Das Formen und Schweißen der Innengasleitung kostet laut aktueller Preisliste 31,55 € pro lfm Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrventile, Druckprobe und Prüfung kommen je nach Umfang extra dazu. Für die Außenleitung im Erdreich und den Geräteanschluss gibt es eigene Sätze.
Leistungsarten und ihre Preise
Leitung vom Hauptabsperrventil zu den Geräten, geführt an der Wand oder im Schlitz und durch Schweißen oder Pressverbindungen verbunden.
Die Verlegung des Rohrs unter Putz im Mauerwerk erfordert einen Schlitz präziser Tiefe, damit die Deckschicht eingehalten wird.
In Stahlbeton ist das Schlitzen anspruchsvoller und langsamer als in Ziegel, der Preis pro lfm ist daher höher.
Haupt- und Geräteabsperrventil müssen zugänglich und gekennzeichnet sein; die Lage bestimmt das Gasinstallationsprojekt.
Vor dem Verdecken der Leitung oder dem Anschluss an die Versorgung wird die Dichtheit des gesamten Rohrs mit Prüfdruck überprüft.
Sicherheitselement, das bei einem Gasaustritt die Zufuhr absperrt oder einen Alarm auslöst.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gasinstallation | ||||
| Innere Gasleitung biegen und schweißen | lfm | 31,55 € | - | |
| Verlegung der äußeren Gasleitung im Erdreich | lfm | 26,30 € | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Ziegel | lfm | 21,03 € | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Beton | lfm | 47,33 € | - | |
| Montage Gas-Kugelhahn | Stk. | 26,30 € | - | |
| Anschluss Gasherd | Stk. | 61,35 € | - | |
| Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss) | Stk. | - | ||
| Regelung und Einstellung des Kessels | Stk. | - | ||
| Gasleitung absperren und mit Blindstopfen verschließen | Stk. | - | ||
| Verlegen und Anschluss der Gasleitung | Stk. | 226,12 € | - | |
| Montage Warmwasserspeicher | Stk. | - | ||
| Dichtheitsprüfung der Gasleitung | Stk. | 105,17 € | - | |
| Sachverständigenprüfung der Gasanlage | Stk. | - | ||
| Montage Gasmelder | Stk. | 35,06 € | - | |
| Verlegung des Gaszählers | Stk. | 210,35 € | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Rohrleitung 8 lfm geschweißte Leitung ohne Schlitze und Prüfung | 252,40 € |
| Leitung und Schlitze im Mauerwerk Leitung 8 lfm und Schlitze im Ziegelmauerwerk mit 6 lfm Länge | 378,58 € |
| Leitung, Schlitze, Absperrventil und Prüfung Leitung 8 lfm, Schlitze 6 lfm, Kugelhahn und Druckprobe | 510,04 € |
Vorbereitung und Ablauf der Gasleitungsmontage
Der Fachbetrieb plant den Rohrverlauf nach Projekt so kurz wie möglich. Die Leitung soll für spätere Kontrollen gut erreichbar bleiben.
Der Monteur sägt den Schlitz genau so tief, wie es der Rohrdurchmesser und die nötige Putzüberdeckung verlangen.
Der Monteur formt das Rohr und verbindet die Teile durch Schweißen oder Pressen. Die Absperrventile setzt er an gut erreichbare Stellen.
Bevor die Leitung verschwindet, kommt die Druckprobe. Erst wenn sie bestanden ist, darf das Rohr verputzt oder in Betrieb genommen werden.
Eine berechtigte Fachkraft prüft die fertige Leitung in einer fachlichen Prüfung (Revision). Ohne gültigen Prüfbericht wird die Gasleitung nicht an die Versorgung angeschlossen.
Arbeitsablauf
- 01Vor Ort alles ansehen und den Leitungsweg nach Lage der Geräte und des Hauptabsperrventils planen.
- 02Schlitze sägen oder den Leitungsweg auf der Wand vorbereiten.
- 03Rohr formen und verbinden, Absperrventile an den vorgesehenen Stellen einbauen.
- 04Die ganze Leitung mit einer Druckprobe prüfen, bevor sie verdeckt wird.
- 05Schlitze verputzen und rund um die Leitung sauber abschließen.
- 06Geräte anschließen und die Betriebswerte einstellen.
- 07Fachliche Prüfung (Revision) durchführen und vor der Inbetriebnahme die Unterlagen übergeben.
5 häufige Fehler
Gasanlagen darf nur montieren und prüfen, wer die nötige Berechtigung hat. Sonst gilt die Anlage auch gegenüber der Versicherung als ungültig.
Steckt ein Leck erst unter Putz oder Beton, findet man es nur, wenn man die ganze Rohrtrasse wieder freilegt.
Das Ventil muss jederzeit erreichbar sein, damit sich das Gas schnell absperren lässt. Hinter Möbeln oder einer Verkleidung hat es nichts zu suchen, das ist nicht zulässig.
Ohne gültigen Prüfbericht schließt der Gasversorger die Anlage nicht an. Und kommt es zu einem Schaden, fehlt Ihnen der Nachweis, dass die Anlage sicher lief.
Ein Gasgerät braucht genug Luft zum Verbrennen. Stimmt die Belüftung nicht, ist der sichere Betrieb in Gefahr.
Wer an Gasanlagen arbeiten darf und warum das keine Formalität ist
In Deutschland dürfen nur Installationsunternehmen an Gasleitungen und Gasgeräten arbeiten, die im Installateurverzeichnis Ihres Gasnetzbetreibers eingetragen sind. Nur sie dürfen eine Anlage errichten, ändern, reparieren oder warten. Das gilt auch für Arbeiten, die nach einer Kleinigkeit aussehen. Ein halber Meter mehr Leitung, eine neue Absperrarmatur oder ein Herdanschluss, der ein Stück weiter in der Küchenzeile sitzen soll, gehören ebenfalls in die Hände eines eingetragenen Betriebs.
Warum ist das so streng geregelt? Eine undichte Gasleitung können Sie nicht „später nachziehen“ wie einen tropfenden Wasserhahn. Erdgas bildet schon in geringer Konzentration mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Ein falsch angeschlossenes oder schlecht eingestelltes Gerät kann außerdem Kohlenmonoxid erzeugen, das Sie weder sehen noch riechen. Fassen Sie als Laie an einer Gasanlage deshalb nichts an, wofür Sie eine Verbindung lösen, etwas abschrauben oder in die Leitung eingreifen müssten.
In der Praxis passiert es oft, dass bei der Renovierung von Küche oder Bad ein Bekannter den Gasanschluss „nur kurz versetzt“ und der Installateur erst am Ende kommt. Ein eingetragener Betrieb übernimmt aber keine Verantwortung für fremde Arbeit, die er nicht selbst ausgeführt hat. Dann muss die Leitung neu gemacht werden. Günstiger wird es, wenn Sie den Gasinstallateur gleich zu Beginn dazuholen, solange Sie noch planen, wo die Geräte stehen sollen.
Vom Gaszähler zum Gerät: wer wofür verantwortlich ist
Das Gas kommt über das Verteilnetz und den Hausanschluss ins Gebäude. Der Hausanschluss endet an der Hauptabsperreinrichtung. Dahinter sitzen meist der Gasdruckregler und der Gaszähler. Der Zähler gehört dem Netz- oder Messstellenbetreiber und ist verplombt. Wer die Plombe beschädigt oder den Zähler selbst versetzt, greift unerlaubt in fremdes Eigentum ein, und der Betreiber wertet das als schweren Verstoß. Wenn Zähler oder Zählerschrank an eine andere Stelle sollen, sprechen Sie das vorher mit dem Netzbetreiber ab.
Hinter dem Zähler beginnt die Kundenanlage, also die Leitungen im Haus oder in der Wohnung bis zu den Geräten. Diese Anlage gehört Ihnen als Eigentümer. Sie sind dafür verantwortlich, dass sie sicher ist und regelmäßig kontrolliert wird. In neueren Anlagen sitzt kurz hinter dem Zähler oft ein Gasströmungswächter. Er schließt die Leitung selbstständig, wenn plötzlich ungewöhnlich viel Gas strömt, etwa weil eine Leitung abgerissen wurde.
Im Mehrfamilienhaus ist es etwas komplizierter. Steigleitungen und gemeinsame Leitungen gehören zum Gemeinschaftseigentum. Daran dürfen Sie nur arbeiten lassen, wenn die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG) zustimmt. Gerade in Altbauwohnungen mit Gasetagenheizung lohnt es sich, vorher zu klären, welche Teile der Anlage Ihnen gehören und welche der Gemeinschaft. Mieter sprechen jede Änderung ohnehin mit dem Vermieter ab.
Für einen neuen Hausanschluss, mehr Anschlussleistung oder einen größeren Umbau braucht es in der Regel eine Planung der Gasinstallation. Der Installateur meldet die Arbeiten vor Beginn beim Netzbetreiber an. Ob Ihr Vorhaben auch baurechtlich eine Anzeige oder Genehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach, bevor die Arbeiten beginnen, und verlassen Sie sich nicht darauf, dass schon nichts nötig sein wird.
Woraus eine Gasleitung besteht
Klassisch bestehen Gasleitungen im Haus aus Stahlrohr, das verschweißt wird. Eine Schweißnaht lässt sich nicht mehr lösen und hält bei sauberer Arbeit sehr zuverlässig. Deshalb sieht man geschweißten Stahl bis heute vor allem in Wandschlitzen und auf längeren Strecken.
Häufig verwenden Installateure auch Kupferrohr, das hartgelötet wird. Weichlöten, wie Sie es vielleicht von Wasserleitungen kennen, ist für Gas nicht erlaubt. Schnell und ohne offene Flamme geht es mit Pressfittings aus Stahl, Kupfer oder Edelstahl. Für Gas dürfen aber nur Fittings und Dichtungen verbaut werden, die ausdrücklich dafür zugelassen sind. Die Hersteller kennzeichnen sie, oft mit einem gelben Streifen oder Symbol. Ein Wasserfitting und ein Gasfitting sehen sich ähnlich, wer sie verwechselt, macht einen schweren Fehler.
Leitungen im Erdreich bestehen aus Polyethylenrohr für Gas, meistens gelb. Das Rohr liegt in einem Sandbett in der Tiefe, die die Planung vorgibt, grob um 0,8 m. Darüber kommt ein gelbes Warnband, damit es bei späteren Grabungen niemand übersieht. Dort, wo die Leitung ins Gebäude führt, wechselt ein Übergangsstück von PE auf Stahl, und eine Hauseinführung mit Schutzrohr führt die Leitung durch die Wand.
Wie die Leitung verlegt wird und was in den Schlitz darf
Eine gute Gasleitung ist kurz und übersichtlich. Im Schlitz unter Putz dürfen nur Verbindungen liegen, die sich nicht lösen lassen: Schweißnähte, Hartlötstellen oder Pressverbindungen, die für die Verlegung unter Putz zugelassen sind. Lösbare Verbindungen, zum Beispiel das Gewinde an einer Absperrarmatur, müssen erreichbar bleiben. Mauern Sie eine Absperrarmatur also nie ein und verstecken Sie sie nicht hinter einer festen Verkleidung ohne Revisionsklappe.
Die Gasleitung braucht den vorgeschriebenen Abstand zu Elektroleitungen, Wasser und Abwasser. Sie darf nie als Erdung für die Elektrik dienen. Wo sie durch eine Wand oder Decke geht, liegt sie in einem Schutzrohr, damit Bewegungen im Bauwerk sie nicht beschädigen. In Hohlräume von Trockenbauwänden, unbelüftete Schächte oder unter einen Estrich, den man nicht mehr einsehen kann, darf Gas nur, wenn Planung und technische Regeln das ausdrücklich erlauben. Maßgeblich ist dafür vor allem die DVGW-TRGI, ergänzt durch DIN- und EN-Normen.
Sichtbare Leitungen werden gelb gestrichen oder gekennzeichnet. So weiß jeder sofort, was darin fließt. Wenn in ein paar Jahren jemand in der Wohnung ein Regal anbringt, spart ihm das Zeit und Nerven.
Dichtheitsprüfung, Inbetriebnahme und was die Unterlagen bedeuten
Bevor die Leitung verschwindet und Geräte angeschlossen werden, prüft der Installateur, ob sie dicht ist. Bei neuen Leitungen gehören dazu eine Belastungsprüfung und eine Dichtheitsprüfung. Er setzt die Leitung mit Luft oder einem inerten Gas unter Prüfdruck und beobachtet, ob der Druck während der vorgeschriebenen Zeit abfällt. Das Ergebnis hält er in einem Prüfprotokoll fest, das zu Ihren Unterlagen gehört.
Das Prüf- und Inbetriebnahmeprotokoll bestätigt, dass die Anlage am Tag der Prüfung dicht und sicher war und den Regeln entsprach. Eine Garantie für alle Zukunft ist es nicht. Tauschen Sie danach ein Gerät oder ändern Sie die Leitung, braucht es eine neue Prüfung.
Auch eine bestehende Anlage sollte regelmäßig kontrolliert werden. Dafür gibt es die Gebrauchsfähigkeitsprüfung durch einen eingetragenen Installateur. Die technischen Regeln empfehlen sie für die Hausinstallation ungefähr alle zwölf Jahre, der genaue Hinweis steht oft im letzten Protokoll. Die Gastherme braucht zusätzlich eine Wartung nach Herstellerangabe, meistens einmal im Jahr. Davon hängt häufig auch die Garantie ab.
Kesseltausch und Schornstein
Seit September 2015 gelten in der EU Ökodesign-Anforderungen, die klassische Heizwertkessel praktisch vom Markt verdrängt haben. Wenn Sie einen alten Gaskessel tauschen, bekommen Sie daher fast immer ein Brennwertgerät. Prüfen Sie vorher, was das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für neue Heizungen in Ihrem Fall verlangt. Das GEG stellt Anforderungen an neu eingebaute Heizungen und regelt auch, wann sehr alte Kessel ersetzt werden müssen. Ein Energieberater oder Heizungsbauer kann Ihnen sagen, was für Ihr Haus gilt und ob eine Förderung über KfW oder BAFA in Frage kommt. Beim Umstieg auf Brennwerttechnik ändern sich außerdem einige Dinge, die bei der Planung leicht untergehen.
- Abgasführung: Die Abgase eines Brennwertgeräts sind kühl und feucht. Ein alter gemauerter Schornstein hält das nicht aus. Deshalb zieht der Heizungsbauer meist ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr für den Brennwertbetrieb ein oder setzt ein Luft-Abgas-System ein, das Zuluft und Abgas in einem Rohr führt.
- Kondensat: Das Gerät erzeugt saures Kondenswasser, das über einen Siphon ins Abwasser läuft. Sie brauchen also einen Abfluss in der Nähe. Je nach Anlagengröße und örtlicher Abwassersatzung kann eine Neutralisationsbox nötig sein.
- Schornsteinfeger: Bevor das Gerät in Betrieb geht, prüft der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Abgasanlage und stellt eine Bescheinigung aus. Danach kommt er in festen Abständen wieder, je nach Gerät jährlich oder seltener.
- Erste Inbetriebnahme: Sie erfolgt durch den Installateur oder den Werkskundendienst. Er stellt die Verbrennung ein und dokumentiert die Inbetriebnahme.
Für warmes Wasser mit Gas gibt es zwei Wege. Ein gasbeheizter Speicher hängt direkt an der Gasleitung und hat eine eigene Abgasführung. Ein indirekt beheizter Speicher hat dagegen gar keinen Gasanschluss. Ihn erwärmt das Heizwasser aus dem Kessel über einen Wärmetauscher, und sein Anschluss ist Sache von Heizungs- und Sanitärinstallateur.
Gasherd und Gaskochfeld
In deutschen Küchen ist der Gasherd seltener als der Elektroherd, in manchen Altbauten und bei Hobbyköchen findet man ihn aber nach wie vor. Herd oder Kochfeld werden fest oder mit einem zugelassenen Sicherheits-Gasschlauch angeschlossen. Davor sitzt immer eine Geräteabsperrarmatur. Anschließen und abklemmen darf nur ein eingetragener Installateur, der dabei auch Dichtheit und Funktion prüft. Wer beim Umzug oder beim Einbau einer neuen Küche den Schlauch selbst tauscht, geht ein Risiko ein, das in vielen Haushalten unterschätzt wird.
Gasschläuche halten nicht ewig. Das Herstell- oder Ablaufdatum steht direkt auf dem Schlauch. Gummischläuche müssen eher erneuert werden, meist nach einigen Jahren, Edelstahl-Wellschläuche halten länger. Der Schlauch darf nicht hinter dem Backofen oder über einer heißen Fläche verlaufen. Er darf auch nicht gespannt, geknickt oder von einer Schublade eingeklemmt sein.
Neuere Kochfelder haben an jedem Brenner eine Zündsicherung. Geht die Flamme aus, schließt sie die Gaszufuhr. Bei einem alten Herd ohne Zündsicherung reicht übergekochte Milch, und das Gas strömt ohne Flamme aus. Auch deshalb lohnt sich der Tausch eines alten Herdes.
Gasmelder, CO-Melder und Lüftung
Erdgas ist leichter als Luft und steigt nach oben. Sein Melder gehört deshalb hoch, meist knapp unter die Decke. Flüssiggas, also Propan oder Butan aus Flasche oder Tank, ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden. Hier gehört der Melder knapp über den Fußboden. Stellen Sie von Flüssiggas auf Erdgas um, müssen Sie den Melder versetzen oder austauschen.
Ein Gasmelder ersetzt keinen Kohlenmonoxidmelder. Kohlenmonoxid entsteht, wenn das Gas nicht vollständig verbrennt, etwa bei verstopftem Abgasweg oder zu wenig Luft. Dabei muss gar kein Gas austreten. Im Raum mit einer Gastherme oder einem Durchlauferhitzer mit offener Brennkammer ist ein CO-Melder eine vernünftige Absicherung. Das gilt besonders für Gasetagenheizungen in Altbauwohnungen, wo die Therme oft im Bad oder in der Küche hängt. Die Sensoren halten nur eine bestimmte Zeit, das Ablaufdatum steht auf dem Gerät.
Thermen und Durchlauferhitzer, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum holen, brauchen ständig frische Luft. Tauschen Sie alte Fenster gegen dichte neue Fenster ohne Lüftungselement oder bauen Sie eine starke Abluft-Dunstabzugshaube ein, können sich die Druckverhältnisse in der Wohnung ändern. Dann können Abgase zurück in den Raum strömen. Sprechen Sie solche Änderungen vorher mit dem Schornsteinfeger oder Heizungsbauer ab.
Was tun, wenn es nach Gas riecht
Erdgas selbst riecht nicht. Der Netzbetreiber setzt ihm einen Geruchsstoff zu, damit Sie ein Leck bemerken, bevor es gefährlich wird. Wenn Sie Gas riechen, halten Sie sich an diese Regeln:
- Kein offenes Feuer, nicht rauchen, keine Geräte anzünden
- Licht und Elektrogeräte weder ein- noch ausschalten, keine Stecker ziehen, nicht bei Nachbarn klingeln, denn ein Funke im Schalter kann das Gemisch zünden
- Fenster und Türen öffnen und, wenn es gefahrlos geht, die Hauptabsperreinrichtung schließen
- Den Raum verlassen und andere durch Klopfen und Rufen warnen
- Erst draußen an einem sicheren Ort den Entstörungsdienst des Netzbetreibers anrufen (die Nummer steht meist am Zähler oder auf der Gasrechnung) oder den Notruf 112 wählen
Suchen Sie ein Leck nie mit einer Flamme oder einem Feuerzeug. Ist der Geruch nur schwach, kommt er vom Herd und verschwindet, sobald Sie die Geräteabsperrarmatur schließen, benutzen Sie den Herd nicht mehr, bis ein eingetragener Installateur ihn geprüft hat.
Anleitung für Heimwerker: Gasherd und Unterlagen sicher selbst kontrollieren
Bei dieser Kontrolle schrauben Sie nichts ab und greifen nicht in Leitungen oder Verbindungen ein. Es geht um einen regelmäßigen Blick, den jeder Wohnungs- oder Hauseigentümer selbst schafft. So erkennen Sie rechtzeitig, wann Sie den Gasinstallateur rufen sollten.
- Hauptabsperreinrichtung und Absperrarmatur am Herd suchen und prüfen, ob beide frei zugänglich sind und nichts davorsteht.
- Das letzte Prüf- oder Wartungsprotokoll heraussuchen und nachsehen, wann die nächste Prüfung oder Wartung fällig ist.
- Bei kaltem Herd und geschlossener Absperrarmatur den Anschlussschlauch ansehen, das Ablaufdatum lesen und prüfen, ob er rissig, geknickt, gespannt oder über eine heiße Stelle geführt ist.
- Brennerdeckel und Flammenverteiler abnehmen, nach Herstellerangabe mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Die Teile genau an ihren Platz zurücksetzen, den Brenner zünden und die Flamme prüfen: Sie soll blau, ruhig und rundum gleichmäßig brennen.
- Gasmelder und CO-Melder mit der Testtaste prüfen und das Ablaufdatum der Sensoren kontrollieren.
- Prüfen, ob Lüftungsöffnungen und Gitter im Raum mit dem Gasgerät frei sind und nicht zugestellt oder zugeklebt wurden.
- Gelbe oder rußende Flamme, abhebende Flamme, beschädigten oder abgelaufenen Schlauch und überschrittene Prüffrist notieren und einen eingetragenen Installateur beauftragen.
Worauf Sie bei der Abnahme der Gasinstallation achten
- Nachweis, dass das Installationsunternehmen im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist
- Protokoll der Belastungs- und Dichtheitsprüfung, erstellt bevor die Leitung verdeckt wurde
- Inbetriebnahmeprotokoll der Gasanlage mit positivem Ergebnis und Hinweis auf die nächste Prüfung
- Bescheinigung des Bezirksschornsteinfegers über die Abgasanlage bei Geräten mit Abgasführung
- Nachweis über die erste Inbetriebnahme des Kessels durch Installateur oder Werkskundendienst
- Hauptabsperreinrichtung und Geräteabsperrarmaturen zugänglich, gekennzeichnet und funktionsfähig
- Sichtbare Leitungen gestrichen oder gekennzeichnet, Schlitze erst nach der Prüfung geschlossen
- Geräteschläuche mit Gaszulassung und lesbarem Datum
- Gasmelder passend zur Gasart angebracht, CO-Melder vorhanden und beide funktionsfähig
- Skizze des Leitungsverlaufs in Wänden und Böden für spätere Umbauten
Häufige Fragen
Das Formen und Schweißen der Innengasleitung kostet laut aktueller Preisliste 31,55 € pro lfm Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrventile und Prüfung kommen je nach Umfang extra dazu.
Ja. Ohne fachliche Prüfung (Revision) wird die Gasanlage nicht an die Versorgung angeschlossen. Die Prüfung kostet Gesperrt.
Nur jemand, der fachkundig ist und nach geltendem Recht die Berechtigung hat, die jeweiligen Gasanlagen zu montieren und zu reparieren.
Das hängt von Länge und Durchmesser der Leitung ab. Der Prüfdruck bleibt eine festgelegte Zeit im Rohr und wird dabei beobachtet. Das Ergebnis kommt ins Protokoll.
Ja. In Technikräumen oder im Keller läuft die Leitung oft ohne Schlitze direkt auf der Wand. Das spart Kosten bei den Abschlussarbeiten.
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