Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Altes Holzparkett entfernen (genagelt, geklebt)

Beim Entfernen von altem Parkett werden die Holzstäbe samt Nägeln, Kleber oder Teerkleber vom Boden gelöst. Darunter soll ein fester, brauchbarer Untergrund bleiben. Nötig ist das, wenn das Parkett gewölbt oder gerissen ist, sich löst und auch Abschleifen nicht mehr hilft. Oder wenn Sie stattdessen Vinyl, Laminat, Platten oder neues Parke

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4.54 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
3.63 CHF - 5.95 CHF
Wohnung 60 m²
680.76 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Herausreissen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²4.54 CHF-
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²9.64 CHF-
Verlegung Laminatbodenm²15.12 CHF-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²23.63 CHF-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²22.68 CHF-
Verlegung elektrischer Fussbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Parkett verlegen - Chevron-Muster (französisches Fischgrät)m²-
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²56.70 CHF-
Montage von Sockelleistenlfm7.56 CHF-
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm2.08 CHF-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.15.12 CHF-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Genagelt oder geklebt: So finden Sie heraus, was Sie haben

Von der Befestigung hängen das Werkzeug, der Aufwand und auch der Zustand des Untergrunds danach ab. Am einfachsten nehmen Sie eine Übergangsschiene oder einen losen Stab an der Wand heraus und schauen darunter.

  • Genageltes Parkett liegt meist auf einem Holzuntergrund, etwa auf Brettern oder einem Blindboden in älteren Häusern. Seitlich an den Stäben sehen Sie dünne Nägel, die schräg durch die Feder geschlagen wurden. Das geht schneller, allerdings muss der Holzuntergrund darunter geschont werden.
  • Parkett auf Teerkleber findet man oft in älteren Wohnhäusern. Unter dem Stab zeigt sich eine schwarze, harte, oft glänzende Schicht auf dem Unterlagsboden. Dieser Kleber hält sehr fest und muss nach dem Herausreissen noch vom Untergrund entfernt werden.
  • Parkett mit modernerem Kleber hat darunter einen helleren, elastischen oder harten Kleber. Das Vorgehen ähnelt dem beim Teerkleber, die Reste verhalten sich beim Schleifen aber anders.

Häufig sieht man in einer Wohnung mehrere Varianten gleichzeitig, zum Beispiel ausgebesserte Stellen bei den Heizkörpern oder im Korridor.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Zuerst wird der Raum vorbereitet. Möbel und Teppiche kommen hinaus, Sockelleisten und Übergangsschienen werden abmontiert. Türen und Zargen werden mit Folie oder Karton abgeklebt, damit sie nicht zerkratzen. Müssen die Türen später an die neue Bodenhöhe angepasst werden, hängt man sie am besten gleich aus.

Bei genageltem Parkett beginnt man an der Wand oder in einer Ecke, wo sich die Stäbe am leichtesten anheben lassen. Mit dem Brecheisen wird die erste Reihe angehoben, die weiteren Stäbe löst man Reihe für Reihe. Nägel, die im Untergrund bleiben, werden gezogen oder eingeschlagen, damit nichts vorsteht. Wertvolles altes Parkett lässt sich sorgfältig in umgekehrter Verlegerichtung ausbauen und wiederverwenden.

Geklebtes Parkett wird mit Meissel oder breitem Spachtel abgestossen, oft mit einem Abbruchhammer mit Spachtelaufsatz. Die Stäbe brechen dabei, eine Wiederverwendung kommt deshalb meist nicht in Frage. Danach folgt das Entfernen des Klebers. Das geschieht mechanisch mit Schaber und Bodenschleifmaschine, je nachdem auch mit einem Kleberentferner nach Anleitung des Herstellers. Zum Schluss wird der Untergrund gründlich abgesaugt.

Am Ende beurteilt man den Untergrund: Ist er fest, trocken und eben genug? Davon hängt ab, ob eine örtliche Reparatur mit Spachtelmasse reicht, ob eine vollflächige Ausgleichsmasse nötig ist oder ob man auf einem Holzuntergrund zum Beispiel OSB-Platten verlegt.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand und damit auch der Preis hängen von einigen Punkten ab, die sich schon vor Arbeitsbeginn klären lassen:

  • Befestigung: Nägel sind einfacher, Teerkleber und harte Kleber brauchen deutlich mehr Zeit
  • Dicke und Menge des Klebers: Je mehr auf dem Unterlagsboden bleibt, desto länger dauert das Schleifen
  • Form des Raums: Ein grosses rechteckiges Zimmer geht schnell, ein Korridor mit vielen Ecken, Zargen und Heizkörpern langsam
  • Zustand des Untergrunds: Ein weicher oder bröckeliger Unterlagsboden wird beim Abstossen leicht beschädigt, rostige Nägel brechen ab
  • Zugang und Entsorgung: Oberes Stockwerk ohne Lift, Säcke hinuntertragen, Abfuhr zur Sammelstelle oder in eine Mulde

Staub, alte Kleber und Rücksicht im Mehrfamilienhaus

Parkett herausreissen ist staubig und laut. Sinnvoll sind eine Staubschutzmaske (mindestens FFP2), Schutzbrille, feste Handschuhe und Arbeitsschuhe. Trennen Sie den Raum mit Folie vom Rest der Wohnung ab und verwenden Sie beim Abschleifen des Klebers eine Maschine mit Absaugung.

Vorsicht bei alten schwarzen Klebern. In älteren Gebäuden wurden teerhaltige Kleber verwendet, die gesundheitsschädliche Stoffe (PAK) enthalten können, in seltenen Fällen auch asbesthaltige Materialien. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie eine Probe in einem anerkannten Labor untersuchen. Asbesthaltige Materialien darf nur eine dafür anerkannte Fachfirma entfernen. Holz mit Kleber, Lack oder Teer gehört nicht in den Cheminée- oder Kachelofen, sondern zur Sammelstelle oder in die Baumulde.

In einer Wohnung informieren Sie vorher die Liegenschaftsverwaltung oder bei Stockwerkeigentum die Verwaltung und den Hauswart. Die Hausordnung regelt meist Ruhezeiten, Zeiten für laute Arbeiten und den Standplatz einer Mulde. Auch die Nachbarn schätzen eine kurze Vorwarnung.

Anleitung für Heimwerker: genageltes Parkett in einem kleineren Raum

Genageltes Parkett in einem kleinen Zimmer können Sie selbst entfernen. Bei Teerkleber und grossen Flächen ist die Arbeit körperlich sehr anstrengend und der Unterlagsboden wird leicht beschädigt. Dort ist ein Parkettleger die vernünftigere Wahl.

  1. Möbel hinaustragen, Sockelleisten und Übergangsschienen abmontieren.
  2. Zargen und Türen mit Schutzfolie oder Karton abkleben.
  3. Staubmaske, Schutzbrille, Handschuhe und feste Schuhe anziehen.
  4. An der Wand beginnen und den ersten Stab mit dem Brecheisen über ein Holzstück anheben, damit der Untergrund nicht leidet.
  5. Reihe für Reihe vorgehen und die Stäbe direkt in Säcke oder auf einen Stapel ausserhalb des Raums legen.
  6. Vorstehende Nägel aus dem Untergrund ziehen oder einschlagen.
  7. Die ganze Fläche wischen und gründlich absaugen.
  8. Untergrund auf Festigkeit, Risse, Feuchtigkeit und lose Bretter prüfen.
  9. Abfall zur Sammelstelle bringen oder eine Mulde bestellen.

Typische Fehler beim Entfernen von Parkett

  • Zu grob hebeln und abstossen. Tiefe Ausbrüche im Unterlagsboden oder gebrochene Bretter im Untergrund müssen danach repariert werden, und die Vorbereitung des neuen Bodens dauert länger.
  • Kleberreste auf dem Untergrund lassen. Neuer Kleber hält darauf nicht, und Teerkleber kann mit der Zeit durchschlagen oder mit Vinyl reagieren. Ob man auf Resten verlegen darf, entscheidet das technische Merkblatt des Herstellers von neuem Boden und Grundierung.
  • Ebenheit nicht prüfen. Schwimmend verlegter Boden oder Vinyl auf unebenem Untergrund knarrt, federt, und die Fugen können sich öffnen.
  • Feuchtigkeit übersehen. Unter altem Parkett zeigt sich manchmal ein feuchter Unterlagsboden oder morsches Holz. Zuerst die Ursache beheben, dann verlegen.
  • Ohne Schutz arbeiten. Staub von Kleber und Holz reizt die Atemwege, Splitter mit Nägeln verursachen schnell Verletzungen.

So prüfen Sie den Untergrund nach dem Entfernen

Bevor der neue Boden verlegt wird, gehen Sie den Untergrund anhand dieser Liste durch:

  • Auf der Fläche liegen keine Stäbe mehr, und es stehen keine Nägel oder Klammern vor
  • Kleber und Teerkleber sind so weit entfernt, wie es der neue Boden verlangt
  • Der Untergrund ist fest, bröckelt nicht und klingt beim Abklopfen nicht hohl
  • Ein Holzuntergrund federt nicht, und die Bretter sind fest verschraubt oder genagelt
  • Unter der Zwei-Meter-Latte zeigen sich keine grösseren Unebenheiten, als der Hersteller des neuen Bodens zulässt
  • Der Unterlagsboden ist trocken, idealerweise mit einer Feuchtemessung bestätigt
  • Die Fläche ist abgesaugt und staubfrei
  • Zargen, Türen und Wände sind unbeschädigt
  • Der Abfall ist abgeführt und der Raum aufgeräumt

Häufige Fragen

Bei genageltem Parkett in einem kleineren Raum ja, dafür reichen Brecheisen, Hammer und etwas Geduld. Parkett auf Teerkleber ist deutlich anspruchsvoller. Ohne Bodenschleifmaschine und Abbruchhammer lässt sich der Untergrund kaum sauber vorbereiten, deshalb lohnt sich dort eine Fachperson.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.