Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage und Anschluss eines Warmwasserspeichers

Ein Warmwasserspeicher, oft einfach Boiler genannt, hält erwärmtes Wasser zum Duschen, Spülen und Putzen bereit. Zur Montage gehören das Befestigen des Speichers, der Anschluss an Kalt- und Warmwasser, der Einbau der Sicherheitsarmaturen und der Anschluss an die Wärmequelle. Diese Wärmequelle kann Strom sein, ein Gas- oder Ölkessel, ein F

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
56,97 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
26,30 € - 226,12 €
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Gasinstallation15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Gasinstallation
Montage WarmwasserspeicherStk.-
Innere Gasleitung biegen und schweißenlfm31,55 €-
Verlegung der äußeren Gasleitung im Erdreichlfm26,30 €-
Schlitzen für Gasleitung - Ziegellfm21,03 €-
Schlitzen für Gasleitung - Betonlfm47,33 €-
Montage Gas-KugelhahnStk.26,30 €-
Anschluss GasherdStk.61,35 €-
Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss)Stk.-
Regelung und Einstellung des KesselsStk.-
Gasleitung absperren und mit Blindstopfen verschließenStk.-
Verlegen und Anschluss der GasleitungStk.226,12 €-
Dichtheitsprüfung der GasleitungStk.105,17 €-
Sachverständigenprüfung der GasanlageStk.-
Montage GasmelderStk.35,06 €-
Verlegung des GaszählersStk.210,35 €-
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Welche Speicher es gibt und wann welcher passt

Speicher unterscheiden sich vor allem darin, was das Wasser in ihnen erwärmt. Davon hängt die ganze Montage ab.

  • Elektrospeicher mit direkter Beheizung: Ein Heizstab im Inneren erwärmt das Wasser. Die Montage ist einfach und unabhängig von der Heizung. Das passt gut in Wohnungen und überall dort, wo keine andere Wärmequelle zur Verfügung steht
  • Speicher mit indirekter Beheizung: Im Inneren sitzt ein Wärmetauscher, also eine Rohrwendel, durch die heißes Heizungswasser vom Kessel oder von der Wärmepumpe fließt. Trinkwasser und Heizungswasser vermischen sich nicht, das Trinkwasser nimmt nur die Wärme auf. Wenn Sie bereits eine Zentralheizung haben, ist das im Betrieb meist die sparsamere Lösung
  • Kombispeicher: Er hat einen Wärmetauscher und zusätzlich einen Elektroheizstab. Das lohnt sich, wenn ein Festbrennstoffkessel nur im Winter läuft und Sie im Sommer elektrisch erwärmen möchten, wenn Sie eine Reserve bei einem Kesselausfall wollen oder Überschüsse aus der Photovoltaikanlage nutzen möchten
  • Wandhängend oder bodenstehend: Kleinere Speicher werden an die Wand gehängt und sind in Wohnungen üblich. Größere Standspeicher stehen auf dem Boden, meist im Heizungs- oder Hauswirtschaftsraum eines Einfamilienhauses

Die Größe sollte zur Zahl der Personen im Haushalt und zu ihren Gewohnheiten passen. Ein zu kleiner Speicher ist schnell leer, ein zu großer hält unnötig viel warmes Wasser vor, das niemand braucht. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie vor dem Kauf mit dem Installateur.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

Eine gute Montage beginnt mit einem Blick auf den Einbauort. Der Installateur prüft, ob die Wand den gefüllten Speicher trägt. Ein Liter Wasser wiegt etwa ein Kilogramm, ein voller Wandspeicher ist also richtig schwer. Wichtig ist auch, wo Wasser-, Strom- und Heizungsleitungen verlaufen und wohin das Wasser aus dem Sicherheitsventil abfließen kann. Danach geht es meist so weiter:

  1. Wasserzufuhr schließen, Strom abschalten, bei einem Austausch den alten Speicher entleeren und abbauen.
  2. Wandhalterung setzen oder für einen Standspeicher einen ebenen, tragfähigen Untergrund vorbereiten.
  3. Speicher befestigen und prüfen, ob er senkrecht und fest sitzt.
  4. In den Kaltwasserzulauf Absperrventil und Sicherheitsgruppe mit Rückflussverhinderer nach Herstellerangabe einbauen.
  5. Die Ablaufleitung des Sicherheitsventils über einen sichtbaren Trichter in den Abwasseranschluss führen.
  6. Bei Bedarf ein für Trinkwasser zugelassenes Ausdehnungsgefäß einbauen.
  7. Warmwasserausgang an die Leitungen anschließen, gegebenenfalls auch die Zirkulationsleitung.
  8. Bei indirekter Beheizung den Wärmetauscher an den Heizkreis anschließen.
  9. Speicher füllen, durch Öffnen des Warmwasserhahns an einer Armatur entlüften und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
  10. Erst bei vollem Speicher die Beheizung einschalten, Temperatur einstellen und prüfen, ob das Wasser warm wird.

Den Heizstab darf nur eine Elektrofachkraft anschließen, mit eigener Absicherung und passendem Schutz gegen elektrischen Schlag nach den geltenden DIN-VDE-Normen. Arbeiten an der Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler sollte in Deutschland ein Fachbetrieb ausführen, der beim örtlichen Wasserversorger eingetragen ist. Ein häufiger Fehler ist es, die Heizung bei leerem Speicher einzuschalten. Das zerstört den Heizstab innerhalb kurzer Zeit.

Anschluss an den Kessel: worauf es ankommt

Bei einem indirekt beheizten Speicher reicht es nicht, zwei Rohre anzuschließen. Der Kessel muss wissen, wann er den Speicher laden und wann er heizen soll. Deshalb werden diese Punkte geklärt:

  • Hydraulischer Anschluss: Vorlauf und Rücklauf des Wärmetauschers werden nach der Kennzeichnung des Herstellers angeschlossen, sonst wird der Speicher langsam und ungleichmäßig warm
  • Ladepumpe oder Umschaltventil: Sie sorgen dafür, dass heißes Heizungswasser genau dann in den Wärmetauscher fließt, wenn es gebraucht wird
  • Temperaturfühler und Regelung: Ein Fühler im Speicher meldet die Temperatur an den Kessel, der danach die Speicherladung startet
  • Warmwasservorrang: Bei den meisten Kesseln hat das Laden des Speichers Vorrang vor dem Heizen, damit warmes Wasser schnell da ist
  • Entlüften und Druck: Nach dem Anschluss wird der Heizkreis entlüftet und auf den Druck aufgefüllt, den der Kesselhersteller vorgibt

Prüfen Sie vorher, ob Speicher und Kessel zusammenpassen. Nicht jeder Kessel hat einen Anschluss für einen Speicherfühler, und nicht jeder Wärmetauscher ist groß genug für eine Wärmepumpe, die mit niedrigeren Wassertemperaturen arbeitet. Für die Planung der Heizungsanlage gilt DIN EN 12828, damit kennt sich der Heizungsbauer aus.

Sobald die Montage einen Eingriff in einen Gaskessel oder in die Gasleitung umfasst, darf sie nur ein beim Gasnetzbetreiber eingetragener Fachbetrieb ausführen. Wenn Sie zu Hause Gas riechen, betätigen Sie keine Schalter und vermeiden Sie offenes Feuer. Öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie von draußen die Störungsnummer Ihres Netzbetreibers oder den Notruf 112 an.

Was die Montage leichter oder aufwendiger macht

Der Aufwand kann sich auch beim gleichen Speicher deutlich unterscheiden. Einfacher ist es meist, wenn:

  • Sie ein Gerät gegen ein gleiches mit denselben Anschlussmaßen tauschen
  • Wasser-, Strom- und Abwasseranschluss direkt am Einbauort liegen
  • es sich um einen Elektrospeicher ohne Anschluss an die Heizung handelt

Mehr Arbeit bedeuten dagegen:

  • Die Umstellung von elektrischer Erwärmung auf Erwärmung über den Kessel, wenn neue Leitungen und eine Regelung nötig sind
  • Ein Kombispeicher, der von mehreren Wärmequellen versorgt wird
  • Eine schwache oder hohle Wand, etwa im Trockenbau, die eine andere Befestigung braucht
  • Enge Räume, ein Dachboden oder ein Keller mit schmaler Treppe, in den ein großer Speicher schwer hineinpasst
  • Alte, korrodierte Leitungen im Altbau, die beim Ausbau brechen

In einem Mehrfamilienhaus sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft, vor allem wenn gemeinsame Leitungen betroffen sind. Der reine Austausch eines Speichers braucht in der Regel keine Baugenehmigung. Ist er Teil einer größeren Sanierung oder stellen Sie die Heizung um, fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. Bei einem Heizungstausch gelten außerdem die Regeln des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für neue Heizungen. Für bestimmte Maßnahmen, etwa in Verbindung mit einer Wärmepumpe, gibt es Förderprogramme von KfW oder BAFA. Die aktuellen Bedingungen sollten Sie vor Auftragsvergabe prüfen.

Typische Fehler bei der Montage

In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Fehler:

  • Das Sicherheitsventil fehlt oder zwischen Ventil und Speicher sitzt eine Absperrung, was gefährlich ist
  • Der Ablauf des Sicherheitsventils ist nicht an das Abwasser angeschlossen, das Wasser tropft auf den Boden oder das Ventil wird „repariert“, indem man es verschließt
  • Der Speicher wird eingeschaltet, bevor er gefüllt ist
  • Vor- und Rücklauf des Wärmetauschers sind vertauscht, oder eine falsch eingestellte Regelung lässt den Kessel ständig ein- und ausschalten
  • Die Befestigung ist zu schwach und gibt mit der Zeit nach
  • Schutzleiter oder eigene Absicherung des Heizstabs fehlen
  • Die Montage weicht von der Herstelleranleitung ab, womit die Garantie verloren gehen kann

Bleibt das Wasser dauerhaft nur lauwarm, können sich im Speicher Bakterien wie Legionellen vermehren. Hersteller empfehlen daher meist, das Wasser regelmäßig auf eine höhere Temperatur zu bringen, viele Regelungen erledigen das automatisch. Größere Anlagen in Mehrfamilienhäusern unterliegen zusätzlich der Trinkwasserverordnung.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme zeigen, wie der Speicher funktioniert, und gehen Sie diese Punkte durch:

  • Der Speicher sitzt fest, wackelt nicht und hängt oder steht senkrecht
  • Keine Verbindung tropft, auch nicht nach dem Aufheizen
  • Das Sicherheitsventil ist eingebaut, zwischen Ventil und Speicher gibt es keine Absperrung und der Ablauf führt über einen Trichter ins Abwasser
  • Das Absperrventil im Kaltwasserzulauf ist gut erreichbar
  • Das Wasser erreicht die eingestellte Temperatur und hält sie
  • Bei Erwärmung über den Kessel reagiert der Kessel auf den Speicher und der Heizkreis ist entlüftet
  • Bei elektrischer Beheizung haben Sie einen Nachweis über den fachgerechten Elektroanschluss
  • Bei Arbeiten an einer Gasanlage haben Sie eine Bestätigung des eingetragenen Fachbetriebs
  • Sie erhalten Anleitung, Garantieunterlagen und eine Erklärung, wie man den Speicher entleert und wann die Schutzanode geprüft wird

Häufige Fragen

Den mechanischen Teil schafft ein geschickter Heimwerker. Der Elektroanschluss gehört aber in die Hände einer Elektrofachkraft, Eingriffe am Gaskessel in die eines eingetragenen Fachbetriebs. Zudem kann eine Montage durch Laien die Garantie kosten, deshalb lohnt sich der Fachbetrieb.

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