Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Zaunbau: Preise 2026, Zaunarten, Fundamente und richtige Ausführung

Zaunbau umfasst Zaunfundamente, gemauerte Zäune aus Formsteinen, Betonsteckzäune, Paneele, Maschendraht und Steher. Entscheidend sind die Tragfähigkeit des Untergrunds, Wasser, Frost, Wind und die Verankerung des Tors. Die aktuellen Arbeitspreise lassen sich direkt nach Zaunart und Menge der Konstruktion berechnen.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 5,50/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 4,40 - € 7,15
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Inhalt
Kurze Antwort

Das Mauern von Betonformsteinen für Zäune kostet laut aktueller Preisliste € 5,50 pro Stück Arbeitsleistung. Fundament, Bewehrung, Betonfüllung, Steher, Abdeckelemente, Tor und Erdarbeiten werden je nach Projekt und Gegebenheiten am Grundstück gesondert verrechnet.

Leistungsarten und ihre Preise

€ 5,50
pro Stk.
Gemauerter Zaun aus Formsteinen

Die Formsteine bilden einen Sockel, eine geschlossene Wand oder Pfeiler. Fundament, Bewehrung und Verfüllung der Hohlräume müssen dem Herstellersystem und der statischen Bemessung entsprechen.

€ 30,35
pro lfm
Zaunsteher

Die Steher nehmen die Lasten von Füllungen, Gartentür und Einfahrtstor auf. Bei beweglichen Elementen sind Verankerung und Steifigkeit des Fundaments entscheidend.

pro m²

Nach dem Bewehren und Verfüllen mit Beton bilden sie den tragenden Teil der Mauer. Abmessungen und Bewehrung ergeben sich aus der Planung, nicht allein aus der Zaunhöhe.

€ 27,60
pro lfm

Rasche Montage von Stehern und Fertigteilplatten. Erfordert genaue Abstände, stabile Punktfundamente und einen sicheren Umgang mit den schweren Elementen.

€ 3,45
pro lfm

Leichte und wirtschaftliche Lösung für die Grundstücksgrenze. Das Ergebnis hängt von richtiger Spannung, Endstehern, Streben und Spanndrähten ab.

pro Stk.

Steifer als Maschendraht und auch auf einer niedrigen Sockelmauer möglich. Achsabstand der Steher und Geländeabstufungen müssen eingehalten werden.

Preisliste Zaunbau 2026

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Österreich. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.

Fundamente und Einfriedungen24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Einfriedungen
Beton-Zaunsteine mauernStk.€ 5,50 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Zaunpfeiler mauernlfm€ 30,35 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage Betonzaun bis 1,8 mlfm€ 27,60 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage Betonzaun bis 2,1 mlfm€ 31,75 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage Betonzaun bis 2,4 mlfm€ 33,10 / lfmlfmMenge eingeben-
Einfriedung aus Schalsteinen 12/15m²m²-
Einfriedung aus Schalsteinen 20/25m²m²-
Demontage des alten Zauneslfm€ 12,15 / lfmlfmMenge eingeben-
Pfosten bis 2,4 m Höhe setzenStk.€ 34,50 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Pfosten bis 2,7 m Höhe setzenStk.€ 38,65 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Pfosten bis 3,8 m Höhe setzenStk.€ 48,30 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Strebe bis 2,7 m setzenStk.€ 2,35 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage StacheldrahtauslegerStk.€ 1,95 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Spanndraht spannenlfm€ 0,70 / lfmlfmMenge eingeben-
Stacheldraht spannenlfm€ 1,05 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage ZaunrahmenStk.Stk.-
Montage Sonder-ZaunrahmenStk.Stk.-
Montage ZaunpaneeleStk.Stk.-
Maschendraht bis 1,4 m setzenlfm€ 3,45 / lfmlfmMenge eingeben-
Maschendraht bis 1,8 m setzenlfm€ 3,75 / lfmlfmMenge eingeben-
Maschendraht über 3,0 m setzenlfm€ 5,10 / lfmlfmMenge eingeben-
Eckverbindung herstellenStk.€ 1,40 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Fundamente
Betonfundament für Zaun herstellenm³€ 96,60 / m³m³Menge eingeben-
Sonstige Arbeiten
Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde)Std.Std.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Beispielumfang für einen gemauerten Zaun mit 20 m Länge
Mauern von 300 Zaunformsteinen
Mauerarbeit an den Formsteinen ohne Fundament und Steher
€ 1650,00
Formsteine und vier Steher
300 Formsteine und insgesamt 8 m gemauerte Steher
€ 1892,80
Fundament und gemauerter Teil
Beispielhaft 4,8 m³ Fundament, 300 Formsteine, 8 m Steher und 4 im Verband gemauerte Ecken
€ 2362,08
Die Summe umfasst nur die angeführten Arbeitspositionen. Die Mengen sind Beispielwerte und keine Ausführungsplanung. Erdarbeiten, Stahl, Beton, Füllungen, Tor, Transport und Abtransport kommen je nach tatsächlichem Bedarf dazu.

Materialarten und ihre Preise

Betonformsteine für Zäune
je nach System

Sichtsteine für geschlossene Wand, Sockel oder Pfeiler. Sie müssen für den Außenbereich geeignet und gegen von oben eindringendes Wasser geschützt sein.

Schalsteine
je nach Format

Verlorene Schalung, die bewehrt und mit Beton verfüllt wird. Der hohle Stein allein ist noch keine fertige tragende Konstruktion.

Beton und Bewehrungsstahl
je nach Planung

Betongüte, Stabdurchmesser, Betondeckung und die Verbindung zwischen Fundament und Stehern richten sich nach Belastung und Baugrund.

Abdichtung
je nach Aufbau

Die waagrechte Sperrschicht trennt das Mauerwerk von aufsteigender Feuchtigkeit. Im erdberührten Bereich wird zusätzlich eine senkrechte Abdichtung ausgeführt.

Abdeckplatten und Pfeilerabdeckungen
je nach Profil

Die Oberkante muss das Wasser von der Mauerfläche weg ableiten. Überstand, Gefälle und Tropfkante verringern Durchfeuchtung und Ausblühungen.

Sichtfüllung
je nach Auswahl

Felder aus Metall, Holz oder Verbundwerkstoff verändern die Windlast. Eine geschlossene Füllung leitet größere Kräfte in die Pfeiler ein als ein durchlässiges Element.

Vorbereitung und Ablauf beim Zaunbau

01
Grenze abstecken

Vor dem Aushub werden Grundstücksgrenze, Lage von Zugang und Tor, Leitungen und der Anschluss an die Straße geprüft. Der Zaun wird nicht nur nach alten Stehern oder Randsteinen ausgerichtet.

02
Gelände und Wasser beurteilen

Beachtet werden Geländeneigung, Abfluss des Regenwassers, Anschüttungen und Höhenunterschiede zum Nachbargrund. Der Zaun soll nicht ungeplant als Stützmauer wirken.

03
Fundament planen

Breite, Tiefe, Bewehrung und Gliederung des Fundaments richten sich nach Baugrund, Höhe und Gewicht des Zauns. Beim Tor und bei geschlossenen Feldern werden dynamische Lasten und Windlast berücksichtigt.

€ 96,60/m³
04
Durchführungen und Tortechnik

Noch vor dem Betonieren werden Leerrohre für Stromversorgung, Lichtschranken, Klingel, Beleuchtung und Torsteuerung eingelegt. Nachträgliche Kernbohrungen können die Betondeckung der Bewehrung schwächen.

05
Bezugshöhe festlegen

Festgelegt werden der höchste Punkt, die Höhenstufen und die Lage der Abdeckelemente. Am Hang werden die einzelnen Felder so abgetreppt, dass sie stabil bleiben und optisch ruhig wirken.

Arbeitsablauf

  1. 01Zaunachse, Ecken, Pfeiler, Gartentür und Toreinfahrt werden abgesteckt. Vor dem Aushub werden Leitungsverlauf und Grundstücksgrenze überprüft.
  2. 02Der Aushub wird bis auf tragfähigen Untergrund geführt. Weiche Stellen, Anschüttungen oder stehendes Wasser werden nicht einfach durch eine dickere Betonschicht ausgeglichen.
  3. 03Unterbau, Schalung und Bewehrung werden vorbereitet. Die lotrechten Stäbe für die Pfeiler werden mit dem Fundament verbunden und nicht nachträglich lose in die Öffnung gesteckt.
  4. 04Das Fundament wird betoniert und die Oberfläche abgezogen. Der frische Beton wird vor raschem Austrocknen, Regen und Frost geschützt.
  5. 05Sobald die nötige Festigkeit erreicht ist, wird die waagrechte Abdichtung hergestellt. Sie muss durchgehend sein und an Ecken und Stehern lückenlos anschließen.
  6. 06Die erste Steinreihe wird exakt waagrecht versetzt. Die weiteren Reihen werden im Verband gemauert, Flucht, Höhe und Lotrechtigkeit werden laufend kontrolliert.
  7. 07Die Hohlräume werden nach Systemvorgabe bewehrt und verfüllt. Der Beton wird so eingebracht, dass keine Hohlstellen entstehen und die Steine nicht durch den Betondruck beschädigt werden.
  8. 08Lange Abschnitte, Höhensprünge und Übergänge zwischen verschiedenen Konstruktionen werden durch eine geplante Fuge getrennt. Die Dehnfuge muss durch den gesamten Aufbau durchlaufen.
  9. 09Anker für Füllungen, Bänder und Torantrieb werden im tragfähigen Teil der Steher gesetzt. Spreizdübel kommen nicht knapp an die Kante eines Hohlsteins.
  10. 10Die Oberkante wird mit Abdeckplatte oder Pfeilerabdeckung mit Gefälle und Tropfkante abgeschlossen. Das fertige Mauerwerk wird gereinigt und vor der Übergabe geprüft.
Werkzeug
  • Rotationslaser und Nivelliergerät
  • Maurerschnur, Wasserwaage und Senklot
  • Rüttler je nach Betonierverfahren
  • Biegegerät und Bindewerkzeug für die Bewehrung
  • Steintrennmaschine mit Absaugung
  • Maßband, Winkel und Abstandsschablonen

Häufige Fehler

01
Zaun ohne Beurteilung des Untergrunds

Anschüttungen oder lehmiger Boden bewegen sich bei wechselnder Feuchtigkeit. Die Folge sind abgesackte Felder, schiefe Steher und Risse, die eine oberflächliche Ausbesserung nicht behebt.

02
Fehlende Abdichtung

Wasser steigt in die Steine auf, gefriert im Winter und hinterlässt Ausblühungen an der Oberfläche. Die Abdichtung lässt sich nach dem Aufmauern nicht mehr vollwertig nachrüsten.

03
Langer Abschnitt ohne Fuge

Beton und Mauerwerk verändern ihr Volumen mit Temperatur und Feuchtigkeit. Ohne geplante Fugen baut sich die Spannung über einen zufälligen Riss ab.

04
Zu schwache Torpfeiler

Antrieb, Bänder und Wind erzeugen Kräfte, die bei einem normalen Zaunfeld nicht auftreten. Der Pfeiler braucht eine eigens bemessene Bewehrung, Verankerung und ein eigenes Fundament.

05
Flache Abdeckplatte ohne Tropfkante

Wasser rinnt über die Sichtfläche, trägt Schmutz in die Fugen und erhöht das Risiko von Ausblühungen und Frostschäden. Die Oberseite braucht Gefälle und Überstand.

06
Hohlräume in einem Zug betoniert

Eine zu hohe Säule aus Frischbeton kann die Steine verschieben oder aufsprengen. Schütthöhe und Konsistenz richten sich nach den Vorgaben des Systems.

Zauntypen: gemauert, Betonfertigteil, Paneel und Maschendraht

Ein Zaun ist nicht einfach eine einzige Konstruktion. Ein niedriger Sockel unter einer Stahlfüllung trägt andere Lasten als eine zwei Meter hohe geschlossene Wand aus Formsteinen. Ein Betonfertigteilzaun steht auf gesetzten Pfosten, Paneelzaun und Maschendraht dagegen auf verankerten Pfosten mit kleinerem Fundament. Der Pfeiler am Tor nimmt das Gewicht des Flügels, die Stöße beim Schließen und die Windkräfte auf.

Der erste Schritt ist deshalb nicht die Wahl der Steinfarbe. Zuerst werden Funktion, Höhe, Feldlänge, Lage des Tors, Höhenunterschiede im Gelände und der Verlauf der Leitungen geklärt. Bei geschlossenen Füllungen wird zusätzlich die dem Wind ausgesetzte Fläche beurteilt. Die Kräfte gehen über Pfeiler und Pfosten ins Fundament, daher lässt sich der sichtbare Teil nicht getrennt vom Unterbau planen.

Entscheidend sind beim Zaun Wasser, Frost, die Standsicherheit einer frei stehenden Konstruktion und die Beständigkeit der Oberkante. Für jeden Typ gilt: Das Material wird nach dem technischen Merkblatt des Herstellers verarbeitet, bei höheren oder geschlossenen Zäunen zusätzlich nach einer statischen Bemessung.

Zaunfundament und Schutz des Mauerwerks vor Wasser

Das Fundament wird auf tragfähigem Baugrund gegründet. Endet der Aushub in einer Auffüllung, in aufgeweichtem Boden oder an einer Stelle mit unkontrolliertem Wasserzufluss, beseitigt zusätzlicher Beton allein nicht die Ursache der Bewegung. Die Abmessungen des Fundaments hängen vom Boden, den örtlichen Frostverhältnissen, Höhe und Gewicht des Zauns, den Pfeilerabständen und der Last durch das Tor ab. Ein Einheitsmaß für jedes Grundstück gibt es nicht.

Betonfundament und Mauerwerk müssen kraftschlüssig verbunden sein, gleichzeitig wird das Mauerwerk von aufsteigender Feuchtigkeit getrennt. Die horizontale Abdichtung wird durchgehend unter der ersten Reihe ausgeführt. Anschlüsse an Pfosten und Ecken dürfen dem Wasser keinen offenen Weg lassen. Liegt eine Seite am Erdreich an, kommen eine vertikale Abdichtung und eine Entwässerung je nach Verhältnissen hinzu.

Auch in den Hohlräumen der Steine darf kein Wasser eingeschlossen bleiben. Die Oberkante schließt eine Abdeckplatte oder Pfeilerkappe mit Gefälle, Überstand und Tropfkante ab. Die Fugen der Abdeckungen werden so ausgebildet, dass Regenwasser nicht ins Mauerwerk läuft. Dauerhafte Durchfeuchtung zeigt sich durch Ausblühungen, Wasserflecken, beschädigte Fugen und eine nach und nach durch Frost zerstörte Oberfläche.

Formsteine, Betonfertigteile, Paneele oder Maschendraht

Sichtformsteine für Zäune eignen sich für Sockel, Pfeiler und geschlossene Mauern. Der Hersteller legt Bewehrung, empfohlene Betonfüllung, die Höhe eines Betonierabschnitts und die Fugenausbildung fest. Schalungssteine bilden eine verlorene Schalung und nach dem Verfüllen mit bewehrtem Beton einen tragenden Kern. Ihre Oberfläche wird meist noch weiter bearbeitet.

Ein Betonfertigteilzaun verkürzt die Montagezeit, verlangt aber genaue Abstände und Höhen der Pfosten. Schwere Platten werden sicher und ohne Kantenschäden eingesetzt. Paneelzäune sind leichter und durchlässiger und belasten die Fundamente daher weniger mit Wind als geschlossene Felder. Maschendraht ist für lange Abschnitte wirtschaftlich, seine Stabilität kommt aber von richtig gesetzten End- und Eckpfosten, Streben und Spanndrähten.

Kombinierte Zäune verbinden oft einen gemauerten Sockel und Pfeiler mit Füllungen aus Stahl, Holz oder Verbundwerkstoff. In der Planung wird mit dem tatsächlichen Gewicht und der Durchlässigkeit der Füllung gerechnet. Wird ein leichtes Feld später durch eine geschlossene, blickdichte Füllung ersetzt, kann die Windlast deutlich steigen.

Bewehrung, Pfosten, Tore und Durchführungen

Die senkrechte Bewehrung der Pfeiler wird im Fundament verankert und nach Planung mit der horizontalen Bewehrung verbunden. Die Stäbe erhalten die vorgeschriebene Betondeckung und liegen nicht dicht an der Oberfläche. Die Hohlräume müssen vor dem Betonieren sauber sein. Der Beton wird in angemessenen Abschnitten eingebracht, damit er den Raum ohne Hohlstellen füllt und kein Druck entsteht, der die Steine verschiebt oder beschädigt.

Die Pfeiler von Tor und Gartentür sind der am stärksten beanspruchte Teil des Zauns. Ein Schiebetor braucht Platz zum Zurückfahren, eine gerade Laufrichtung und ein Fundament für die Tragtechnik. Ein Flügeltor leitet über die Beschläge ein Moment in die Pfeiler. Die Verankerung von Antrieb, Anschlägen und Beschlägen wird im tragfähigen Kern vorbereitet, nicht nur in der dünnen Wand eines Hohlsteins.

Leerrohre für Antrieb, Lichtschranken, Klingel, Beleuchtung und Zutrittssystem werden vor dem Betonieren verlegt. Ihre Lage wird dokumentiert. Nachträgliches Bohren ins Blaue kann die Bewehrung treffen oder den Schutz des Pfeilers schwächen.

Dehnungsfugen, Ecken und Höhensprünge

Beton, Mauerwerk und Metallfüllungen reagieren unterschiedlich auf Temperatur und Feuchtigkeit. Ein langer, ununterbrochener Zaun braucht deshalb geplante Fugen. Sie liegen vor allem an Höhen- oder Dickenwechseln, am Übergang verschiedener Materialien und dort, wo sich die Gründungsart ändert. Der genaue Abstand ergibt sich aus System, Geometrie und Planung.

Die Dehnungsfuge muss so durch die Konstruktion gehen, dass sie die erwartete Bewegung zulässt. Es genügt nicht, nur den Putz einzuschneiden. Die Fugenfüllung bleibt elastisch und beständig gegen Wasser und Witterung. Eine Arbeitsfuge nach einer Betonierpause ist nicht automatisch eine Dehnungsfuge.

Ecken werden in dem für den jeweiligen Stein vorgesehenen Verband gemauert. Bei unregelmäßigem Zuschnitt darf keine durchgehende senkrechte Fuge ohne Verband entstehen. Höhensprünge am Hang werden von einer Bezugshöhe aus geplant, sodass die Stufen in ganzen Modulen aufgehen und die Abdeckungen ein sicheres Gefälle haben.

Witterung und Standzeiten

Mauern und Betonieren werden nach den Bedingungen geplant, die der Hersteller des verwendeten Mörtels, Klebers und Betons angibt. Gefrorener Untergrund, Wasser in den Hohlräumen oder Nachtfrost können die frische Konstruktion schädigen. Bei Hitze und Wind wird frischer Beton vor zu schnellem Wasserverlust geschützt, bei Regen vor dem Auswaschen der Oberfläche.

Weitere Lagen werden erst belastet, wenn der vorherige Abschnitt die nötige Festigkeit erreicht hat. Die Zeit ist dabei nicht das einzige Kriterium, denn das Erhärten hängt von Temperatur, Mischung und Bauteilmaß ab. Abdeckplatten, Füllungen und Tor werden erst auf eine stabile, vorbereitete Konstruktion montiert.

Unfertiges Mauerwerk wird von oben abgedeckt, nicht luftdicht von allen Seiten. Ziel ist, das Eindringen von Wasser in die Hohlräume zu verhindern und trotzdem das Austrocknen zu ermöglichen. Vor der Oberflächenbehandlung werden Feuchte und Zustand des Untergrunds geprüft.

Qualitätskontrolle während der Ausführung

Vor dem Betonieren werden Bewehrung, Leerrohre und Anschlüsse fotografiert, denn nach dem Verdecken lassen sie sich nicht mehr prüfen. Beim Fundament werden Lage, Höhe, Breite und Zustand des Baugrunds kontrolliert. Vor der ersten Reihe wird geprüft, ob die Abdichtung eben und durchgehend ist.

Beim Mauern kommen Schnur, Wasserwaage, Lot oder Laser zum Einsatz. Geprüft werden Flucht, Lotrechtigkeit, gleiche Reihenhöhe, Eckverband und saubere Sichtflächen. Eine Abweichung in den ersten Reihen vergrößert sich nach oben und erschwert das Einsetzen von Füllungen und Abdeckplatten.

Bei der Abnahme werden Wasserableitung, Oberfläche, Fugen, Risse, Verankerung der Füllungen und der Lauf des Tors geprüft. Der Bauherr erhält Angaben zum verwendeten System, zur Lage der Leerrohre und zur empfohlenen Pflege. Eine Dokumentation der verdeckten Schichten ist mehr wert als die spätere Versicherung, die Bewehrung sei richtig ausgeführt worden.

Grundstücksgrenze, Nachbarn und örtliche Vorschriften

Vor der Materialbestellung wird der Grenzverlauf in den Unterlagen mit dem tatsächlichen Zustand auf dem Grundstück verglichen. Alter Zaun, Randstein oder Baumreihe folgen nicht unbedingt genau der Eigentumsgrenze. Sind die Grenzpunkte unklar oder steht die neue Konstruktion dicht an der Grenze, sollte ihre Lage ein befugter Vermessungsingenieur abstecken. Diese Prüfung ist günstiger als das Versetzen eines fertigen Fundaments oder ein Streit nach Fertigstellung.

Ob und in welchem Umfang eine Genehmigung nötig ist, hängt von Abmessungen, Lage, Gebiet und der Bauordnung des jeweiligen Landes ab. Schon vor Baubeginn werden deshalb die Anforderungen des zuständigen Bauamts und der Gemeinde geklärt, etwa aus einem Bebauungsplan. Besondere Aufmerksamkeit verlangen der Anschluss an eine öffentliche Straße, die Sicht an der Ausfahrt, Schutzstreifen von Leitungen und Gebiete mit Gestaltungsvorgaben. Bei stützender Funktion, großem Höhenunterschied oder ungewöhnlicher Konstruktion ist eine fachliche Beurteilung nötig. Bei Gemeinschaftseigentum entscheidet zusätzlich die Eigentümergemeinschaft.

Eine Absprache mit den Nachbarn ersetzt weder die technische Planung noch das nötige Verfahren bei der Behörde, beugt aber praktischen Konflikten vor. Vorab geklärt werden der Zugang während der Arbeiten, der Schutz der Bepflanzung nebenan, die Richtung des Wasserabflusses und die endgültige Gestaltung beider Seiten. Regenwasser vom Grundstück oder von der Zaunabdeckung wird nicht gezielt auf das Nachbargrundstück geleitet.

Tor und Gartentür werden so geplant, dass sie die sichere Bewegung auf Gehsteig oder Straße nicht behindern. Bei einem automatischen Tor werden neben der Stromzuleitung auch Sicherheitseinrichtungen, Notentriegelung und der Platz für die gesamte Flügelbewegung geplant. Die Durchfahrtsmaße richten sich nach den tatsächlichen Fahrzeugen und der Einfahrtsrichtung, nicht nur nach der Breite eines Pkw bei gerader Einfahrt.

Pflege, Reparaturen und Lebensdauer des Zauns

Ein fertiger Zaun wird nicht nur bei der Abnahme kontrolliert. Nach dem Winter und nach starkem Regen wird auf neue Risse, offene Fugen, schiefe Pfosten, gelockerte Anker und Stellen mit stehendem Wasser geachtet. Weiße Ausblühungen bedeuten für sich allein noch keinen Schaden am tragenden Teil, zeigen aber Feuchtigkeitsbewegung an. Zuerst wird die Wasserquelle beseitigt, erst danach die Oberfläche gereinigt.

Ein feiner Oberflächenriss hat eine andere Bedeutung als ein Riss, der durch den ganzen Querschnitt geht oder sich weiter öffnet. Vor der Reparatur werden Lage und Breite festgehalten und eine Zeit lang beobachtet. Ein aktiver Riss wird nicht einfach mit hartem Mörtel geschlossen, denn die Bewegung zeigt sich dann neben der Reparatur. Bei Fundamentsetzungen, schiefen Pfeilern oder Schäden am Tor wird die Ursache gesucht und die Standsicherheit beurteilt.

Metallfüllungen und Anker werden auf beschädigten Oberflächenschutz und Korrosion geprüft. Holzteile brauchen je nach Bewitterung und Anstrichsystem einen erneuerten Anstrich. Bewegliche Teile des Tors werden nach Herstellerangaben gereinigt, eingestellt und gewartet. Schmiermittel wird nicht wahllos dort eingesetzt, wo es Staub bindet oder für den Antrieb ungeeignet ist.

Bei einem Wechsel der Füllung wird geprüft, ob Pfeiler und Verankerung die neue Last tragen. Werden Maschendrahtfelder durch geschlossene Paneele ersetzt, ändert sich die Windwirkung grundlegend. Ebenso verändert eine nachträgliche Erhöhung des Zauns den Hebelarm, mit dem die Kräfte auf das Fundament wirken. Eine optische Änderung kann daher statisch bedeutsam sein, auch wenn das ursprüngliche Mauerwerk bleibt.

Die Lebensdauer verlängern regelmäßiges Entfernen von Erde und Bewuchs, ein freier Wasserabfluss und das rechtzeitige Schließen offener Fugen. Kletterpflanzen werden an einer eigenen Rankhilfe geführt, wenn Wurzeln oder Gewicht Fugen und Abdeckungen belasten würden. Im Winterdienst wird der lange Kontakt aggressiver Taumittel mit Sockel und Metallteilen begrenzt.

Häufige Fragen

Das Mauern von Betonformsteinen für Zäune kostet laut aktueller Preisliste € 5,50 pro Stück Arbeitsleistung. Fundament, Bewehrung, Betonfüllung, Steher, Abdeckplatten, Füllungen und Tor werden gesondert verrechnet.

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