Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gasinstallation | ||||
| Verlegen und Anschluss der Gasleitung | Stk. | 226,12 € | - | |
| Innere Gasleitung biegen und schweißen | lfm | 31,55 € | - | |
| Verlegung der äußeren Gasleitung im Erdreich | lfm | 26,30 € | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Ziegel | lfm | 21,03 € | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Beton | lfm | 47,33 € | - | |
| Montage Gas-Kugelhahn | Stk. | 26,30 € | - | |
| Anschluss Gasherd | Stk. | 61,35 € | - | |
| Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss) | Stk. | - | ||
| Regelung und Einstellung des Kessels | Stk. | - | ||
| Gasleitung absperren und mit Blindstopfen verschließen | Stk. | - | ||
| Montage Warmwasserspeicher | Stk. | - | ||
| Dichtheitsprüfung der Gasleitung | Stk. | 105,17 € | - | |
| Sachverständigenprüfung der Gasanlage | Stk. | - | ||
| Montage Gasmelder | Stk. | 35,06 € | - | |
| Verlegung des Gaszählers | Stk. | 210,35 € | - | |
Wann eine Gasleitung verlegt oder neu angeschlossen wird
Ein typischer Fall: In der neuen Küche soll das Kochfeld an einer anderen Wand stehen als der alte Herd. Der alte Gasanschluss liegt dann hinter der Küchenzeile oder mitten in einem Schrank. Die Leitung muss also verlängert oder versetzt werden. Ähnlich ist es im Altbau, wenn eine alte Gasetagenheizung oder einzelne Gasöfen durch eine neue Therme ersetzt werden. Dann braucht die Therme einen eigenen Anschluss, und die alten Anschlüsse werden abgetrennt und dicht verschlossen.
Zwei Dinge sollten Sie dabei auseinanderhalten:
- Änderung der Hausinstallation: Die Leitung hinter dem Gaszähler gibt es schon, sie bekommt nur einen neuen Verlauf oder einen zusätzlichen Anschluss. Um diese Arbeit geht es hier
- Neuer Hausanschluss: Das Haus hängt noch nicht am Gasnetz, oder der Anschlusspunkt wird verlegt. Das ist ein eigenes Thema, das Sie mit dem örtlichen Netzbetreiber klären
Wird Gas im Haus gar nicht mehr genutzt, verschließt der Fachbetrieb die Leitung dauerhaft. Über die Stilllegung des Zählers und des Anschlusses entscheidet dann der Netzbetreiber.
So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab
- Besichtigung. Der Installateur schaut sich die vorhandene Leitung an, prüft das Material und die Absperrungen und sieht sich den Platz für das neue Gerät an. Danach weiß er, ob eine kurze Verlängerung reicht oder eine neue Leitung nötig ist.
- Planung. Je nach Umfang legt er Leitungsweg, Rohrgröße, Material und Lage der Absperrhähne fest. Bei größeren Änderungen oder einem neuen Heizgerät meldet er die Arbeit beim Netzbetreiber an.
- Gas absperren. Vor dem Eingriff wird die Gaszufuhr geschlossen. Im Mehrfamilienhaus geht das oft nur mit der Hausverwaltung, wenn die gemeinsame Steigleitung betroffen ist. Der Installateur entleert den betroffenen Abschnitt und prüft, dass kein Gas mehr darin ist.
- Montage. Der alte Anschluss wird abgetrennt oder verschlossen, die neue Leitung verlegt und vor dem Gerät eine Absperrarmatur gesetzt. Ein Herd wird in der Regel über eine Gassteckdose und einen zugelassenen Sicherheits-Gasschlauch angeschlossen.
- Prüfung. Die geänderte Leitung wird mit Druck geprüft, und der Installateur beobachtet, ob der Druck stabil bleibt. Die Verbindungen kontrolliert er zusätzlich mit Lecksuchspray oder einem Messgerät. Die Ergebnisse hält er in einem Protokoll fest.
- Inbetriebnahme. Erst nach bestandener Prüfung wird das Gas wieder freigegeben und das Gerät eingestellt. Bei einer neuen Therme oder einem anderen Gasgerät mit Abgasanlage prüft zusätzlich der Schornsteinfeger.
Einen einfachen Herdanschluss versetzt ein Fachbetrieb meist in wenigen Stunden. Größere Änderungen im Haus dauern eher mehrere Tage, weil Anmeldung, Prüfung und Abnahme dazukommen.
Wer die Arbeit machen darf und was Sie klären sollten
Hinter der Hauptabsperreinrichtung darf in Deutschland nur ein Installationsunternehmen arbeiten, das im Installateurverzeichnis des örtlichen Netzbetreibers eingetragen ist. Das gilt auch für ein paar Zentimeter Rohr. Der geschickte Nachbar oder ein Handwerker ohne diese Eintragung kommt nicht infrage.
Klären Sie vor dem Start:
- Eintragung des Betriebs: Ein seriöser Betrieb nennt Ihnen ohne Zögern seine Eintragung beim Netzbetreiber
- Anmeldung beim Netzbetreiber: Ob die Änderung angemeldet werden muss, weiß der Installateur. In der Regel übernimmt er das für Sie
- Schornsteinfeger: Bei einer neuen oder versetzten Gastherme gehört er dazu, weil Abgasweg und Aufstellraum geprüft werden
- Neue Gasheizung: Für den Einbau neuer Heizungen stellt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusätzliche Anforderungen. Lassen Sie sich vorher beraten, ob und wie eine neue Gastherme in Ihrem Fall zulässig ist
- Bauamt: Für eine reine Änderung der Gasleitung in der Wohnung ist meist keine Genehmigung nötig. Bei größeren Umbauten fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt
- Mehrfamilienhaus und Mietwohnung: Berührt die Arbeit die Steigleitung oder Gemeinschaftsflächen, stimmen Sie sich mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters
Gasinstallationen in Gebäuden richten sich nach den Technischen Regeln für Gasinstallationen (DVGW-TRGI) und den einschlägigen DIN- und EN-Normen. Diese einzuhalten ist Aufgabe des Fachbetriebs. Sie sollten aber schriftlich bekommen, dass die Prüfungen danach erfolgt sind.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Aufwand anfällt und was die Arbeit am Ende kostet, hängt vor allem davon ab:
- Entfernung und Leitungsweg: Ein kurzes Versetzen an derselben Wand ist einfach. Geht die Leitung durch mehrere Wände oder Räume, braucht es mehr Material und Zeit
- Zustand der alten Leitung: Alte verzinkte Stahlrohre mit angerosteten Gewinden lassen sich oft nicht sicher anschließen. Dann muss ein Stück erneuert werden
- Verlegeart: Auf der Wand ist am einfachsten. Unter Putz oder hinter einer Trockenbauwand gelten strengere Regeln, zum Beispiel keine lösbaren Verbindungen im verdeckten Teil
- Mehrfamilienhaus: Muss das Gas für den ganzen Strang abgestellt werden, braucht es Absprachen mit Hausverwaltung und Nachbarn
- Anmeldung und Abnahme: Reicht die Prüfung durch den Installateur, oder kommen Netzbetreiber und Schornsteinfeger dazu
- Vorbereitung vor Ort: Freier Zugang zur Leitung und abgeschlossene Rohbauarbeiten ersparen allen Beteiligten Wartezeit
Bei einer größeren Sanierung lohnt sich die Frage, ob alte Leitungen gleich mit erneuert werden und ob eine verschlossene Abzweigung für ein späteres Gerät sinnvoll ist. Sagen Sie dem Installateur am besten frühzeitig, was Sie in den nächsten Jahren vorhaben.
Typische Fehler bei Arbeiten an der Gasleitung
- Selbst Hand anlegen: Das ist verboten und gefährlich. Der Netzbetreiber kann die Versorgung sperren, und die Versicherung zahlt im Schadensfall unter Umständen nicht
- Fehlende Prüfung: Ohne dokumentierte Dichtheitsprüfung darf die geänderte Leitung nicht in Betrieb gehen, auch wenn sie auf den ersten Blick funktioniert
- Falsches Material: Für Gas sind nur dafür zugelassene Rohre, Formteile und Dichtmittel erlaubt, etwa Stahl, Kupfer oder geprüfte Systeme
- Verbaute Absperrung: Der Hahn vor dem Gerät muss erreichbar bleiben, nicht hinter einer festen Schrankrückwand verschwinden
- Ungeeigneter Herdschlauch: Der Schlauch soll zugelassen, möglichst kurz und ohne Zug verlegt sein und nicht an heißen Teilen des Backofens liegen
- Nur für heute geplant: Wer spätere Geräte nicht mitdenkt, muss oft ein paar Jahre später wieder aufstemmen
Riechen Sie Gas, schalten Sie kein Licht und kein Gerät ein, klingeln Sie nicht. Schließen Sie die Hauptabsperreinrichtung, öffnen Sie die Fenster und verlassen Sie das Gebäude. Rufen Sie dann von draußen den Störungsdienst Ihres Netzbetreibers an, die Nummer steht meist auf der Rechnung oder am Zähler, oder wählen Sie den Notruf 112.
Worauf Sie bei der Abnahme achten sollten
Bevor der Installateur geht, sehen Sie sich gemeinsam diese Punkte an:
- Die Leitung ist fest befestigt, gerade verlegt und ohne sichtbare Schäden
- Vor dem Gerät sitzt eine gut erreichbare Absperrung, und Sie wissen, wie man sie schließt
- Alte, nicht mehr genutzte Anschlüsse sind dauerhaft dicht verschlossen
- Der Herdschlauch ist zugelassen, nicht gespannt und nicht geknickt
- Die Flammen brennen gleichmäßig blau, und die Zündsicherung funktioniert
- Sie haben das Prüfprotokoll mit Datum und Unterschrift des Fachbetriebs
- Sie haben eine Skizze oder Unterlagen zum neuen Leitungsweg
- Es ist geklärt, was an Netzbetreiber, Schornsteinfeger oder Hausverwaltung gemeldet wird und wer das übernimmt
Häufige Fragen
Nein. Arbeiten an der Gasinstallation darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Fachbetrieb ausführen. Eigene Eingriffe sind verboten, gefährden Sie und Ihre Nachbarn und können im Schadensfall Ärger mit der Versicherung bringen.
Ja. Nach jeder Änderung an der Leitung, auch einer kleinen, prüft der Installateur die Dichtheit und dokumentiert das. Das Protokoll ist Ihr Nachweis, dass die Leitung dicht und sicher ist.
Unter bestimmten Bedingungen ja, die Regeln sind aber strenger als bei sichtbaren Leitungen. Im verdeckten Teil sind meist keine lösbaren Verbindungen erlaubt, und Absperrungen müssen zugänglich bleiben. Die passende Lösung legt der Fachbetrieb nach den technischen Regeln fest.
Das hängt vom Umfang ab. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt in der Regel der Installateur, bei neuen Gasthermen kommt der Schornsteinfeger dazu. Bei größeren Umbauten fragen Sie beim Bauamt nach, im Mehrfamilienhaus zusätzlich bei der Hausverwaltung.
Bei einem einfachen Herdanschluss meist nur einen Teil des Tages. Bei größeren Arbeiten oder wenn im Mehrfamilienhaus der ganze Strang abgestellt wird, plant man die Unterbrechung vorher. Sie kann dann länger dauern, bis Prüfung und Freigabe erledigt sind.
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