Für ein Bad in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Fliesen) zahlen Sie laut aktueller Preisliste 1657,00 € - 3315,00 € für die Arbeitsleistung. Der niedrigere Betrag gilt, wenn die Wände bleiben und nur Oberflächen und Sanitärkeramik erneuert werden. Der höhere gilt für ein Bad schlüsselfertig, bei dem der alte Sanitärkern abgebrochen wird und Trennwände und Leitungen neu entstehen. Material, Fliesen und Sanitärkeramik kommen dazu. Vorwandelement fürs Hänge-WC, Tür und Duschkabine werden extra verrechnet.
Leistungsarten und ihre Preise
Typischer Beginn in Bestandswohnungen mit altem Sanitärkern. Der Kern wird zerlegt, der Schutt hinausgetragen und der Platz für gemauerte Trennwände vorbereitet.
Nach dem Abbruch werden die Trennwände aus Porenbeton aufgemauert. Neben dem Abbruch ist das die wichtigste Baumeisterarbeit im Bad.
Jede Entnahmestelle braucht einen Anschluss für Warm- und Kaltwasser. Der Installateur verrechnet pro Anschluss, nicht pro Stunde.
Unter der Dusche, rund um die Wanne und am Boden schützt sie die Konstruktion vor Feuchtigkeit. Ecken und Durchdringungen werden mit Dichtband überlappt.
Gleicher Satz wie auf der Seite zu Fliesenlegerarbeiten. Größere Formate, Mosaik und Diagonalverlegung kosten mehr.
Die Wanne wird gesetzt, untermauert und an den Abfluss angeschlossen, bevor die Wannenschürze verfliest wird.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Grundierung vor Verfliesung | m² | 1,75 € | - | |
| Abdichtung (Bad) | m² | 10,23 € | - | |
| Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeiten | lfm | 5,40 € | - | |
| Wand- und Bodenfliesen | ||||
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 39,46 € | - | |
| Verfugen | m² | 6,58 € | - | |
| Silikonieren der Innen- und Außenecken | lfm | 2,63 € | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 4,38 € | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 14,62 € | - | |
| Sanitär | ||||
| Montage Badewanne inkl. Ummauerung | Stk. | 176,16 € | - | |
| Sanitärmontage | ||||
| Waschbecken setzen | Stk. | 35,08 € | - | |
| Waschtischarmatur setzen | Stk. | 24,85 € | - | |
| Wannen- / Duscharmatur setzen | Stk. | 43,85 € | - | |
| Zubehör | ||||
| Montage Entlüftungsventilator | Stk. | 36,70 € | - | |
| Spiegel ankleben | Stk. | 54,32 € | - | |
| Montage Badaccessoires (Halter, Haken) | Stk. | 17,62 € | - | |
| Vorarbeiten | ||||
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns | Stk. | 557,84 € | - | |
| Mauerarbeiten | ||||
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 25,78 € | - | |
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 12,17 € | - | |
| Sanitärarbeiten | ||||
| Abgang für Kalt- und Warmwasser | Stk. | 50,00 € | - | |
| Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung) | Stk. | 35,70 € | - | |
| Elektroinstallation | ||||
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | 18,16 € | - | |
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | 18,16 € | - | |
| Feininstallation 230-V-Steckdose / Schalter | Stk. | 7,57 € | - | |
Was kostet das je nach Umfang
| Neue Oberflächen und Sanitärkeramik Bestehende Wände: Grundierung, Abdichtung mit Dichtbändern, 24 m² Wand- und Bodenfliesen, Verfugung, Silikon, Ausschnitte, Wanne, Waschtisch, Armaturen, Ventilator | 1657,38 € |
| Kern: Abbruch, Trennwände, Oberflächen Zusätzlich zu Oberflächen und Sanitärkeramik der Abbruch des alten Sanitärkerns, 12 m² neue Trennwände und 20 m² Putz zum Begradigen der Wände | 2767,98 € |
| Bad schlüsselfertig (Arbeitsleistung) Kern, Trennwände, Putz, 3 Wasseranschlüsse, 3 Abwasseranschlüsse, Elektroanschlüsse, Oberflächen, Abschlussprofile, Sanitärkeramik, Spiegel und Zubehör | 3314,80 € |
Ablauf der Sanierung
Der alte Sanitärkern oder die alten Fliesen und die Sanitärkeramik werden herausgerissen. Der Schutt eines Sanitärkerns füllt meist eine ganze Mulde, deshalb wird der Abtransport extra verrechnet.
Anstelle des Kerns werden Trennwände aus Porenbeton gemauert und die Wände verputzt. So sitzen die Fliesen später gerade und müssen nicht mit dicken Kleberschichten ausgeglichen werden.
Die Anschlüsse kommen genau dorthin, wo später die Sanitärkeramik steht. Bevor alles verschlossen wird, macht der Installateur eine Druckprobe. In Mehrparteienhäusern hängt die Abluft oft am gemeinsamen Schacht, und die Hausverwaltung kann die Leistung begrenzen oder eine Rückschlagklappe verlangen.
Leuchten, Steckdosen und Ventilator werden nach den Schutzbereichen für Bade- und Duschräume (OVE E 8101) platziert: Bereich 0 ist das Innere von Wanne oder Dusche, Bereich 1 der Raum darüber bis 2,25 m Höhe, Bereich 2 reicht 0,6 m über deren Rand hinaus. Die Stromkreise sichert ein 30-mA-Fehlerstromschutzschalter ab.
Sie wird in zwei Schichten auf den Boden und die Wände in den Nassbereichen aufgetragen. Ecken und Durchdringungen werden mit Dichtband abgeklebt.
Arbeitsablauf
- 01Der Handwerker besichtigt und vermisst das Bad, danach werden Fliesen und Sanitärkeramik ausgesucht.
- 02Der Sanitärkern wird abgebrochen, der Schutt hinausgetragen und der Untergrund geprüft.
- 03Trennwände aus Porenbeton werden gemauert und die Wände mit Putz begradigt.
- 04Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen werden neu verlegt, danach folgt die Druckprobe.
- 05Das Vorwandelement fürs Hänge-WC wird gesetzt, in der Dusche entsteht ein Gefälle von 1,5 - 2 % zum Ablauf oder zur Rinne.
- 06Nassbereiche und Boden werden abgedichtet.
- 07Der Fliesenleger verfliest Wände und Boden, danach wird verfugt und silikoniert.
- 08Zum Schluss werden Sanitärkeramik, Armaturen, Türen, Ventilator und Zubehör montiert.
5 häufige Fehler
Fliesen und Fugen halten kein Wasser zurück. Es dringt in die Konstruktion ein und landet beim Nachbarn darunter.
Eine undichte Verbindung zeigt sich erst unter den fertigen Fliesen, und für die Reparatur muss aufgestemmt werden.
Ohne 1,5 - 2 % Gefälle zum Ablauf bleibt das Wasser auf den Fliesen stehen oder rinnt am Abfluss vorbei. Das Gefälle muss schon im Untergrund angelegt werden.
Stimmen Höhe oder Abfluss nicht, lässt sich das nach dem Verfliesen nur noch durch Abstemmen beheben.
Ecken, Übergänge von Wand zu Boden und der Wannenrand bewegen sich. Harter Fugenmörtel reißt dort, deshalb gehört dauerelastisches Sanitärsilikon hinein.
Altbau, Mehrparteienhaus und Einfamilienhaus: worin sich Bäder unterscheiden
Ein großer Teil der Badsanierungen findet in Mehrparteienhäusern statt, vom Gründerzeit-Zinshaus über den Gemeindebau und den Nachkriegsbau bis zu den Fertigteilbauten der 1960er- und 1970er-Jahre. Gerade in Fertigteilbauten steht oft noch eine vorgefertigte Sanitärzelle aus Kunststoff oder dünnen Wandelementen. Sie hat Jahrzehnte gehalten, ist aber eng und schwer sauber zu halten. Direkt dahinter laufen die Steigleitungen für Wasser, Abwasser und manchmal Gas. Wenn die alte Zelle weg ist, mauern oder stellen Sie die Wände neu und können den Grundriss teilweise ändern. Typisch ist, Bad und WC zusammenzulegen oder die Tür zu versetzen.
Vorsicht gilt bei den Wänden ringsum. Außenwände und Wohnungstrennwände sind in vielen Mehrparteienhäusern tragend. Ohne Statiker dürfen Sie dort weder stemmen noch Öffnungen vergrößern. Die Sanitärzelle selbst trägt nichts, Sie arbeiten beim Abbruch aber direkt an Leitungen, die dem ganzen Haus gehören. In Häusern, die bis Anfang der 1990er-Jahre gebaut wurden, stecken manchmal Asbestzement-Rohre, alte Lüftungskanäle oder asbesthaltige Kleber und Spachtelmassen. Haben Sie einen solchen Verdacht, lassen Sie eine Probe untersuchen. Ausbau und Entsorgung gehören dann in die Hände einer Fachfirma, die für Asbestarbeiten ausgebildet und befugt ist.
Bevor es losgeht, sprechen Sie mit der Hausverwaltung. In einer Eigentumswohnung redet bei Eingriffen in gemeinsame Leitungen die Eigentümergemeinschaft mit, als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Vereinbaren Sie außerdem einen Termin, an dem der Strang abgesperrt wird, und informieren Sie die Nachbarn rechtzeitig über die lauten Stemmarbeiten. Riechen Sie beim Abbruch Gas, hören Sie sofort auf, öffnen Sie die Fenster, betätigen Sie keine Lichtschalter, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder die 112 an. An Gasleitungen darf nur ein dafür befugter, konzessionierter Installateur arbeiten.
Im gemauerten Altbau und im Einfamilienhaus beginnt die Sanierung meist damit, dass Fliesen und Bodenbelag herunterkommen. Häufig sieht man dann alte verzinkte Stahlrohre voller Kalk, gusseiserne Abwasserleitungen und schiefe Wände, die vor dem Fliesen ausgeglichen werden müssen. Im Einfamilienhaus haben Sie dafür mehr Freiheit bei der Abwasserführung, eine bodengleiche Dusche ist hier oft ohne große Umwege machbar.
Grundriss: Wanne, Dusche und Platz für die Waschmaschine
In einem Bad mit etwa 4 bis 5 m² steht zuerst eine Frage im Raum: Wanne oder Dusche? Die Wanne passt gut zu Familien mit kleinen Kindern. Die Dusche spart Platz und Wasser und ist für ältere Menschen sicherer, weil niemand über einen hohen Rand steigen muss. Ein beliebter Kompromiss ist eine Wanne mit Glasaufsatz, in der Sie bequem ohne Vorhang duschen können. Denken Sie an einen barrierearmen Umbau, lohnt ein Blick auf aktuelle Förderungen von Bund und Land. Viele Bundesländer unterstützen barrierefreie Umbauten im Rahmen der Wohnbauförderung. Ob und unter welchen Bedingungen, klären Sie vor der Auftragsvergabe, denn viele Programme verlangen den Antrag vor Beginn der Arbeiten.
Wo was hinkommt, bestimmt vor allem der Fallstrang. Das WC braucht ein dickes Abflussrohr mit ordentlichem Gefälle und bleibt deshalb in der Wohnung meist nah an seinem alten Platz. Waschtisch und Dusche lassen sich leichter verschieben. Jeder zusätzliche Meter Rohr muss aber irgendwo verlaufen, entweder im Fußbodenaufbau oder in der Vorwand.
Soll die Waschmaschine ins Bad? Dann planen Sie einen weiteren Wasseranschluss, einen Abfluss mit Siphon und eine eigene Steckdose ein. Diese muss außerhalb der Schutzbereiche um Wanne und Dusche liegen, die die österreichischen Elektrotechnik-Vorschriften (ÖVE/ÖNORM E 8001) vorgeben, und über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) abgesichert sein. Stellen Sie die Maschine so, dass sich die Tür ganz öffnen lässt und sie nicht im Weg steht. In der Praxis passiert es oft, dass sie bei der Planung vergessen wird und der Anschluss später auf den fertigen Fliesen verlegt werden muss.
Wand-WC und Vorwand
Ein Wand-WC auf einem Vorwandelement lässt sich leichter putzen, und der Spülkasten verschwindet in der Wand. Die Vorwand aus Montageelement und Gipskarton im Trockenbau oder aus Porenbeton versteckt gleichzeitig die Leitungen und bietet oben eine praktische Ablage. Das Element wird genau nach der Höhe des fertigen Fußbodens gesetzt, nicht nach dem Rohboden. Bevor gefliest wird, prüft der Installateur, ob Spülung und Abfluss dicht sind.
Bodengleiche Dusche: was Sie vorher prüfen sollten
Eine Dusche ohne Wanne, auf einer Ebene mit den Bodenfliesen, sieht modern aus und lässt sich ohne Stufe betreten. Sie hat aber eine Bedingung: Sie braucht Höhe. Unter den Fliesen muss Platz sein für den Geruchsverschluss des Ablaufs oder der Rinne und für das Gefälle, das das Wasser dorthin leitet. In vielen Mehrparteienhäusern ist der Fußbodenaufbau dünn, und in die Rohdecke dürfen Sie nicht stemmen. Die Höhe holen Sie dann, indem Sie den Boden im ganzen Bad etwas anheben oder besonders flache Bodenabläufe einsetzen.
Bevor Sie Rinne oder Ablauf kaufen, messen Sie, wie viele Zentimeter zwischen Rohdecke und geplantem fertigem Boden liegen. Klären Sie außerdem, ob sich der Abfluss mit Gefälle an den Fallstrang anschließen lässt. Reicht die Höhe nicht, ist eine flache Duschtasse mit niedrigem Profil die vernünftigere Lösung. Sie wirkt ähnlich und greift nicht in die Konstruktion des Hauses ein.
Warum spielt die Art des Ablaufs eine Rolle? Bei großen Fliesen passt eine Duschrinne an der Wand mit Gefälle in nur eine Richtung besser. Ein Punktablauf in der Mitte braucht Gefälle von vier Seiten. Große Fliesen müssten dann diagonal geschnitten werden, sonst stehen sie an den Ecken hoch.
Abdichtung und die heiklen Stellen
Viele glauben, die Fliesen halten das Wasser ab. Weder Fliesen noch Fugen sind aber wasserdicht. Dicht ist erst die Verbundabdichtung darunter. Auf dem Boden kommt sie auf die ganze Badfläche und wird an den Wänden bis auf Sockelhöhe hochgezogen. In der Dusche dichten Sie die Wände mindestens bis über den Duschkopf ab, an der Wanne meist einige Dutzend Zentimeter über den Rand. Wie das im Einzelnen auszuführen ist, beschreibt in Österreich die ÖNORM B 3407 zusammen mit den Angaben des Herstellers. Ein guter Fliesenleger kennt beides.
- Ecken und Übergänge: In die Wandecken und in den Übergang von Wand zu Boden gehört ein Dichtband. Es macht kleine Bewegungen im Bau mit und reißt nicht.
- Durchdringungen: Um Wasser- und Abwasseranschlüsse kommen Dichtmanschetten.
- Wannenrand: Zwischen Wanne und Wand klebt ein spezielles Wannendichtband. Reißt später die Silikonfuge, läuft trotzdem kein Wasser hinter die Fliesen.
- Ablauf und Rinne: Die Abdichtung wird an die Manschette des Ablaufs angeschlossen. Es reicht nicht, sie nur bis an den Rand zu streichen.
Die Abdichtung wird in zwei Schichten aufgetragen, die zweite quer zur ersten, damit keine dünne Stelle bleibt. Vor dem Fliesen muss sie so lange trocknen, wie es im technischen Merkblatt steht. Im Mehrparteienhaus schützen Sie mit einer sauberen Abdichtung auch die Nachbarn unter Ihnen. Ein Wasserschaden in der Wohnung darunter gehört zu den teuersten Fehlern einer Badsanierung.
Lüftung und Feuchtigkeit
Ein neues Bad ist dichter als das alte, gerade wenn gleichzeitig neue Fenster eingebaut wurden. Der Dampf nach dem Duschen schlägt sich dann ohne Lüftung an Wänden und Fugen nieder. Helfen kann ein Lüfter mit Rückstauklappe und Nachlauf oder mit Feuchtesensor, der auch nach dem Ausschalten des Lichts weiterläuft. Absaugen kann er aber nur, wenn frische Luft nachströmt. Lassen Sie deshalb unter der Tür einen Spalt oder setzen Sie ein Lüftungsgitter in die Tür. In innenliegenden Bädern ohne Fenster ist eine mechanische Lüftung ohnehin nötig.
Schimmel in der Badecke ist meist kein Fehler der Fliesen. Dahinter stecken fast immer zu wenig Lüftung oder eine kalte Außenwand. Grenzt Ihr Bad an eine Außenwand, schauen Sie sich diese vor dem Fliesen genau an. Je nach Zustand lohnt eine Dämmung, von außen etwa im Rahmen eines Vollwärmeschutzes, oder zumindest, dass diese Wand ausreichend beheizt wird.
Fliesen: worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Auf den Badboden gehören rutschhemmende Fliesen, in der bodengleichen Dusche erst recht. Für nasse Barfußbereiche gibt es eine eigene Einstufung in die Klassen A, B und C. Fragen Sie im Fachhandel, welche Klasse für Ihre Dusche passt. Glänzende Fliesen werden nass rutschig und haben in der Dusche nichts zu suchen. Große Formate lassen ein kleines Bad größer wirken und haben weniger Fugen. Sie brauchen aber sehr ebene Wände und einen ebenen Estrich, und das Verlegen ist aufwendiger.
Lassen Sie vor dem Verlegen einen Fliesenplan erstellen. Er zeigt, wo die Schnitte liegen, damit sie gleichmäßig an beiden Seiten landen und nicht als schmale Streifen an der Tür oder an der Wanne. Er zeigt auch, wie das Fugenbild zur Türhöhe, zum Spiegel und zu den Armaturen passt. Die Anschlüsse der Armaturen sitzen dann mittig in einer Fliese oder in einer Fuge und nicht irgendwo.
In der Dusche nimmt man statt des üblichen zementären Fugenmörtels oft eine Epoxidharzfuge. Sie saugt kein Wasser, verfärbt sich nicht durch Seife und hält Schimmel besser stand. Dafür ist sie schwieriger zu verarbeiten und teurer. In alle Ecken und an die Übergänge zu Wanne und Duschtasse gehört keine Fugenmasse, sondern elastisches Sanitärsilikon.
Heizung im Bad
Meist heizt im Bad ein Handtuchheizkörper, auf dem gleichzeitig die Handtücher trocknen. Im Mehrparteienhaus hängt er oft an der Zentralheizung des ganzen Hauses. Bevor Sie ihn tauschen oder versetzen, sprechen Sie mit der Hausverwaltung. Nach der Montage muss der Installateur die Anlage entlüften und den Heizkörper richtig einstellen, damit er so viel Wärme bekommt wie geplant. Soll er auch im Sommer warm werden, ergänzt ein elektrischer Heizstab den Heizkörper. Dieser braucht eine eigene Steckdose außerhalb der Schutzbereiche. Wird im Haus zur gleichen Zeit die Heizung selbst erneuert, lassen Sie sich vom Installateur oder einer Energieberatung erklären, welche Lösung zu Ihrem Haus passt und ob Förderungen von Bund und Land in Frage kommen.
Eine elektrische Fußbodenheizung sorgt im Bad vor allem dafür, dass der Boden nicht kalt ist. Die Heizmatte liegt im Fliesenkleber unter den Fliesen und wird über einen Thermostat mit Bodenfühler gesteuert. Vor dem Abdecken muss sie durchgemessen werden, denn nach dem Fliesen lässt sie sich nur noch mit Abbruch reparieren. Die gesamte Elektroinstallation im Bad gehört in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers. Am Ende sollte er Ihnen einen Prüfbefund übergeben.
Zeitplan und Abstimmung der Professionisten
Auf wenigen Quadratmetern lösen sich Abbruch, Baumeister oder Trockenbauer, Installateur, Elektriker und Fliesenleger ab. Beauftragen Sie jeden Professionisten einzeln, kümmern Sie sich als Auftraggeber selbst um Reihenfolge und Übergänge. Jede Wartezeit auf den nächsten Handwerker schiebt den ganzen Termin nach hinten. Ein Betrieb, der das Bad komplett aus einer Hand liefert, übernimmt die Koordination und auch die Verantwortung dafür, dass die Arbeiten der einzelnen Gewerke zusammenpassen.
Wählen und bestellen Sie WC, Waschtisch, Armaturen und Unterputzkörper schon vor Baubeginn. Der Installateur braucht genaue Maße und Datenblätter, um die Anschlüsse richtig zu setzen. Häufig sieht man, dass Anschlüsse nach Gefühl gesetzt werden und nach der Lieferung der Armatur der Abstand oder die Einbautiefe des Unterputzkörpers nicht stimmt. Manche Armaturen, Wannen und Duschabtrennungen haben außerdem Lieferzeiten von mehreren Wochen.
Fotografieren Sie alle Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen, bevor sie verschwinden, und heben Sie die Bilder mit Maßen ab Boden und Ecken auf. Wenn Sie später ein Regal aufhängen, wissen Sie genau, wo Sie nicht bohren dürfen.
Anleitung für Heimwerker: alte Silikonfuge an Wanne und Dusche erneuern
Eine dunkle oder abgelöste Silikonfuge ist nicht nur unschön. Durch die offene Fuge läuft Wasser hinter die Fliesen und unter die Wanne. Den Austausch schaffen Sie auch selbst, Sie brauchen nur Geduld und genug Zeit zum Trocknen.
- Altes Silikon mit einem scharfen Stanleymesser oder Schaber entlang der Fliesen und der Wanne aufschneiden und in ganzer Länge herausziehen.
- Reste mit Silikonentferner beseitigen, die Fläche reinigen und mit Spiritus entfetten.
- Schimmel in der Fuge mit einem Schimmelentferner behandeln und alles vollständig trocknen lassen, idealerweise bis zum nächsten Tag.
- Wanne mit Wasser füllen, damit sie sich unter dem Gewicht setzt und das Silikon später bei Belastung nicht reißt.
- Entlang der Fuge Kreppband auf Fliesen und Wanne kleben, damit die Kante gerade wird.
- Sanitärsilikon mit Schimmelschutz in einem gleichmäßigen Zug auftragen.
- Silikon mit einem angefeuchteten Fugenglätter oder einem in Spülmittelwasser getauchten Finger glätten und das Klebeband sofort abziehen.
- Wasser erst nach dem Aushärten ablassen und die Dusche so lange nicht benutzen, wie der Hersteller auf der Kartusche angibt, meist etwa 24 Stunden.
So übernehmen Sie das neue Bad
Lassen Sie sich bei der Übernahme Zeit, denn mit ihr beginnt in der Regel auch die Gewährleistungsfrist. Gehen Sie das Bad Punkt für Punkt durch:
- Für die Wasserleitungen liegt ein Protokoll der Druckprobe vor, für die Elektroinstallation der Prüfbefund des Elektrotechnikers
- Das Wasser aus der Dusche läuft zum Ablauf oder zur Rinne und bleibt nirgends auf den Fliesen stehen, was Sie mit einem Kübel Wasser prüfen
- Beim Abklopfen von Wand- und Bodenfliesen klingt keine Stelle hohl, denn das deutet auf eine schlecht verklebte Fliese hin
- Die Fugen sind gleich breit und voll gefüllt, die Schnitte sauber und symmetrisch
- Alle Ecken und Übergänge zu Wanne und Duschtasse sind mit Silikon abgedichtet, nicht mit Fugenmörtel
- Armaturen, Spülung und Siphons bleiben auch nach mehreren Minuten laufendem Wasser dicht
- Der Lüfter saugt spürbar ab, und die Tür hat einen Spalt oder ein Gitter für die Zuluft
- Sie haben die Fotos der Leitungen vor dem Verschließen und die Garantieunterlagen für WC, Armaturen und Wanne erhalten
Passt etwas nicht, halten Sie es im Übernahmeprotokoll fest, zusammen mit einer Frist für die Behebung. Eine hohl liegende Fliese oder eine undichte Silikonfuge ist direkt nach Fertigstellung leicht zu beheben. Nach Jahren kann daraus die Sanierung einer durchfeuchteten Decke beim Nachbarn werden.
Häufige Fragen
Für die Arbeit an einem Bad in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Fliesen) zahlen Sie laut aktueller Preisliste 1657,00 € - 3315,00 €. Der niedrigere Betrag gilt, wenn nur Oberflächen und Sanitärkeramik in den bestehenden Wänden erneuert werden. Der höhere gilt fürs Bad schlüsselfertig mit Abbruch des Kerns, Trennwänden, Putz und neuen Leitungen. Material und Sanitärkeramik kommen dazu.
Für das Verlegen von Wand- und Bodenfliesen im Standardformat zahlen Sie 39,46 € pro m² Arbeitsleistung, genau wie auf der Seite zu Fliesenlegerarbeiten. Grundierung, Verfugen, Silikon und Ausschnitte werden extra verrechnet.
Ein normales Bad in einer Wohnung ist meist in etwa zwei bis drei Wochen fertig. Länger dauert es, wenn Putz und Abdichtung trocknen müssen oder die Sanitärkeramik auf sich warten lässt.
Ja, in der Dusche, rund um die Wanne und am Boden. Ohne Abdichtung sickert Wasser durch die Fugen in die Konstruktion.
Am stärksten treiben der Abbruch des Kerns und das Mauern neuer Trennwände den Preis, dazu der komplette Tausch der Leitungen, großformatige Fliesen und eine bodenebene Dusche mit Gefälle und Duschrinne.
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