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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wand- und Bodenfliesen | ||||
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | € 75,90 | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | € 53,80 | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | € 67,60 | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | € 3,45 | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | € 62,10 | - | |
| Verfugen | m² | € 2,60 | - | |
| Silikonverfugung | m² | € 4,95 | - | |
| Silikonieren der Innen- und Außenecken | lfm | € 2,60 | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | € 8,15 | - | |
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | € 10,90 | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | € 14,50 | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | € 81,40 | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | € 8,95 | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | € 16,55 | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | € 17,25 | - | |
Was das Format 60×120 von üblichen Fliesen unterscheidet
Eine lange Fliese verhält sich anders als ein Quadrat mit 30×30 oder 60×60 cm. Feinsteinzeug verzieht sich beim Brennen leicht, meist in der Mitte der langen Seite. Bei kleinen Formaten bemerkt das niemand. Bei 120 cm Länge zeigt sich aber schon eine geringe Wölbung als Kantenversatz, also als Stelle, an der eine Fliese über die Nachbarfliese hinausragt. Am Boden spüren Sie das mit dem Fuß, an der Wand sehen Sie es im Streiflicht.
Der zweite Unterschied betrifft die Kleberfläche. Unter einer großen Fliese bleiben leicht Lufteinschlüsse zurück. Deckt der Kleber nicht nahezu die ganze Rückseite ab, klingt die Fliese beim Abklopfen hohl. Unter Last, etwa unter einem Kastenfuß oder wenn etwas Schweres herunterfällt, kann sie dann brechen.
Der dritte Unterschied ist das Hantieren. Eine Person allein kann eine Fliese 60×120 weder sicher tragen noch sauber verlegen. Gearbeitet wird zu zweit, mit Saughebern und oft mit einem Tragrahmen. Für die Schnitte braucht es einen langen Fliesenschneider und Diamantwerkzeug. Das alles bestimmt das Arbeitstempo und das Ergebnis.
Wo 60×120 besonders oft eingesetzt wird:
- Böden in Wohnzimmern, Vorräumen und Küchen, häufig mit Fußbodenheizung
- Wände im Bad, wenn möglichst wenige Fugen gewünscht sind
- Küchenrückwand zwischen Unter- und Oberkästen
- Übergang vom Wohnraum auf die Terrasse, wenn der Hersteller dasselbe Dekor auch in Außenstärke anbietet
Vergleich mit den verwandten Positionen in der Preisliste
In der NUMIQ-Preisliste finden Sie neben dieser Position zwei verwandte Leistungen, jede mit eigener Seite. Es lohnt sich, die richtige zu wählen, denn jede rechnet mit einem anderen Ablauf und Aufwand.
- Fliesen bis 60 cm: übliche Formate wie 30×60, 60×60 oder kleiner. Eine Fliese trägt eine Person allein, der Untergrund muss nicht ganz so perfekt sein, die Schnitte sind kürzer und es geht schneller. Wenn Sie 60×60 haben, gehören Sie dorthin, nicht zum XL-Format.
- Fliesen XL-Format 60×120 (diese Seite): ein ganz bestimmtes langes Format. Es verlangt einen ebeneren Untergrund, beidseitiges Kleben, ein Nivelliersystem und Arbeit zu zweit. An der Wand müssen Gewicht und Tragfähigkeit des Untergrunds mitbedacht werden.
- Feinsteinzeug über 60 cm: die übrigen Großformate, etwa 80×80, 100×100, 120×120 oder großflächige dünne Platten. Bei den größten Abmessungen braucht es einen Tragrahmen, mehr Leute und teils anderes Schneidwerkzeug. Haben Sie ein anderes Maß über 60 cm, schauen Sie dort nach.
Warum hat 60×120 eine eigene Position? Es ist in der Praxis das gängigste XL-Format, und Fliesenleger haben dafür einen eingespielten Ablauf. Es ist deutlich anspruchsvoller als 60×60, lässt sich aber noch mit einer normalen Partie ohne die Spezialtechnik verlegen, die sehr große Platten erfordern.
Was vor dem Eintreffen des Fliesenlegers fertig sein muss
Beim XL-Format entscheidet die Vorbereitung mehr als das Kleben selbst. Die meisten Reklamationen haben ihre Ursache im Untergrund, nicht in der Fliese.
Ebenheit und Festigkeit des Untergrunds
Estrich oder Putz müssen eben sein. Für Großformate wird meist eine Abweichung von ungefähr 2 mm auf 2 m Richtlatte empfohlen, die genauen Werte nennen Fliesen- und Kleberhersteller. Grobe Unebenheiten lassen sich nicht mit Kleber ausgleichen, weil eine zu dicke Kleberschicht beim Trocknen schwindet und sich die Fliese verziehen kann. Am Boden wird deshalb oft eine selbstverlaufende Ausgleichsmasse aufgebracht, an der Wand wird der Putz ausgeglichen oder es kommen Gipskartonplatten zum Einsatz.
Der Untergrund muss fest, staubfrei und ohne abblätternde Schichten sein. Alte Fliesen können manchmal bleiben und überklebt werden. Bei 60×120 zahlt sich das aber nur aus, wenn der alte Belag fest und eben ist und nirgends hohl klingt.
Restfeuchte im Estrich
Frischer Estrich muss austrocknen. Zementestrich braucht je nach Stärke meist mehrere Wochen, Anhydrit- bzw. Calciumsulfatestrich ist noch empfindlicher gegenüber Feuchte. Der Fliesenleger sollte die Restfeuchte messen, etwa mit dem CM-Gerät, und nicht nach Augenmaß schätzen. Bei Fußbodenheizung wird vor dem Verlegen nach dem Protokoll des Systemherstellers aufgeheizt und wieder abgekühlt. Ohne dieses Belegreifheizen kann sich der Estrich noch unter dem fertigen Belag verformen.
Verlegeplan und Abstimmung der Gewerke
Bei langen Fliesen lohnt sich ein Verlegeplan vorab. Ziel ist, schmale Streifen an Wänden und Türen zu vermeiden und Wasseranschlüsse, Steckdosen und Schalter so zu setzen, dass sie nicht genau auf eine Fliesenkante fallen. Deshalb sollten Sie sich schon vor dem Verputzen mit dem Installateur und dem Elektrotechniker abstimmen. Steckdosen versetzt ausschließlich ein konzessionierter Elektrotechniker. In der Praxis kommt es oft vor, dass eine Dose um 2 cm danebenliegt und die Fliese über die ganze Breite geschnitten werden muss.
Was außerdem fertig oder geklärt sein sollte:
- Abdichtung in der Dusche und rund um die Wanne, samt Dichtbändern in den Ecken und Manschetten an den Anschlüssen
- Höhe des fertigen Fußbodens wegen Türstöcken und Übergängen
- Lage und Art der Duschrinne bei einer bodenebenen Dusche
- Befestigung schwerer Gegenstände an der Wand, etwa Hänge-WC oder Waschtisch, damit nicht blind in die fertige Verfliesung gebohrt werden muss
So läuft das Verlegen von 60×120 Schritt für Schritt ab
Boden
Nach der Prüfung des Untergrunds wird eine Grundierung aufgetragen. Sie gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung des Klebers. Der Fliesenleger legt die Achse nach dem Plan fest und legt die erste Reihe trocken aus, um die Anschlüsse an Tür und Wände zu prüfen.
Der Kleber wird mit einer Zahnkelle mit großer Zahnung aufgezogen, meist 10 bis 12 mm, und zusätzlich kommt eine dünne Schicht auf die Rückseite der Fliese. Das nennt man Buttering-Floating oder beidseitiges Kleben. Die Kleberrillen am Untergrund sollen parallel zur kurzen Seite der Fliese verlaufen, damit die Luft beim Andrücken entweichen kann. Die Fliese wird aufgelegt, leicht eingeschoben und angedrückt, oft mit einem Gummihammer oder einem Vibrationsgerät.
Zwischen die Fliesen kommen Nivellierlaschen und Keile. Sie ziehen die Kanten auf eine Ebene, solange der Kleber anzieht. Nach dem Aushärten werden die Laschen abgebrochen. Zwischendurch wird eine frisch verlegte Fliese wieder abgehoben, um zu sehen, ob der Kleber die ganze Fläche bedeckt. Ist das nicht so, wird die Arbeitsweise angepasst.
Wand
An der Wand beginnt man an einer waagrechten Stützlatte, die über dem Boden befestigt wird. So rutscht die erste Reihe nicht ab, und die unterste Reihe wird erst zum Schluss gesetzt, wenn die Höhe des fertigen Bodens feststeht. Beim Gewicht einer Fliese 60×120 sind ein Kleber mit verringertem Abrutschen und ein tragfähiger Untergrund entscheidend. Gipskarton muss für Feuchträume geeignet sein und wird in der Regel doppelt beplankt, damit er die Last trägt, die sein Hersteller angibt.
An der Wand werden 60×120 entweder hochkant oder quer verlegt. Hochkant gibt es weniger waagrechte Fugen und der Raum wirkt höher. Quer lässt sich die Verfliesungshöhe leichter auf eine Fliesenreihe abstimmen.
Schnitte und Ausschnitte
Für gerade Schnitte dient ein Handschneider mit einer Schiene länger als 120 cm oder eine Nassschneidemaschine mit Wasserkühlung. Löcher für Rohre und Dosen werden mit Diamantbohrkronen gebohrt, Ausschnitte mit dem Winkelschleifer gemacht. Geschnittene Kanten an Außenecken werden oft auf Gehrung geschliffen, damit eine saubere Ecke ohne Profil entsteht. Bei einer Dusche mit Gefälle wird die Fliese entweder in den sogenannten Briefkuvertschnitt zerlegt, oder man setzt eine Linienrinne an die Wand und lässt die ganze Fläche in eine Richtung fallen. Die zweite Lösung sieht bei 60×120 meist schöner aus, weil die Fliesen ganz bleiben.
Verfugen und elastische Fugen
Verfugt wird, wenn der Kleber ausgehärtet ist, üblicherweise frühestens am nächsten Tag, bei schnell abbindenden Klebern nach Herstellerangabe auch früher. Die Fuge ist schmal, meist 2 bis 3 mm, aber nie null. Ecken, Anschlüsse an die Wanne, der Rand des Bodens und Bewegungsfugen werden nicht mit Fugenmasse, sondern mit Sanitärsilikon geschlossen.
Wie lange es dauert
Das Verlegen von 60×120 geht sichtbar langsamer als bei kleineren Formaten. Jede Fliese wird beidseitig geklebt, mit Laschen ausgerichtet und bei Schnitten zu zweit bewegt. Begehbar ist der Boden vorsichtig meist nach etwa 24 Stunden. Volle Belastung und das Einschalten der Fußbodenheizung empfehlen die Kleberhersteller üblicherweise erst nach einigen Tagen bis Wochen. Dazu kommt die Zeit für Ausgleichsmassen und das Austrocknen des Estrichs, das oft der längste Punkt im ganzen Bauzeitplan ist.
Materialien und Varianten: was Sie wählen sollten und warum
Fliese
- Rektifizierte Kante: Die Kanten sind geschliffen und exakt rechtwinkelig, dadurch ist eine schmale Fuge möglich. Bei 60×120 ist das Standard.
- Stärke: üblicherweise rund 9 bis 10 mm. Stärkere Platten für außen sind schwerer und aufwendiger zu schneiden. Dünne Varianten sind an der Wand leichter, beim Hantieren aber bruchempfindlicher.
- Oberfläche: Poliert betont jeden Kantenversatz und jede Unebenheit, matt verzeiht mehr. Für Böden in Bad und Küche lohnt ein Blick auf die Rutschhemmung, die der Hersteller angibt.
Kleber
Für Großformate wird flexibler Zementkleber verwendet, meist der Klasse C2 nach ÖNORM EN 12004, mit verringertem Abrutschen (T) und verlängerter offener Zeit (E). Bei Fußbodenheizung, auf Gipskarton oder am Balkon wählt man einen Kleber mit höherer Verformbarkeit (S1 oder S2). Es gibt auch fließfähige Bodenkleber, die den Raum unter der Fliese besser ausfüllen. Maßgeblich ist immer, was der Fliesenhersteller vorschreibt.
Nivelliersystem
Laschen mit Keilen oder mit Schraubkappen sind bei 60×120 nahezu unverzichtbar. Sie gleichen keinen schlechten Untergrund aus, halten aber die Kanten benachbarter Fliesen beim Abbinden auf einer Ebene. Das Keilsystem ist schnell, das Schraubsystem erlaubt ein feineres Nachziehen.
Fugenmasse
Für trockene Räume reicht eine gute zementäre Fugenmasse (CG2). In Duschen und an der Küchenrückwand wird oft Epoxidharzfuge gewählt, die weder Wasser noch Fett aufnimmt. Sie ist schwerer zu verarbeiten und bindet schneller ab, das verlangt Erfahrung.
Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht
Der Aufwand und damit der Endpreis hängen davon ab, was der Fliesenleger vor Ort vorfindet. Leichter wird es mit:
- Ebenem, trockenem Untergrund ohne Spachtelarbeiten
- Großer rechteckiger Fläche ohne Nischen und Säulen
- Vorab abgestimmtem Plan und richtig gesetzten Anschlüssen
- Gutem Zugang, Lift oder Erdgeschoß, damit die Fliesen leicht hinkommen
Aufwendiger wird es durch:
- Kleines Bad mit vielen Ecken, Nischen und Schnitten um Rohre
- Wandverfliesung bis zur Decke, bei der die schweren Platten vom Gerüst oder von der Leiter gesetzt werden
- Auf Gehrung geschliffene Ecken statt Profilen
- Dusche mit Gefälle und Briefkuvertschnitten
- Abstimmung der Maserung, wenn die Fliese eine Marmoroptik hat, die über mehrere Platten durchlaufen soll
- Hinauftragen über die Stiege in obere Stockwerke, weil 60×120 oft nicht einmal in den Lift passt
Rechnen Sie bei der Materialbestellung eine Reserve für den Verschnitt ein. Bei langen Fliesen und verwinkelten Räumen fällt mehr Verschnitt an als bei kleinen Formaten, und dieselbe Produktionscharge lässt sich später oft nicht mehr nachkaufen.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Halbverband: Ein Versatz um die halbe Länge wirkt naheliegend, betont bei gewölbten Fliesen aber den Kantenversatz. Hersteller empfehlen deshalb meist einen Versatz von höchstens einem Drittel. Prüfen Sie das im technischen Datenblatt, bevor Sie das Muster festlegen.
- Batzenkleben: Kleber nur in Batzen hinterlässt Hohlräume unter der Fliese. Später zeigt sich das durch hohlen Klang, Sprünge oder lose Fliesen.
- Ausgleich mit dickem Kleberbett: Statt zu spachteln wird die Unebenheit mit Kleber gefüllt. Ergebnis ist oft eine wellige Fläche mit Rissen durch Schwinden.
- Fehlende Bewegungsfugen: Ein Belag ohne elastische Fuge am Rand und in der Tür kann sich bei Temperaturbewegungen, vor allem mit Fußbodenheizung, heben oder reißen.
- Fuge fast null: Die Fliesen berühren sich an den Kanten, haben keinen Spielraum und platzen an den Kanten ab.
- Verlegen auf feuchten Estrich: Die Feuchte zeigt sich später durch Ausblühungen in den Fugen oder durch Ablösen.
- Schmale Streifen an der Wand: Ohne Plan entsteht an der Tür ein Streifen von wenigen Zentimetern, der wie ein Fehler wirkt und leicht abbricht.
- Schwacher Wanduntergrund: Einfach beplankter Gipskarton oder alter Putz tragen das Gewicht einer XL-Verfliesung unter Umständen nicht. Das Problem zeigt sich erst nach einiger Zeit durch Risse in den Fugen.
Anleitung für Heimwerker: Fliesen 60×120 auf einem kleineren Boden
Wenn Sie Erfahrung mit kleineren Fliesen haben und das XL-Format ausprobieren möchten, beginnen Sie mit einem ebenen Boden in einem einfachen Raum ohne Dusche. Die Badwand und eine Dusche mit Gefälle überlassen Sie vernünftigerweise einem Professionisten. Legen Sie sich einen Helfer, Doppelsaugheber, einen langen Fliesenschneider, Nivellierlaschen, eine Zahnkelle mit großer Zahnung und ein Rührwerk bereit.
- Untergrund mit einer langen Richtlatte prüfen und Unebenheiten mit selbstverlaufender Ausgleichsmasse beseitigen.
- Untergrund absaugen und nach Herstellerangabe grundieren.
- Verlegeplan zeichnen und die erste Reihe trocken auslegen.
- Randdämmstreifen rund um den Raum anbringen.
- Kleber für Großformate genau nach Anleitung anrühren und reifen lassen.
- Kleber mit der Zahnkelle auf den Untergrund aufziehen und eine dünne Schicht auf die Fliesenrückseite auftragen.
- Fliese zu zweit auflegen, einschieben und andrücken.
- Nivellierlaschen einsetzen und Keile anziehen.
- Erste Fliese wieder abheben und die Kleberdeckung prüfen.
- Überschüssigen Kleber aus den Fugen entfernen, bevor er hart wird.
- Nach dem Aushärten die Laschen abbrechen und verfugen.
- Rand und Bewegungsfugen mit Silikon schließen.
Stellt sich der Untergrund als zu uneben heraus oder liegen die ersten Fliesen trotz Laschen nicht eben, unterbrechen Sie die Arbeit. Einen verpfuschten XL-Belag zu sanieren ist aufwendiger, als ihn gleich von einem Fliesenleger verlegen zu lassen.
Prüfung der fertigen Arbeit bei der Übernahme
Sehen Sie sich die fertige Fläche bei Tageslicht an und zusätzlich mit einer Taschenlampe oder Lampe, die am Boden liegt und flach über die Fläche leuchtet. Streiflicht zeigt Kantenversatz und Wellen viel deutlicher als die Deckenbeleuchtung. Gehen Sie bei der Übernahme diese Punkte durch:
- Ebenheit der Fläche unter einer langen Latte ohne sichtbare Buckel und Mulden
- Kein Kantenversatz zwischen benachbarten Fliesen, weder mit dem Finger noch mit dem Fuß spürbar
- Abklopfen mit einem Stiel oder Schlüssel ohne hohlen Klang auf der Fliesenfläche
- Gleichmäßig breite und gerade verlaufende Fugen
- Verband laut vereinbartem Plan und Versatz gemäß Herstellerempfehlung
- Schnitte um Rohre, Dosen und Türstöcke ohne abgeplatzte Kanten
- Elastische Silikonfugen in Ecken, am Rand und an Wanne oder Duschtasse
- Gefälle in der Dusche, sodass Wasser zur Rinne läuft und nirgends stehen bleibt
- Saubere Oberfläche ohne Kleber- und Fugenreste
- Übergabe der restlichen Fliesen aus derselben Charge für spätere Reparaturen
- Information, ab wann die Fläche voll belastet und die Fußbodenheizung eingeschaltet werden darf
Häufige Fragen
Manchmal ja, wenn der alte Belag fest und eben ist und nirgends hohl klingt. Die Oberfläche wird gereinigt, entfettet und mit einer Haftgrundierung behandelt. Rechnen Sie damit, dass der Boden höher wird, was Türen und Übergänge in andere Räume betreffen kann.
Ja, Feinsteinzeug leitet Wärme gut. Voraussetzung sind ein trockener, belegreif geheizter Estrich, flexibler Kleber, vollflächige Verklebung und eingehaltene Bewegungsfugen. Die Heizung wird nach dem Verlegen schrittweise nach Empfehlung des Kleberherstellers in Betrieb genommen.
Lange Fliesen sind in der Mitte oft leicht gewölbt. Beim halben Versatz trifft die erhöhte Mitte einer Fliese auf den Rand der Nachbarfliese, und es entsteht eine sichtbare Stufe. Ein Versatz um ein Drittel oder weniger mildert diesen Effekt deutlich.
In der Regel ja, wenn die Konstruktion dafür ausgelegt ist, also mit engerem Ständerabstand und doppelter Beplankung aus Feuchtraumplatten. Die maximale Belastung nennt der Hersteller des Trockenbausystems, prüfen Sie das daher schon vor dem Aufstellen der Wand.
Bei rektifizierten Fliesen wird meist eine Fuge von etwa 2 bis 3 mm gemacht. Eine schmälere Fuge lässt den Fliesen keinen Spielraum und lässt sich schlechter füllen. Viele Fliesenhersteller geben die Mindestfugenbreite direkt an.
Vorsichtig begehbar ist er meist nach etwa 24 Stunden, mit schnellen Klebern früher. Möbel, schwere Geräte und volle Belastung erst nach der Zeit, die der Kleberhersteller angibt, üblicherweise nach einigen Tagen.
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