Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Strebe setzen bis 2,7 m Höhe

Eine Strebe ist eine schräge Stahlstütze, die einen Zaunpfosten gegen Umkippen sichert. Das obere Ende wird am Pfosten befestigt, das untere Ende wird im Boden einbetoniert. Streben bis 2,7 m Länge kommen bei normalen und höheren Gartenzäunen zum Einsatz, vor allem bei Maschendraht. Er wird straff gespannt und zieht mit voller Kraft an de

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·22 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2,43 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
1,90 € - 3,20 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Fundamente und Einfriedungen22 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Einfriedungen
Strebe bis 2,7 m setzenStk.2,43 €-
Beton-Zaunsteine mauernStk.5,73 €-
Zaunpfeiler mauernlfm31,50 €-
Montage Betonzaun bis 1,8 mlfm28,64 €-
Montage Betonzaun bis 2,1 mlfm32,94 €-
Montage Betonzaun bis 2,4 mlfm34,37 €-
Einfriedung aus Schalsteinen 12/15m²-
Einfriedung aus Schalsteinen 20/25m²-
Demontage des alten Zauneslfm1,43 €-
Pfosten bis 2,4 m Höhe setzenStk.2,00 €-
Pfosten bis 2,7 m Höhe setzenStk.2,43 €-
Pfosten bis 3,8 m Höhe setzenStk.4,30 €-
Montage StacheldrahtauslegerStk.2,00 €-
Spanndraht spannenlfm0,20 €-
Stacheldraht spannenlfm0,20 €-
Montage ZaunrahmenStk.-
Montage Sonder-ZaunrahmenStk.-
Montage ZaunpaneeleStk.-
Maschendraht bis 1,4 m setzenlfm2,43 €-
Maschendraht bis 1,8 m setzenlfm2,72 €-
Maschendraht über 3,0 m setzenlfm5,30 €-
Eckverbindung herstellenStk.1,43 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Wo die Strebe hingehört und warum

Gespanntes Geflecht oder Spanndraht zieht die Pfosten in Zaunrichtung. Bei den mittleren Pfosten gleicht sich der Zug von beiden Seiten aus. Bei End- und Eckpfosten ist das anders, dort wirkt die Kraft nur von einer Seite. Deshalb gehören Streben vor allem an diese Stellen:

  • Endpfosten: eine Strebe in Richtung des Zauns
  • Eckpfosten: zwei Streben, jeweils in Richtung einer Zaunseite
  • Pfosten an Tor und Gartentür sowie Stellen, an denen der Zaun die Richtung wechselt oder in einen Hang übergeht
  • Lange gerade Abschnitte: je nach Herstellersystem auch zwischendurch, zum Beispiel an Spannpfosten

Warum sitzt die Strebe auf der Seite des Geflechts und nicht dahinter? Sie arbeitet als Stütze und drückt den Pfosten gegen den Zug des Geflechts. Stünde sie auf der anderen Seite, würde der Zug sie nur aus dem Boden reißen. Bei höheren Doppelstabmatten- oder Sichtschutzzäunen hilft die Strebe vor allem gegen Wind, denn dichte Elemente bieten dem Wind viel Angriffsfläche.

So wird die Strebe gesetzt

Voraussetzung ist ein fest einbetonierter, lotrechter Pfosten. Die Strebe kommt erst danach. Idealerweise setzen Sie sie gleichzeitig mit dem Pfosten oder kurz danach, solange das Geflecht noch nicht gespannt ist.

  1. Einmessen. Zuerst legen Sie fest, in welcher Höhe die Strebe am Pfosten ansetzt. Meist liegt der Punkt im oberen Drittel bis zur oberen Hälfte des Pfostens, je nach System des Herstellers. Daraus ergibt sich, wo der Fuß der Strebe im Boden sitzt.
  2. Winkel. Die Strebe sollte mit dem Pfosten ungefähr einen Winkel von 40 bis 50 Grad bilden. Eine zu steile Strebe stützt kaum, eine zu flache wird lang und kann sich durchbiegen.
  3. Loch für den Fuß. Für den Betonfuß wird ein Loch ausgehoben. Bei Zäunen dieser Höhe geht man üblicherweise etwa 60 bis 80 cm tief, damit das Fundament möglichst unter die Frostzone reicht. In vielen Regionen Österreichs rechnet man mit rund 80 cm frostfreier Tiefe, in höheren und kalten Lagen auch mit mehr. Die Sohle wird verdichtet, bei Bedarf kommt eine Schicht Kies hinein.
  4. Befestigen am Pfosten. Die Strebe wird mit einer Schelle oder einer Schraubverbindung angeschlossen. Die Verbindung muss ohne Spiel sitzen.
  5. Betonieren. Den Fuß mit Beton vergießen und den Beton stochern oder verdichten, damit keine Hohlräume bleiben. Die Oberfläche bekommt ein leichtes Gefälle weg von der Strebe, damit Wasser abläuft.
  6. Aushärten. Bis der Beton fest ist, dürfen sich Strebe und Pfosten nicht bewegen. Mit dem Spannen des Geflechts wartet man mindestens einige Tage, je nach Betonsorte und Wetter.

Material und Varianten

Streben bestehen meist aus Stahlrohr oder Stahlprofil. Sie sind feuerverzinkt und oft zusätzlich kunststoffbeschichtet in der Zaunfarbe, zum Beispiel Grün oder Anthrazit. Sie sollten zum Durchmesser und System der Pfosten passen, sonst lassen sich die Schellen schlecht anziehen. Bei hohen und stark belasteten Zäunen lohnt sich ein dickwandiges Profil.

Befestigungsmaterial: Schellen, Schrauben und Unterlegscheiben sollten verzinkt oder aus Edelstahl sein. Eine einfache Baumarktschraube rostet schneller als der Zaun.

Beton: Üblich ist Beton der Festigkeitsklasse C16/20 oder C20/25 nach ÖNORM EN 206 oder ein fertiger Sackbeton für Pfosten. Bei Fertigmischungen gilt die Anleitung des Herstellers, vor allem zur Wassermenge und zur Abbindezeit.

Korrosionsschutz: Stellen, an denen Sie die Strebe gekürzt oder gebohrt haben, behandeln Sie mit Zinkspray oder Rostschutzfarbe. Das offene Rohrende verschließen Sie mit einer Kappe, damit kein Wasser hineinläuft.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am einfachsten geht es, wenn die Streben bei einem neuen Zaun zusammen mit den Pfosten in lockeren, gut grabbaren Boden kommen. Mehr Aufwand entsteht bei:

  • steinigem oder stark verdichtetem Boden, Aufschüttungen mit Bauschutt, Baumwurzeln
  • Hanglage, wo Winkel und Tiefe genauer bestimmt werden müssen
  • schlechtem Zugang, etwa einem schmalen Streifen zwischen Zaun und Garage oder dichter Bepflanzung
  • nachträglicher Montage an einem bestehenden Zaun, wenn das Geflecht erst gelockert und der Pfosten ausgerichtet werden muss
  • Leitungen im Boden an der Grundstücksgrenze, wo von Hand und vorsichtig gegraben werden muss

Bei einer längeren Einfriedung geht die Arbeit pro Strebe schneller, weil Aushub und Betonieren in einem Zug erledigt werden.

Typische Fehler

  • Zu flacher Fuß. Einen kleinen Betonklotz direkt unter der Oberfläche hebt der Frost an, und die Strebe stützt nicht mehr.
  • Falscher Winkel. Eine fast senkrechte Strebe hält den Pfosten nicht, der Zaun neigt sich nach und nach.
  • Strebe auf der falschen Seite. Sie muss auf der Seite sitzen, in die das Geflecht zieht.
  • Spiel in der Schelle. Ein wenig Spiel wird mit der Zeit größer, bis die Strebe nicht mehr arbeitet.
  • Hohlräume im Beton. Unverdichtet eingefüllter Beton hält nur scheinbar.
  • Zu frühes Spannen. Frischer Beton hält den Zug nicht aus, der Pfosten verschiebt sich.
  • Ungeschützte Schnittkanten. Eine gekürzte Strebe ohne Schutzanstrich rostet genau an der Verbindungsstelle.

Anleitung für Heimwerker: Strebe am Zaunpfosten setzen

Wenn Ihre Pfosten fest einbetoniert und lotrecht sind, können Sie die Strebe auch selbst setzen. Klären Sie vor dem Graben, ob an der Stelle Gas-, Strom- oder Wasserleitungen liegen. Eine Leitungsauskunft bekommen Sie bei den örtlichen Netzbetreibern oder bei Ihrer Gemeinde. Falls Sie beim Graben eine Gasleitung beschädigen, entfernen Sie sich sofort in sicheren Abstand und rufen Sie den Gasnotruf 128 an, bei Gefahr für Personen zusätzlich 112. Eine beschädigte Stromleitung fassen Sie nicht an, die Reparatur gehört in die Hände des Netzbetreibers oder eines konzessionierten Elektrotechnikers.

  1. Strebe, Schelle, verzinkte Schrauben, Beton, Kies, Spaten, Wasserwaage, Meterstab sowie Keile oder Latten zum Abstützen bereitlegen.
  2. Prüfen, ob der Pfosten lotrecht steht und fest sitzt.
  3. Strebe auf der Geflechtseite an den Pfosten halten und einen Winkel von etwa 40 bis 50 Grad einstellen.
  4. Position des Fußes markieren und ein Loch von etwa 60 bis 80 cm Tiefe ausheben.
  5. Sohle verdichten und eine dünne Schicht Kies einfüllen.
  6. Strebe mit der Schelle am Pfosten befestigen und die Schrauben so anziehen, dass kein Spiel bleibt.
  7. Pfosten erneut mit der Wasserwaage prüfen und die Strebe abstützen, damit sie sich beim Betonieren nicht bewegt.
  8. Fuß mit Beton vergießen, den Beton schichtweise stochern und die Oberfläche mit Gefälle weg von der Strebe abziehen.
  9. Schnittkanten und Bohrstellen mit Rostschutz behandeln und die Kappe aufsetzen.
  10. Beton nach Angabe des Herstellers aushärten lassen und erst danach das Geflecht spannen.
  11. Nach dem Spannen die Schelle noch einmal nachziehen.

So prüfen Sie die fertige Strebe

  • Die Strebe sitzt auf der Seite, in die das Geflecht zieht, an Ecken sind es zwei
  • Der Winkel zum Pfosten liegt ungefähr bei 40 bis 50 Grad
  • Der Pfosten steht auch nach dem Spannen des Geflechts lotrecht
  • Die Schelle ist fest angezogen, die Strebe bewegt sich darin nicht
  • Der Betonfuß zeigt keine Risse und keine sichtbaren Hohlräume
  • Wasser läuft am Fuß ab und bleibt nicht an der Strebe stehen
  • Schnittkanten sind behandelt, offene Rohrenden mit Kappen verschlossen
  • Wenn Sie oben gegen den Pfosten drücken, federt der Zaun nicht und neigt sich nicht

Häufige Fragen

Nein. Bei Maschendrahtzäunen bekommen vor allem End-, Eck- und Spannpfosten sowie die Pfosten am Tor eine Strebe. Mittlere Pfosten brauchen in der Regel keine, außer das System des Herstellers schreibt es vor.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.