Üblich ist Beton der Klasse C20/25 oder ähnlich, entweder vor Ort gemischt oder bei vielen Pfosten mit dem Fahrmischer angeliefert. Fertigbeton aus dem Sack ist bequem, bei tiefen Fundamenten braucht es aber viele Säcke, und er muss gut gemischt und verdichtet werden.

Pfosten im Mauersockel

Steht der Zaun auf einem Sockel aus Schalungssteinen, wird der Pfosten direkt in die Hohlräume der Steine oder in das Fundament darunter einbetoniert. Beim hohen Pfosten reicht es nicht, wenn er nur im Stein steckt. Er sollte bis in den Fundamentstreifen reichen. Sonst stemmt sich der Wind gegen die oberste Steinreihe und kann sie sprengen.

Ankerplatte und Erdschrauben

Ein Pfosten mit angeschweisster Platte lässt sich auf bestehenden Beton dübeln, etwa auf ein Mäuerchen. Bei rund 3,8 m Länge wirken aber grosse Kräfte auf die Anker. Eine solche Lösung sollte ein Bauingenieur oder zumindest der Systemhersteller beurteilen. Erdschrauben gehen schnell und kommen ohne Beton aus. Bei hohen Zäunen mit Gewebe hängt ihre Tragfähigkeit jedoch stark vom Boden ab und muss vom Hersteller bestätigt sein.

Was vor dem Eintreffen des Teams bereit sein muss

Die meisten Probleme mit hohen Pfosten entstehen nicht beim Betonieren, sondern schon vorher. Klären Sie vor Arbeitsbeginn diese Punkte:

  • Grundstücksgrenze. Steht der Zaun auf oder nahe der Grenze, lohnt es sich, die Grenzpunkte vom Geometer bezeichnen zu lassen. Einen einbetonierten Dreimeterpfosten zu versetzen ist viel aufwendiger als einen niedrigen.
  • Leitungen im Boden. Holen Sie Leitungspläne für Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Telekommunikation bei den Werken und der Gemeinde ein. Ein Loch von fast einem Meter Tiefe kann ein Kabel oder eine Leitung treffen.
  • Zugang. Die Pfosten sind lang und müssen entlang der Zaunlinie abgelegt werden können. Wird mit Motorerdbohrer oder Minibagger gearbeitet, muss die Maschine bis zur Linie fahren können.
  • Kabel und Schutzrohre. Planen Sie Torantrieb, Beleuchtung oder Klingel, müssen die Schutzrohre vor dem Betonieren im Boden liegen. Den Anschluss macht ein konzessionierter Elektroinstallateur.
  • Alter Zaun. Alte Pfosten samt Betonfundament auszureissen ist eine eigene Arbeit. Vereinbaren Sie, wer das macht und wohin das Material entsorgt wird.

So wird der Pfosten Schritt für Schritt gesetzt

Auf der Baustelle läuft es meist so ab. Zuerst wird eine Schnur entlang der Zaunlinie gespannt, und die Pfostenstellen werden markiert. Beim hohen Zaun liegen die Pfosten enger als beim niedrigen, oft etwa 2 bis 2,5 Meter auseinander, je nach System und je nachdem, ob Gewebe angebracht wird. Zuerst kommen Eck-, End- und Torpfosten, weil sich alle anderen danach ausrichten.

Die Löcher werden von Hand, mit dem Motorerdbohrer oder mit dem Bagger ausgehoben. Unten kommt eine Schicht Kies hinein. Dann wird der Pfosten ins Loch gestellt und unterlegt, bis er die richtige Höhe hat. Bei einem Dreimeterpfosten wird die Höhe an einer oben zwischen den Eckpfosten gespannten Schnur oder mit dem Nivelliergerät geprüft, nicht nur ab Terrain, denn das Gelände ist selten eben.

Dann folgt der wichtigste Moment: das Lot. Der Pfosten wird mit der Wasserwaage in zwei Richtungen geprüft, längs zum Zaun und quer dazu. Bei dieser Länge lohnt sich eine lange Wasserwaage oder ein Senkblei. Eine kurze Waage übersieht eine Abweichung, die oben zentimeterweise sichtbar ist. Zwei bis drei Latten, schräg im Boden verankert, stützen den Pfosten, damit er sich beim Betonieren und Aushärten nicht bewegt.

Der Beton wird lagenweise eingebracht und mit einem Stab oder Stampfer verdichtet, damit keine Hohlräume bleiben. Während des Betonierens wird das Lot nochmals kontrolliert, weil der Beton den Pfosten leicht wegdrückt. Die Oberfläche des Fundaments wird leicht kegelförmig vom Pfosten weg abgezogen, damit Wasser abläuft und nicht am Stahl stehen bleibt.

Zum hohen Zaun gehören auch Streben. Sie kommen an Ecken, End- und Torpfosten, an Richtungswechsel und bei langen Abschnitten auch dazwischen, je nach System etwa alle 25 Meter. Jede Strebe hat ein kleines eigenes Fundament und wird mit einer Schelle oder Schraube am Pfosten befestigt. Bei einem drei Meter hohen Zaun ist es oft sinnvoll, den Eckpfosten von beiden Seiten abzustreben.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Derselbe Pfosten kann auf einem Grundstück halb so viel Zeit brauchen wie auf einem anderen. Leicht wird die Arbeit bei ebenem Gelände, weichem, lehmigem Boden ohne Steine, gutem Zugang für den Erdbohrer und klar bezeichneter Grenze. Es hilft auch, wenn die Pfosten bereitliegen und der Beton direkt an der Zaunlinie gemischt werden kann.

Schwieriger wird es bei:

  • Steinigem oder felsigem Boden, wo der Bohrer nicht durchkommt und gespitzt oder schwerere Technik eingesetzt werden muss
  • Schwerem Lehm, der klebt und in dem sich bei Regen Wasser im Loch sammelt
  • Hohem Grundwasser, wenn das Loch vollläuft und der Beton vorsichtiger eingebracht werden muss
  • Hanglage, wo die Pfostenhöhen abgestuft werden und die Streben unterschiedlich lang sind
  • Baumwurzeln, alten Fundamenten oder Resten des früheren Zauns
  • Leitungen in der Zaunlinie, wenn von Hand und langsam gegraben werden muss
  • Engem Zugang, wenn die langen Pfosten weit von Hand getragen werden müssen

Bei hohen Pfosten spielt auch das Wetter mit. Bei starkem Wind lässt sich ein Dreimeterpfosten schlecht im Lot halten, und der frische Beton kann sich darunter verschieben. Bei Frost wird nicht betoniert, ausser der Hersteller des Betons erlaubt es ausdrücklich.

Anleitung für Heimwerker: hohen Pfosten einbetonieren

Einen Pfosten bis 3,8 m können Sie selbst setzen, wenn Sie handwerklich geübt sind und mindestens einen Helfer haben. Allein geht es nicht: Der Pfosten ist lang, schwer und kann beim Umkippen jemanden verletzen. Lassen Sie vor dem Graben die Leitungen abklären. Riechen Sie beim Graben Gas, verlassen Sie sofort die Stelle, benutzen Sie kein offenes Feuer und keine elektrischen Geräte und rufen Sie den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Treffen Sie auf ein Kabel, stoppen Sie die Arbeit und melden Sie sich beim zuständigen Werk.

  1. Grundstücksgrenze und Leitungsverlauf prüfen.
  2. Schnur entlang der Zaunlinie spannen und Eck- und Zwischenpfosten markieren.
  3. Löcher etwa 80 bis 100 cm tief und mindestens 30 cm breit ausheben, bei Eck- und Torpfosten breiter.
  4. Kiesschicht ins Loch füllen und feststampfen.
  5. Oberes Pfostenende mit einer Kappe verschliessen, damit kein Wasser eindringt.
  6. Pfosten zu zweit ins Loch stellen, Höhe nach der Schnur einstellen und unterlegen.
  7. Lot in zwei Richtungen mit langer Wasserwaage prüfen und Pfosten mit Latten abstützen.
  8. Beton nach Herstellerangabe anmischen und lagenweise einbringen und verdichten.
  9. Lot und Höhe während des Betonierens mehrmals kontrollieren.
  10. Fundamentoberfläche kegelförmig vom Pfosten weg abziehen.
  11. Beton aushärten lassen, bei Wärme in den ersten Tagen feucht halten und Stützen stehen lassen.
  12. Streben setzen und Geflecht erst spannen, wenn der Beton genügend fest ist.

Wenn Sie den oberen Teil von der Leiter aus kontrollieren, achten Sie auf einen stabilen Stand und eine zweite Person, die die Leiter hält. Trägt der Zaun einen Torantrieb oder eine Beleuchtung, überlassen Sie den elektrischen Teil dem Elektroinstallateur.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Bei hohen Pfosten verzeihen sich Fehler nicht. Was beim niedrigen Zaun unbemerkt bleibt, zeigt sich hier spätestens im ersten Winter oder beim ersten Sturm.

  • Zu flaches Fundament. Der Pfosten neigt sich mit der Zeit in die Hauptwindrichtung, und Frost kann ihn anheben. Bei drei Metern Höhe sieht man die Schräglage schon von der Strasse aus.
  • Zu schmales Loch. Ist das Loch kaum breiter als der Pfosten, bildet der Beton nur eine dünne Hülle, und der Pfosten biegt sich darin wie in einem Rohr.
  • Beton unter Terrain ohne Gefälle. Um den Pfosten entsteht eine Mulde, in der Wasser steht. Der Stahl rostet am Fuss früher, und der Frost kann den Beton schädigen.
  • Offenes Pfostenende. Wasser läuft ins Rohr, gefriert im Winter und kann den Pfosten aufreissen. Die Kappe ist eine Kleinigkeit, aber wichtig.
  • Fehlende oder schwache Streben. Die Eckpfosten biegen sich nach dem Spannen nach innen, und das Geflecht hängt durch.
  • Geflecht zu früh gespannt. Frischer Beton hält den Zug der Spanndrähte nicht aus, und der Pfosten bewegt sich. Gespannt wird in der Regel frühestens nach einigen Tagen, je nach Wetter auch später.
  • Gewebe ohne Nachrechnung. Der Eigentümer hängt nachträglich Sichtschutzgewebe auf, das in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen war. Der Zaun wirkt plötzlich wie ein Segel, und die Pfosten neigen sich.
  • Beschädigte Verzinkung. Beim Kürzen des Pfostens liegt der Stahl frei. Ohne Ausbesserung mit Zinkspray beginnt die Schnittstelle zu rosten.

Wie lange es dauert und wann es weitergeht

Der Zeitaufwand pro Pfosten hängt vor allem von Boden und Zugang ab. Auf weichem Boden mit Erdbohrer schafft man an einem Tag deutlich mehr Stück als am steinigen Hang mit Handaushub. Eck- und Torpfosten dauern länger, weil Fundamente und Streben grösser sind und das Ausrichten anspruchsvoller ist.

Beton braucht Zeit. In den ersten Tagen nach dem Betonieren darf der Pfosten nicht belastet werden, und die Stützen bleiben stehen. Geflecht, Spanndrähte und Gewebe werden meist erst nach etwa einer Woche montiert, bei kühlem Wetter auch später. Seine volle Festigkeit erreicht Beton in der Regel nach rund 28 Tagen. Ein schweres Tor oder einen Antrieb hängt man am besten erst nach ausreichender Aushärtung auf, nach Empfehlung des Torlieferanten.

Auf die Pfosten folgt die Montage von Geflecht oder Netzen, allenfalls von Tor und Antrieb. Vereinbaren Sie die Reihenfolge im Voraus, damit der Zaunmonteur nicht kommt, bevor der Beton fest ist, und damit der Elektroinstallateur dabei ist, wenn die Schutzrohre verlegt werden.

Fertige Arbeit prüfen und abnehmen

Prüfen Sie die Pfosten noch vor der Montage des Geflechts. Dann sieht man alles gut, und Korrekturen sind einfacher. Schauen Sie vom Zaunende her entlang der Pfostenreihe: Die Köpfe sollten eine ruhige Linie bilden, und die Pfosten sollten in einer Flucht stehen. Kontrollieren Sie das Lot an einigen zufällig gewählten Pfosten mit einer langen Wasserwaage. Bei der Abnahme hilft diese Liste:

  • Pfosten stehen an den vereinbarten Stellen und in der Flucht der Schnur
  • Pfostenköpfe haben eine einheitliche Höhe oder folgen gleichmässig dem Hang
  • Lot stimmt in beiden Richtungen, auch bei Eck- und Torpfosten
  • Abstände entsprechen der Vereinbarung und dem Zaunsystem
  • Fundamente haben die vereinbarte Tiefe und Breite, idealerweise mit Fotos vom Betonieren
  • Betonoberfläche fällt vom Pfosten weg ab, und kein Wasser bleibt stehen
  • Streben sind an Ecken, Enden, beim Tor und an Richtungswechseln gesetzt
  • Kappen sitzen auf allen Pfosten, und Schnittstellen sind ausgebessert
  • Schutzrohre für Kabel liegen dort, wo sie geplant waren
  • Pfosten bewegen sich nicht, wenn man oben von Hand dagegen drückt
  • Umgebung ist aufgeräumt, und Aushub ist abgeführt oder wie vereinbart verteilt

Häufige Fragen

In der Regel etwa 80 bis 100 cm, damit das Fundament unter der Frosttiefe liegt und der Pfosten genug Halt gegen den Wind hat. Bei Torpfosten, in weichem Boden oder in höheren Lagen wird tiefer oder breiter fundiert. Die genaue Tiefe ergibt sich aus dem Zaunsystem und den Verhältnissen vor Ort.

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